I. Luzon.

Provinz Bulacan.

Das Ufer des Rio Quingoa bei Angat (N. von Bulacan) bilden feste,

gelbgraue, conglomeratische Tuffe mit grösseren grauweissen

Bimsteinstücken, kleineren dunklen Schlacken- und Lavastückchen,

einzelnen triklinen Feldspathen, Augiten und Magneteisen. Sie sind

bisweilen fest genug um als Bausteine zu dienen und werden bei Tubagan

und Buenavista (zwischen Balinag und Angat) gebrochen. An einzelnen

Stellen wird das Gestein etwas dunkler durch Zunahme der Schlacken-

und Lavastücke.

Der Bach Banavon zeigt N. von Angat nach Kupang hin viele Gerölle eines

Kalkes mit Korallenresten und eines sehr verwitterten, plutonischen,

Quarzbänder führenden Gesteins [338] .. In der Nähe kommen Eisenerze

vor.

An den Uferbänken des Rio Quingoa bei Calumpit (W. von Angat) lässt

sich auf lange Strecken hin ein Thonabsatz mit Cyrena verfolgen.

Provinz Bataan.

Die grossen Blöcke, welche an der Küste von Mariveles südlich vom

Dorf liegen, sind Doleritlaven, äusserst ähnlich den jüngsten Laven

des Aetna und der Insel Stromboli. In etwas poröser, feinkörniger,

bläulichgrauer Grundmasse sind trikline Feldspathe, Augit, Magneteisen

und Olivin ausgeschieden. Vorzugsweise sind die Augite von bedeutender

Grösse. Ein Quarzkorn wurde als Einschluss beobachtet.

Man darf wohl annehmen, dass die ganze Gebirgskette, zu welcher der

Pico Butilao, die Sierra de Mariveles, die Insel Corregidor und der

südlich gelegene Pico de Loro gehören, aus demselben Gesteine besteht.

Nach Chevalier (l. c. 222) findet sich bei Mariveles eine Bank

faserigen, röthlichen Aragonites über den Laven.

Provinz Laguna.

Das Südende der Halbinsel Jalajala, welche in die Laguna de Bay

hineinragt, wird von festen gelbgrauen Tuffen gebildet, welche graue

Bimstein- und Lavastücke einschliessen. Die grösseren Lavastücke

enthalten in matter, feinkörniger, von Parallelrissen durchzogener

Grundmasse trikline Feldspathe und wenige grüne, durch Verwitterung

braun gewordene Augite. Magneteisen ist nur sparsam vorhanden, Olivin

auch unter dem Mikroskop nicht zu finden. Diese Tuffe streichen h. 12

und fallen 20° W.

Der Westabhang des in Nordsüdrichtung durch die Halbinsel fortlaufenden

Bergrückens wird von ähnlichen Tuffen und durch Schwefelwasserstoff

zersetzten Doleriten gebildet, ähnlich denen der nahen Insel

Talim. In den Tuffen kommen an beiden Punkten bis 3/4 Zoll grosse,

mandel- bis kugelförmige, concentrisch schalige Gebilde vor, welche

ganz aus denselben hellgelbgrauen Tuffen bestehen und keinen festen

Kern zeigen. Die auf der Höhe des Joches frischen, dunkelblaugrauen,

Feldspath, Augit und Magneteisen führenden Dolerite sind weiter abwärts

an vielen Punkten durch Schwefelwasserstoff zersetzt und bisweilen

mit rothen, durch Eisenoxyd gefärbten Bändern durchzogen. Schliesslich

werden sie vollständig gebleicht und in eine thonige Masse umgeändert,

aus welcher Natronkarbonat reichlich Kieselsäure löset. In den

ersten Stadien der Zersetzung lassen sich bisweilen noch einzelne

kleine frische Feldspäthe und grössere grüne Augite erkennen oder

man sieht einen unzersetzten Augitkern in weicher gelber Hülle;

endlich sind die Augite vollständig in eine gelbe, weiche Masse

umgewandelt. In den gebleichten und zersetzten Gesteinen findet

sich Schwefelkies in feinen Pünktchen, oder in den Spalten dünne,

bisweilen faserige Gypslagen, deren Bildung aus dem Kalkgehalt der

Augite und des Feldspathes sich erklärt. Die aus diesen zersetzten

Gesteinen ablaufenden Gewässer setzen reichlich Vitriolocker (basisch

schwefelsaures wasserhaltiges Eisenoxyd) ab, und das Wasser des

Baches schmeckt adstringirend. Aus diesen Gesteinen hat spätere

Einwirkung von Alkalibikarbonat enthaltenden Lösungen Eisenkiesel

geliefert, welche aus einem Gemenge von gelben und blutrothem Quarz

bestehen, aber auch noch etwas Opal führen. Ebenso kommen grosse

Blöcke grauweissen dichten Quarzes mit Schwefelkiespartien vor, deren

Drusen Quarzkrystalle enthalten. Weiter abwärts findet sich rothbrauner

Jaspis mit Drusen und Adern, welche mit Quarzkrystallen erfüllt sind.

