feingesiebten Zucker und eben so viel abgezogene, feingestoßene Mandeln,
sowie das Gelbe von 2 auf dem Reibeisen abgeriebenen Citronen und den
Saft davon, schlägt 12 Eiergelb daran und rührt alles eine halbe Stunde
miteinander, schlägt von 8 Eierweiß einen steifen Schnee, mischt 10
Loth geriebene Chokolade mit demselben unter die Masse, bestreicht eine
Tortenform mit Butter, bestreut sie mit Zucker, füllt die Masse darein
und läßt die Torte eine Stunde backen.
547. Chokolademandeltorte.
16 Eiergelb werden eine halbe Stunde gerührt, dann nimmt man ein Pfund
feingesiebten Zucker, 25 Loth geschälte, feingestoßene Mandeln, den Saft
von einer Citrone, ein starkes Loth Zimmt, die feingewiegte Schale einer
Citrone, den Schnee von 8 Eierweiß dazu, rührt alles nun eine Stunde
miteinander, dann kommt noch zulezt 10 Loth geriebene Chokolade dazu;
die Torte wird in einem mit Butter bestrichenen und mit Mutschelmehl
bestreuten Model gebacken. Will man sie noch besser haben, so nimmt man
ein halbes Loth Citronat und eben so viel Pomeranzenschalen dazu; macht
ein Eis darüber von dem Schnee eines Eierweißes, einem Achtelspfund
Zucker und 2 Loth Chokolade, bestreicht die Torte damit und läßt sie
noch ein Mal im Ofen anziehen.
548. Crêmetorte.
Man formirt eine Torte von rohem Butterteig, legt rohe Kartoffeln
darauf, backt sie so, damit sie nicht zusammenschrumpft, und wenn sie
erkaltet ist, bestreicht man sie mit eingemachten Johannisbeeren,
Himbeeren oder Kirschen. Man macht folgende Crême dazu: Ein Viertelpfund
Zucker wird an 2 Citronen abgerieben, auf ein Papier geschabt und
getrocknet; dann rührt man einen Kochlöffel voll Mehl in einer Pfanne
mit süßer Milch glatt an, gießt noch einen Schoppen Milch dazu, thut
6 bis 7 Eiergelb daran, kocht dieses wie einen Brei, rührt es, bis es
kalt ist, streicht es dann behutsam auf das Eingemachte, schlägt von 6
Eierweiß einen Schnee, mengt den getrockneten Citronenzucker damit, thut
den Schnee auf die Crême und stellt die Torte bei geringer Hitze in den
Ofen.
549. Eiercrêmetorte.
Ein Pfund feingestoßener Zucker wird mit 20 Eiergelb und dem Schnee von
16 Eierweiß so lange gerührt, bis die Masse dick ist; hierauf nimmt man
das Gelbe einer am Reibeisen abgeriebenen Citrone und den Saft derselben
zu der Masse, mengt 16 Loth Stärkmehl darunter, bestreicht ein 3 Finger
hohes und nicht sehr breites Plafond mit Butter, bestreut es mit Zucker
und backt die Torte darin. Man macht folgende Crême dazu: 1-1/2 Loth
Hausenblase löst man in einem Schoppen Wasser auf, gießt das Wasser
durch ein Haarsieb, reibt eine Pomeranze an 6 Loth Zucker ab, gießt das
Hausenblasenwasser in eine messingene Pfanne, nimmt den Zucker, einen
Schoppen süßen Rahm, den Saft von 2 Pomeranzen mit 6 Eiergelb dazu,
kocht alles auf dem Feuer zu einer Crême, gießt sie durch ein Haarsieb
in eine Porzellanschüssel und läßt sie erkalten. Dann schlägt man in
einer Schüssel einen Schoppen süßen Rahm wie einen Eierschnee, läßt ihn
in einem Haarsieb ablaufen und mischt ihn, wenn die Crême kalt ist,
darunter, legt die Torte auf eine Platte, löst den Deckel oben ab,
schneidet eine 2 Zoll tiefe Oeffnung in die Torte, höhlt diese aus,
gießt die Crême hinein, legt den Deckel wieder darauf und macht auf
diesen ein Citronen- oder Chokoladeeis, wie es schon öfters beschrieben
wurde. Die Torte wird nun mit etwas Citronat und eingemachten Früchten
geziert.
