Max Hölz

Im März 1921 brach in Mitteldeutschland ein Aufstand aus. Die Schuld

daran lag im wesentlichen bei den Kommunisten. _Hölz_ war militärischer

Führer einer sogenannten »Roten Armee«. Zu ihrem Unterhalt nahm sie eine

Reihe von »Requisitionen« vor; auch wurden Gebäude in die Luft

gesprengt. Zu dem Rittergutsbesitzer _Heß_ in Roitschenhagen kam Hölz

mit einem bewaffneten Haufen und verlangte Geld und Mäntel. Heß sagte

zuerst zu, lief dann einige Schritte fort. Es entstand ein Tumult, in

dem Heß durch mehrere Schüsse umkam. Genaueres darüber, wer alles

geschossen hatte, war nicht zu ermitteln. Die Zeugen widersprachen sich.

Das Gericht unterstellte es als wahr, daß Hölz unnötiges Blutvergießen

vermeiden wollte, und verurteilte ihn zu lebenslänglichem Zuchthaus.

Nach der Urteilsbegründung »steht fest, daß Hölz sich an der Tötung des

Gutsbesitzers Heß beteiligt hat. Das Gericht hat jedoch das Moment der

Ueberlegung verneint. Es liegt also Totschlag vor«. (Prozeßberichte in

allen Berliner Zeitungen, 13. bis 23. Juni 1921.)

Vier Jahre Politischer Mord · 第 64 / 146 题