=Kasuistik.= 1. +Rinder.+ Aus der überaus grossen Zahl der

namentlich beim Rind in der tierärztlichen Literatur beschriebenen

Quecksilbervergiftungen mögen die nachstehenden besonders

interessanten Fälle kurz registriert werden. Einer Kuh wurden

gegen Milchknoten 60 g graue Salbe nach und nach eingerieben. Nach

3 Wochen trat starke Abmagerung ein, die Haare waren struppig,

leicht ausfallend. Auf dem Rücken zeigte sich eine dicke Lage von

Schuppen und eisenerzähnlichem Staub. An Stelle der ausfallenden

Haare sickerte eine gelbrötliche Flüssigkeit aus. Am Euter, an der

Innenfläche der Hinterschenkel, an den Beugeflächen des Sprung-

und Ellenbogengelenks bemerkte man blutrünstige Stellen. Das Tier

genas bald wieder, die Milchsekretion kehrte aber nicht wieder

(+Piepenbrock+, Preuss. Mitt. 1877). -- Eine Kuh, welche mit grauer

Salbe eingerieben wurde, zeigte unter anderen Erscheinungen der

Quecksilbervergiftung Nasenbluten, das im Verlaufe von 36 Stunden

zum Tode führte (+Jansen+, Preuss. Mitt. 1879). -- Ein 2½jähriger

Bulle erhielt gegen eine Geschwulst in der Parotisgegend eine

Einreibung nach folgendem Rezept: Hydrargyri bijodati rubri 5,0;

Unguenti Cantharidum 75,0; Olei Crotonis 0,5. Nach 8 Tagen zeigte

derselbe die ausgesprochenen Erscheinungen des Merkurialismus

(Durchfall, Hautausschlag etc.) und verendete nach 7wöchentlicher

Krankheitsdauer (+Schleg+, Sächs. Jahresber. 1881). -- Sieben

Kühe und zwei Kälber wurden durch Einreiben von zusammen 250 g

grauer Salbe vergiftet; sie zeigten unter anderem Vereiterung der

Lymphdrüsen und Lymphgefässe (+Haubold+, Sächs. Jahresber. 1887).

-- Eine gesunde Kuh erhielt 4 g Sublimat in 200 g destilliertem

Wasser gelöst. Sie zeigte vorübergehend Rülpsen, Geifern, Husten und

Appetitverminderung, war aber am folgenden Tage wieder munter. 5

Tage nachher erhielt sie 8 g Sublimat in ½ l destilliertem Wasser.

Es trat sofort Geifern und Rülpsen ein, Fressen und Wiederkäuen

hörten jedoch erst am nächsten Tage auf; gleichzeitig trat weicheres

Misten, erschwertes Atmen und ein sehr kleiner, beschleunigter Puls

auf. In den nächsten Tagen sistierte die Futteraufnahme gänzlich,

der Kot wurde dünn, stinkend und blutig, es stellte sich grosse

Mattigkeit ein, das Tier lag anhaltend, magerte stark ab und starb

am 14. Tage (+Hertwig+, Arzneimittellehre 1872). -- 2 Kühe wurden

wegen eines Ekzems mit 30 g grauer Salbe eingerieben. Acht Tage

darauf zeigten sie geringen Appetit, Husten, pochenden Herzschlag

sowie zahlreiche stecknadelkopf- bis erbsengrosse, beim Konfluieren

bis markstückgrosse Blutungen auf allen sichtbaren Schleimhäuten,

namentlich auf den Konjunktiven, welch letztere so intensiv waren,

dass die Bulbi über die Augenlider vorgedrängt wurden. Bei der

Notschlachtung wurden auch zahlreiche Blutungen auf allen serösen

Häuten gefunden. Endokardium und Epikardium waren so vollständig

mit Blut durchtränkt, dass sie ein schwarzrotes Aussehen hatten.

Auch die Körpermuskulatur war reichlich mit Blutungen durchsetzt.

-- Eine Kuh und ein Stier wurden mit grauer Salbe gegen Ungeziefer

eingerieben, die Kuh abortierte und starb den Tag darauf. Der Stier

zeigte über den ganzen Körper einen leicht blutenden Hautausschlag,

Husten, Nasenbluten, Abmagerung. Bei der Notschlachtung fand

man zwei grössere Blutherde in der Lunge, ausserdem bedeutende

fettige Degeneration der Leber und Nieren (+Freytag+, Sächs.