550. Torte auf englische Art.
Man rührt 3 Viertelpfund Butter in einer Schüssel schaumig, nimmt
ein Viertelpfund gesiebten Zucker, ein halbes Pfund Mandeln, von
einer halben Citrone die abgeriebene Schale dazu, rührt alles recht
miteinander, belegt ein schwarzes Blech mit Papier, streut ein wenig
Mehl darauf und macht 4 bis 6 Kuchen (ehe man die Masse vertheilt, muß
ein halbes Pfund Mehl darein gearbeitet werden); macht die Kuchen so
groß als man die Torte haben will, backt sie im Ofen schön gelb aus;
sind die Kuchen alle gebacken, so legt man einen Kuchen auf die Platte,
die zu Tische gegeben werden soll, überstreicht diesen mit Citronen-
oder Pomeranzencrême, legt den zweiten Kuchen darauf, bestreicht ihn mit
Aepfelmuß, den dritten mit einer andern Crême und so fort (der obere
muß aber leer bleiben). Nun macht man die Torte schön rund, schlägt ein
Eierweiß zu Schnee, ein Achtelpfund Zucker dazu, rührt es miteinander,
bis es dick ist, überstreicht die Torte damit, streut rothen Streuzucker
darüber, thut sie in Backofen und läßt sie trocknen.
551. Erolzheimer Torte.
Von einem Pfund feingesiebten Zucker und 5 Eierweiß rührt man ein dickes
Eis, nimmt noch ein Pfund abgezogene, der Länge nach feingeschnittene
Mandeln, eine Messerspitze voll feinen Zimmt und 2 am Reibeisen
abgeriebene Citronen dazu, auch den Saft von einer halben Citrone,
mischt alles untereinander, legt ein Springblech mit Oblaten aus, füllt
die Masse darein und backt die Torte im Ofen. Bemerkt wird noch, daß ein
halbes Pfund der Mandeln am Reibeisen abgerieben und das andere halbe
Pfund geschnitten wird.
552. Guirlandentorte.
Ein halbes Pfund geschälte Mandeln werden recht fein geschnitten, ein
halbes Pfund derselben gestoßen, die leztern mit einem halben Pfund
gestoßenen Zucker und 12 Eiergelb so lange gerührt, bis die Masse dick
ist, dann mischt man die geriebene Schale von einer halben Citrone, den
Schnee von 8 Eierweiß und eine Hand voll Mutschelmehl darunter, füllt
die Masse in ein mit Butter bestrichenes Springblech und backt die
Torte. Nun schlägt man einen steifen Schnee von 12 Eierweiß, mengt 12
Loth gestoßenen Zucker, ein halbes Pfund geschnittene Mandeln darunter,
streicht diesen Guß recht eben auf die gebackene Torte und trocknet sie
noch eine Viertelstunde im Ofen. Nun rührt man in einer messingenen
Pfanne ein halbes Pfund Zucker und das oben beschriebene halbe Pfund
geschnittene Mandeln beständig miteinander, bis der Zucker flüssig und
gelb ist, nimmt den Springreif von der Torte, macht von den gerösteten
Mandeln eine schöne Guirlande um dieselbe und in die Mitte eine Krone.
553. Karmelitertorte.
Ein halbes Pfund geschälte Mandeln schneidet man der Länge nach so
fein wie möglich, schlägt 7 Eiergelb in einer tiefen Schüssel zu einem
steifen Schaum, thut ein halbes Pfund gesiebten Zucker darein und
rührt ihn eine Viertelstunde lang recht stark; dann kommt das Gelbe
von 2 Citronen und der Saft von einer, ein Viertelpfund Mehl und die
Hälfte der Mandeln unter die Masse, die man sofort in eine mit Butter
bestrichene Tortenform einfüllt, mit den übrigen Mandeln überstreut und
schön gelb ausbackt. Die Torte wird sodann auf eine Platte gestürzt.
554. Kartoffeltorte.
Gute sogenannte Gruberkartoffeln werden Tags zuvor im Dampf gekocht oder
im Rohr gebraten. Dann werden sie gerieben (zu einem halben Pfund Zucker
nimmt man 3 Viertelpfund Kartoffeln), mit dem Zucker, 7 ganzen Eiern und
7 Eierdottern eine halbe Stunde gerührt, man nimmt 2 Loth abgezogene,
feingestoßene, bittere Mandeln dazu, eine am Reibeisen geriebene Citrone
nebst dem Saft einer halben Citrone, bestreicht eine blecherne Form mit
Butter, bestreut sie mit Zucker und backt die Torte darin.
