Hassen-Bei 31. 88.

Seine Frau, geb. Prinzess Ubieh 126.

Heilu, Sohn Theodor’s 259.

Hemprich 35.

Herrenloses Land 333.

Heuglin’s irrthümliche Angaben über einen Vulkan 154.

Hotumlu 33.

Befestigungen 35.

Handel 36.

Aufenthalt daselbst 92.

Hübbe-Schleiden. Ueber Cultivation und Colonisation 23.

Hubmer 33. 126.

Jagdgesellschaften, eine englische und eine österreichische, auf

dem Wege nach Abessinien 107.

James, Mr., Führer einer englischen Jagdgesellschaft 107.

Johann, Negus Negesti von Abessinien, der „Auserwählte Gottes“ 68.

Unterhandlungen mit Aegypten 68.

Uebertriebene Schilderung seiner Grausamkeit 68.

Schreiben an Gordon Pascha 73.

Seine Friedensbedingungen an Aegypten 75.

Brief an den Chedive 77.

Schreiben an die europäischen Mächte 79.

Beziehungen zu Griechenland 84.

Antworten europäischer Mächte auf die Schreiben Johann’s 85.

S. auch Negus Negesti.

Johannes, der Dolmetsch Rohlfs’ 149.

Kaha-Fluss 252.

Kalim Mtrebbia-Berg 194.

Kaha-Mankil, Lustschloss bei Gondar 270.

Kasen 135.

Die Bewohner 135.

Häuser und Kirchen 137.

Lage 137.

Kassai, Gouverneur von Adua 41.

Strebt nach der abessinischen Kaiserwürde 42.

Tritt in Beziehungen zu den Engländern 44.

Brief an Napier 44.

Belohnung 45.

Schlacht und Sieg gegen Gobesieh 47.

Krönung in Aksum 47.

Sein Gegner Munzinger 49.

Katschamo 166.

Kausawa, Vorberg des Biala 188.

Kef 21.

Einwohner 21.

Pflanzenwelt 25.

Strasse nach dem Innern von Afrika 26.

Kentiba, Titel des Bürgermeisters von Gondar 253. 265.

Kesadaro 317.

Klimatische Unterschiede 285.

Klippschliefer (Hyrax abessin.) 99.

Kolla Uogera 284.

Korata-Berge 240.

Kruyt, niederländischer Consul 16.

Kusso-Curen 168.

Lamalmon-Berg 284.

Lidj, abessinisches Adelsprädicat 41.

Lidj-Ambe, Neffe des Negus 158.

Liechtenstein, Prinz 107.

Lombard, Herr und Frau 92.

An der Reise ins Innere verhindert 150.

Lomin-Fluss 178.

Lucardi 31.

Lundal, schwedischer Missionar 117.

Magetsch-Fluss 251. 281.

Mai Bellis 178.

Mai Felfel 192.

Mai Gogo 158.

Mai Gola 141.

Mai Gome 156.

Mai Hinsi 333.

Mai Saida 187.

Mai Tankua 168.

Mareb-Ebene 157.

Mareb-Fluss 151. 157.

Margef, Tücher 162.

Mariam, Hauptmann 151.

Maskalo, Vorberg des Biala 158.

Massaua 31.

Beschreibung 32 fg.

Einwohner 33.

Handel 33.

Französische Mission 38.

Das gesellige Leben 38.

Klima 39.

Verfall früherer Verbesserungen 93.

Massaya, Bischof 216.

Matraha, Insel 240. 243.

Besuch beim obersten Geistlichen daselbst 244.

Kirche daselbst 245.

Kapelle; grosse Spinnen 246.

Medani Allem, Kirche 198.

Melenek, Negus 42.

Melsa-Plateau 194.

Menelek von Schoa, unterwirft sich dem Negus 71.

Merewether, englischer General 44.

Meri 190.

Meschescha, Sohn Theodor’s 259.

Meyer, deutscher Consul in Sues 4.

Michael Debr 239.

Michel, Zolldirector in Massaua 31.

