II. Die Reizwirkungen an der Zelle.

Nach dieser allgemeinen Erörterung der einzelnen Momente des

Reizungsvorgangs können wir nunmehr zur Betrachtung der Reizwirkungen

selbst übergehen.

Da die einzelne Zelle nicht alle ihre Lebensäußerungen in gleichem

Grade auffällig erkennen, sondern je nach ihrer spezifischen Leistung

irgendeine Seite, sei es des Stoffwechsels, sei es des Formwechsels,

sei es endlich des Energiewechsels, äußerlich mehr in den Vordergrund

treten läßt, so ist es zweckmäßig, für jede Lebensäußerung eine andere

Zellform zum Versuch auszuwählen, welche die betreffende Lebensäußerung

gerade besonders deutlich zum Ausdruck bringt. Dadurch ist wieder eine

gesonderte Betrachtung des Stoffwechsels, der Formbildung und des

Energieumsatzes an verschiedenen Objekten geboten, die uns aber nie

verführen darf, diese verschiedenen Gruppen von Lebensäußerungen als

etwas voneinander Unabhängiges zu betrachten. Das Bewußtsein, daß es

sich nur um die gesonderte Betrachtung der verschiedenen Seiten eines

und desselben Vorgangs handelt, darf uns dabei nie verlassen.

A. Die Wirkungen der verschiedenen Reizqualitäten.

Allgemeine Physiologie · 第 214 / 283 题