Mein lieber Makar Alexejewitsch!
Ich bitte Sie, beunruhigen Sie sich jetzt nicht mehr! Gott wird uns
schon helfen und alles wird wieder gut werden. Fedora hat für sich und
mich eine Menge Arbeit verschafft und wir haben uns sehr vergnügt
sogleich daran gemacht. Vielleicht werden wir dadurch alles wieder
gutmachen können. Fedora sagte mir, sie glaube, daß Anna Fedorowna über
alle meine Unannehmlichkeiten in der letzten Zeit genau unterrichtet
sei, doch mir ist jetzt alles gleichgültig. Ich bin heute ganz besonders
froh gestimmt.
Sie wollen Geld borgen – Gott bewahre Sie davor! Damit würden Sie sich
noch mehr Unglück auf den Hals laden, denn Sie müssen es zurückzahlen,
und Sie wissen doch wohl, wie schwer das ist. Leben Sie jetzt lieber
noch etwas sparsamer, kommen Sie öfter zu uns und achten Sie nicht
darauf, was Ihre Wirtin da schreit. Was aber Ihre übrigen Feinde und
alle Ihnen mißgünstig Gesinnten betrifft, so bin ich überzeugt, daß Sie
sich mit ganz grundlosen Befürchtungen quälen, Makar Alexejewitsch!
Sie könnten auch etwas mehr auf Ihren Stil achten, ich habe Ihnen schon
das vorige Mal gesagt, daß Sie sehr unausgeglichen schreiben. Nun, also
leben Sie wohl bis zum Wiedersehen. Ich erwarte Sie unter allen
Umständen.
Ihre
W. D.