Mircha, Dolmetsch bei Graut und Napier 180.

Missionen. Die schwedische und die katholische in Abessinien 108.

Maltzan darüber 109 fg.

Vorarbeiter für die Engländer 113.

Schilderung der schwedischen Missionsanstalt 115.

Ein Gespräch zwischen einem Missionar und dem Negus 116.

Die französische Mission 120.

Verbrennung einer französischen Missionskirche 123.

Mitchell, Geolog und Geodät, von den Abessiniern gefangen 69.

Mitzaki, griechischer Consul von Sues 74.

Mkullu 36.

Mönch im Dienste Rohlfs’ 170.

Ein Mönch, der nach Jerusalem reisen will 278.

Mpasi-Fluss 88.

Mülhohinna-Thal 98.

Munzinger 31.

Näheres über seine Wirksamkeit 49 fg.

Fällt im Kampf gegen die Abessinier 59.

Musa Ensete 237.

Musikalische Instrumente 136. 139.

Mussunko 139.

Naretti, Gebrüder 48. 196. 226.

Negus Negesti. Seine Wohnung in Debra Tabor 205 fg.

Tracht desselben 206.

Seltsame Ansichten desselben 215.

Religiöse Ansichten und Gespräche 221.

Rohlfs’ Ansichten über den Charakter des Negus 224.

Seine Civilisationspläne 225.

Aufbruch mit seinem Heere 230 fg.

Sein Verfahren gegen die Cognaten und die Kinder Theodor’s 258.

Nomaden in den Vorbergen Abessiniens, die Aschuma, Nebara,

Alaschkar, Asus-Adaha 131.

Oberstfliegenwedler 143.

Pálffy 107.

Palmenhaine 236.

Pavianheerden 173. 176.

Perlhühner 176.

Pferdehandel in Godofelassi 154.

Plata Gebro, General 322.

Protestanten in Abessinien. Ihre Schutzlosigkeit 118.

Quosquam-Bauten in Gondar 253.

Lustschloss 271.

Raffray, französischer Viceconsul in Massaua 31.

Ras Adal, zum König Teklahaimanot gekrönt 85.

Ras Ali 42.

Ras Alula, Gouverneur der Provinz Hamasen. Schreiben an Rohlfs 89.

Seine Wohnung 142.

Geschenke an denselben 144.

Ras Bariau, abessinischer Anführer 65. 291.

Rassam 49.

Räuberhauptmann in den Mareb-Schluchten 322.

Reb-Fluss 195. Wasserfall 198. 237.

Reinisch, Professor 149.

Riesendistel 282.

Rohlfs. Die Veranlassung seiner Reise nach Abessinien 40.

Brief an den abessinischen General

Ras Alula 89.

Ein zweiter Brief und Antwort darauf 91.

Geschenke für den Negus und abessinische Grosse 94.

Aufbruch nach Abessinien 125.

Beladen der Kamele 126.

Geleit ägyptischer Soldaten 126.

Keine Abenteuer 128.

Ehrenwache des Negus 193.

Vorbereitungen zur Audienz beim Negus 194.

Erste kurze Audienz 203 fg.

Feierliche Audienz 210.

Uebergabe des Briefs des Deutschen Kaisers 251.

Geschenke für den Negus 217.

Soll den Vermittler zwischen Abessinien und Aegypten machen 223.

Abschiedsaudienz; Geschenke an Rohlfs 226.

Abreise von Samara 232.

Beschwerden und Mangel 233.

Abschied von Stecker und Naretti 234.

Anwachsen des Reisezugs 235.

Plündernde Soldaten 247. 277.

Rohlfs’ Karavane beim Aufbruch von Gondar 278.

Verlässt Gondar 281.

Erhält einen Brief des Negus 282.

Verabschiedung der militärischen Begleitung; deren rohes Verhalten

288.

Weist ein Geldgeschenk des Negus zurück 292.

Aufenthalt in Aksum 295 fg.

Bricht nach Adua auf 312.

Begeht den Geburtstag des Deutschen Kaisers 313.

Spiele und Lustbarkeiten 314.