Man sieht 1/4 Meile ONO. von der Hacienda auf dem Tuff grobes

vulkanisches Geröll 3-4 Fuss mächtig lagern, darüber folgt 5 Fuss

Dammerde. Das ist die Formation der Strandebene, zwischen der

Hügelkette und der Laguna. Endlich sieht man auf der Westseite der

Südspitze der Halbinsel Muschelbänke, und zwar 15 Fuss über das

jetzige Niveau der Laguna gehoben. Von den Arten, welche alle den

lebenden angehören, und von Dr. von Martens bestimmt wurden, ist neben

Tapes virgineus L. Phil. Cerithium moniliferum Kien. sehr häufig. Am

Strande der Insel Talim erhebt sich eine 20 Fuss hohe Tuffbank,

auf dem Plateau wurden nur Tuffe gesehen. Am Strande liegen grosse

vulkanische Blöcke gereihet. Diese Dolerite enthalten in dichter

blaugrauer Grundmasse triklinen glasigen Feldspath, grünen Augit

und Magneteisen. Das keineswegs frische Gestein führt zahlreiche

grosse rundliche Hohlräume, welche theilweise mit Eisenoxydhydrat

(aus ausgelaugtem Eisenkarbonat entstanden) erfüllt sind. Spuren von

Schwefelkies, den auch G. Rose in den Gesteinen von Talim beobachtete,

deuten auf Einwirkung von Schwefelwasserstoff hin und erklären den

Absatz von Eisenverbindungen; von Hochstetter beobachtete auf der nur

durch einen schmalen Canal von der Insel Talim getrennten Halbinsel

von Binangonan säulenförmig zerklüftete Obsidianströme.

Der Dolerit, welcher 1/4 Meile südlich von los Baños (Südufer der

Laguna) als Geröll im Bach Malauin vorkommt, also weiter oben ansteht,

enthält in feinkörniger, dunkelblaugrauer, mit feinen Parallelrissen

durchzogener Grundmasse glasigen triklinen Feldspath, grünen Augit,

einige dunkle z. Th. sechsseitige Glimmerblättchen, etwas Magneteisen

und Olivin. Die Längsaxe der 3-4 Millimeter langen Feldspathe ist

meist nach derselben Richtung orientirt. Der zugehörige, graugelbe,

wenig feste, feinkörnige Tuff, welcher die Uferbank des Baches Malauin

bildet, enthält neben erbsengrossen, rundlichen, grauen Bimsteinstücken

sparsam rundum krystallisirte grüne Augite, zahlreiche Augittrümmer,

triklinen Feldspath, Olivin, Glimmer und Magneteisen.

Die frischen Dolerite des Schlammvulkans Nataños, 2 1/2 Leguas

S. von Los Baños, sind von derselben Beschaffenheit wie die von dort

erwähnten, nur etwas dunkler gefärbt, wohl eine Wirkung des etwas

grösseren Gehaltes an Magneteisen. Wie die z. Th. vollständig

gebleichten Gesteine bezeugen, wurde die Zersetzung durch

Schwefelwasserstoff bewirkt. An manchen Stellen ist das Gestein in

eine bröckliche, thonige, gelbgraue oder auch durch Eisenoxyd braun

gefärbte Masse umgewandelt, in deren Hohlräumen und Klüften Opal sich

findet. Auf dem Gestein hat das Wasser rindenförmigen Sinter abgesetzt,

dessen Oberfläche wellig ist. Die blaugrauen Lagen des zunächst aus

löslicher, wasserhaltiger Kieselsäure und geringen Mengen basisch

schwefelsauren Eisenoxydes bestehenden Sinters wechsellagern mit

eisenreicheren rothgelben Lagen. Die blaugraue Farbe rührt von feinem

eingemengtem Gesteinsstaub her, wie man sich durch Behandlung mit Säure

und Alkali überzeugt. Der Sinter ist demnach ähnlich zusammengesetzt

wie der von Bickell untersuchte Kieseltuff von Island; eine weitere

Bestätigung für die an beiden Orten ähnlich vor sich gehenden

Prozesse. Das eben erwähnte gelbgraue zersetzte Gestein giebt an

Wasser Gyps, das rothbraune Gestein an Salzsäure eine reichliche

Menge Schwefelsäure ab, das Eisen ist also als basisch schwefelsaure

Verbindung vorhanden.

Nördlich vom Schlammsee von Nataños bildet graublauer, etwas rissiger

Dolerit die Ufer des Baches Malauin. Die Risse sind mit gelbbraunem,

kurzfaserigem Bimstein ausgekleidet. In der feinkörnigen Grundmasse

ist glasiger trikliner Feldspath, grüner Augit, etwas Olivin und

Magneteisen ausgeschieden.

Den Rand des kleinen Kesselsees Dagatan bei los Baños bildet ein

lockerer, grauer, grobkörniger Tuff, der neben kleinen Doleritstücken

Feldspath und Augit führt. Grosse, lose, wahrscheinlich vom Berge

Maquiling herabgerollte Doleritblöcke, zusammengesetzt wie die von

Nataños, sind durch Schwefelwasserstoff gebleicht und enthalten

Hyalith in den Klüften.

Von C. Semper am Maquiling gesammelte Handstücke zeigen, dass dort

Schwefelwasserstofffumarolen und nach ihnen alkalische Bikarbonate

enthaltende, Kieselsäure lösende und absetzende Quellen in grossem

Maassstabe thätig sind. Dafür legen gebleichte, z. Th. mit Eisen

durchzogene, und bis zu Bianchetto zersetzte Tuffe und Gesteine,

Bildung von Gyps, z. Th. in schönen Krystallen, atlasglänzender

faseriger Alunogen und Alaun, Absätze von Kieselsinter und weissem

Opal sicheres Zeugniss ab.

