Obwohl das Motiv von dem ~Wettstreite der drei Faulen~ ungeheuer

verbreitet ist[132], kommt doch die Schweigwette in den bekannten

Versionen nirgends sonst vor als bei Straparola; in der Form einer

selbständigen Erzählung begegnet sie jedoch außerordentlich häufig.

Siehe darüber Pitrè, III, S. 326 ff. und IV, S. 443, Crane, S. 284 ff.

und 378, Clouston, _Noodles_, S. 107 ff., Landes, _Contes et légendes

annamites_, S. 317, Rua a. a. O., Basset in der _RTP_, XII, S. 412 und

XV, S. 283 ff., Amalfi a. a. O., Bolte, _Das Danziger Theater im 16.

und 17. Jahrhundert_, Hamburg, 1895, S. 226 ff., Köhler, II, S. 576

ff., Lidzbarski, S. 179 und 184, dazu Bolte in der _Z. f. vgl. Littg._,

N. F., XIII, S. 234, Brie, _Eulenspiegel in England_, Berlin, 1903, S.

118, Chauvin, VIII, S. 132 und Dähnhardt, _Natursagen_, Leipzig, 1907

ff., I, S. 233 ff.

238. _Sottisier_, Nr. 176.

Vgl. die bei Bolte zu Montanus, S. 578 ff. und bei G. Rua, _Novelle del

»Mambriano« del Cieco da Ferrara_, Torino, 1888, S. 56 ff. angegebenen

Schwänke, die ein deutliches Bild geben, wie beliebt derartige

Erzählungen bei unsern Altvordern waren. Zu der 39. Novelle im _Grand

parangon des nouvelles nouvelles_ von Nicolas de Troyes, Paris,

1869, S. 148 ff.: _D’une fille qui ne vouloit point avoir de mary

qui eust genitoires_, die Rua zitiert, wäre auf das Gedicht _Von dem

striegelein_ in den von A. v. Keller herausgegebenen _Erzählungen aus

altdeutschen Handschriften_, Stuttgart, 1855, S. 412 ff. zu verweisen

gewesen.

Zu der in Diarbekr üblichen Redewendung vgl. folgende Stelle in der

103. Facetie Poggios, zu der die harmlose Erklärung des Sprichworts

_Alla barba_ bei Seb. Pauli, S. 268 ff. nicht recht stimmen will:

Est communis loquendi modus, cum quis ventris crepitum edidit, ut

circumstantes: _Ad barbam ejus, qui nihil cuiquam debet_, dicant.

239. _Sottisier_, Nr. 177.

240. _Sottisier_, Nr. 178; Buadem, Nr. 94; Kuka, S. 213 ff.; Serbisch,

S. 84 ff.; Kroatisch, S. 57.

Eine Variante steht in der serbischen Ausgabe S. 47 ff.:

Einmal wollte der Hodscha Nasreddin einen kleinen Tümpel überspringen.

Er nahm einen Anlauf und sprang, kam aber nicht hinüber, sondern fiel

mitten in den Tümpel. »O Jugend, schon bist du vorüber!« seufzte er und

sah sich um. Und als er bemerkte, daß niemand in der Nähe war, fuhr

er fort: Ȇbrigens habe ich auch in meiner Jugend nie besonders gut

springen können.«

241. _Sottisier_, Nr. 179.

242. _Sottisier_, Nr. 180; Mardrus, S. 110. Vgl. auch oben Nr. 3.

243. _Sottisier_, Nr. 181; Mardrus, S. 110 ff.

244. _Sottisier_, Nr. 182; Mardrus, S. 111 (bei der Übertragung

benutzt).

245. _Sottisier_, Nr. 183; Mardrus, S. 112 ff.

246. _Sottisier_, Nr. 185.

Dasselbe Motiv kehrt wieder bei Domenichi, 1562, S. 11 ff. (1581, S.

14), im _Democritus ridens_, S. 220 ff. (Übersetzung nach Domenichi),

in der _Arcadia in Brenta_, S. 114 ff. (wieder nach Domenichi) und in

_Jacke of Dovers Quest of Inquirie_, bei Hazlitt, II, S. 342: _The

Foole of Winchester_ (eine Bearbeitung des ersten Teils der Facetie

Domenichis).

247. _Sottisier_, Nr. 186.

248. _Sottisier_, Nr. 187; Mardrus, S. 115 ff.