Trifft wieder in Massaua ein. Abschied von da 335.

Freundlicher Verkehr mit jungen Engländern 338.

In Sues 340.

Weiterreise über Neapel nach Berlin und Weimar 341.

Rothes Meer. Fahrt mit der Messina auf demselben 5.

Wärme desselben 6.

Wolkenbildungen und Wetterleuchten 8.

Gewitter und Regen 9.

Warum es das Rothe Meer heisst 10.

Mohammedanische Pilger 11.

Die Berge Arabiens 12.

Hitze 338.

Saati 127.

Saga 36.

Salomonis-Orden des Königs Johann von Abessinien 84.

Samara-Hügel mit der Wohnung des Negus 195.

Samre-Fluss 174.

Sattia Amba 167.

Von da nach Abbi Addi 167.

Saura, Bewohner des Gedem 103.

Schama, Nationaltracht der Abessinier 37.

Schegala-Schlucht 175.

Schimbera 237.

Schimper, Dr. 47 fg.

In Sokota 182. 313.

Schirme in Abessinien und Berechtigung sie zu tragen 218.

Schoa, König von, sein Tribut an Abessinien 227.

Scholoda-Berg 157.

Schum, abessinischer Ortsvorsteher 152.

Seila 32.

Semien 165.

Setit 190.

Sidi Schich, Insel 88.

Sillikit-Fluss 98.

Simbila, abessinische Landschaft 292.

Sklavenhandel 267.

Sokota 177.

Lage und Einwohnerzahl 180.

Sosten d’Abarguez, ein spanischer Abgesandter 153.

Speedy, Kapitän 26.

Stecker, Dr., Rohlfs’ Reisegefährte 5. 228.

Auf Matraha 247.

Steinhaufen in Abessinien in Form von Dolmen und Kromlechs 177.

Streit wegen eines Mädchens 293.

Suakin. Fahrt dahin 21.

Lage der Stadt 21.

Einwohnerzahl 21. 29.

Fischreichthum 29.

Sklavenhandel 30.

Moscheen 30.

Abfahrt nach Massaua 31.

Sues, im Vergleich zu früher 1.

Zustände daselbst 1.

Einwohnerzahl 2.

Einfluss des Sueskanals 2.

Port Tewfik 2.

Handel und Handelsbeziehungen 3.

Temperatur 4.

Linien nach Abessinien 4.

Abfahrt auf der Messina 4. 340.

Swandat Amba 167.

Tagliabue 31. 88.

Takarakiro, Dorf 167.

Takazze 188.

Takase 190. 286.

Talanta 200.

Tana-See 240.

Umfang und Tiefe 241.

Fischreich 242.

Einwohner am Tana-See 243.

Tankua, Boote auf dem Tana-See 243.

Taracha, Hügelkette 128.

Tassama, der Gouverneur von Sokota 181.

Teda, Ortschaft 250.

Tekla Haimanot, Berg auf Segi 247.

Temperaturwechsel 190. 291.

Terroa, Bewohner des Gedem 104.

Tetsch, Getränk. Wie man in Abessinien trinkt 144.

Thierwelt 120. 134. 155. 170. 173. 174. 177. 191. 236. 239. 240.

242. 249. 286. 333.

Tolhut, ein Inselchen 88.

Touvier, Bischof von Keren 123.

Tsamara 176.

Tsatsega 140.

Die Kirche des heiligen Michael 145.

Lage des Ortes 146.

Abreise von dort 151.

Tsellari 174. 188.

Uadela 200.

Uadenkal unterwirft sich dem Negus 72.

Uadi Fareg Bei 97.

Uaina-Thal 132.

Uald Michael, geht zu den Aegyptern über 69.

Uogai, Districtsgouverneur 289.

Uoldeba, viele Klosterbewohner daselbst 286.

Besuch der Aebtissin 287.

Vegetation 25. 133. 140. 151. 156. 159. 167. 177. 178. 187. 194.

239. 240. 260. 281. 284. 288.

Vulkan, angeblicher 154.

