2. August.

Mein lieber Makar Alexejewitsch!

Ich bitte Sie, beunruhigen Sie sich jetzt nicht mehr! Gott wird uns

schon helfen und alles wird wieder gut werden. Fedora hat für sich und

mich eine Menge Arbeit verschafft und wir haben uns sehr vergnügt

sogleich daran gemacht. Vielleicht werden wir dadurch alles wieder

gutmachen können. Fedora sagte mir, sie glaube, daß Anna Fedorowna über

alle meine Unannehmlichkeiten in der letzten Zeit genau unterrichtet

sei, doch mir ist jetzt alles gleichgültig. Ich bin heute ganz besonders

froh gestimmt.

Sie wollen Geld borgen – Gott bewahre Sie davor! Damit würden Sie sich

noch mehr Unglück auf den Hals laden, denn Sie müssen es zurückzahlen,

und Sie wissen doch wohl, wie schwer das ist. Leben Sie jetzt lieber

noch etwas sparsamer, kommen Sie öfter zu uns und achten Sie nicht

darauf, was Ihre Wirtin da schreit. Was aber Ihre übrigen Feinde und

alle Ihnen mißgünstig Gesinnten betrifft, so bin ich überzeugt, daß Sie

sich mit ganz grundlosen Befürchtungen quälen, Makar Alexejewitsch!

Sie könnten auch etwas mehr auf Ihren Stil achten, ich habe Ihnen schon

das vorige Mal gesagt, daß Sie sehr unausgeglichen schreiben. Nun, also

leben Sie wohl bis zum Wiedersehen. Ich erwarte Sie unter allen

Umständen.

Ihre

W. D.

Sämtliche Werke 14 · 第 43 / 102 题