Jahresbericht 1893). -- +Lucet+ (Recueil 1896) bestreitet die

grössere Empfindlichkeit der Wiederkäuer gegenüber dem Quecksilber;

er will seit 15 Jahren Quecksilbersalbe in Dosen von 30-50 g bei

zahlreichen Kühen ohne Gefahr angewandt und diese Dosis bei

Mastitis sogar täglich 2mal wiederholt haben. Eine Versuchskuh

erhielt innerhalb 4 Tagen 250 g Quecksilbersalbe eingerieben, ohne

dass ausser geringgradigem Speichelfluss Krankheitserscheinungen

beobachtet wurden; die frisch bereitete Salbe bestand aus gleichen

Gewichtsteilen Quecksilber und Schweinefett. (Da in der Praxis

gewöhnlich nicht frisch bereitete, sondern ältere Quecksilbersalben

zur Anwendung gelangen, die bekanntlich viel giftiger wirken, ist

die von +Lucet+ ausgeführte Untersuchung nicht beweiskräftig.) --

Ein 3½jähriger Ochse erhielt durch Versehen des Apothekers statt

30,0 Extr. Aloes 30,0 Kalomel innerhalb 16 Stunden auf 4mal. Es

entwickelte sich hierauf ein allgemeiner Quecksilberausschlag. Das

in grossen Dosen als Gegenmittel angewandte Ferrum sulfuricum hatte

nach 5wöchentlicher Krankheitsdauer Heilung zur Folge (+Dotter+). --

Ein Bauer kaufte einen Fingerhut voll Quecksilber, verrieb es mit

Fett und rieb damit einen Ochsen und eine 8 Monate alte Kalbin gegen

Ungeziefer ein. Der Ochse blieb gesund, dagegen starb die Kalbin

nach 14 Tagen unter den Erscheinungen des Merkurialismus, nachdem

sie 8 Tage vorher abortiert hatte (+Noack+, Sächs. Jahresber. 1891).

-- Mehrere Kühe erkrankten nach dem Einreiben von grauer Salbe;

sie zeigten ödematöse Anschwellungen und seröse Exsudation an den

Füssen, bläuliche Verfärbung des Euters, Speicheln, Lockerung der

Schneidezähne, Fieber, Gefühllosigkeit und Festliegen (+Kunze+,

ibid.). -- Eine 6jährige, kräftige Kuh erhielt gegen Aktinomykose

eine subkutane Injektion von 0,5 Sublimat und starb infolgedessen

an Merkurialismus (+Mortensen+, dänische tierärztl. Monatsschr.

1892 S. 169). -- Eine Kuh erkrankte an Merkurialismus, nachdem sie

5 g grauer Salbe abgeleckt hatte (+Lungwitz+, Sächs. Jahresber. pro

1895). -- 9 Rinder erkrankten nach dem Einreiben von zusammen 500

g grauer Salbe (+Pröger+, ibid.). -- Mit grauer Salbe eingeriebene

Rinder zeigten blutigen Ausfluss aus Nase und Maul, grosses

Juckgefühl, fortwährend Reiben und Belecken, Muskelzittern, lose

Zähne, Geschwüre am Zahnfleisch, stinkenden Durchfall, schmerzhaften

Husten, Schlingbeschwerden, Geschwüre auf der Nasenschleimhaut,

üblen Geruch der ausgeatmeten Luft, Abmagerung bis zum Skelett

sowie Lähmungserscheinungen (+Hable+, Oesterr. Zeitschr. 1889 S.

125). -- Nach der Desinfektion eines Rinderstalles mit Kalkwasser

und 5promilliger Sublimatlösung erkrankten zahlreiche Rinder an

Merkurialismus (+Rosolino+, Clin. vet. 1898). -- Eine ähnliche

Beobachtung ist in Schweden gemacht worden: von 92 Kühen erkrankten

75 und starben 10 Stück an Merkurialismus, nachdem der Stall mit

Sublimat (1700 g!) desinfiziert worden war (Schwed. Zeitschr. 1893).

-- Ein Rind erkrankte nach dem Eingeben von 20 g metallischem

Quecksilber (+Lübke+, Zeitschr. f. Vetkde. 1896 S. 54). -- Von 2

zusammen mit 75 g grauer Salbe eingeriebenen Rindern starb das

eine, das andere erkrankte an chronischer Vergiftung (+Ellinger+,

Berl. Arch. 1898 S. 298). -- Nach einer Sublimatausspülung des

Uterus erkrankte ein Rind schwer an Merkurialismus (+Beier+, Sächs.

Jahresber. pro 1897 S. 148). -- Bei einem mit Sublimat-Aetzligatur

kastrierten Stier traten am 17. Tage nach der Kastration die

Erscheinungen der Quecksilbervergiftung auf: schleimiger

Nasenausfluss, Geschwüre am Flotzmaul, an den Lippenrändern und

auf der Maulschleimhaut, Speichelfluss, impetiginöses Ekzem am

Triel, an der Schweifrübe und an den Fussgelenken, Husten, Dyspnoe,

Bronchitis, Appetitlosigkeit, Benommenheit; Genesung nach 3 Wochen

(+Junginger+, Wochenschr. f. Tierhlkde. 1891 S. 453). 2 ähnliche

Fälle bei kastrierten Stieren beobachtete +Antretter+ (ibid. S. 456).

