Nach dieser allgemeinen Erörterung der einzelnen Momente des
Reizungsvorgangs können wir nunmehr zur Betrachtung der Reizwirkungen
selbst übergehen.
Da die einzelne Zelle nicht alle ihre Lebensäußerungen in gleichem
Grade auffällig erkennen, sondern je nach ihrer spezifischen Leistung
irgendeine Seite, sei es des Stoffwechsels, sei es des Formwechsels,
sei es endlich des Energiewechsels, äußerlich mehr in den Vordergrund
treten läßt, so ist es zweckmäßig, für jede Lebensäußerung eine andere
Zellform zum Versuch auszuwählen, welche die betreffende Lebensäußerung
gerade besonders deutlich zum Ausdruck bringt. Dadurch ist wieder eine
gesonderte Betrachtung des Stoffwechsels, der Formbildung und des
Energieumsatzes an verschiedenen Objekten geboten, die uns aber nie
verführen darf, diese verschiedenen Gruppen von Lebensäußerungen als
etwas voneinander Unabhängiges zu betrachten. Das Bewußtsein, daß es
sich nur um die gesonderte Betrachtung der verschiedenen Seiten eines
und desselben Vorgangs handelt, darf uns dabei nie verlassen.
A. Die Wirkungen der verschiedenen Reizqualitäten.