555. Krachtorte.
Von einem Pfund Mandeln zieht man die Schalen ab, schneidet sie fein
und der Länge nach und röstet sie mit einem Pfund Raffinadezucker in
einer messingenen Pfanne unter beständigem Umrühren so lange, bis der
Zucker gelb ist. Alsdann bestreicht man einen Melonenmodel mit Mandelöl,
drückt die Fugen mit einem Theil der gerösteten Mandeln gut aus, macht
die andern wieder warm und drückt den Model ganz damit aus. Wenn die
Torte erkaltet ist, stürzt man sie aufrecht auf eine Platte, so daß die
Oeffnung nach oben sieht, und gießt folgende Sauce darüber: Man schlägt
einen Schoppen Rahm in einer Schüssel mit einem steifen Backbesen wie
einen Eierschnee, läßt ihn auf dem Haarsieb ein wenig ablaufen und thut
3 Loth Vanillezucker darunter.
556. Linzer Torte.
Von einem halben Pfund Butter, einem halben Pfund gestoßenem Zucker,
einem halben Pfund feinem Mehl, einem halben Pfund ungeschälten,
feingestoßenen Mandeln, 4 Loth geriebener Chokolade, 6 hartgesottenen
Eiergelb, welche durch ein Haarsieb getrieben werden, 6 frischen
Eiergelb, 1 Loth gestoßenem Zimmt, einem halben Quint gestoßenen Nelken
wird ein Teig gemacht, fingerdick ausgewellt, ein Reif von festem Papier
um die Torte gemacht, damit sie nicht zerläuft, von dem übrigen Teig
werden Streifen geschnitten, ein Gitter davon über die Torte gemacht,
diese auf ein schwarzes, mit Oblaten belegtes Blech gethan und bei
mittlerer Hitze eine halbe Stunde im Ofen gebacken. Nun macht man
folgendes Eis darüber: Von einem Eierweiß, dem Saft einer halben Citrone
und einem Viertelpfund Zucker wird das Eis gerührt, das Gitter der Torte
mit demselben bestrichen, dieselbe im Ofen mit dem Eis getrocknet, und
ehe sie zu Tische gegeben wird, in die Oeffnungen der Gitter eingemachte
Johannisbeeren gethan.
557. Gewöhnliche Mandeltorte.
Ein Pfund feingesiebter Zucker wird mit einem Pfund abgezogenen, so
fein wie möglich gestoßenen Mandeln, 16 Eiergelb und dem Schnee von
16 Eierweiß dick gerührt (dieser kommt aber erst dazu, wenn die Masse
bereits dick ist). Dann kommt noch eine ganze, am Reibeisen abgeriebene
Citrone und der Saft von einer halben Citrone, nebst einer Hand voll
Mutschelmehl dazu. Wenn die Masse beisammen ist, wird eine blecherne
Form mit Butter bestrichen und darin die Torte im Ofen gebacken.
558. Mandeltorte anderer Art.
8 Eierweiß werden zu einem steifen Schnee geschlagen, die 8 Eiergelb
mit 12 Loth fein gestoßenen Mandeln, 12 Loth fein gestoßenem Zucker,
4 Loth fein geschnittenem Citronat, 4 Loth fein geschnittenen
Pomeranzenschalen dazu genommen, alles ganz dick miteinander nebst dem
Gelben von einer halben Citrone gerührt, sodann eine blecherne Form mit
Butter bestrichen, die Masse darein gefüllt und bei geringer Hitze gelb
gebacken.
559. Geschnittene weiße Mandeltorte.
Von einem Pfund fein gestoßenem Zucker und 10 Eierweiß rührt man ein
dickes Eis, ein halbes Pfund geschälte Mandeln schneidet man der Länge
nach so fein wie möglich, reibt ein halbes Pfund ungeschälte Mandeln,
nebst dem Gelben von 2 Citronen am Reibeisen oder Muskatnußreiber ab,
schneidet ein Viertelpfund Citronat und Pomeranzenschalen fein, mengt
alles langsam unter das Eis, legt ein Springblech oder einen Ring
auf einem schwarzen Blech mit Oblaten aus, thut die Masse darein und
backt die Torte bei geringer Hitze schön aus. Es wird bemerkt, daß der
Ring oder das Springblech, ehe die Oblaten darein kommen, mit Butter
bestrichen werden muß.