-- +Schmidt+ (ibid. 1900 S. 62) beobachtete in den Jahren 1886-1894

alljährlich vereinzelte Fälle von Quecksilbervergiftung bei Stieren,

welche mit Sublimatligaturen kastriert wurden. Ausserdem beschreibt

er ein seuchenartiges Auftreten des Merkurialismus infolge einer

Einreibung von grauer Salbe (Einatmung von Quecksilberdämpfen). --

+Luginger+ (Berl. Tierärztl. Woch. 1902 S. 63) hat zwei schwere Fälle

von Vergiftung beim Rind mit Ausgang in Heilung beobachtet, welche

durch die Einreibung von grauer Salbe veranlasst waren; beide Kühe

zeigten nach der Genesung eine auffallende Zunahme des Körpergewichts

und starken Fleischansatz. -- +Ortmann+ (ibid. S. 173) sah nach

Sublimatinjektionen in die Scheide und Sublimatwaschungen (gegen

seuchenhaftes Verwerfen) 2 Kühe nach 10 bezw. 14 Tagen sterben,

nachdem profuser stinkender Durchfall und Husten vorausgegangen

war. -- +Kronburger+ (Woch. f. Thierh. 1902) sah nach dem Einreiben

einer gänseeigrossen Menge grauer Salbe bei einem Ochsen diesen und

noch zwei andere Rinder unter lungenseucheähnlichen Erscheinungen

erkranken und 2 Tiere starben; die Vergiftungserscheinungen bestanden

in ungemein häufigem quälendem Husten, Stöhnen, Dyspnoe, hohem

Fieber, starker Abmagerung, sowie schleimig-blutigen Darmabgängen.

-- +Seegert+ (Zeitschr. f. Vetkde. 1903) sah von 60 Stück Jungvieh

nach dem Einreiben von grauer Salbe gegen Läuse (70-80 g pro Haupt)

16 an Quecksilbervergiftung sterben; 5 Wochen nach Anwendung der

Salbe erreichte die Zahl der schwerkranken Tiere ihren Höhepunkt;

bis zum Eintritt des Todes lagen die Tiere 4-8 Tage unter grosser

Schwäche auf der Streu. -- 20 Ochsen eines Gutes erkrankten nach

der Einreibung von grauer Salbe an Atembeschwerden, Fieber,

Appetitlosigkeit, häufigem Husten, Hautausschlägen am Maul und an

der Innenfläche der Gliedmassen, Hautblutungen und Blutharnen; 2

Ochsen starben an Nierenblutung, 2 an brandiger Lungenentzündung, 4

wurden notgeschlachtet und zeigten schwere Nierenentzündung; die 12

übrigen erholten sich langsam nach monatelangem Kranksein (Preuss.

Vet. Ber. pro 1900). -- Ein Jungrind zeigte nach der Einreibung

von grauer Salbe Abmagerung, struppiges Haarkleid, pustulösen

Ausschlag an beiden Halsseiten, an den inneren Schenkelflächen und

am Unterbauch, eiterige Konjunktivitis, Bronchitis, sehr schwachen

Puls und grosse Mattigkeit mit nachfolgendem Tod. Eine daneben

stehende Kuh zeigte nur Pustelausschlag und genas (+Sator+, Woch.

f. Tierh. 1902). -- 2 Kühe erhielten ein Gemisch von grauer Salbe

(120 g) und Terpentinöl (60 g) eingerieben. Beide erkrankten schwer

an Merkurialismus; sie zeigten Juckreiz, Stomatitis ulcerosa mit

Speichelfluss, Hautausschlägen und Appetitlosigkeit; 1 Kuh starb

plötzlich an Bronchitis, Nephritis und Peritonitis; die andere stark

abgemagerte wurde notgeschlachtet. Der Besitzer erhielt von dem

Drogisten eine Entschädigung (+Röbert+, Sächs. Jahresber. 1902).

-- Ein Kurpfuscher behandelte den ansteckenden Scheidenkatarrh

einer Kuh durch Einschmieren der Scheide mit grauer Salbe. Die Kuh

starb, nachdem starkes Speicheln, ausgebreiteter Hautausschlag

und stinkender Durchfall vorausgegangen war. Der Sektionsbefund

erinnerte wegen der ausgedehnten Hämorrhagien an Milzbrand

(+Schmidt+, T. Rundschau 1903). -- Intravenöse Sublimatinjektionen

nach +Baccelli+ gegen Maul- und Klauenseuche bei Rindern erzeugten

vielfach schwere, akute und chronische Quecksilbervergiftung. Die

akute begann nach 4-5 Tagen und endete nach 8 bis 18 Tagen. Die

chronische Quecksilbervergiftung stellte sich bei 356 Rindern nach

15-30 Tagen ein, als sie niemand mehr erwartet hatte (+Tamborini+,

+Boschetti+, +Titta+, Giorn. d. soc. vet. 1902 u. 1903). -- In der

Schweiz erkrankten nach der von +Baccelli+ empfohlenen intravenösen

Injektion von Sublimat (0,02-0,05) in 30 Fällen Rinder 10-14 Tage

nachher an Quecksilbervergiftung (+Hirzel+, Schweiz. Arch. 1902). --

Bei gesunden Rindern entstand nach intravenösen Sublimatinjektionen

von 0,35-0,50 eine Vergiftung; über 5promillige Sublimatlösungen

erzeugten ferner Thrombosierung der Jugularis (+Günther+, T. Zentr.

