Ich mache einem meiner Patienten, einem schwerkranken Abstinenten,
dessen Phantasie an seine Mutter fixiert ist, und der wiederholt vom
Treppensteigen in Begleitung der Mutter geträumt hat, die Bemerkung, daß
mäßige Masturbation ihm wahrscheinlich weniger schädlich wäre als seine
erzwungene Enthaltsamkeit. Diese Beeinflussung provoziert folgenden
Traum:
»Sein Klavierlehrer mache ihm Vorwürfe, daß er sein Klavierspiel
vernachlässigt, die Etüden von _Moscheles_ sowie den _Gradus ad
Parnassum_ von _Clementi_ nicht übt.«
Er bemerkt hiezu, der Gradus sei ja auch eine Stiege und die Klaviatur
selbst sei eine Stiege, weil sie eine Skala enthalte.
Man darf sagen, es gibt keinen Vorstellungskreis, der sich der
Darstellung sexueller Tatsachen und Wünsche verweigern würde.
Es sei hier ein Traum eingeschaltet, dessen hübsche Symbolik eine
Deutung mit geringer Nachhilfe der Träumerin gestattete.