Südlich von los Baños bei Calauan liegt ein Eruptionskrater, dessen

Wände mehrere hundert Fuss hoch sind, (Llanura de Imuc) mit einer

Kaffeepflanzung des Herrn Scott. Vom Südwestrand und vom Boden des

Kraters liegen Rapilli vor: bis zollgrosse, unregelmässig begrenzte

Bruchstücke schlackiger Doleritlava, welche triklinen Feldspath, Augit

und Magneteisen erkennen lassen. Die zugehörigen, feinkörnigen, grauen

Doleritlavaströme von der gewöhnlichen mineralogischen Beschaffenheit

und ohne Glimmer bilden neben der Hacienda eine 100 Fuss hohe Felswand,

in welcher neben compakteren rissigen auch poröse Laven vorkommen. Die

zugehörigen, feinkörnigen, grauen, zwei Fuss mächtigen Tuffe mit

Blattabdrücken von lebenden tropischen Pflanzen, deren Arten sich

jedoch nicht sicher bestimmen lassen, liegen horizontal ausgebreitet

in der Ebene von Calauan. Sie werden von 3 Fuss Dammerde bedeckt und

ruhen auf einer über 5 Fuss mächtigen Thonschicht.

Der obere Rand des zur Hälfte von einem See eingenommenen, 100 Fuss

tiefen Kraters Mar de Tigui (neben der Strasse von Calauan nach

dem südlich gelegenen San Pablo) wird von Lapilli gebildet, die

den oben beschriebenen gleichen. Das Plateau, in welchem der Krater

aufgebrochen ist, besteht aus einem feinkörnigen, gelbbraunen Tuff,

in dem einige stark verwitterte Gesteinsstücke zu erkennen sind.

Die Tuffe, welche den Krater Maïcap, eine Legua SO. von Calauan, und

den Krater Palacpacan bilden, sind grobkörniger, enthalten zahlreiche

Doleritstücke, z. Th. bimsteinartig aufgebläht und lassen einzelne

glasige trikline Feldspathe und grüne Augite erkennen. Beide Krater

enthalten Seen.

Weiter östlich am Wasserfall Butucan am Abhang des Vulkans Banajao

bei dem Dorf Majayjay tritt zwischen zwei mächtige Tuffmassen

eingeschaltet eine schwache Bank eines dem Piperno ähnlichen

Gesteins auf. Unregelmässig begrenzte Streifen schwarzen Obsidians,

dessen dünne Splitter gelbbraun durchsichtig sind, durchziehen ein

feinkörniges, gelbgraues Gestein, in dem man einzelne Stückchen grauen

feldspathhaltigen Gesteins, trikline Feldspathe, etwas dunklen Glimmer

und grünen Augit erkennt. Man darf wohl annehmen, dass dieses Gestein

durch Eindringen einer feurigflüssigen Masse in die Tuffe entstand.

Provinz Tayabas.

An der neuen Strasse, welche am rechten Ufer des Flusses Mapon von

Lucban nach Mauban führt, stehen, bevor sie den Fluss erreicht,

in grosse prismatische Blöcke abgesondert feinkörnige, compakte,

dunkelblaugraue Dolerite an. Ihre Grundmasse enthält ausgeschieden

zahlreiche kleine trikline Feldspathe, etwas Augit und reichlich

Olivin. Das Gestein wirkt stark auf die Magnetnadel. Weiter am Weg

finden sich stark verwitterte, wenig feste, graue bis gelbgraue,

sehr feinerdige, thonige Tuffe, welche, ausser undeutlichen Resten,

Blattabdrücke und nach der Bestimmung des Herrn Dr. von Martens Melania

asperata Lam. var. M. dactylus Lea enthalten. Diese Melania stimmt am

meisten mit lebenden Exemplaren aus Samar (Loquilocun) überein. Sie

kommt auch auf Luzon, Mindanao, Guimares, Leyte vor. Diese Tuffe

wechsellagern mit Kalkgeröllen, welche an einigen Stellen durch

grobkrystallinischen Kalkspath zu grobem Kalkconglomerat verkittet

sind. Hie und da sieht man in dem feinkörnigen gelblichgrauen Kalk

undeutliche organische Reste. Inmitten der verwitterten Tuffe und der

Kalkgeröllbänke kommt ein lockeres hellfarbiges Gestein vor, dessen

Kalkbindemittel abgerundete erbsen- bis nussgrosse Kalkstücke und

die Mineralien des vulkanischen Gesteins verkittet. Unter den oben

angeführten verwitterten Tuffen liegen etwas gröbere und festere,

grünlichgraue Tuffe mit Kalkbindemittel, in denen Feldspath, Augit,

Olivin, z. Th. in verwittertem Zustande, zu erkennen sind. Dieselben

Tuffe liegen weiter östlich auch über den verwitterten Tuffen.

Provinz Camarines norte.

An der Nordostküste der Provinz wird der Landstrich zwischen Paracali

und Mambulao von Gneissen und Hornblendeschiefern gebildet, in denen

Quarzgänge mit reicher Erzführung auftreten. Der Berg 1/4 Legua

N. von Mambulao und der Berg NNO. von Mambulao, durch den Bach vom

Berg Dinaan getrennt, bestehen aus Gneiss, in welchem die weissen,

aus feinkörnigem Quarz und Feldspath gemischten Lagen mit einzelnen

weissen Orthoklasen und triklinen Feldspathen durch schwache, nicht

continuirliche und wechselnd breite Lagen von tombakbraunem Glimmer

gesondert werden. Das Gestein soll goldhaltig sein.