Waffen der Abessinier 146.

Waldbrand 238.

Wegebesserung in Abessinien 192.

Winstanley, von Gordon Pascha an den Kaiser von Abessinien

geschickt 73.

Wüste. Begriff derselben 23. 127.

Zegi- oder Segi-Insel 244.

Druck von F. A. Brockhaus in Leipzig.

MODERNE KUNST IN ABESSINIEN.

[Illustration: 1. RÄUCHERGEFÄSS AUS MESSING, BEIM GOTTESDIENST

GEBRÄUCHLICH. 2. SCHILD, MIT BLAUEM SAMMT ÜBERZOGEN UND MIT

SILBERPLATTEN UND GOLDFILIGRAN BEDECKT. 3. RASSEL AUS MESSING ZUM

GOTTESDIENST. 4. HOLZKREUZ DER ABESSINISCHEN PRIESTER. 5. HALSKETTE UND

ARMKETTE AUS SILBER. 6. SILBERNE ARMWEHR MIT GOLDFILIGRAN BEDECKT.

⅕ NATÜRL. GRÖSSE. -- 2 u. 6 GESCHENKE DES NEGUS.]

[Illustration: 1-3. STROHTELLER. 4. STROHKORB. 5. BECHER AUS HORN

GEDRECHSELT. 6. HAARNADEL, FILIGRANARBEIT. 7. ROSENKRANZ AUS OLIVENHOLZ.

⅕ NATÜRL. GRÖSSE.]

[Illustration: ABESSINISCHE BIBLISCHE DARSTELLUNGEN.

1. HÄUFIGES SYMBOL ÜBER ABESSINISCHE KIRCHEN, AN DIE ÄGYPTISCHE

GEFLÜGELTE SONNENSCHEIBE ERINNERND. 2. DIE MUTTER GOTTES. 3. DANIEL IN

DER LÖWENGRUBE. 4. DER HEILAND. 5. DER NEGUS, HERR ÜBER ABESSINIEN, DEN

LÖWEN REITEND, DAS SINNBILD DES LANDES.]

[Illustration: ORNAMENTIK AUS DEM INNERN ABESSINISCHER KIRCHEN.

1. MÄRTYRER. 2. DOPPELADLER (WAHRSCHEINLICH NACHBILDUNG DES WAPPENS

DES MARIA-THERESIEN-THALERS). 3. SYMBOLISCHES BILD. 4. DER TEUFEL. 5.

ABESSINISCHES WAPPEN, DER LÖWENKOPF.]

[Illustration: ORNAMENTIK AUS DEM INNERN ABESSINISCHER KIRCHEN.]

[Illustration: PROBE EINES VOM NEGUS AN DEN VERFASSER GERICHTETEN

AMHARISCHEN BRIEFS MIT DEM STAATSSIEGEL.]

[Illustration: Aus: Petermann’s Geographische Mittheilungen 1882

(Justus Perthes)

GERHARD ROHLFS’

EXPEDITION NACH ABESSINIEN

vom Nov. 1880 bis April 1881.]

Verlag von F. A. Brockhaus in Leipzig.

Quer durch Afrika.

Reise vom Mittelmeer nach dem Tschad-See und zum Golf von Guinea

von

Gerhard Rohlfs.

Zwei Theile. Mit zwei lithographirten Karten.

8 Geb. 14 M. Geb. 16 M.

Dieses Werk enthält die vollständige Schilderung der von Gerhard

Rohlfs ausgeführten interessanten Reise von Tripolis über Rhadames

nach Fesan, durch die Sahara nach Bornu und Uándala, und nach

fünfmonatlichem Aufenthalte daselbst durch die Haussa- und Pullo-, die

Nupe- und Jorubaländer bis Lagos am Meerbusen von Guinea. Viele der

von ihm durchreisten und beschriebenen Gebiete waren bis dahin völlig

unbekannt; von andern hat er die Mittheilungen früherer Reisenden,

namentlich Barth’s, in manchen Punkten ergänzt und berichtigt, sodass

sein vorliegendes Werk höchst wichtige Beiträge zu unserer Kenntniss

des grossen afrikanischen Continents liefert.

