OPHELIA

Nach wie vor traben die Kinder hinter mir drein, wenn ich abends durch

die Straßen ziehe, erhobenen Hauptes und stolz auf das Ehrenamt derer

von Jöcher, jetzt, wo ich weiß: der Ahnherr ist auch der meinige; aber

ihr Spottlied: „Taubenschlag, Taubenschlag, Taubenschlag“ klingt

merklich dünner; die meisten von ihnen begnügen sich damit, taktmäßig

in die Hände zu klatschen, oder sie singen bloß: „Trara.“

Gar die Erwachsenen! Die ziehen den Hut als Dank auf meinen Gruß,

während sie früher nur genickt haben, und wenn sie mich vom Grabe

meiner Mutter kommen sehen, wohin ich täglich gehe, stecken sie hinter

mir die Köpfe zusammen und flüstern miteinander; es hat sich im

Städtchen herumgesprochen, daß ich der leibliche Sohn des Freiherrn von

Jöcher bin und nicht nur sein Adoptivkind!

Frau Aglaja knixt wie vor einer Prozession, so oft ich ihr begegne, und

benützt jede Gelegenheit, das Wort an mich zu richten und sich nach

meinem Befinden zu erkundigen!

Wenn sie mit Ophelia geht, laufe ich immer davon, damit wir beide nicht

rot zu werden brauchen, daß die Alte so unterwürfig tut.

Der Drechslermeister Mutschelknaus erstarrt förmlich, wenn er mich

erblickt; glaubt er noch ungesehen entkommen zu können, so schießt er

zurück in seine Höhle wie eine entsetzte Maus.

Ich fühle, wie unsäglich er darunter leidet, daß gerade ich, der jetzt

für ihn ein überirdisches Wesen bedeutet, der Mitwisser seines

nächtlichen Geheimnisses sein muß.

Nur einmal habe ich ihn in seiner Werkstatt besucht, in der Absicht,

ihm zu sagen, daß er sich doch wahrhaftig vor mir nicht zu schämen

brauche; ein zweitesmal getraue ich es mir nicht mehr.

Ich wollte ihm sagen, wie hoch ich ihn schätzte, daß er sich so für

seine Familie aufopfert.

Ich wollte die Worte meines Vaters gebrauchen, „daß jeder Beruf edel

sei, den die Seele für würdig hielte nach dem Tode fortzuführen“, und

freute mich schon im Herzen darauf, welchen erlösenden Eindruck sie auf

ihn machen würden, aber ich kam gar nicht zu solcher Rede.

Er riß einen Vorhang vom Fenster und warf ihn über den Sarg, damit ich

die Hasen nicht sehen solle, breitete die Arme aus, beugte den

Oberkörper rechtwinkelig vor und blieb in dieser chinesischen Stellung,

das Gesicht zur Erde gerichtet, stehen, ohne mich anzusehen, und wie

eine Litanei unaufhörlich die sinnlosen Worte murmelnd:

„Seine Durchlauchtig Hochwohlgeboren der Herr Freiherr geruhen

allerhöchstens —“

Wie mit Wasser begossen lief ich wieder hinaus, denn alles, was ich

daherstotterte, war verkehrt. Ich mochte es anstellen, wie ich wollte,

immer klang es nach Hochmut, was ich über die Lippen brachte, immer

„geruhte ich“; das einfachste, schlichteste Wort, an ihn gerichtet,

kehrte um an seiner Sklavenaura, verletzte mich selbst wie ein Pfeil,

trug den häßlichen Beigeschmack der Herablassung.

Sogar mein stummes Weggehen bürdete mir die Gefühlslast auf, mein

Benehmen habe hochfahrend geschienen.

Der Oberregisseur Paris ist der einzige unter den Erwachsenen, der sein

Benehmen mir gegenüber nicht geändert hat.

Meine dumpfe Angst vor ihm ist noch größer geworden; es geht ein

lähmender Einfluß von ihm aus, gegen den ich machtlos bin. Ich fühle,

er liegt im Baß und der befehlenden Lautheit seiner Rede verborgen. Ich

will mir einreden, es sei dumm von mir, so etwas zu glauben, denn ich

brauchte ja nicht zu erschrecken, wenn er mich plötzlich anschrie. Und

was wäre auch weiter dabei, wenn er es täte!

Aber jedesmal, wenn ich ihn drüben in Ophelias Zimmer deklamieren höre,

macht mich der tiefe Klang seiner Stimme erbeben und mich packt eine

rätselhafte Furcht; ich komme mir so schwach und klein vor mit meinem

beschämend hohen, knabenhaften Tonfall!

Es hilft nichts, daß ich mich damit beruhigen will: er weiß nicht, kann

es gar nicht wissen, daß wir uns lieben, Ophelia und ich, und er klopft

nur auf den Busch, der dumme Komödiant, wenn er mich auf der Straße

immer so tückisch ansieht; ich kann es mir vorsagen, so oft ich will —

das demütigende Bewußtsein werde ich nicht los: im Banne hält er dich

ja doch und du heuchelst dir nur Mut vor, wenn du dich bisweilen

zwingst, ihm fest in die Augen zu blicken. Feige Furcht vor dir selber

ist es und bleibt es und sonst nichts.