Der Berg 1/2 Legua NW. von Paracali, der Berg Dinaan und der

Strich zwischen Paracali und Mambulao werden von Hornblendeschiefer

gebildet. Das frische Gestein des Berges Dinaan ist dunkel gefärbt

durch die überwiegende, ziemlich grobkörnige Hornblende, in welcher

schmale, nicht zusammenhängende Lagen meist kleinkrystallinischen,

weissen, triklinen Feldspathes weisse unterbrochne Streifen

bilden. Ausserdem tritt noch etwas Schwefelkies und brauner Glimmer

auf. Aus dem Pulver zieht der Magnetstab kein Magneteisen aus. Das

verwitterte Gestein, dessen Streichen zwischen Paracali und Mambulao

als ostwestlich, dessen Fallen als 40° nach Süd bestimmt wurde, ist

graugrün, weich, reichlich mit Magneteisen durchzogen, und bald als

serpentinhaltiger Talkschiefer, bald als talkhaltiger Serpentinschiefer

umgebildet. Den Ursprung aus Hornblende verräth der Kalküberzug der

Klüfte. Gelblichgrüne, weiche, scharf begrenzte Partien scheinen

verwitterte Feldspäthe zu sein.

In diesen Serpentingesteinen vorzugsweise (ob im Gneiss ebenfalls steht

nicht fest) treten Quarzgänge auf, z. Th. mit schönen Quarzdrusen,

meist mit Schwefelkies, oft mit Kupferkies und Bleiglanz und

den Verwitterungsprodukten dieser Mineralien (wie Brauneisen,

manganhaltiges und mit Salzsäure und Chlor entwickelndes Eisenoxyd,

Kupferindig u. s. w.), in denen Gold dendritisch vorkommt. Aus den

zelligen verwitterten und dann eisenschüssig gewordenen Quarzgängen

wird das Gold durch Waschen gewonnen.

Von denselben Mineralien begleitete und durchaus ähnliche Quarzgänge

(z. B. am Berge Dinaan) führen Chrombleispath [339]. Dieser ist nicht

selten mit einem zeisiggrünen, amorphen, pulverigen Ueberzuge von

Vauquelinit versehen. Das Vorkommen entspricht also dem Uralischen.

Bisweilen nimmt der Gehalt an Kupferkies so sehr zu, dass das Kupfer

den Betrieb der Gruben bedingt; an anderen Stellen überwiegt der

Bleiglanz.

Am Strande zwischen Paracali und Mambulao bildet sich aus zertrümmerten

Muschelschalen, Korallentrümmern, einzelnen Quarzen ein Conglomerat.

Oestlich von Paracali bei Lungos steht weisser, specksteinartiger

Talkschiefer an, dessen früheren Eisen- und Kupfergehalt, wohl in Form

von Kiesen, braune und grüne Färbungen einiger Partien beweisen. Die

Indier waschen daraus Gold. Bei Lungos treten goldführende Quarze

auf, ebenso wird aus dem magneteisenreichen Sande des Strandes Gold

gewaschen.

Nach den in der Visita Colasi im Bach Colasi gesammelten Geschieben

besteht der grosse Berg Colasi (nicht der kleine Pic von Colasi) aus

Amphibolandesiten. In grauer, feinkörniger, fast dichter Grundmasse

liegen neben triklinen Feldspathen grosse, braune, sparsame Hornblenden

und etwas Magneteisen. Die Gesteine sind sehr wenig frisch, stärker

verwitterte nehmen einen röthlichen Schein an. Aus denselben Gesteinen

besteht der Hügel, welcher die südlich, etwa auf dem Drittel des

Weges nach Cabusáo gelegene Visita Barceloneta trägt. Sie gehören

demnach mit den Gesteinen des NW. liegenden Labo in dieselbe Gruppe.

Die Grenze der an der Nordwestküste beobachteten krystallinischen

Schiefer mit den Tuffen des südlich weiter landeinwärts gelegenen

Vulkanes Labo wird etwa zwischen Indan und Labo zu suchen sein. Der

Labofluss führt dort neben zertrümmerten krystallinischen Schiefern die

Mineralien des vulkanischen Gesteins: glasigen triklinen Feldspath,

Hornblende und kleine Geschiebe von Amphibolandesit. Im Fluss selbst

stehen feste, rothbraune Tuffe an mit meist zersetzten, gebleichten

Amphibolandesitstückchen, aber auch mit rundlichen Quarzgeschieben

und einzelnen rundum auskrystallisirten Hornblenden. Der Tuff macht

nicht den Eindruck eines umgelagerten, auf sekundärer Lagerstätte

befindlichen Gesteins.

An dem zweiten Aestuar zwischen der Barre von Daët und Colasi,

gleich hinter dem Rio Fungbo, treten Felsen an's Meer, die bis dahin

flache, mit zertrümmerten Muscheln bedeckte Küste steigt an. Es sind

vulkanische, gelbgraue, lockere Tuffe gemengt mit Muscheltrümmern.

Geschiebe des Flusses Labo, in Pueblo Labo gesammelt, geben Auskunft

über die Zusammensetzung des 1 1/2 Tagereisen südlich liegenden

Berges Labo.