Kufra.

Reise von Tripolis nach der Oase Kufra.

Ausgeführt im Auftrage der Afrikanischen Gesellschaft in Deutschland

von

Gerhard Rohlfs.

Nebst Beiträgen von

P. Ascherson, J. Hann, F. Karsch, W. Peters, A. Stecker.

Mit 11 Abbildungen und 3 Karten.

8. Geb. 16 M. Geb. 18 M.

Die von Rohlfs 1878-79 unternommene Expedition ins Innere Afrikas

war reich an merkwürdigen Reisebegegnissen wie an wissenschaftlicher

Ausbeute. Im vorliegendem Werke ist der Verlauf der Expedition

von dem Reisenden mit frischen Farben geschildert, während die

wissenschaftlichen Resultate in systematischer Bearbeitung durch

Gelehrte der verschiedenen Fächer vorgeführt werden; dasselbe bietet

demnach vielseitige, höchst werthvolle Beiträge zur Kenntniss des

afrikanischen Continents und reiht sich den frühern Reisewerken des

Verfassers wie denen von Livingstone, Barth, Schweinfurth, Stanley,

Nachtigal u.s.w. ergänzend an.

FUSSNOTEN:

[1] Siehe die Tafeln am Schlusse des Buches.

[2] Eine grosse Eigenthümlichkeit entfalteten die Abessinier aber viel

später in Behandlung der in Fels gehauenen Bauten. Diese lassen sich an

Kühnheit der Ausführung und Besiegung der Schwierigkeiten vollkommen

ähnlichen Wunderwerken Asiens und Amerikas an die Seite setzen. Ja

viele, z.B. die Wunderkirchen in Lalibala, übertreffen an Ebenmaass

und Schönheit manche viel berühmtere Bauten ähnlicher Construction.

Nach Lalibala sind wenige Reisende gekommen. Da ich auf meiner

diesmaligen Reise weder Lalibala berührte, noch auch sonst Gelegenheit

hatte, derartige in den Fels hineingetriebene oder aus einem einzigen

riesigen Monolith herausgearbeitete Kirchen zu besuchen, so liegt auch

keine Veranlassung vor, hier näher darauf einzugeben. Die sich dafür

Interessirenden verweise ich auf Alvarez oder auf meine im Globus

und in Petermann’s Mittheilungen 1868 veröffentlichten Berichte über

Lalibala.

[3] Das sehr grosse Original befindet sich im Besitze des Verfassers.

[4] Siehe die Tafeln am Schlusse des Buches.

[5] Der Golf von Sues hatte bei den Alten speciell den Namen _Sinus

Heroopolites_, während der östliche, jetzt Akaba-Busen genannte Arm

_Sinus Aelaniticus_ hiess.

[6] Ueber 2000 km beträgt diese Länge.

[7] Die grösste Breite, unter dem 16. Grad nördl. Br., beträgt über 350

km.

[8] Die Pilger waren nach Djedda verfrachtet und +mussten+ dort

eintreffen, um die am bestimmten Tage stattfindende Besteigung des

Berges Arafat und das damit verbundene Opfer ausführen zu können. Hätte

man sie bei Yanbo, das ca. 400 km nördlich von Djedda und noch weiter

von Mekka gelegen ist, gelandet, dann wären sie viel zu spät gekommen,

ihre weite Pilgerreise von Java wäre also vollkommen umsonst gewesen.

Um nun ein Ausschiffen in Yanbo zu verhindern, würden sie sich zu jedem

Opfer bereit erklärt haben.

[9] Djedda heisst auf Deutsch Grossmutter und, eigentlich Medina el

Djedda, Stadt der Grossmutter oder Ahne, hat sie diesen Namen erhalten

wegen des dort befindlichen Grabmals der Eva.