1902). -- Aehnliche Resultate erhielt +Schmidt+ (B. T. W. 1902). --

In Bayern erkrankten infolge der intravenösen Injektion von Sublimat

nach +Baccelli+ 3 Rinder an Quecksilbervergiftung. -- Eine Kuh starb

nach der Verabreichung von 8 g Kalomel an Quecksilbervergiftung (+F.

Müller+, Diss. 1908). -- Ein 4 Monate altes Kalb erkrankte nach

dem Einreiben von 12-15 g der offizinellen grauen Salbe tödlich

an Quecksilbervergiftung nach 20 Tagen (Speichelfluss, Durchfall,

Exanthem) und musste notgeschlachtet werden. Der Sektionsbefund

war negativ (+Reiche+, B. T. W. 1908). -- Ein Schweizer Apotheker

musste 1000 Franken Schadenersatz zahlen, weil er im Handverkauf 100

g 20proz. grauer Salbe für 5 Kühe gegen Ungeziefer abgab, worauf 2

Kühe an Quecksilbervergiftung starben und 3 schwer erkrankten. Alle

5 Kühe hatten zusammen nur 60 g Salbe eingerieben bekommen (Schweiz.

Woch. für Chemie u. Pharm. 1908 Nr. 5). -- Rinder erkrankten

schwer an Merkurialismus, nachdem sie gegen seuchenhaften Abortus

Uterusausspülungen mit Hydrargyrum oxycyanatum (1 : 6000) erhalten

hatten (+Haubold+, Sächs. Jahresber. 1909). -- 3 Fälle von beim Rind

nach dem Einreiben grauer Salbe (1mal 30 g) hat +Hasak+ beobachtet

(Oesterr. Monatsschr. 1909).

2. +Schafe+ und +Ziegen+. Eine Schafherde, aus 335 Hammeln bestehend,

wurde in einer Sublimatauflösung gebadet, worauf die ganze Herde

innerhalb 2-3 Wochen krepierte. Es waren im ganzen 5 Pfd. Sublimat

verbraucht worden. Die Tiere zeigten Abmagerung, eingefallene

Flanken, schwankenden, schleppenden Gang, unterdrückte Fresslust,

blasse Schleimhäute (+Kuhlmann+, Preuss. Mitt. Bd. 13). -- Ein Schaf

starb nach dem Eingeben von 4 g Sublimat in 4 Stunden (+Hertwig+).

-- Von 20 Schafen, welche zusammen 20 g Kalomel erhalten hatten

(1 g pro Kopf), starben 18 an Merkurialismus (+Graefe+). -- Eine

junge Ziege starb nach 1 g Kalomel schon in 27 Stunden an typischer

Quecksilbervergiftung; 30 g graue Salbe töteten eine erwachsene Ziege

nach 7 Tagen, desgleichen 100 g 10proz. Sublimatsalbe eine andere

Ziege in derselben Zeit (+Reiche+, Diss. 1905). -- Einmalige Dosen

von 1,5 g Kalomel können bei erwachsenen Ziegen unter Umständen schon

toxisch wirken (+F. Müller+, Diss. 1908).

3. +Pferde.+ 1-2 g Sublimat Pferden eine Woche hindurch täglich in

Pillenform mit Althaea gegeben, hatten keine sichtbare Veränderung

zur Folge, auch nicht, als diese Gaben verdoppelt wurden. Wurde

jedoch Sublimat Pferden täglich in steigender Dosis (1-8 g) 14

Tage lang gegeben, so zeigte sich Appetitlosigkeit, vermehrter

Harnabsatz, heftiger, zuletzt blutiger Durchfall, grosse Schwäche

und Kolikerscheinungen mit tödlichem Ausgang. 4 g Sublimat

verursachten bei einem Pferde nur vorübergehende Kolikschmerzen.