Es sind zunächst Amphibolandesite. In weissgrauer, etwas bimsteinig

aufgeblähter, den Ausscheidungen etwa das Gleichgewicht haltender

Grundmasse liegen rundliche oder doch schlecht begrenzte glasige

trikline Feldspäthe, deren Längsaxe bis 6 Millimeter erreicht,

in etwas grösserer Menge als die etwas kleineren dunkelbraunen

Hornblenden. Ausserdem sind einzelne grössere Blättchen tombakbrauner

Glimmer vorhanden, Augit, Titanit und Olivin scheinen nicht

aufzutreten. In einigen Handstücken tritt die Hornblende fast ganz

zurück, die blaugraue dichte Grundmasse wird stark überwiegend

und sieht z. Th. wie durch Fumarolenwirkung zersetzt aus. In noch

anderen Handstücken liegen in gelbbrauner, schaumiger, reichlicher

Grundmasse grössere, glasige, trikline Feldspäthe neben kleineren

sparsamen braunen Hornblenden und einzelnen grossen tombakbraunen

Glimmerblättchen, die z. Th. eine Veränderung der Farbe durch erhöhte

Temperatur erlitten haben. Endlich finden sich vereinzelt ganz dichte,

schwärzlichgraue Gesteine, in denen man mit der Loupe kaum noch die

Gemengtheile unterscheiden kann. Vermöge der Uebergänge lassen sich

diese Gesteine als dichte Amphibolandesite auffassen.

Das Vorkommen dichter weissgrauer, röthlicher und graublauer

Quarzmassen mit einzelnen Quarzkörnern deutet hin auf Absatz heisser

Kieselquellen.

Das 1/2 Legua SSW. vom Pueblo Labo im Bach am Hügel Dalas vorkommende

Gestein ist durch die Verwitterung des darin reichlich vorhandenen

Schwefelkieses ziemlich unkenntlich geworden. Man darf es wohl für

Gneiss nehmen; für quarz- und feldspathhaltigen Hornblendeschiefer

die ebenfalls durch verwitterte Schwefelkiese zersetzte, behufs

der Goldgewinnung am Berge Dalas geförderten Gesteine. Der daselbst

geförderte Sand enthält neben Schwefelkies nicht wenig Bleiglanz und

Blende. Aus einer andern jetzt verlassenen Grube Lugas wurde zum Zweck

der Gold- und Bleigewinnung ein blaugrauer Thon gefördert, der neben

Schwefelkies verwitterte Kupferkiese enthält. Festere Gesteinsstücke

eben daher sind reich an Bleiglanz.

Provinz Camarines sur.

Die Umgebung des Vulkans Ysarog ist ausgezeichnet durch das Auftreten

von Amphibolandesiten. Es sind hellfarbige, mit nur sehr wenig

Grundmasse ausgebildete, feldspathreiche, etwas poröse Gesteine

mit grösseren oder kleineren, ziemlich unregelmässig begrenzten,

dunkelbraunen Hornblenden, etwas Magneteisen und wenig Olivin. An

manchen Punkten wie z. B. an dem Hügel, auf dem die Kirche von

Maguiring steht, findet sich neben der Hornblende sparsam grüner

Augit vor. Die Uferwände des Flusses Goa am Fuss des Ysarog werden

von sehr lockeren, bimsteinartig aufgeblähten, einzelne Augite

führenden, röthlichgrauen Amphibolandesiten gebildet, die leicht

zu einem röthlichweissen Sande zerfallen. Dieser Sand füllt die

Zwischenräume zwischen den grösseren Gesteinsstücken aus; dasselbe

Gestein kommt auch am Fuss des Ysarog bei Raï-Raï und Uacloy vor. Aus

den sehr zersetzten, lockeren, porösen, gelblichen Gesteinen bei der

Visita Uacloy tritt eine heisse Quelle hervor, welche eisenhaltigen,

bräunlichweissen Kalksinter absetzt. Die Schluchten zwischen Maguiring

und Raï-Raï, welche die hügelige Ebene zerschneiden, enthalten

dieselben lockeren zersetzten Gesteine, die jedoch nicht das Ansehen

von Tuffen haben. Aus dem Fluss von Uacloy liegen graue, feste,

wenig poröse Amphibolandesite vor, welche neben brauner Hornblende

etwas grünen Augit führen, deren Zersetzung oder Verwitterung jene

lockeren Gesteinsmassen geliefert haben wird. Von der halben Höhe

des Ysarog bis zum Gipfel herrscht dasselbe hellgrüne, schwach poröse

Gestein, das neben brauner Hornblende untergeordnet grünen Augit und

etwas Olivin erkennen lässt. Es erscheint nicht wahrscheinlich, wenn

auch möglich, dass die Analyse der Feldspathe aus den Gesteinen des

Ysarog neben dem herrschenden glasigen triklinen Feldspathe Sanidin

nachweisen würde. Mit diesem Nachweis würde die Einordnung des Gesteins

unter die Amphibolandesite fraglich werden und eine Näherung an die

Trachyte gegeben sein.

Die gewaltige Bergmasse des Ysarog nimmt den ganzen Raum zwischen

der Bai von S. Miguel und dem Meerbusen von Lagonoy in einer Breite

von 18 Seemeilen ein oder hat nach v. Hochstetter den Isthmus erst

gebildet, indem sie die Insel, welche einst die wahrscheinlich aus

krystallinischen Schiefern bestehende Sierra di Caramuan [340] bildete,

mit Südcamarines verband.