[10] Hier in Djedda wurde am 15. Juni 1858 jenes entsetzliche Blutbad

unter Franzosen, Engländern und Griechen seitens der Mohammedaner

angerichtet, welchem durch ihre Tapferkeit nur die Frau Emerald,

Tochter des französischen Consuls, entging. Unbegreiflicherweise

begnügte sich England mit einem dreitägigen Beschiessen der Stadt,

während die einzige nachhaltige Strafe die Eroberung Mekkas gewesen

wäre und hätte sein müssen. Dass dies nicht geschah, hatte schon zwei

Jahre darauf, im Juli 1860, die Metzelei von Damaskus zur Folge, und

die Christenmetzeleien in Aegypten 1882 sind nur Folge der blutigen

Ausschreitungen von Djedda und Damaskus. Und auch diese ägyptischen

sind nicht die letzten! Das einzige Mittel, die Mohammedaner von ihrem

religiösen Wahnsinn zu heilen, ist, ihnen praktisch zu beweisen, dass

die Welt nicht untergeht, falls irgendeine christliche Macht, wenn auch

nur vorübergehend, Mekka und Medina besetzt. Zu zerstören braucht man

ja deshalb noch nicht diese altehrwürdigen Städte.

[11] Der niederländische Consul, Herr Kruyt, hatte die Güte, mir

brieflich mitzutheilen, dass unter diesen 15000 Einwohnern sich

befinden:

Juden 3

Europäer 70 (einschliesslich 45

Griechen, Malteser, und

5 syrischer Obersten)

Indier 2000

Türken 1000

Original-Araber aus Hadramaut 5000 (ein Drittel von ihnen

Sklaven)

Araber aus Aegypten und Nordafrika 4000 (ein Drittel von ihnen

Sklaven)

Araber aus Hedjas 500

Perser 300

Takruri und Djeberti (befreite Sklaven) 1600

Andere Orientalen 527

Nach Djedda werden jährlich durchschnittlich 4-5000 Sklaven eingeführt.

Meistens kommen sie von der gegenüberliegenden afrikanischen Küste

zwischen Suakin und Seila. Einige wenige Circassier auch aus Aegypten

und der Türkei.

Der Import beträgt jetzt durchschnittlich 10,000000

Maria-Theresienthaler (ca. 40,000000 Mark), der Export 2,500000

Maria-Theresienthaler (ca. 10,000000 Mark).

Es liefen ein in Djedda an Dampfern:

im Jahre 1878: 218 Dampfer zu 194473 Tonnen

„ „ 1879: 241 „ „ 213295 „

„ „ 1880: 328 „ „ 295302 „

„ „ 1881: 251 „ „ 245608 „

an Seglern:

im Jahre 1878: 1018 Segler zu 45070 Tonnen

„ „ 1879: 1156 „ „ 55932 „

„ „ 1880: 1072 „ „ 51035 „

„ „ 1881: 1033 „ „ 44836 „

Deutschland ist leider gar nicht bei diesem nicht unbedeutenden Handel

und Verkehr betheiligt. Aber wir hielten es nicht für unangemessen, an

dieser Stelle darauf aufmerksam zu machen.

[12] Mekka führt den Namen „Harem“, d.h. „verboten“, weil der Liebling

Gottes allen andern, ausser Gläubigen, den Zutritt zu dieser Stadt des

Heils verbot. In der That ist auch, seitdem Mohammed sich zum Propheten

machte, noch nie ein Jude oder Christ dort gewesen, es sei denn unter

der Maske des Islam.

[13] Ueber die nur auf Zeit geschlossenen Ehen der mohammedanischen

Pilger auf ihrer Rundreise lese man das Bezügliche bei Burton, Maltzan

und andern Mekkareisenden nach.

[14] Hadj ist bekanntlich der Titel, den die Mekkapilger bekommen,

sobald sie alle vorgeschriebenen Handlungen absolvirt haben.

[15] Vgl. Jahrgang 1882, Nr. 5, 6 und 7.

[16] Namentlich was Afrika anbetrifft, hat Hübbe-Schleiden sich in

dieser Beziehung unvergängliche Verdienste erworben.