249. _Sottisier_, Nr. 188.

250. _Sottisier_, Nr. 189.

_Fourberies_, S. 54.

251. _Sottisier_, Nr. 192; Mardrus, S. 113 ff.

252. _Sottisier_, Nr. 193.

253. _Sottisier_, Nr. 194.

254. _Sottisier_, Nr. 195.

255. _Sottisier_, Nr. 197.

256. _Sottisier_, Nr. 198; Mardrus, S. 114.

257. _Sottisier_, Nr. 199.

258. _Sottisier_, Nr. 200.

259. _Sottisier_, Nr. 201. Vgl. oben Nr. 63.

260. _Sottisier_, Nr. 202.

261. _Sottisier_, Nr. 203; Pann, S. 339 ff. Vgl. auch Nr. 290.

Köhler, I, S. 506; Gazeau, S. 199 ff.; _Fourberies_, S. 55.

Die älteste Darstellung der Geschichte von dem ~vermeintlich verlorenen

Esel~ bietet wohl Bar-Hebraeus, der (Budge, S. 145 ff., Nr. 569)

folgendermaßen erzählt:

Another simpleton, who was a servant, had ten asses which he hired to

certain people, and when they came back to their places he took his

asses and counted them, (and found them to be) ten. Then he mounted one

of them and rode some distance and came back, and as he was going away

he counted those that were before him, and found them (to be) nine; and

he was angry, an alighted and counted them over again, and found them

(to be) ten. And he mounted an ass again, and counted the others and

found them (to be) nine; thereupon he dismounted and counted (them),

and found them (to be) ten. Then he said, »Verily there is a devil with

me, for whenever I mount an ass I lose one of them; therefore I must

not ride lest I lose one altogether.«

Die älteste abendländische Bearbeitung ist die 55. Facetie Poggios:

_Fabula Mancini_, auf der wieder eine türkische des 16. Jahrhunderts

beruht, nämlich die 97. der _Fables turques_, trad. p. J. A.

Decourdemanche, Paris, 1882, S. 199 ff.: _Le muletier et sa femme_.

Weiter gehören in diese Verzweigung: Brant, _Esopi appologi_, Bl.

D_{2}^a ff.; Hans Sachs, IV, S. 70 ff.; Schumann, _Nachtbüchlein_, Nr.

24 (mit Boltes Nachweisungen ebendort, S. 402 ff. und hinter _Freys

Gartengesellschaft_, S. 282); Montanus, _Gartengesellschaft_, Nr. 70

(Boltes Nachweise, S. 610 ff.); _Tales and Quicke Answeres_, Nr. 60

bei Hazlitt, I, S. 80 ff.; Lehmann, _Exilium melancholiae_, E, Nr. 91,

S. 127; _Das kurtzweilige Leben von Clement Marott_ (1. Ausg. 1660),

o. O., 1663, S. 55 ff.; Prym und Socin, _Tûr ’Abdîn_, II, S. 183 ff.;

Krauss, _Zigeunerhumor_, S. 202; Roda Roda, S. 209. Eine Anspielung

auf die Geschichte bringt der Schluß des 5. Kap. im 11. Buche des _Don

Quixote_.

Nahe verwandt mit dieser Schnurre ist die, wo sich eine Gesellschaft

von Einfaltspinseln, oft nachdem sie ein meistens wirkliches, manchmal

auch nur eingebildetes Wasser durchwatet hat, zählt, ob noch alle da

sind, und wo der ~Zählende stets sich selber mitzuzählen vergißt~; dazu

vgl. das erste Abenteuer Guru Paramártans (Österley in der _Z. f. vgl.

Littg._, I, S. 50 ff. und 55 ff.), das 10. Kapitel der _Mery Tales

of the Mad Men of Gotham_ (Hazlitt, III, S. 12 ff. und Jacobs, _More

English Fairy Tales_, S. 209 ff.), ferner Campbell, II, S. 391 ff., v.

d. Hagen, _Narrenbuch_, S. 478 ff., Clouston, _Noodles_, S. 28 ff. und

32 ff. und Swynnerton, S. 436 ff.

Bisweilen wird die Zahl dadurch festgestellt, daß die Dummköpfe ihre

Nasen in einen Sandhaufen stecken und dann diese Löcher zählen:

Müllenhoff, S. 94 ff., Nr. 111 = Merkens, I, S. 54 ff., Nr. 70;

Kopisch, _Histörchen von den Büsumern_ in den _Gesammelten Werken_,

Berlin, 1856, I, S. 280; _Am Ur-Quell_, II, S. 192; Köhler, I, S.

