„Wie?“ – „Ja – dich. Er sagte: Der Mensch, der dir die Erde heimisch
werden läßt. – Du, Yvonne.“
„Bin ich das? Sagst du, daß ich das bin?“
Renée nickte, streichelte ihre Hand – immer lag die Hand still auf der
Decke, als wäre sie von weißem Stein.
„Aber es ist trotzdem nicht gut,“ sagte Yvonne.
„Was ist nicht gut?“
„Ein anderer Mensch wäre dir besser Renée.“
„Willst du das wissen?“ sagte Renée, „bist du so klug!“ Sie lachte.
„Ganz töricht bist du – du!“
Yvonne sagte: „Doch, ein anderer wäre besser. Denn es soll froh machen,
sich lieb zu haben.“
„Aber ich bin froh,“ sagte Renée.
„Ah Renée – dieses Unvermögen, dieses kleinliche Unvermögen sollte nicht
dabei sein.“
Renée sah sie an. Wie traurig ihr Mund aussah – dieser Mund. – Manchmal
war ein Zucken um ihn, das sah zu sehr nach Schmerz aus.
Yvonne sagte: „Wir wollen ausdenken, was alles man tun kann. Ich denke
so gerne aus.“
„Der Palazzo,“ sagte Renée, „wird im Herbst bezogen. Und wir müssen ihn
wunderschön einrichten, weil er doch nur ein ganz kleiner Palazzo ist,
können wir das. Und dann wohnen wir dort Jahr für Jahr, außer wenn es so
sehr heiß ist.“