560. Meringuentorte.
12 Eierweiß werden zu einem steifen trockenen Schnee geschlagen und
dieser mit einem Pfund fein gestoßenem und gesiebtem Zucker vermischt;
von dieser Masse wird ein Theil in eine Spritze mit einem fingerdicken
Rohr gefüllt und davon 4 bis 6 Säulen auf ein ganz reines Brett
gesprizt, die man im Ofen bei gelinder Hitze anziehen läßt. Mittlerweile
macht man eine Rundung von der Form und Größe eines Tellers von der
übrigen Masse und legt sie um die aus dem Ofen genommenen Säulen so, daß
diese über die Rundung hervorragen. Das Ganze läßt man sodann im Ofen
schön und gut ausbacken.
561. Nudelntorte.
Von einem halben Pfund abgeschälten Mandeln wird die Hälfte nicht sehr
fein gestoßen, die andere Hälfte lang geschnitten, der Saft von einer
Citrone daran gedrückt und mit einem halben Pfund fein gestoßenem Zucker
und fünf ganzen Eiern eine Viertelstunde gerührt, von 2 Eiern feine
Nudeln gemacht, so fein als möglich geschnitten, im heißen Schmalz
oder Butter gelb gebacken, eine Citrone am Reibeisen abgerieben, 4
Loth Citronat und Pomeranzen fein gewiegt unter die Masse gemischt und
von 4 Eierweiß ein steifer Schnee dazu genommen. Man bestreicht einen
Tortenmodel mit Zucker und Butter, füllt die Masse darein und backt die
Torte in einer gelinden Hitze gut aus.
562. Pistazientorte.
8 Loth Pistazien werden über Nacht in kaltem Wasser eingeweicht; an 12
Loth abgezogene und fein gestoßene Mandeln und ein Viertelpfund fein
gestoßenen Zucker werden 16 Eiergelb geschlagen und eine halbe Stunde
miteinander gerührt; unterdessen zieht man die Pistazien ab und wiegt
sie auf einem Wiegbrett; deßgleichen wiegt man 4 Loth Citronat und 4
Loth Pomeranzenschalen miteinander, aber nicht sehr fein; von einer
Citrone wird das Gelbe fein gewiegt und der Saft auch dazu gegossen;
nachdem die Pistazien in diese Masse gekommen, rührt man sie nochmals
eine Weile, schlägt von 8 Eiern einen steifen Schnee und mengt ihn
langsam unter die Masse, bestreicht eine blecherne Form mit Butter und
backt in derselben die Masse im Ofen. Sie braucht eine Stunde zum Backen.
563. Punschtorte.
Man macht eine Butterbiscuitmasse auf folgende Art: 3 Viertelpfund
Butter wird schaumig gerührt, dann kommt 3 Viertelpfund feingestoßener
Zucker und 18 Eiergelb, sammt dem Schnee von den Eierweiß, der
geriebenen Schale einer Citrone und 26 Loth Mehl zu der Masse. Nun
füllt man in 4 tellergroße, gleiche Formen einen Schöpflöffel voll
von der Masse, backt sie recht schön gelb aus, läßt sie dann erkalten
und verrührt in einem Geschirr 2 Eßlöffel voll Arak mit Himbeeren,
im zweiten Geschirr eben so viel Arak mit Johannisbeeren, im dritten
Arak mit Aepfelmarmelade, legt einen Bogen Papier auf ein Springblech,
einen von den gebackenen kleinen Kuchen darauf, bestreicht diesen mit
den Himbeeren, legt den zweiten auf den ersten, bestreicht ihn mit
Johannisbeeren, legt den dritten auf den zweiten, bestreicht diesen mit
der Aepfelmarmelade, legt den vierten Kuchen auf und schneidet nun die
Torte recht rund; wenn es nöthig ist, feuchtet man ein Stück Oblate mit
Arak an, macht diese recht schön gleich um die Torte herum und macht
folgendes Arakeis: an ein halbes Pfund fein gesiebten Zucker schüttet
man Arak, bis es flüssig ist, daß man die Torte damit überziehen kann,
doch darf das Eis nicht zerlaufen. Man gießt nun das Eis über die Torte
und garnirt sie mit eingemachten Früchten.