112 ff.; Böhm, _Lettische Schwänke_, Nr. 35, S. 58 ff., dazu S. 119.

An die Stelle des Sandhaufens tritt ein Kuhfladen oder etwas noch

unappetitlicheres bei Birlinger, _Volksthümliches aus Schwaben_,

Freiburg, 1861 ff., I, S. 437 und 461 = Merkens, I, Nr. 7 und 16; De

Colleville et de Zeppelin, _Légendes danoises_, Nr. 44 in der _RTP_,

VIII, S. 388 ff.; L. Brueyre in einer Erzählung aus Languedoc in der

_RTP_, I, S. 335; Ispirescu, S. 105 (_Magazin_, XCVI, S. 613); Ch.

Beauquier, _Blason populaire de la Franche-Comté_ in der _RTP_, XI, S.

650. Durch die Weglegung der Mützen geschieht die Zählung bei J. H.

Knowles, _Folk-Tales of Kashmir_, S. 322 ff.

Sehr nahe verwandt ist das Motiv von den ~verwechselten Füßen~,

manchmal auch Armen: Waldis, _Esopus_, IV, Nr. 90, v. 50 ff.;

_Zimmerische Chronik_, I, S. 315; _Lalenbuch_, Kap. 29, S. 118 ff.

(v. d. Hagen, _Narrenbuch_, S. 163 ff.); Jacobs, _More Celtic Fairy

Tales_, London, 1894, S. 104 ff.; Campbell, II, S. 391 ff. und 401 ff.;

Bladé, _Contes populaires de la Gascogne_, III, S. 136; Georgeakis et

Pineau, _Le Folk-lore de Lesbos_, S. 116. Das aus den _Nugae doctae

Gaudentii Jocosi_, Solisbaci, 1713, S. 66 in _Am Ur-Quell_, IV, S.

181 abgedruckte Stück _Pedes baculo percussi_ ist wörtlich exzerpiert

aus Melanders _Jocoseria_, I, Nr. 75: _De Fatuis quibusdam_ (Lichae,

1604, S. 71; deutsche Ausgabe Lich, 1605, S. 48, Nr. 50), wo als

Quelle angegeben wird: Musculus in _Explicatione Psalmi 9_, pag. 92;

gemeint sind damit jedenfalls die _Enarrationes in totum Psalterium et

in Esaiam_, die zuerst 1551 in Basel erschienen sind. Hieher gehört

schließlich auch Rückerts Gedicht _Die Tanzfuhre_ (_Werke_, II, S.

57). Vgl. weiter Boltes Nachweisungen zu Schumann, Nr. 8, S. 391

und bei Frey, S. 279, ferner Keller, _Schwaben_, S. 144. Bei Knoop,

_Volkssagen, Erzählungen_ usw. _aus dem östlichen Hinterpommern_,

Posen, 1885, S. 47, Nr. 90 = Merkens, III, S. 33 ff., Nr. 49 ist in den

Schwank auch das Motiv von der ~lebenden Kette~ verwoben; s. dazu oben

S. 242.

262. _Sottisier_, Nr. 204.

Eine serbische Variante haben wir oben zu Nr. 170 mitgeteilt; eine

andere, die weniger Interesse bietet, steht in der serbischen Ausgabe

S. 156 ff.

263. _Sottisier_, Nr. 205.

Vgl. U. Jahn, _Schwänke und Schnurren aus Bauern Mund_, Berlin, 1890,

S. 106 ff.

264. _Sottisier_, Nr. 206; Mardrus, S. 117.

_Anthropophyteia_, I, S. 94 ff.

265. _Sottisier_, Nr. 207; Mardrus, S. 114. Außerdem steht die

Schnurre zum Schlusse der Nr. 74 des Volksbuches, anstatt deren oben

_Sottisier_, Nr. 244 wiedergegeben ist; ebenso _Tréfái_, Nr. 74 (und S.

27 ff.) und Griechisch, Nr. 106.

266. _Sottisier_, Nr. 208.

267. _Sottisier_, Nr. 209.

268. _Sottisier_, Nr. 210.

269. _Sottisier_, Nr. 211.

