Die vielverschlungenen Wege zu übersehen, welche die eingeführte
Energie bei ihren mannigfaltigen Umformungen im lebendigen Körper
einschlägt, ist zurzeit noch vollständig unmöglich. Es ist noch kaum
der Anfang gemacht worden, die Umsetzungen zu erforschen, welche die
eingeführte Energie unter den verschiedenen Bedingungen erfährt, die
sie in der lebendigen Substanz findet. Hier bedarf es erst einer langen
Reihe eingehender Spezialuntersuchungen, vor allem einer tiefergehenden
Erkenntnis der Stoffwechselvorgänge, ehe wir uns ein übersichtliches
Bild von dem Getriebe des Energieumsatzes im Organismus machen können.
Gerade das Gebiet der physiologischen Energetik bietet noch reichliche
und äußerst lohnende Probleme für die Zukunft, die bisher kaum beachtet
worden sind. Was wir erst wieder mit Sicherheit kennen, das sind die
Endglieder der Reihe von Umwandlungen, welche die eingeführte Energie
auf ihrem Wege durch den Körper erfahren hat, das sind die äußeren
Leistungen des lebendigen Organismus.
Die nach außenhin gehende Energieentwicklung, vor allem die Entwicklung
mechanischer Energie, wie sie sich in den Bewegungen des lebendigen
Körpers äußert, ist von allen Lebensäußerungen unzweifelhaft die
augenfälligste, sie ist geradezu für den unbefangenen Beobachter
mehr oder weniger das erste Kriterium des Lebens, und es mag damit
zusammenhängen, daß die Physiologie von jeher mit Vorliebe die
Bewegungsvorgänge zum Objekt ihrer Forschungen gemacht hat. Weniger in
die Augen fallend, weil entweder nur wenig verbreitet oder schwer zu
beobachten, ist die Produktion anderer Energieformen von seiten der
lebendigen Substanz, wie des Lichtes, der Wärme und der Elektrizität.