Weiter südlich vom Ysarog folgt der am See von Buhi gelegene erloschene

Vulkan von Yriga. Der isolirte Hügel westlich von Yriga an der

Strasse nach Nabua besteht aus blaugrauem, etwas porösem Dolerit,

in dessen feinkörniger Grundmasse neben kleinen, triklinen, glasigen

Feldspathen reichlich gelblicher Olivin, ausserdem grüner Augit und

Magneteisen ausgeschieden ist. Der Augit kommt in den Rapilli in

losen rundum ausgebildeten Krystallen vor, welche durch die grade

Endfläche (ähnlich wie die Krystalle vom Bufaure und vom Forstberg)

ausgezeichnet sind. Manche dieser Krystalle sind in der Richtung

der Hauptaxe so stark verkürzt, dass die Krystalle fast als Tafeln

erscheinen, in denen die Säulenflächen deutlich, aber klein ausgebildet

sind. Die bald compakten, bald porösen Doleritlaven des Vulkans Yriga

sind z. Th. ärmer an Olivin, die Feldspäthe erreichen jedoch grössere

Dimensionen. An einigen dieser Laven ist die Oberfläche stellenweise

geschmolzen, so dass man auf Wirkungen des Blitzes geführt wird. Die

etwas schlackigen Laven von der Visita Tambong am See Buhi zeichnen

sich durch reichliche und grosse Olivine aus. Rothe Doleritschlacken

mit triklinen Feldspäthen und grünen Augiten bilden eine Wand von

250 Fuss unter dem Gipfel des Yriga, den ziemlich frische, compakte,

graubraune, an Olivin reiche Dolerite zusammensetzen. Die Blöcke auf

dem westlichen höchsten Zacken des Kraterrandes sind grobkörniger

und poröser.

Aus denselben Doleriten, meist mit grossen Augiten und kleineren

triklinen Feldspäthen bei wechselndem Gehalt an Olivin, bestehen die

vielen kleinen etwa 50 Fuss hohen Hügel zwischen Yriga und Buhi. Am

Wege zwischen diesen beiden Orten tritt weisser Bimsteintuff auf,

welcher sparsam unregelmässig begrenzte, dunkle Glimmerblättchen

enthält. Der Feldspath scheint Sanidin zu sein und somit das

Gestein dem Trachyt anzugehören. Die Hügel nächst Buhi bestehen

aus grobgeschichteten Rapilli, die gegen den Ysarog einfallen, sich

also auf ein anderes Eruptionscentrum beziehen. In dem am Ostfuss des

Yriga liegenden See von Buhi wird die Felsinsel von einem hellgrauen,

porösen, feinkörnigen Gestein gebildet, in dessen überwiegender

Grundmasse neben brauner Hornblende grüner Augit, Olivin, Magneteisen

und trikliner Feldspath sichtbar ist. Die im grossen Ganzen nach

Einer und derselben Richtung langgestreckten Poren des Gesteins,

das von den übrigen des Yriga abweicht, sind oft mit dünnen Tafeln

triklinen Feldspathes ausgekleidet. Dünnschliffe zeigen die Grundmasse

überwiegend aus dem Feldspath zusammengesetzt, daneben Hornblende,

Augit, Olivin und Magneteisen.

In Folge des Hornblendegehaltes findet sich im Sande des Strandes

des Buhisees Hornblende neben Augit.

Der Bergrücken zwischen Buhi und Tibi d. h. der Abhang des erloschenen

Vulkans Malinao oder Buhi besteht aus Dolerit, welcher am Joch frisch,

weiter abwärts nach Südwest hin sehr stark durch Schwefelwasserstoff

zersetzt auftritt. Sie werden nach Buhi hin von vulkanischen,

z. Th. zersetzten Sanden bedeckt. Der frische, nicht sehr feste,

hellgraue, etwas poröse, feinkörnige Dolerit zeigt triklinen Feldspath,

grünen Augit, etwas Olivin und Magneteisen. In den ziemlich groben

vulkanischen Sanden findet sich ausserdem noch braune Hornblende,

die in dem Dolerit nicht zu sehen ist. Einzelne Augite des Sandes

sind rundum auskrystallisirt. Die durch Schwefelwasserstoff zersetzten

Dolerite haben durch das ausgeschiedene Eisenoxyd einen röthlichweissen

Schein erhalten. Die Grundmasse und die Feldspathe sind viel stärker

angegriffen als die Augite, welche ihre grüne Farbe noch bewahrt

haben. Von Olivin ist in ihnen nichts mehr zu sehen.

An der Südwestküste der Provinz sind westlich von Pasacao bei

Calbajan die krystallinischen Schiefer wieder beobachtet. Sie treten

hier als sehr grobkörnige, nicht schiefrige Gesteine auf, welche

aus vorherrschender, schwarzer, sehr schön spaltbarer Hornblende,

weisslichgrauem, nicht sehr deutlich spaltbarem, triklinem Feldspath,

etwas Magneteisen und Schwefelkies bestehen. Der Feldspath zersetzt

sich mit kochender Salzsäure behandelt vollständig, gehört also den

basischen an, gelatinirt jedoch nicht.

Neben diesem grobkörnigen Hornblendegneiss kommt feinkörniger, ebenso

zusammengesetzter, ebenfalls nicht schiefriger Hornblendegneiss

vor. Andere verwitterte Gesteine eben daher, im Niveau der Ebbe und

Flut wunderbar zerfressen, bestehen aus dichtem Feldspath mit etwas

Quarz; die Spalten sind mit Kalkspath erfüllt. Darauf legt sich

ein junges Conglomerat mit Kalkbindemittel, das von zertrümmerten

Conchylien herrührt. Man erkennt darin weisse rundliche Quarze,

Hornblendeschiefer, Kalkstückchen und einzelne braune Glimmerblättchen.

Oestlich des Höhenzuges, welcher an der Südwestseite der Provinz

hinzieht, tritt (N. von Pasacao) am Ufer des Flusses Libmanan

zwischen Libmanan und Naga ein gelblichweisses, lockeres Gestein

auf. Nach Abschlämmung des reichlichen Thones bleiben gelblichbraune

Glimmerblättchen, etwas Magneteisen, sparsam grüner Augit, etwas

mehr braune Hornblende und durchsichtige Quarzsplitter zurück. In der

Umgebung von Libmanan stehen mürbe, gelblichgraue vulkanische Tuffe an,

in denen Hornblende und Feldspath hervortritt. Diese Beschaffenheit

weiset auf den Ysarog als Ursprungsort hin.