270. _Sottisier_, Nr. 212.

271. _Sottisier_, Nr. 213.

272. _Sottisier_, Nr. 214.

273. _Sottisier_, Nr. 215.

274. _Sottisier_, Nr. 216; Ethé, S. 250 ff.; Nouri, S. 29 ff.

275. _Sottisier_, Nr. 217.

276. _Sottisier_, Nr. 218; Mardrus, S. 115.

Köhler, I, S. 506; _Fourberies_, S. 56 ff.

Die Verbreitung dieses Schwankes ist so oft behandelt worden, daß es

wohl überflüssig ist, hier noch einmal darauf einzugehn; bemerkt sei

nur, daß er auch in Indien im Volksmunde lebt (Swynnerton, S. 273).

277. _Sottisier_, Nr. 219; _Anthropophytheia_, V, S. 327 ff.[133]

Dem Motive von dem ~Fleischverkaufe an die Hunde~ werden wir unten bei

Nr. 412 noch einmal begegnen; festgestellt sei hier nur, daß es in der

Form, die in diesem Schwanke vorliegt, eigentlich nur eine Variante

zu dem unten zur Nr. 407 behandelten Motive ist. Ähnliches wird bei

Haltrich, S. 226 ff. erzählt.

Eigentümlich ist eine arabische Überlieferung aus Algier, die bei

Pharaon, S. 174 ff. erzählt wird: ~Si Dscheha~ wird von seiner Mutter

auf den Markt geschickt, um einen Hammel zu kaufen; er soll aber einen

wählen, der nicht mehr gehn kann. Anstatt nun einen zu kaufen, bei

dem das wegen seines Fetts zutrifft, bringt er einen heim, der vor

Schwäche nicht mehr gehn kann. Dscheha schlachtet ihn und breitet die

Fleischstücke auf einem Brette aus. Als es Nacht wird, ohne daß sich

jemand um ihn und seine Ware gekümmert hätte, verkauft er sie an eine

schwarze Hündin, der er sagt, er werde wegen der Bezahlung mit ihr zu

ihrem Herrn gehn. Er verfolgt auch die Hündin und stürzt hinter ihr in

ein Haus mit dem Rufe: »Gebt mir mein Geld!« Die Herrin dieses Hauses

ist eben mit einem Nachbar mitten in einer galanten Unterhaltung, und

dieser Nachbar wirft Si Dscheha, den er für einen Gläubiger der Dame

hält, seine Börse zu. Kaum hat Dscheha das Geld genommen, als die

schwarze Sklavin der Dame meldet, daß ihr Gatte heimkommt. Nun muß

sich der Geliebte unten, Si Dscheha oben in dem Bette verstecken. Der

Gatte teilt seiner Frau mit, daß er verreisen müsse, und sagt, die

Hände zum Himmel erhebend: »Ich empfehle dich dem da oben.« Da hebt Si

Dscheha den Vorhang und ruft: »Herr, ich habe mit deiner Frau nichts

zu schaffen; empfiehl sie lieber dem unten: ich bin nur um mein Geld

hergekommen.« Damit entflieht er in der allgemeinen Verwirrung.[134]

Ganz auffallend stimmt mit dieser Geschichte die 30. Novelle Morlinis

überein; ja sogar der Zug von dem Fleischverkaufe an einen Hund ist

rudimentär erhalten. Den Übergang zu einer Erzählung in _Tausend und

einer Nacht_ (übertragen von Henning, XXIII, S. 222 ff.) stellt die

unten als Nr. 386 wiedergegebene Geschichte aus Tunis dar.

278. _Sottisier_, Nr. 220; sehr ähnlich Serbisch, S. 108.

Vgl. Nr. 43 und Nr. 299.

279. _Sottisier_, Nr. 221.

280. _Sottisier_, Nr. 222; vgl. die als Nr. 428 mitgeteilte

Giufágeschichte samt den Anmerkungen dazu.

Köhler, I, S. 507; _Fourberies_, S. 57 ff.

