Sie sahen beide nach den Bergen auf der anderen Seite des Sees. Da – war
es nicht schon ein wenig rot? Hell purpurne Streifen sah Renée in den
Felsenschluchten drüben, und dann stieg die Glut hoch – so schön – so
schön, wie Renée es noch nie gesehen hatte.
„Yvonne!“ Renée zeigte auf die Berge. Sie sah Yvonne an, aber Yvonne
hielt das Gesicht in den Händen.
Geldern kam. Er wollte sie nach Haus begleiten. Renée könnte ja
mitkommen. Natürlich würde er einen Wagen holen.
Er sagte das alles halblaut zu Yvonne, er sagte es sehr vorwurfsvoll.
Yvonne sah ihn an. Ihre Augen wurden in einer sonderbaren Weise groß und
vorherrschend in ihrem Gesicht. „Ich will nicht, daß Sie so zu mir
sprechen, Geldern,“ sagte sie. „Ich will nicht, daß Sie so gegen meinen
Willen einschreiten, lassen Sie mich!“