Mehrmals läutete Alexander Iwanowitsch.
Mehrmals läutete Alexander Iwanowitsch vor dem Tor seines düsteren Hauses;
der Hausmeister öffnete ihm nicht; hinter dem Tor antwortete auf das Läuten
nur Hundegebell; ein Hahn in der Ferne verkündete durch seine krähende
Stimme die Mitternacht; und -- schwieg dann; die 18. Linie schlängelte sich
hin, in die Tiefe, ins Leere.
Überall war Leere.
Alexander Iwanowitsch empfand eigentlich etwas wie Freude: in der Tat, es
verschob sich in dieser Weise sein Eintreten in die düsteren Räume zwischen
den Wänden; hinter diesen Wänden hört man die ganze Nacht Geräusche,
Knacken und Quieken. Und was die Hauptsache war: er mußte, ehe er diesen
Raum betrat, im Dunkeln achtmal zwölf kalte Stufen überwinden; er zählte
immer erst zwölf, dann machte er eine drehende Bewegung und zählte wieder
ebenso viele.
Das machte er viermal hintereinander.
Zusammen also -- sechsundneunzig lauttönende, steinerne Stufen; dann blieb
er vor einer filzbeschlagenen Tür stehen; voll Angst mußte er den
halbverrosteten Schlüssel ins Loch stecken; ein Streichholz anzuzünden war
gefährlich: es konnte plötzlich die unglaublichsten Dinge beleuchten, wie
zum Beispiel eine Maus oder noch was anderes . . .
So dachte Alexander Iwanowitsch.
Deswegen verweilte er gern vor dem Tor seines Hauses.