Nana wurde verlegen. – „Natürlich,“ sagte sie, „wenn Sie es mögen.“

„Also gut, gut, ich mag. Fahren Sie schleunigst zu der polnischen

Gräfin. Sagen Sie ihr, ich stiftete hundert Mark für das Waisenkind.“ –

Nana sah Renée an, und dann sah sie Sarah an. Sie verabschiedete sich

eilig und ging. „Heut abend auf Wiedersehn,“ rief ihr Sarah nach.

„Ah, sie wollte mich nicht haben, die alberne, kleine Person,“ sagte

sie. „Wollte absolut nicht. Hast du so etwas Ungezognes schon gesehen?“

„Ich würde nicht gehn, wo man mich nicht wollte.“ – „Ach wie

lächerlich.“ Sarah lachte demonstrativ. „Gerade – und außerdem bezahle

ich ja genug.“ – Dann fuhr Sarah in die Stadt wegen des Kostüms.

Renée freute sich. Sie hatte noch niemals so etwas mitgemacht. Und hatte

sich noch niemals verkleidet.

Das Leben der Renée von Catte · 第 39 / 74 题