564. Blinde Punschtorte.
An 6 Loth fein gestoßenen Zucker schlägt man 6 Eiergelb, rührt sie eine
Viertelstunde miteinander, thut das Gelbe von einer halben am Reibeisen
abgeriebenen Citrone und den Saft dazu, schlägt von 6 Eiern einen
steifen Schnee, mengt 6 Loth feines Mehl unter die Masse, bestreicht ein
Aufzugblech mit Butter, thut den vierten Theil von der Masse darein,
läßt sie im Ofen halb gar kochen; dann verrührt man 2 Eßlöffel voll
Himbeeren mit 2 Eßlöffeln voll Arak, nimmt das Brett aus dem Ofen,
streicht die Himbeeren darüber, thut die andere Masse darauf und backt
sie im Ofen ganz aus. Darüber macht man folgendes Eis: 4 Loth Zucker
und 2 Eßlöffel voll kaltes Wasser läßt man in einer messingenen Pfanne
bis zum Faden dick kochen, schlägt von 3 Eierweiß einen steifen Schnee,
rührt ihn in den gekochten Zucker, stürzt die Torte auf eine Platte,
überzieht sie mit dem Eierschnee und macht den Ueberzug mit einem Messer
glatt.
565. Sandtorte.
Ein halbes Pfund Butter läßt man in einer Schüssel zergehen, rührt 6
Eierdotter, ein halbes Pfund feinen Zucker, eine geriebene Citrone,
den Schnee von 6 Eierweiß und ein halbes Pfund Mehl recht dick mit der
Butter, füllt die Masse in einen Model und backt die Torte im Ofen.
566. Sauerkrauttorte.
Von einem halben Pfund Sauerkraut drückt man den Saft aus, legt es
in kaltes Wasser, gießt aber alle Tage frisches daran und wiederholt
dieses 5 bis 6 Tage; nun kocht man das Kraut weich, läßt es in
einem Seiher ablaufen, drückt es fest aus, wiegt die Schalen von 3
Citronen, schneidet 3 Loth abgezogene Mandeln, 3 Loth Citronat und
Pomeranzenschalen länglich, läßt ein halbes Pfund Zucker mit einem
halben Glas voll Wasser in einer messingenen Pfanne kochen, bis der
Zucker Blasen wirft, thut das Kraut und das Geschnittene darein, läßt
Alles 2 bis 3 Minuten kochen, belegt einen Plafond mit Butterteig,
bestreicht ihn mit Ei, legt rohe Kartoffeln in das Blech, damit der Teig
nicht zusammenschrumpft, backt ihn schön gelb, drückt von 2 Citronen den
Saft daran, nimmt die Kartoffeln weg, füllt die Masse in das Blech und
läßt die Torte eine Viertelstunde im Ofen backen.
567. Schweizer Torte.
Man rührt 6 Loth Schmalz in einer Schüssel bis es ganz weiß ist, stoßt
3 Viertelpfund abgezogene Mandeln fein, nimmt von 2 Citronen das am
Reibeisen abgeriebene Gelbe und ein halbes Pfund fein gestoßenen Zucker
dazu, rührt es mit einem Viertelpfund schönem Mehl eine halbe Stunde
recht untereinander, bestreicht einen Plafond (Springblech) mit Butter,
thut 2 Drittheile von der Masse darein, bestreicht sie mit Eiern, macht
von dem zurückbehaltenen Drittheile der Masse ein Gitter darüber,
bestreicht es ebenfalls mit Eiern und läßt es im Backofen schön gelb
backen. Wenn die Torte aus dem Ofen kommt, wird sie auf die Platte
gelegt, auf der man sie zur Tafel geben will, und die Gitteröffnungen
werden mit etwas Eingemachtem ausgefüllt.