Weitere Nachweise findet man bei Chauvin, II, S. 118, Nr. 99 und 100,

bei Rittershaus, S. 349 ff. (dazu S. 357), im _Archiv für slavische

Philologie_, XXIX, S. 451 und bei Wesselski, _Die Novellen Morlinis_,

S. 278 ff. Dazu sind noch zu nennen Dschelaleddin Rumi, _Mesnewi_, zit.

Ausg. S. 85 ff.; E. B. Cowell, _The Jâtaka or stories of the Buddha’s

former births_, Cambridge, 1895 ff., I, S. 116 ff.: _Makasa-Jâtaka_ und

S. 117 ff.; _Rohinî-Jâtaka_; Chavanne, _Fables et contes de l’Inde_,

S. 91, Nr. 4 und S. 92 ff., Nr. 5; Swynnerton, S. 437; Aurbacher,

_Volksbüchlein_, II, S. 141 ff.; Roda Roda, S. 158 ff.

281. _Sottisier_, Nr. 223.

Das ~Heimschicken von Tieren oder Dingen~ ist ein in den

Volksüberlieferungen außerordentlich häufiger Zug: Um einen Dreifuß

handelt es sich in den folgenden Versionen: _Mery Tales of the Mad Men

of Gotham_, Nr. 5 (Hazlitt, III, S. 8; Clouston, _Noodles_, S. 36 ff.);

Montanus, _Gartengesellschaft_, Nr. 4 (Noten, S. 591); Cosquin, _Contes

populaires de Lorraine_, Paris, 1886, II, S. 178 und 179 ff.; Sébillot,

_Littérature orale de la Haute-Bretagne_, Paris, 1881, S. 98; Derselbe,

_Contes de la Haute-Bretagne_, Nr. 13; _Jean le Fou_ in der _RTP_, XI,

S. 439 ff.; L. Morin, _Contes Troyens_, Nr. 2; _Jean-Bête_, ebendort,

S. 460 ff.; Carnoy, _Littérature orale de la Picardie_, S. 179 ff. Um

Käse: _Mad Men of Gotham_, Nr. 4 (Hazlitt, III, S. 6 ff.; Jacobs, _More

English Fairy Tales_, S. 206 ff.; Clouston, _Noodles_, S. 34 ff.);

Campbell, II, S. 399, Nr. 8; Grimm, _KHM_, Nr. 59. Um ein Spinnrad:

Campbell, II, S. 398 ff. Um ein Schwein: Sébillot, _Littérature orale

de la Haute-Bretagne_, S. 92 und 98. Um ein Kalb: Grimm, _KHM_, Nr. 61.

Bei Pitrè, _Novelle popolari toscane_, S. 188 schickt Giucca Mehl mit

dem Winde heim. Verwandt ist auch eine Schnurre der _Contes du Sieur

Gaulard_, S. 223 ff., wo ein Diener ein Pferd als Wegweiser erhält.

Ein Gegenstück zu dem Schlusse dieser Facetie, der identisch ist mit

der Nr. 61, bietet der als Nr. 490 mitgeteilte Schwank, wo Nasreddin

dem Esel, auf dem er reitet, eine Last abnimmt und sich selber auflädt,

damit sie der Esel nicht zu tragen brauche.

282. _Sottisier_, Nr. 224.

Vgl. Nr. 142; Basset, _Loqmân berbère_, S. 80 ff.; Chauvin, III, S. 31,

Nr. 17.

Bronner, _Schelmen-Büchlein_, S. 29 ff.

283. _Sottisier_, Nr. 225.

284. _Sottisier_, Nr. 226.

285. _Sottisier_, Nr. 228; _Nawadir_, S. 15 (hier ist Dschoha der

leidende Teil).

_Fourberies_, S. 59; den dort zitierten Schwank aus dem _Mustatraf_ von

al Abschihi hat Basset in der _RTP_, XIII, S. 478 übertragen.

286. _Sottisier_, Nr. 231.

287. _Sottisier_, Nr. 232.

288. _Sottisier_, Nr. 233.

Vgl. Nr. 38.

289. _Sottisier_, Nr. 234.

290. _Sottisier_, Nr. 236.

Vgl. Nr. 261.

291. _Sottisier_, Nr. 238.

292. _Sottisier_, Nr. 239.

_Anthropophytheia_, I, S. 179 ff.

293. _Sottisier_, Nr. 242.

_Fourberies_, S. 60 ff.

294. _Sottisier_, Nr. 246.

295. _Sottisier_, Nr. 248.

296. _Sottisier_, Nr. 249.

297. _Sottisier_, Nr. 250.

298. _Sottisier_, Nr. 253; vgl. Buadem, Nr. 167.