Dagegen starb ein anderes Pferd auf 15 g Sublimat nach 12 Stunden

unter heftigen Kolikerscheinungen, Recken und starkem Speicheln

(+Rysz+, Arzneimittellehre 1825). -- Bei einem Pferd war wegen einer

phlegmonösen Anschwellung des rechten Hinterfusses eine Mischung

von Ungt. Hydrarg. ciner. 50,0 und Ol. Rapae 150,0 eingerieben. Es

kamen nur etwa zwei Drittel der angegebenen Menge zur Verwendung. Am

5. Tage nach der Einreibung zeigte das Pferd, welches so lange gut

gefressen hatte, plötzlich Schweissausbruch über den ganzen Körper,

stöhnte und zitterte und legte sich nieder, wobei es flach auf der

Seite lag. Die Bindehäute und die Nasenschleimhaut waren dunkelrot

gefärbt. Die Zahl der Pulse betrug 56 in der Minute, die Atmung war

angestrengt; die Innenwärme stand auf 39,8° C. An verschiedenen

Stellen des Körpers fanden sich kleine, bis erbsengrosse Knötchen

zahlreich vor, aus welchen auf Druck eine übelriechende, grünlich

gelbe und zähflüssige Masse sich entleerte. In den nächsten Tagen

nahm die Haut an der betreffenden Gliedmasse eine lederförmige

Beschaffenheit an, auch kamen in der Unterhaut einige Abszesse zur

Entwicklung. Schliesslich trat Heilung ein (+Pr. Mil. Vet. Ber.+

pro 1895). -- Zwei Pferde wurden an allen 4 Fesseln 2 Tage hindurch

mit Quecksilberbijodidsalbe (1 : 6) eingerieben. Darauf zeigten sie

Appetitlosigkeit, blutig-eiterigen, übelriechenden Nasenausfluss,

schwachen und sehr frequenten Puls, Dyspnoe, Bronchitis und

Bronchopneumonie, graugrünen, breiartigen Kot sowie grosse

Schwäche und Hinfälligkeit. 1 Pferd starb innerhalb 24 Stunden,

nachdem ausserdem Blutharnen aufgetreten war. Die Sektion ergab

hämorrhagische Gastroenteritis, Bronchopneumonie, hämorrhagische

und kruppöse Laryngitis, Tracheitis und Bronchitis (+Pr. Mil. Vet.

Ber.+ pro 1897). -- Eine kombinierte Sublimat-Kantharidenvergiftung

nach einer scharfen Einreibung bei einem Pferde hat +Paust+

beschrieben (B. T. W. 1899 S. 98). -- Ein Pferd erhielt 6 Tage

hindurch gegen Würmer 4 g Kalomel und erkrankte am 8. Tage unter

den Erscheinungen von Durchfall, Kolik und Lähmung; bei der Sektion

wurde unter anderem eine akute Nephritis festgestellt (+Mc Donough+,

Am. vet. rev. 1897). -- Ein kleines, leichtes Droschkenpferd starb

nach der Verabreichung von 10 g Kalomel an akuter hämorrhagischer

Gastroenteritis (+Lemke+, Zeitschr. f. Vetkde. 1900). -- Nach

den Einreibungen von etwa 30 g einer Quecksilberbijodidsalbe

gegen Spat zeigte ein Pferd einen nässenden Ausschlag über den

ganzen Körper, starken Juckreiz, Haarausfall, Durchfall, sowie

ziegelrote Konjunktiva. Nach der innerlichen Verabreichung von

Schwefel trat Heilung ein (+Teetz+, Berl. Tierärzt. Woch. 1900

S. 530). -- Ein Pferd frass eine Schachtel, welche +Angerer+sche

Sublimatpastillen enthielt, und erkrankte hierauf an Kolik und

Durchfall; am 8. Tage war es wieder hergestellt (+Kronacher+, Woch.