568. Spanische Torte.
Von einem guten Butterteig backt man 5 bis 6 tellergroße Kuchen, legt
einen davon auf die Platte, welche zu Tische gegeben wird, bestreicht
ihn nicht sehr dick mit eingemachten Johannisbeeren, legt den zweiten
darauf, bestreicht ihn mit Aepfelmarmelade, den dritten mit eingemachten
Himbeeren, den vierten mit Aprikosenmarmelade, legt den fünften darauf,
bestreicht ein Stück Oblate mit Ei, legt es schön um die Torte herum,
oben darauf ein Chokoladeeis, welches auf folgende Art bereitet wird: 4
Loth Zucker werden in einer messingenen Pfanne mit 2 Täfelchen Chokolade
gekocht, die Torte damit im Ring herum überzogen; ein Citroneneis
gemacht, wie folgt: ein Eierweiß, ein Viertelpfund feingestoßener Zucker
und der Saft von einer halben Citrone werden miteinander weiß gerührt,
dieses in den innern Rand, nach dem Chokoladeeis, über die Torte, mit
Hülfe einer Schachtel, gegossen, darauf die Torte im Ofen getrocknet und
mit Früchten garnirt.
Kuchen.
569. Aepfelkuchen.
Man legt ein Kuchenblech mit Butterteig aus, überlegt diesen mit guten,
geschnittenen Aepfeln, rührt die gewiegte Schale einer halben Citrone,
2 Löffel voll sauren Rahm, eine große Hand voll gestoßenen Zucker, 2
Messerspitzen voll gestoßenen Zimmt, einen halben Schoppen Milch recht
untereinander, gießt dieses über die Aepfel, schneidet noch ein wenig
Butter darauf und backt den Kuchen im Ofen.
570. Aepfelkuchen anderer Art.
Gute Aepfel, die nicht verkochen, schält und schneidet man in 4 Theile,
läßt sie mit den Kernen und Schalen an einer Maas Wasser in einer
messingenen Pfanne eine Viertelstunde lang kochen, gießt sie durch ein
Haarsieb, das Wasser davon wieder in die Pfanne, 12 Loth Zucker, die
Schale von einer halben Citrone, ein Stück ganzen Zimmt, ein Glas Wein
und die Aepfel dazu, läßt diese weich, aber nicht verkochen, dann auf
einem Haarsieb ablaufen und den Syrup so lange kochen, bis er Fäden
spinnt. Nun legt man ein Kuchenblech mit Butterteig aus, rohe Kartoffeln
oder ganze Aepfel darauf, daß der Teig nicht zusammenschrumpft; backt
nun den Teig, nimmt die Kartoffeln oder Aepfel wieder weg, legt die
gedämpften Aepfel auf dem Kuchen herum, übergießt sie mit dem Syrup und
gibt den Kuchen zu Tische. Gebacken darf er nun nicht mehr werden.
571. Aepfelkuchen mit einem Gitter.
Geschälte Aepfel kocht man in einer Casserolle mit einem Stück
Butter, einem Stück Zucker, einem Viertelpfund Rosinen und Cibeben, 2
Messerspitzen voll gestoßenem Zimmt, der gewiegten Schale von einer
halben Citrone recht weich und läßt sie sodann in einem Geschirr
erkalten. Man macht einen Mandelnteig auf folgende Art dazu: von einem
Viertelpfund geschälten fein gestoßenen Mandeln, einem Viertelpfund
Butter, einem halben Pfund feinem Mehl, 3 Loth gestoßenem Zucker,
3 Eiergelb (wenn es seyn muß, kann man auch noch ein wenig kaltes
Wasser dazu nehmen), macht man einen Teig, wellt ihn aus, schlägt ihn
übereinander, wellt ihn wieder aus, belegt ein mit Butter bestrichenes
Kuchenblech damit, legt die Aepfel darein, macht, wie gewöhnlich, einen
Rand um den Kuchen herum, schneidet 12 fingerbreite Streifen von dem
nämlichen Teig (den man zu diesem Zwecke zurückgelegt hat), legt diese
kreuzweise, wie ein Gitter, über den Kuchen, bestreicht ihn mit Eiern
und backt ihn.
572. Aepfelkuchen mit einer Kruste.
Geschälte (sog.) Breitling legt man in ein mit Butterteig überlegtes
Kuchenblech, röstet in einem Viertelpfund Butter 3 Hände voll geriebenes
Brod, nimmt 4 Loth gestoßenen Zucker, 3 Loth gestoßene Mandeln und 2
Messerspitzen voll Zimmt dazu, vermischt es miteinander, streut es recht
dick auf den Kuchen und backt diesen.