~Das sich nicht erkennen wegen einer äußerlichen Veränderung~, ein Zug,

auf den schon oben in der Anmerkung zu Nr. 43 einigermaßen eingegangen

worden ist, findet sich schon im _Philogelos_, S. 17 ff., Nr. 56 in

einer Darstellung, die dem in Rede stehenden Schwanke auffallend ähnelt:

Σχολαστικὸς καὶ φαλακρὸς καὶ κουρεὺς συνοδεύοντες καὶ ἔν τινι ἐρημιᾳ

μείναντες, συνέθεντο πρὸς τέσσαρας ὥρας ἀγρυπνῆσαι καὶ τὰ σκεύη ἕκαστος

τηρῆσαι. ὡς δὲ ἔλαχε τῷ κουρεῖ πρώτῳ φυλάξαι, μετεωρισθῆναι θέλων τὸν

σχολαστικὸν καθεύδοντα ἔξυρε καὶ τῶν ὡρῶν πληρωθεισῶν διύπνισεν. ὁ δὲ

σχολαστικὸς ψήχων ὡς ἀπὸ ὕπνου τὴν κεφαλὴν καὶ εὑρὼν ἑαυτὸν ψιλόν,

μέγα κάθαρμα, φησίν, ὁ κουρεύς· πλανηθεὶς γὰρ ἀντ’ ἐμοῦ τὸν φαλακρὸν

ἐξύπνισεν

Eine moderne Variante dieser Facetie steht bei Merkens, S. 129 ff., Nr.

138.

Eine Schnurre von dem Narren Lobelin, der sich im neuen Kleide nicht

kennt, habe ich im _Mönchslatein_, S. 193, Nr. 152 nach der _Mensa

philosophica_ übersetzt.

Wichtig ist ein englisches Kinderlied von einer Frau, die sich nicht

mehr kennt, als ihr im Schlafe die Röcke abgeschnitten worden sind

(Jacobs, _More English Fairy Tales_, S. 59 ff.; _Lawkamercyme_ und die

Noten auf S. 226; Campbell, II, S. 397; _Archivio_, IX, S. 437 ff.);

hierzu vergleiche man den Schluß der Nr. 34 und 59 der Grimmschen

_KHM_, Haltrich, S. 252 ff., Asbjörnsen, _Fairy Tales from the Far

North_, transl. by H. L. Braekstad, London, 1897, S. 69 ff., Franco,

_Rose e spine_, Monteleone, 1889, S. VIII (zit. im _Archivio_, IX, S.

118 ff.), Rittershaus, S. 354, _Archiv für slavische Philologie_, XIX,

S. 256 und XXI, S. 283 ff. und Böhm, _Lettische Schwänke_, S. 14 ff.,

Nr. 15 mit den Nachweisungen auf S. 112. Interessant ist noch eine

Notiz von Loys Brueyre in der _RTP_, II, S. 297, die den Zusammenhang

einer Farce des Palais Royal mit der 14. der _Facéties normandes_ von

V. Brunet: _Le Sourdin et le nègre_ (_RTP_, II, S. 213) und damit auch

mit unserm Stoffe überhaupt feststellt.

Verwandt ist das in Rede stehende Motiv mit dem Zuge, daß einem

Einfaltspinsel eingeredet wird, er sei ein anderer, das wieder dem

Motiv von dem Dummkopf nahe steht, der zu dem Glauben, er sei tot,

gebracht wird, worüber schon zur Genüge gehandelt worden ist.

Potenziert ist der erstgenannte Zug, dessen bekannteste Bearbeitung die

_Novella del Grasso legnajuolo_ ist, in der _Trinuzia_ Firenzuolas, wo

der »dottore sciocco« Messer Rovina am Schlusse der 1. Szene des 5.

Aktes seine Erlebnisse also zusammenfaßt (_Opere_, Milano, 1802, V, S.

92):

I’ vo’ veder, se da me a me i’ mi sapessi ritrovare: i’ ero Messer

Rovina, e fu’ per diventar un altro: poi mi vestì a uso di donna, e non

diventai donna; ch’ i’ pisciai pur come gli uomini: poi fu’ preso co’

panni del Golpe, e non diventai Golpe; che s’ i’ fussi diventato, i

birri m’ arebbon ritenuto: andai dipoi in piazza e trovai il Dormi, e

non fu più Messer Rovina: e’ bisogno adunque ch’ i’ mi perdessi per la

via.

