In Philippeville.
Desportes (allein, ausgezogen, in einem grünen Zimmer, einen Brief
schreibend, ein brennend Licht vor ihm. Brummt indem er schreibt).
Ich muß ihr doch das Maul ein wenig schmieren, sonst nimmt das
Briefschreiben kein Ende, und mein Vater fängt noch wohl gar einmal
einen auf. (Liest den Brief.) "Ihr bester Vater ist böse auf mich,
daß ich ihn so lange aufs Geld warten lasse, ich bitte Sie,
besänftigen Sie ihn, bis ich eine bequeme Gelegenheit finde, meinem
Vater alles zu entdecken, und ihn zu der Einwilligung zu bewegen, Sie,
meine Geliebte, auf ewig zu besitzen. Denken Sie, ich bin in der
größten Angst, daß er nicht schon einige von Ihren Briefen
aufgefangen hat, denn ich sehe aus Ihrem letzten, daß Sie viele an
mich müssen geschrieben haben, die ich nicht erhalten habe. Und das
könnte uns alles verderben. Darf ich bitten, so schreiben Sie nicht
eher an mich, als bis ich Ihnen eine neue Adresse geschickt habe,
unter der ich die Briefe sicher erhalten kann." (Siegelt zu.) Wenn
ich den Mary recht verliebt in sie machen könnte, daß sie mich
vielleicht vergißt. Ich will ihm schreiben, er soll nicht von meiner
Seite kommen, wenn ich meine anbetungswürdige Marie werde glücklich
gemacht haben, er soll ihr Cicisbeo sein, wart nur.
(Spaziert einigemal tiefsinnig auf und nieder, dann geht er heraus.)