SW. von Libmanan bietet der aus grauweissem, kleinkrystallinischem

Kalkstein bestehende Berg Iamtik viele Tropfsteinhöhlen dar. Die

Uferbänke des Flusses Bicol bei Visita Sibucat bestehen aus mürben,

gelbbraunen, vulkanischen Tuffen mit Geschieben an Amphibolandesit,

unter denen wiederum das eben angeführte mürbe, gelblichgraue Gestein

liegt. Es ist hier viel thonreicher als zwischen Naga und Libmanan,

der Rückstand nach Abschlämmung des Thones ist daher viel geringer

und besteht aus Hornblende, Glimmer, Magneteisen, etwas grünem

Augit und Quarzsplittern. Weiter oben stehen am Rio Bicol Thone

mit Muschelresten an. Der ziemlich feste, fein poröse, gelbweisse,

rundliche Massen von weissem feinkörnigem Kalkspath führende Kalkstein,

der am Kalkofen Palsong (zwischen Naga und Batu) gesammelte Kalkstein

steht SSW. an und enthält undeutliche Versteinerungen, von denen sich

manche mit Wahrscheinlichkeit auf Abdrücke der Korallenzweige der

noch im indischen Ocean lebenden Gattung Seriatopora beziehen lassen.

Ein angeblich von Montecillo bei Libon (S. vom See von Batu)

herrührender, gelblichgrauer, feinerdiger, bituminöser Kalkstein

führt ktenoide Fischschuppen. Er wird auf dem Rio Quinali als Baustein

verführt.

Provinz Albay.

Die durch die schwache Solfatara von Igabo (NO. vom Gipfel des oben

angeführten erloschenen Vulkans Buhi oder Malinao gelegen und etwa

250 Fuss im Durchmesser haltend) zersetzten, völlig abgerundeten

und schalig gewordenen Steine, welche den ganzen Boden der Solfatara

bedecken, bestehen, wie die frischen Kerne der Steine zeigen, aus einem

hellgrauen Dolerit. Er führt neben überwiegendem triklinem Feldspath

grünen Augit, sparsam Olivin und dunkeln Glimmer. Schliesslich wird

das Gestein zu einem weissen, mit Eisenoxyd durchzogenen oder rothen

Kaolin zersetzt, in welchem Schwefel und Gyps sich findet.

Der bei Tibi liegende Kieselbrunnen Naglegbeng liefert sehr schöne

Kieselsinter, z. Th. mit Blattabdrücken. In dem lockeren porösen

Gestein kommen einzelne Anhäufungen von Hyalith vor. Nach einer

gefälligen Analyse von Herrn Professor Rammelsberg enthält das

Wasser in 100000 Theilen 7,5 Kieselsäure, 25,4 Kalk mit Spuren von

Eisen, 0,2 Magnesia, eine reichliche Menge von Chloriden, aber keine

Sulphate. Das Wasser hatte eine geringe Menge (0,02) Kieselsäure

(ohne organische Formen) in der Flasche abgesetzt. Manche der

Kieselsinterabsätze bilden schalige Röhren, deren rundliche Enden

der Oberfläche das Aussehen eines Erbsensteines geben. Man darf ihre

Bildung wohl von aufsteigenden Gasblasen ableiten. Wo sie schliesslich

mit gelblichweissem Hyalith erfüllt werden, geben sie dem Absatz eine

gewisse Aehnlichkeit mit Korallenbildungen, die freilich verschwindet,

wenn die ganze Bildung in Hyalith umgesetzt ist. Bei stärkerem Erhitzen

sieht man in der scheinbar homogenen Hyalithmasse die ursprünglichen

Röhren wieder hervortreten, indem ihre Färbung eine etwas andere ist

als die der Füllmasse.

Von den Doleriten des Mazaraga S. von Malinao und N. vom Vulkan

Albay liegen von der halben Höhe entnommen compakte, bräunlichgraue,

feinkörnige, feldspathreiche, an Olivin und Augit arme Gesteine

vor. Die etwas porösen, sonst ähnlich beschaffenen Dolerite des Gipfels

sind gebleicht und zersetzt durch saure Fumarolen. Die Rapilli eines

grossen Barranco weisen grössere trikline Feldspathe, z. Th. rundum

krystallisirte Augite, aber kaum Olivin auf.

Insel S. Miguel.

Die östlich von Malinao und Tabaco gelegene Insel S. Miguel

zeigt an der Südküste einen sehr schmalen, mit vulkanischem Sand

bedeckten Küstenstreifen. Der Sand besteht entweder vorzugsweise aus

Magneteisen mit wenig Augit und Olivin oder aus Feldspath, grünem,

z. Th. rundum auskrystallisirtem Augit, etwas Olivin und Magneteisen,

dessen Oktaeder bisweilen deutliche Granatoederflächen zeigen. Um den

ganzen Strand bilden grosse Blöcke von frischem, compaktem, hellgrauem

Amphibolandesit, weiter NW. von blaugrauem compaktem Dolerit einen

Saum. Der Andesit zeigt in feinkörniger Grundmasse neben zahlreichen,

grossen, braunen Hornblenden glasige trikline Feldspathe, einzelne

Augite und Magneteisen. Das Gestein gleicht ganz dem des Ysarog. Der

Dolerit enthält in der feinkörnigen Grundmasse vorzugsweise triklinen

Feldspath neben grünem Augit und etwas Magneteisen.