f. Tierh. 1901). -- Intravenöse Sublimatinjektionen erzeugten bei

Versuchspferden von 0,15 g ab leichte, von 0,25 g ab typische,

von 0,5 g ab schwere, von 1,0 g ab tödliche Quecksilbervergiftung

(+Zimmermann+, Fortschr. d. Vet. Hyg. 1903). -- 100 g graue Salbe,

gegen Brustbeule eingerieben, verursachte allgemeinen Haarausfall,

Schwanken und Herzklopfen (+Briese+, Preuss. Vet. Ber. 1904). -- Ein

Pferd, das innerhalb 3 Tagen 48 g Kalomel in Pillenform erhalten

hatte, zeigte keinerlei Krankheitserscheinungen, starb dagegen

nach der Verabreichung von 32 g Kalomel in Pulverform, innerhalb

2 Tagen gegeben, an Merkurialismus (+F. Müller+, Diss. 1908). --

Ein 10jähriger Schimmelwallach wurde vom Besitzer am 6. Februar

1906 gegen Ungeziefer mit grauer Quecksilbersalbe in der Rippen-,

Lenden- und Kruppengegend eingerieben. Darauf hin zeigte das Pferd

anhaltenden Durchfall, Speichelfluss, Schwäche und Appetitlosigkeit,

welche erfolglos behandelt wurden. Am 13. Februar wurde es der Klinik

zugeführt. Die Untersuchung ergab einen sehr schlechten Nährzustand,

struppiges, aufgebürstetes Haarkleid, 39,2° Mastdarmtemperatur

sowie 68 schwache Pulse. Die Haut zeigte über den ganzen Körper

zerstreut, namentlich aber in der Kruppen-, Lenden- und Rippengegend

fünfpfennig- bis markstückgrosse Blasen und Pusteln. Ausserdem

bestand starker Speichelfluss, höhere Rötung der Maulschleimhaut,

hochgradiger stinkender Durchfall und Anurie. Die ausgeatmete Luft

war übelriechend; auf der höher geröteten Nasenschleimhaut zeigten

sich Blutungen. Das Pferd zeigte so grosse Muskelschwäche, dass

es umzufallen drohte; das Sensorium war stark benommen. Trotz der

eingeleiteten Behandlung (Schwefelkalium, Exzitantien) starb das

Pferd schon am 15. Februar unter den Erscheinungen einer septischen

Gastroenteritis. Bei der Sektion wurde eine akute Entzündung der

Drüsenschleimhaut des Magens, eine blutige Entzündung des Leer- und

Hüftdarms, Nekrose und Zerreissung der Blinddarmwand, serös-fibrinöse

und eiterig-jauchige Peritonitis, katarrhalische Nephritis, sowie

akute multiple Milzschwellung als Todesursache festgestellt. Die

genauere Menge der eingeriebenen Quecksilbersalbe konnte nicht

festgestellt werden (+Fröhner+, Monatshefte für prakt. Tierhlkde.

1906).

4. +Hunde.+ Ein Jagdhund, welcher 170 g graue Salbe gefressen und

erst 1½ Stunden nachher ein Brechmittel erhalten hatte, zeigte sich

am folgenden Tage nur wenig krank und war bald wieder hergestellt.

Auffallend war nur, dass demselben einige Tage hindurch viele Haare

ausfielen. (+Deijermans+, Holländische Zeitschr. 1883). -- Hunde

starben auf 0,2-0,4 Sublimat nach 7, 10 und 30 Stunden, nachdem sie

heftiges blutiges Erbrechen, blutige Diarrhöe und zuletzt Lähmung

gezeigt hatten (+Hertwig+, Arzneimittellehre 1872). -- Ein Hund,

welcher sich etwa 5 g roter Präzipitatsalbe (1 : 10) abgeleckt hatte,

starb unter den Erscheinungen einer hämorrhagischen Gastroenteritis

innerhalb 24 Stunden (eigene Beobachtung). -- Nach +Trasbot+ soll der

Hund sehr empfindlich gegen graue Salbe sein (franz. Uebersetzung der

Spec. Pathologie von Friedberger und Fröhner S. 157). -- Ein Hund

bekam nach der Einreibung von grauer Salbe gegen Läuse eine Iritis

(+Soffner+, Zeitschr. f. Vet. 1904). -- Nach den Untersuchungen von

+F. Müller+ (Giessen 1908) laxieren Hunde erst auf eine einmalige

Dosis von 0,3-0,4 Kalomel.

5. +Schweine.+ Eingehende experimentelle Untersuchungen über den

Merkurialismus bei Schweinen hat +A. Reiche+ angestellt (Inaug.

Diss. Giessen 1905). Sie ergaben, dass das Schwein keine besondere

Empfindlichkeit gegenüber dem Quecksilber besitzt und viel grössere

Dosen erträgt als die Wiederkäuer. Die Einreibung der +grauen Salbe+

hatte bis zu 80 g keinerlei schädliche Wirkung. Grössere Dosen

veranlassten nur einen mehrstündigen Durchfall. 400 g Salbe in 50

Tagen eingerieben, erzeugten bei einem Schwein Merkurialismus,

das Tier erholte sich jedoch wieder. Erst nach 600 g Salbe, in

einem Zeitraum von 100 Tagen eingerieben, starb ein Schwein. 2-4

g +Kalomel+ erzeugten bei Schweinen im Gewicht von 10-16 kg nur

Durchfall. 6 g Kalomel hatte bei einem 18 kg schweren Schwein (=

0,3 g pro kg Körpergewicht) akuten Merkurialismus und Tod nach 42

Tagen zur Folge. Auf 8 g Kalomel starb ein 18 kg schweres Schwein

nach 9 Tagen. 10 g Kalomel, einem 12 kg schweren Schwein innerhalb

30 Tagen verabreicht, hatten den Tod nach 8 Tagen zur Folge. Die

Einreibung von 800 g 10proz. +Sublimatsalbe+ tötete ein Schwein nach

8 Tagen. Die Vergiftung äusserte sich hauptsächlich in Durchfall

und Tremor, sowie starker Abmagerung; Speichelfluss und Exantheme

fehlten. Die Sektion ergab vor allem Diphtherie des Dickdarms. --

Zehn 11-12 Wochen alte Ferkel, welche gegen Juckreiz mit grauer Salbe

eingerieben wurden, starben nach +Meyer+ (Preuss. Vet. Ber. pro 1907)

an Vergiftung (Magendarmentzündung, Blutung).

