Die ganze Mädchenschar zerstob augenblicklich. Die Mägde kreischten und
liefen davon. Die Röcke flatterten, die Kopftücher lösten sich, die
Milchkübel rasselten auf die Straße.
Und zugleich vernahm man die ganze Straße entlang dumpfe Laute von Toren
und Türen, die zugeworfen wurden, von Klinken und Riegeln und Schlössern.
Ein Stück weiter unten auf der Straße stand eine große Linde. Und darunter
saß eine alte Frau an einem Tisch mit Karamels und Backwerk. Sie rührte
sich nicht, sie sah sich nicht um, sie saß ganz mäuschenstill. Schlafen tat
sie auch nicht.
»Die ist aus Holz,« sagte der Holzschuhpeter.
»Nein, aus Ton,« meinte der Rollpeter.
Sie gingen alle drei in einer Reihe. Gerade vor der Alten kamen sie ins
Schwanken. Sie gingen gegen sie los. Der Tisch bekam einen Puff. Und die
Alte fing zu zanken an.
»Weder Holz noch Ton,« sagten sie, »lauter Gift und Galle.«
Die ganze Zeit hatte Peter Nord sich gar nicht um sie gekümmert, aber jetzt
waren sie endlich bei Halfvorsons Haus angelangt und da erwartete er sie.
»Es läßt sich wohl nicht in Abrede stellen, daß das meine Angelegenheit
ist,« sagte er stolz, und wies auf den Laden. »Ich will allein hineingehen
und die Sache abmachen. Bringe ich es nicht zuwege, so könnt ihr euer Glück
versuchen.«