Hinter dem Küstenstreifen erheben sich Bänke eines wenig festen,

grüngelben, sandigen, etwas thonigen, tuffähnlichen Gesteins

mit Kalkcement. Ausser bimsteinartigen grauweissen Partien

sieht man Feldspath, gelbe und dunkle Glimmerblättchen, etwas

Magneteisen. Im Rückstand nach Behandlung mit Säure erkennt man

etwas Augit und Stückchen eines grauen dichten, feldspathführenden

Gesteins. Eingelagert in diese Bänke sind bläulichgraue,

ziemlich homogene und feste Thonbänke mit einzelnen gelblichen

Glimmerschuppen. Sie werden in Tabaco als Fliesen benutzt, die

oberste, weisse, 2 Fuss mächtige, einzelne gelbe Glimmerschuppen und

Bimsteinfragmente führende Bank als Baustein. Nach oben geht diese Bank

in einen gelbe Glimmerschuppen, Stückchen grauen feldspathhaltigen

Gesteins, glasigen Feldspath und weisse Bimsteinfragmente führenden,

wenig festen, weissen Tuff über, der auch weiter nordwestlich mit

faustgrossen Geschieben ansteht. Alle diese wechsellagernden Thon-

und Tuffbänke streichen h. 4 und fallen nach Nord.

Weiter südöstlich stehen ältere, gelblichgraue, feste Thonbänke mit

einzelnen gelblichen Glimmerschuppen an.

Die Mitte der Insel besteht aus eisenschüssigem Sand und aus Kies. An

der Nordküste liegen Sande, vulkanische Blöcke und thonige Bänke

ähnlich wie an der Südküste.

Ueber den Ursprungsort der vulkanischen Gesteine von S. Miguel lässt

sich vorläufig nichts Genaueres angeben.

Der östlich vom Mazaraga gelegene, noch thätige Vulkan Albay oder Mayon

hat hell- bis dunkelgraue, compakte bis poröse Doleritlaven geliefert,

welche in der feinkörnigen Grundmasse hellgrauen triklinen Feldspath,

grünen Augit, etwas Olivin und Magneteisen zeigen. Sie sind z. Th. den

Doleriten von Mariveles und also auch denen des Aetna zum Verwechseln

ähnlich. Durch grösseren Gehalt an Feldspath wird das Gestein

bisweilen heller, ebenso sinkt die Menge des Olivins bisweilen auf

ein Minimum. Die Laven des Gipfels sind durch die mächtigen Fumarolen

-- heisse Wasserdämpfe und Schwefelwasserstoff -- stark zersetzt;

Gyps findet sich daher dort in reichlicher Menge. Eine Varietät von

faseriger bimsteinähnlicher Struktur gemengt mit zersetzten Silikaten

analysirte de la Trobe, Rammelsberg Handb. d. Mineralchemie 263. Das

untere Ende eines nahe am Gipfel beginnenden Lavastroms, liegt etwa am

obersten Viertel des Berges. Es hat sich hier etwas aufgestauet und

beim Erkalten in concentrisch schalige Bänke von etwa 1 Fuss Stärke

abgesondert. Die Kluftflächen stehen senkrecht auf dem unterliegenden

Gestein und gehen, Bogen bildend, allmählich in 20-30° Neigung gegen

den Horizont über. Der grobe vulkanische Sand vom Südabhang zeigt nur

Bruchstücke von Feldspath, Augit, Olivin, Magneteisen, keine rundum

ausgebildeten Krystalle; daneben finden sich kleine Schlackenstücke und

in geringer Menge Scherbchen braunen vulkanischen Glases. Am Südfuss

des Vulkans bei Camalig treten durch Schwefelwasserstoff gebleichte

und mit Gyps erfüllte Gesteine auf.

Der isolirte Hügel zwischen Legaspi, Daraga und Albay besteht

aus dunkelem, etwas schlackigem Dolerit von der gewöhnlichen

Zusammensetzung. Unter den Lapilli von der Oberfläche des Hügels

finden sich häufig lose, rundum auskrystallisirte Augite in der

gewöhnlichen Form. Diese, die gewöhnlichen Augitzwillinge und mit

Flächen versehene Olivine kommen, mit triklinem Feldspath verbunden,

in einzelnen festeren helleren Gesteinsstücken vor, aus denen die

losen Krystalle wahrscheinlich durch Verwitterung hervorgehen. In

einem Wasserriss des Hügels stehen rothe schlackige Dolerite an mit

kleinen verwitterten Feldspathen und grossen grünen Augiten.

Auf der schmalen Landzunge zwischen dem Meerbusen am Albay und

von Sorsogon liegt der wahrscheinlich vulkanische Berg Pocdol,

der etwa die Mitte zwischen den thätigen Vulkanen Albay und Bulusan

einnimmt. Um Bacon, östlich von Pocdol, liegt vulkanischer Schutt

und Thon, letzterer Zersetzungsprodukt durch vulkanische Gase. Die

gypsführenden Thone aus dem grossen Bergrücken zwischen Bacon

und dem südöstlichen gelegenen Gubat lassen schliessen, dass dort

doleritische Tuffe durch Fumarolenthätigkeit zersetzt wurden. Vor

dem thätigen, wenigstens dampfenden Vulkan Bulusan wurden an 100 Fuss

hohe Bimsteintuffe beobachtet.

Reisen in den Philippinen · 第 89 / 95 题