_Anmerkung 1._ Siehe Martinez de Zuniga pag. 69-71. Gaspar de
S. Agustin pag. 95-96. ibid pag. 108. Pigafetta pag. 146.
_Anmerkung 2._ Siehe Martinez de Zuniga pag. 196-196. Die Geschichte
der Kriegsführung zwischen Spaniern und Muhamedanern ist nicht
ohne einiges Interesse. Leider ist man gezwungen, hier wie überall,
auf die voluminösen Geschichtswerke der geistlichen Corporationen
zurückzugehen, da das einzige meines Wissens existirende Specialwerk
über diesen Gegenstand "D. Emilio Bernaldez, Resena historica de la
Guerra al Sur de Filipinas" durchaus einseitig abgefasst und eigentlich
nur für den spanischen Militair wichtig ist, welcher vielleicht
einmal an die Spitze einer Expedition gegen die Moro's gestellt werden
könnte. Trotz der vielen Kriegszüge nach Joló, trotz der Einnahme von
Balanguingui im Jahre 1851 und obgleich die schwerfälligen Segelschiffe
der Christen in den letzten Jahren durch Dampfkanonenböte ersetzt
wurden, ist es den Spaniern auch bis auf den heutigen Tag nicht
gelungen, die Piraterie im Süden der Philippinen auszurotten. Ich
selbst wäre gewiss noch 1864 an der Ostküste Mindanao's in die Hände
der Moros gefallen, wenn irgend ein Umstand meine Abreise aus Bohol um
8-14 Tage verzögert hätte. Obgleich damals die in Cebú stationirten
Dampfschiffe rechtzeitig durch den Gouverneur von Surigao Kenntniss
von der Anwesenheit der Piraten erhalten hatten, so liefen diese
doch so spät aus, und gaben sich bei ihrer Verfolgung so wenig Mühe,
dass die Moro's ganz ruhig mit ihrer Beute nach Hause gelangen konnten.
_Anmerkung_ 3. Man hört häufig sagen, und man liest es in allen
neueren Werken der Spanier über die Philippinen, es seien die
Priester ununterstützt durch die Macht der Waffen, an ihr Werk der
Bekehrung gegangen. Es war Juan de Salcedo mit seinen Soldaten,
welcher den Priestern den Weg nach dem Norden von Luzon durch die
Gewalt der Waffen bahnte. Padre Combes sagt in seiner Historia de
Mindanao p. 84: "die PP. Juan del Campo und Juan de S. Lucar hätten
sich, da ohne die nöthige Unterstützung durch die Waffen, nach der
Caldera (dicht bei Zamboanga) zurückziehen müssen". Und Gaspar de
S. Agustin p. 163 sagt: "als die Indier sahen, dass sie nirgendwo
sicher vor den Spaniern waren, kamen sie von vielen Ortschaften nach
Cebú, um Frieden zu machen." Er sagt dies, nachdem er erzählt hat,
wie Legaspi schon im Jahre 1564, wenige Monate nach seiner Ankunft,
Expeditionen zur Züchtigung verschiedener Stämme nach dem Norden und
Osten von Mindanao ausgeschickt hatte.
_Anmerkung_ 4. Nach Pigafetta p. 119 waren schon durch Magallanes die
Bewohner von Cebú im Jahr 1521 zur Entrichtung eines festbestimmten
Tributes gezwungen worden.
_Anmerkung_ 5. Hierfür nur eine Stelle des Gaspar de S. Agustin
p. 143: "Und die Fürsten (los Principales) sagten, dass er (Legaspi)
ganz handeln möge, wie Herr und Gebieter; denn sie wären nun treue
Vasallen des Königs geworden, und sie bäten ihn nun, dass er ihnen
die Plätze anweisen möchte, wo sie ihre Ortschaften neben denen der
Spanier hinbauen sollten."