[17] Alamayo war der einzige Sohn Theodor’s, welcher in des Negus Augen

Anrecht auf den abessinischen Thron hatte. Er stammte aus der Ehe mit

einer Tochter Ubieh’s, welche der Negus einst in der Kirche erblickte

und zu besitzen wünschte. Ubieh’s Tochter, selbst Prinzessin, bestand

aber auf kirchlicher Trauung, und Theodor willigte in der That ein. Im

Anfang lebten sie sehr glücklich miteinander, aber bald erhoben sich

eheliche Streitigkeiten. So betrat eines Tags Theodor den Tokul seiner

Frau, als sie gerade die Psalmen David’s las. „Weisst du nicht“, sagte

er, seine Frau grüssend, „dass du aufstehen musst, wenn ich, der König,

mit dir rede?“ -- „Ich unterhielt mich mit jemand, der grösser ist

als du, mit dem König der Welten, und thue das im Sitzen“, erwiderte

sie. Der Negus drehte ihr den Rücken zu und ging fort. Ein anderes mal

sprang der Negus wuthentbrannt auf sie los und wollte sie schlagen.

„Rühr’ mich nicht an! Zurück!“ herrschte sie den Negus an. -- „Ich bin

der König der Könige und schlage und tödte, wen ich will“, schnaubte

Theodor. -- „Nur nicht die Frau des Königs der Könige“, erwiderte

sie und sah ihn mit blitzenden Augen an. -- „Du hast recht“, sagte

der Negus und liess seine Hand sinken. Durenesch, (weisses Gold), so

hiess diese bedeutende Frau, starb bekanntlich auf dem Rückzuge der

Engländer, welche sie mitgenommen hatten.

[18] Ob Prinz Alamayo wirklich diese Aeusserung gethan hat, muss ich

dahingestellt sein lassen; Obenstehendes theilte mir Kapitän Speedy am

24. November 1880 mit.

[19] Wenigstens nicht 1881; wie es ein Jahr später sein könnte, war

damals nicht vorauszusehen.

[20] Auch Sebastrium-os genannt.

[21] Die neueste Literatur dürfte weniger bekannt sein. Aus den vielen

hebe ich hervor (abgesehen von der zahlreichen Literatur, welche

infolge der britischen Expedition entstand): Girard, „Souvenirs d’un

voyage en Abyssinie“ (Kairo 1873); Raffray, „Abyssinie“ (Paris 1880);

„Matteucci in Abissinia“ (Mailand 1880); Vigoni, „Abissinia“ (Mailand

1881).

[22] Ich kaufte bei Herrn Tagliabue mehrere Dutzend Schama, also ein

Kauf im grossen, und zahlte für das Stück drei Maria-Theresienthaler.

In Abessinien selbst bekommt man aber für drei Maria-Theresienthaler

mit der Hand gewebte und besser als mit Maschinen hergestellte Schama,

ja, ganz gewöhnliche für noch weniger als drei Thaler. Falls man das

Stück für zwei Thaler herstellen könnte, würde man sich ein bedeutendes

Absatzfeld erobern.

[23] Im Jahre 1866 erhielt Oberst Merewether folgenden Brief:

„Geschickt vom Sultan Negus Menelek. Möge dies gelangen in die Hände

des Herrschers von Aden. Wir grüssen Euch. Wir befinden uns wohl. Nach

einer elfjährigen Abwesenheit von unserm Vaterlande haben wir den Thron

unserer Väter bestiegen. Als dies Ereigniss statthatte, freuten wir

uns und Ihr freutet Euch mit uns. Wir haben einen Diener geschickt. Er

hat einen Auftrag. Bitte, denselben nach Verrichtung seines Geschäftes

gleich zurückzuschicken. Er heisst Mekeb. Er bringt Euch ein Pferd

und ein Maulthier als Geschenk.“ -- Auch an die Königin von England

schickte der König von Schoa eine Anzeige seiner Thronbesteigung und

unterzeichnete, wie vorstehenden Brief: Negusa Negesh Menelek, d.h.

König der Könige.

[24] Record of the expedition to Abyssinia, S. 320.