6. +Geflügel.+ Eine Amazone (Chrysotis) erkrankte unter starkem

Speichelfluss, rostrotem Durchfall und Lähmungserscheinungen nach

dem Einatmen von Knallquecksilbergasen eines Schiesstandes und starb

an Quecksilbervergiftung (Ornith. Monatsschrift 1904).

Kupfervergiftung.

=Chemie der Kupferverbindungen.= Das an und für sich nicht giftige

+metallische Kupfer+ findet sich teils gediegen, teils in Form von

Kupfererzen (Kupferglanz, Kupferkies, Rot-, Bunt-, Schwarzkupfererz)

in weiter Verbreitung. In feuchter Luft verwandelt es sich zum Teil

in basisch kohlensaures Kupfer, wobei es von einer grünen Schicht

(Patina) überzogen wird. Ausserdem findet bei Luftzutritt eine

teilweise Lösung des Kupfers statt, wenn in kupferhaltigen Gefässen

saure Flüssigkeiten und Nahrungsmittel, welche Essigsäure, Milchsäure

oder Weinsäure enthalten, längere Zeit stehen. Bei Luftabschluss

dagegen, wie es beim Kochen geschieht, bei welchem der Zutritt der

Luft durch die entweichenden Wasserdämpfe verhindert wird, findet eine

Auflösung des Kupfermetalls nicht statt. Von giftigen Kupfersalzen

kommen namentlich in Betracht der +Kupfervitriol+, CuSO_{4} +

5 H_{2}O, das schwarze +Kupferoxyd+, CuO, das +kohlensaure Kupfer+,

das +essigsaure Kupfer+ (Grünspan, Aerugo), Cu(C_{2}H_{3}O_{2})_{2} +

H_{2}O, der +Kupferalaun+ sowie mehrere +Kupferfarben+, namentlich das

+Schweinfurtergrün+, eine Verbindung von arseniksaurem und essigsaurem

Kupfer, Cu_{2}(AsO_{2})_{3}.C_{2}H_{3}O_{2}, das Braunschweigergrün,

Kalkgrün, Mineralgrün, Bremerblau, Kalkblau, Bergblau, Berggrün.

Sehr giftig ist auch das zum Grünfärben der Gemüse benützte

phyllozyaninsaure Kupfer, eine Chlorophyllverbindung des Kupfers.

=Aetiologie der Kupfervergiftung.= Die bei den Haustieren im Gegensatze

zum Menschen ziemlich seltenen und daher praktisch weniger wichtigen

Kupfervergiftungen sind meistens auf die Verfütterung von sauren oder

gärenden Nahrungsmitteln zurückzuführen, welche längere Zeit unter

Zutritt von Luft in +kupfernen Kesseln+ oder Gefässen aufbewahrt worden

waren. Von solchen kupferhaltigen Nahrungsmitteln sind zu erwähnen

Schlempe, Molken, saure Milch, saure Speiseüberreste, Kartoffelbrei

usw. Sie enthalten das Kupfer in Form von essigsaurem, milchsaurem,

äpfelsaurem, weinsaurem, zitronensaurem, kohlensaurem und fettsaurem

Kupfer. Am häufigsten gibt der Gehalt der Nahrungsmittel an essigsaurem

Kupfer (+Grünspan+) Veranlassung zu Kupfervergiftung, weshalb die

letztere wohl auch mit dem Namen „Aeruginismus“ belegt wird (Aerugo =

Grünspan). Im Vergleich hiezu sind die durch Einverleibung von anderen

Kupfersalzen, so von +Kupfervitriol+, +Kupferoxyd+, +Kupferalaun+,

sowie von Kupferfarben bedingten Kupfervergiftungen, experimentelle

Versuche ausgenommen, mehr vereinzelt. So wird über einen Fall

berichtet, in welchem Pferde nach dem Genusse von Weizen erkrankten,

welcher mit Kupfervitriol gebeizt worden war (+Landvatter+,

+Reimers+). In ähnlicher Weise erkrankten Kühe nach der Verabreichung

von Glaubersalz, welchem Kupferoxyd als Beize gegen den Brand des

Weizens beigemischt war (+Bloch+), sowie nach Verfütterung von

Weinlaub, das zur Abwehr der Reblaus mit Kupfervitriollösung bespritzt

worden war (+Schmidt+, +Padovani+, +Ohler+). Es können sich ferner

Vergiftungen ereignen bei Resorption des Kupfersulfates von Wunden aus;

so starb beispielsweise ein Hund, welchem 0,6 gepulverter Kupfervitriol

in eine Wunde gebracht wurde (+Gerlach+). Lämmer können nach zu grossen

Dosen Kupferoxyd (Bandwurmmittel) erkranken. Die Vergiftung durch

Schweinfurtergrün ist nicht in erster Linie eine Kupfer-, sondern eine

Arsenikvergiftung (vgl. S. 66).