573. Blitzkuchen.
12 Loth zerlassene Butter, 12 Loth Zucker, 12 Loth Mehl, das Gelbe von
einer Citrone und 5 Eier rührt man recht gut miteinander, bestreicht
einen Plafond mit Butter und backt den Kuchen schön gelb.
574. Brodkuchen auf englische Art.
3 Viertelpfund Zucker, ein Pfund abgezogene, gestoßene Mandeln, 14
Eiergelb, die am Reibeisen abgeriebenen Schalen von 2 Citronen rührt man
in einer Schüssel eine halbe Stunde recht stark miteinander, nimmt ein
Loth gestoßenen Zimmt dazu, rührt nun Alles nochmals durcheinander, 6
Loth geriebenes Brod, den Schnee von 6 Eierweiß dazu, füllt die Masse
in ein mit Butter bestrichenes Backblech und backt den Kuchen im Ofen.
575. Butterkuchen auf besondere Art.
Von einem Pfund schönen Mehl, 3 Viertelpfund Butter, 3 Löffeln
voll Bierhefe, 2 Messerspitzen voll Muskatblüthe, 3 Eßlöffeln voll
Rosenwasser und 2 Loth fein gestoßenem Zucker macht man einen festen
Teig, arbeitet ihn recht lange, stellt ihn zu gelinder Wärme, läßt ihn
gehen, nimmt ihn aufs Nudelnbrett und wellt ihn daumendick aus, arbeitet
ein Viertelpfund Butter daran, bestreicht einen Bogen Papier mit Butter,
legt den Kuchen darauf, thut ihn in einen Plafond, verklopft 6 Eier,
gießt sie über den Kuchen, stellt ihn in den Backofen, läßt ihn schön
gelb backen und streut Zucker und Zimmt darüber.
576. Citronenkuchen auf besondere Art.
8 Citronen reibt man am Reibeisen ab, zieht die weiße Haut davon,
schneidet das Mark in Schnitten, drückt die Kerne davon aus, mengt
ein Viertelpfund Mandeln, mit Rosenwasser, recht fein gestoßen,
nebst dem Citronenmark und dem Gelben von den abgeriebenen Citronen,
schlägt 8 Eier daran, rührt 8 Loth fein gestoßenen Zucker, 2 geriebene
Kreuzerbrode dazu und Alles eine halbe Stunde miteinander, bestreicht
einen Plafond mit Butter, füllt die Masse darein, backt den Kuchen im
Ofen schön gelb und streut Zucker und Zimmt darauf.
577. Citronenkuchen auf englische Art.
Die Schalen von 6 Citronen werden fein gewiegt, das Mark derselben mit
einer am Zucker abgeriebenen Pomeranze, nebst dem Pomeranzensaft, 3
Viertelpfund gestoßenem Zucker, einem halben Pfund abgezogener, etwas
grob gestoßenen Mandeln dazu genommen, eine Stunde stehen gelassen
und dann folgender Teig gemacht: auf einem Nudelnbrett macht man mit
2 Händen voll Mehl, 2 Eiergelb, einem Löffel voll gestoßenem Zucker,
Butter, so groß wie ein Hühnerei, und Rosenwasser einen Teig an, wellt
ihn aus, legt ihn in ein mit Butter bestrichenes Springblech, schlägt
noch zu der Masse, welche eben beschrieben wurde, 6 Eier, füllt sie in
das Blech und backt den Kuchen, man kann ihn nach dem Backen aufbrennen
oder ein Citroneneis darauf machen.
578. Eierkuchen mit Ochsenmark.
Ein Viertelpfund süße Mandeln, worunter 6 bis 8 bittere kommen,
werden mit Rosenwasser recht fein im Mörser gestoßen, die Schalen
von 2 Citronen fein gewiegt, 3 geschnittene Aprikosen, 3 geschälte,
geschnittene Aepfel dazu genommen, ein Viertelpfund Ochsenmark, 10 Eier,
4 Loth gestoßener Zucker, ein Schoppen süßer Rahm mit dem Besagten
vermischt, ein Kuchenblech mit Oblaten ausgelegt, die Masse darauf
gebracht und im Ofen gebacken.
579. Hochzeitkuchen.