299. _Sottisier_, Nr. 254.

Vgl. Pauli, _Schimpf und Ernst_, Nr. 97, S. 74 und 484; Arlotto, Fac.

54, I, S. 133 und 213 ff.

300. _Sottisier_, Nr. 256; vgl. Nr. 302.

301. _Sottisier_, Nr. 257.

302. _Sottisier_, Nr. 261; vgl. Nr. 300.

303. _Sottisier_, Nr. 263.

304. _Sottisier_, Nr. 265.

305. _Sottisier_, Nr. 269.

Köhler, I, S. 507; _Fourberies_, S. 63.

~Der Schüler aus dem Paradies~: Zu diesem Schwanke vgl. die von mir

zu Bebel, II, Nr. 50, Bd. I, S. 189 angegebene Literatur und davon

hauptsächlich Boltes Noten zu Frey, Nr. 61 und Wickram, Nr. 107,

ferner Köhler, I, S. 383 ff. Zu den an diesen Orten beigebrachten

Nachweisungen kommen noch: _Pasquil’s Jests with the Merriments of

Mother Bunch_, London, o. J., bei Ashton, S. 168 ff. (nicht in Hazlitts

Neudruck); Filleul Pétigny, _Contes de la Beauce et du Perche_, Nr. 16

in der _RTP_, XIII, S. 634 ff.; Kerbeuzec, _Contes et légendes de la

HauteBretagne_, Nr. 92, ebendort, XXIII, S. 341; Ilg, II, S. 30 ff.,

Nr. 88; Rittershaus, S. 352 ff.; Busch, _Ut ôler Welt_, S. 82 ff., Nr.

33; Böhm, _Lettische Schwänke_, S. 25 ff. und 68 ff., Nr. 22 und 41,

Noten S. 113 und 120.

Zu dem Schlusse vom ~getäuschten Verfolger~ vgl. Schumann,

_Nachtbüchlein_, S. 288 ff. zu Nr. 46, P. Sébillot, _Contes de la

Haute-Bretagne_, Nr. 1 in der _RTP_, XI, S. 299 ff. und Krauss, _Sagen

und Märchen der Südslaven_, II, S. 249.

306. _Sottisier_, Nr. 270.

307. _Sottisier_, Nr. 271.

308. _Sottisier_, Nr. 272.

Vgl. oben Nr. 36.

309. _Sottisier_, Nr. 273; Roda Roda, S. 125. Vgl. unten Nr. 488.

Kuka, S. 80; Ispirescu, S. 110 (_Magazin_, XCVI, S. 614).

310. _Sottisier_, Nr. 274.

311. _Sottisier_, Nr. 275.

_Fourberies_, S. 63 ff.

Zu dieser Fassung des Motives vom ~verkannten Spiegelbilde~, dem wir

schon oben bei Nr. 165 begegnet sind, bietet Bar-Hebraeus, S. 148, Nr.

583 eine Parallele:

Another simpleton looked into a vessel of water, and he went and said

to his mother, »There is a thief in the vessel.« And when his mother

came and had looked in also she saw her own face in the water by the

side of that of her son. And she said to her son, »Verily it is a

thief, and there is, besides, a whore with this cursed fellow; stand

thou here that they may not come out and escape until I can call the

neighbours.«

Witziger ist folgende persische Geschichte (Kuka, S. 175):

A boy saw his own image while looking into a well. He immediately ran

to his mother and said, »Mother, come with me; there is a thief in the

well.« The mother came to the well, and looking into it observed, »By

God! thou art right: and look, there is an old hag, too, with him.«

In der 33. Facetie des _Philogelos_ hält der Beschauer sein Bild, das

sich im Brunnen spiegelt, für den Hausherrn des Brunnens; dazu bietet

Kuka, S. 187, Nr. 99 eine Parallele. Swynnerton, Nr. 11 (S. 153) ähnelt

wieder der Version von Bar-Hebraeus, zu der auch noch Alice Fermé,

_Contes recueillis en Tunis_, Nr. 1: _La bonne femme sotte_ in der

_RTP_, VIII, S. 28 zu vergleichen ist.