+Das reine metallische Kupfer ist ungiftig+, wenn es z. B. in Form von

Kupfermünzen aufgenommen wird. Ein Hund hatte ein grosses, kupfernes

Sousstück 12 Jahre lang unbeschadet im Magen (+Nichoux+). Es ist

deshalb auch der von +Zundel+ berichtete Fall, in welchem bei einem

wegen Beisssucht wutverdächtigen Hunde zwei Kupfermünzen in der Nähe

des Pylorus sowie Darmentzündung gefunden wurden, aus diesem wie aus

anderen Gründen nicht als Kupfervergiftung aufzufassen. Auch beim

Menschen scheint das metallische Kupfer ungiftig zu sein (Bronze- und

Kupferarbeiter).

=Krankheitsbild der Kupfervergiftung.= Bei den Haustieren handelt es

sich in der Regel um eine +akute+ Kupfervergiftung (die chronische

experimentelle vgl. unten). Die Kupferwirkung ist dabei ähnlich wie

die Zinkwirkung zunächst lokal eine entzündungserregende und ätzende

(+Gastroenteritis+). Die Allgemeinerscheinungen sind vorwiegend die

einer +Muskellähmung+. Demnach äussert sich die Kupfervergiftung

(Kuprismus) zunächst in Erbrechen, Würgen, Kolik, Verstopfung,

Durchfall und Verlust des Appetits, wozu sich später Unsicherheit im

Gehen, Schwächezustände, Muskellähmung und Anästhesie, sowie vereinzelt

Konvulsionen gesellen. Daneben beobachtet man die Erscheinungen der

Herzlähmung: kleinen, schwachen, oft verlangsamten Puls, schwachen

Herzschlag, sowie erschwerte Atmung.

Bei der +Sektion+ findet man die Schleimhaut des Magens und Darmes

in verschiedenen Graden entzündlich verändert; zuweilen besteht auch

Magenerweiterung (+Trasbot+).

=Behandlung.= Dieselbe besteht in der Verabreichung von +Eisenpulver+

und +gebrannter Magnesia+ (um metallisches Kupfer auszufällen) sowie

von +Schwefel+ (Bildung von Schwefelkupfer) und +Ferrozyankalium+

(Bildung von Ferrozyankupfer). Als einhüllendes Mittel gibt man ferner

+Eiweiss+, +Milch+ und +Schleim+. Auch Milchzucker und Tierkohle

sind als Gegenmittel empfohlen worden. Die Kolikschmerzen und

Lähmungserscheinungen werden symptomatisch behandelt.

=Nachweis.= Dem eigentlichen Nachweise des Kupfers hat die +Trennung+

des Kupfers von +organischen Beimengungen+ vorauszugehen. Dieselbe

erfolgt durch Zerstören der letzteren mittelst +Salzsäure+ und

+chlorsaurem Kali+, wobei das Kupfer als Kupferchlorid in Lösung

geht. Aus der schwach sauren Lösung fällt dann +Schwefelwasserstoff

schwarzes Schwefelkupfer+ aus. Der Niederschlag muss unter möglichstem

Abschluss von Luft schnell filtriert und mit ausgekochtem,

schwefelwasserstoffhaltigem Wasser ausgewaschen werden. Das

Schwefelkupfer ist in Zyankaliumlösung (Zyankupfer) und Salpetersäure

(salpetersaures Kupfer) leicht löslich. Die Lösung des salpetersauren

Kupfers ist +blaugrün+ und durch folgende +Kupferreaktionen+ noch

weiter zu untersuchen: a) Salmiakgeist gibt anfangs einen bläulichen

Niederschlag, der sich beim Ueberschusse des Salmiakgeistes +lasurblau+

löst. b) Ferrozyankalium gibt in der schwach salzsauren Lösung einen

+braunroten+ Niederschlag von Ferrozyankupfer. c) Metallisch blankes

Eisen überzieht sich in der angesäuerten Kupferlösung mit einer

+hellroten Kupferschicht+. Diese sehr einfache Kupferreaktion kann

auch bei verdächtigen Nahrungsmitteln in der Weise vorgenommen werden,

dass man ein blankes Messer in dieselben eintaucht. Ausserdem geben

+Kali-+ und +Natronlauge+ in verdünnten kalten Lösungen von Kupfer

+grünliche+ oder +blaue+ Niederschläge, welche beim Erhitzen +schwarz+

werden; +kohlensaures Kali+, -- +Natron+, -- +Baryum+ geben +blaugrüne+

Niederschläge, +Jodkalium+ und Rhodankalium +weisse+ Niederschläge.

+Quantitativ+ wird das Kupfer durch Auflösung des Schwefelkupfers

in Salpetersäure, Eintrocknen, Erhitzen und Glühen in Form von

+Kupferoxyd+ nachgewiesen, welches gewogen und auf Kupfer berechnet

wird. 100 Teile Kupferoxyd entsprechen 79-85 Teilen Kupfer.

Lehrbuch der Toxikologie für Tierärzte · 第 12 / 50 段