[25] Mircha war in Bombay erzogen worden. Diesen liebenswürdigen Greis

lernte ich 1881 in Adua kennen, woselbst er jetzt pensionirt lebt.

[26] Record of the expedition to Abyssinia, I, 415.

[27] Raffray, „Abyssinie“, S. 23.

[28] Es war der Abuna Athanasius.

[29] Der jüngere Naretti ist 1881 in Abessinien gestorben.

[30] Vgl. Schimper’s Brief an Consul Brüning, „Zeitschrift für

Erdkunde“, 1872, S. 364.

[31] Im Jahre 1872 (vgl. hierüber auch „Zeitschrift für Erdkunde“,

1872, S. 272) wandte sich Schimper an Se. Maj. den Kaiser und bat um

eine Unterstützung von 3000 Mark. Er motivirte seine Bitte: „weil ihm,

dem 70jährigen Greise, seine 65jährige Frau noch einen Sohn geboren

habe“. Der Kaiser schickte dieses Immediatgesuch an Fürst Bismarck

zur Begutachtung und dieser mir zur Rückäusserung. Die bezügliche

Stelle hatte der Kaiser roth angestrichen und dabei bemerkt: „Ist

das möglich?“ -- Ich befürwortete die obwol auf Unwahrheit beruhende

Bitte Schimper’s, da ich sie ebenfalls für wahr hielt; in Wirklichkeit

hatte er sich aber zum zweiten mal verheirathet, wie mir sein Sohn

1881 mittheilte. Das Geld wurde ihm auch vom Kaiser bewilligt. Was er

eigentlich mit einer solchen für Abessinien zehnfach werthvollern Summe

angefangen, ist vollkommen unbegreiflich. Mit Schulden überbürdet, für

die der arme Sohn jetzt haftbar ist, starb Schimper 1879.

[32] Cameron und Rassam wurden eingekerkert von Theodor und keineswegs

glimpflich behandelt; aber der französische Consul, der zur Zeit

Theodor’s dorthin kam, hatte von ihm eine viel schmachvollere

Behandlung zu erdulden. Und selbst in neuester Zeit wird mit

französischen Abgesandten in Abessinien auf eine staunenerregende Art

umgesprungen.

[33] Wie der Vicekönig Ismaël behauptet, trägt Nubar besonders die

Schuld. Jedenfalls ist es nicht zu leugnen, dass Arakel Bei, Nubar’s

Neffe, mit der ersten Expedition gegen Abessinien betraut wurde.

[34] Vgl. den Brief Dr. Schimper’s in der „Zeitschrift für Erdkunde“,

1872, S. 486.

[35] Vgl. den Brief von Hildebrand in der „Zeitschrift für Erdkunde“,

1875, S. 1.

[36] Vgl. „Matteucci in Abissinia“ (Mailand 1880), S. 187. Diese

Angabe macht auch Matteucci, alle seine andern Erzählungen sind aber

so voller Unrichtigkeiten, dass sie absolut keinen Werth haben. Viel

gewissenhafter ist P. Vigoni in seinem „Abissinia“ (Mailand 1881).

[37] Petermann’s „Mittheilungen“, 1876, S. 107.

[38] Schama, ein grosses baumwollenes Umschlagetuch von weisser Farbe

mit rothem Streifen. Die Schama ist Nationaltracht der Abessinier, und

Jung und Alt, Mann und Frau, Civilist und Soldat bedient sich derselben.

[39] Pfeil und Bogen kennt man in Abessinien nicht mehr.

[40] Die Aegypter hatten sechs Batterien hinaufgeschafft.

[41] Dies äusserte der Negus selbst, in einer Audienz, die ich bei ihm

am 14. Februar 1881 hatte. Ueberhaupt folgte ich in Erzählung dieser

Schlacht von Gura fast ausschliesslich den Aeusserungen des Negus.

Meine Mission nach Abessinien Auf Befehl Sr. Maj. des Deutschen Kaisers im Winter 1880/81 unternommen · 第 25 / 27 段