Eine merkwürdige Modernisierung hat die Schnurre in den _Contes du

Sieur Gaulard_, S. 233 erfahren:

»Or comme il (le Sieur Gaulard) entendit dire qu’on auoit mis

rafraischir vne bouteille de vin dans vn puits, il fut curieux d’y

aller regarder: apperceuant son ombre dans l’eau, qui le representoit,

il appella ses compagnons, et leur dit: Helas, Messieurs, venez viste

m’aider à retirer nostre vin, car il y a là bas des Antipodes, qui

boiront tout nostre vin, si nous n’y mettons ordre. Il auoit peur

que son ombre ne beust son vin sans luy: ou bien il pensoit que les

Antipodes habitassent dans des puits.

Deutsch steht dieser Schwank im _Exilium melancholiae_, S, Nr. 16,

S. 383, früher aber schon bei Lundorf, _Wißbadisch Wisenbrünlein_

(I), Franckfurt, 1610, S. 168 ff. als Historia 79: _Von einem der

sich vor den Antipodibus förchtete_; Lundorf gibt als Quelle das 1602

erschienene _Convivium evangelicum_ von Christophorus Marianus an.

Augenscheinlich nach Tabourot erzählt d’Ouville, II, S. 299 ff. Vgl.

noch die oben S. 264 in der Fußnote erwähnte Erzählung Abu Madjans.

312. _Sottisier_, Nr. 276.

313. _Sottisier_, Nr. 277.

Schier dieselbe Geschichte erzählt schon die 208. Novelle Sacchettis,

deren Argument lautet: _Mauro pescatore da Cività nuova, recando

granchi marini, gli mette nella rete sul letto; escene uno fuori

la notte, e piglia la donna nel luogo della vergogna, e Mauro,

soccorrendo co’ denti, è preso dal granchio per la bocca; e quello,

che ne seguita._ An französischen Bearbeitungen seien genannt Bouchet,

_Les Serées_, l. I, s. 6 (éd. C. E. Roybet, Paris, 1873 ff., II, S.

36 ff.), Beroalde de Verville, _Le Moyen de parvenir_, c. 49 (éd.

P. L. Jacob, Paris, 1841, S. 169 ff.) und ein Gedicht _Le cancre de

mer_ von Epiphane Sidredoulx in den _Contes en vers imités du Moyen de

parvenir_, Paris, 1874, S. 99 ff. Ein lateinisches Gedicht von Bernard

de La Monnoye und ein französisches des Abbé Bretin zitiert Francia, S.

281 ff. Eine serbische und eine bosnische Variante, die unserer Fassung

sehr nahe stehn, bringt die _Anthropophyteia_, I, S. 151 ff. und 152 ff.

314. _Sottisier_, Nr. 278; Buadem, Nr. 146.

Vgl. meine Nachweisungen zur 216. Facetie Arlottos, II, S. 267 und Ilg,

II, S. 99, Nr. 111.

315. _Sottisier_, Nr. 280.

316. _Sottisier_, Nr. 282.

317. _Sottisier_, Nr. 283.

Zu dem ersten Teile vergleiche Poggius, Fac. 5: _De homine insulso

qui existimavit duos cunnos in uxore_, M. Lindener, _Katzipori_,

Nr. 31, hg. von Lichtenstein, Tübingen, 1883, S. 91 ff., Costo, _Il

Fuggilozio_, g. II: _Vn pazzo giouane non vuol moglie, se non troua

vna donna con due cotali_ etc., zit. Ausg., S. 73 ff., Hermotimus,

_Additamenta_, S. 280 ff.: _De Rustico existimante Vxorem suam duos

cunnos habere_ und Reinisch, _Die ’Afar-Sprache_, Wien, 1885, I, S. 41

ff.

Eine Parallele zum zweiten Teile ist die 34. Novelle im _Heptaméron_,

bearbeitet bei d’Ouville, I, S. 83 ff.: _De deux cordeliers_ = _Les

Récréations françoises_, Utopie, 1681, I, S. 58 ff. Weitere Nachweise

gibt Bolte in seiner Ausgabe von Wickrams _Rollwagenbüchlein_, S. 379,

wozu noch Monnier, S. 354 ff. und zwei sehr an den von dem Hodscha

erzählten Schwank gemahnende Stücke in der _Anthropophytheia_, II, S.

430 ff. und 433 ff. zu nennen sind.

318. _Sottisier_, Nr. 284.

Der Hodscha Nasreddin I. Band Türkische, arabische, berberische, maltesische, sizilianische, kalabrische, kroatische, serbische und griechische Märlein und Schwänke · 第 17 / 20 段