Ich wünsche mir oft, er möchte wieder so herausfordernd frech räuspern

wie damals, damit ich Gelegenheit hätte, einen Streit mit ihm vom Zaun

zu brechen; aber er tut es nicht mehr; er lauert. Ich glaube, er spart

seinen Baß auf, bis der Zeitpunkt gekommen ist, und ich zittere

innerlich, daß ich dann unvorbereitet sein könnte.

Auch Ophelia ist hilflos in seine Hand gegeben. Ich weiß es. Obwohl wir

nie darüber sprechen.

Wenn wir nachts heimlich beisammen sind am Fluß in dem kleinen Gärtchen

vor unserem Hause und, uns in Liebesseligkeit umschlungen haltend,

miteinander zärtlich flüstern, so zucken wir doch jedesmal in jähem

Entsetzen zusammen, so oft es sich irgendwo leise rührt in unserer

Nähe, und eines weiß vom andern, daß es nur die immerwährende Furcht

vor jenem Menschen ist, die unsere Ohren so unnatürlich schärft.

Nicht einmal seinen Namen getrauen wir uns auszusprechen. Wir weichen

ängstlich jedem Thema aus, das dahin führen könnte.

Wie ein Verhängnis ist es, daß ich ihm täglich in die Arme laufen muß,

ob ich nun absichtlich später oder früher abends aus dem Hause gehe.

Wie ein Vogel komme ich mir vor, um den eine Schlange immer engere

Kreise zieht.

Aber er scheint darin eine Art Vorbedeutung zu wittern; er schwelgt in

dem sicheren Gefühl, seinem Ziel von Tag zu Tag näher zu kommen. Ich

sehe es an dem hämischen Aufblitzen in seinen kleinen, bösartigen

Augen.

Was dieses Ziel wohl für ihn sein mag? Ich glaube, er weiß es selber

nicht genau, ebensowenig wie ich es mir vorzustellen vermag.

Noch ist es für ihn ein Problem, und das beruhigt mich; weshalb bliebe

er denn regelmäßig, sich die Unterlippe benagend, im Grübeln versunken

stehen, wenn ich an ihm vorüberhaste?

Er fixiert mich auch nie mehr; er weiß, er hat es nicht mehr nötig;

seine Seele hat die meinige in ihrer Gewalt auch so.

Uns nachts belauschen kann er nicht, dennoch habe ich mir einen Plan

erdacht, damit wir uns nicht ewig ängstigen müssen.

Am Fuße der Palisadenbrücke liegt ein alter Kahn, halb ans Land

gezogen; ich habe ihn heute geholt und in der Nähe unseres Gartens

festgebunden.

Wenn der Mond hinter Wolken tritt, will ich Ophelia hinüberrudern ans

jenseitige Ufer; dann lassen wir uns langsam stromab treiben um die

Stadt herum.

Der Fluß ist zu breit, als daß uns jemand sehen, geschweige denn

erkennen könnte!

Ich habe mich in das Zimmer geschlichen, das die Schlafkammer meines

Vaters von der meinigen trennt, und zähle die Schläge meines Herzens,

ob es denn nicht bald vom Turm der Marienkirche zehnmal dröhnen wird

und dann noch das eine-, das elftemal dazu — beredt und jauchzend:

„Jetzt, jetzt kommt Ophelia hinunter und in den Garten.“

Die Zeit scheint mir still zu stehen und in meiner Ungeduld fange ich

an, ein seltsames Spiel mit meinem Herzen zu treiben, bei dem sich mir

allmählich die Begriffe verwirren wie im Traum.

Ich rede ihm zu, es möge schneller schlagen, damit auch die Uhr auf dem

Turme rascher werde. Es scheint mir ganz selbstverständlich, daß eines

dem andern folgen müsse. Ist denn mein Herz nicht auch eine Uhr? frägt

mich ein Gedanke. Und warum sollte sie nicht mächtiger sein können als

jene da draußen auf dem Turm, die doch nur ein totes Metall ist und

nicht lebendiges Fleisch und Blut wie die meinige!

Warum sollte sie ihr nicht die Zeit vorschreiben können?

Und wie eine Zusage, daß ich Recht habe, fällt mir plötzlich ein Satz

ein, den mir einmal mein Vater aus einem Gedicht vorlas: „Vom Herzen

gehen die Dinge aus, sind herzgeboren und herzgefügt —“

Nur verstehe ich jetzt den furchtbaren Sinn, der in den Worten liegt,

die damals an meinem Ohr vorüberrauschten. Ich erfasse ihn in einer

Bedeutung, die mich tief erschreckt; in mir das Herz, mein eigenes

Herz, gehorcht nicht, wenn ich ihm zurufe: schlage schneller! So lebt

also einer in mir, der stärker ist als ich, der mir die Zeit und mein

Schicksal vorschreibt!

Von ihm also gehen die Dinge aus!

Ich entsetze mich vor mir selber.

„Ich wäre ein Zauberer und hätte die Macht über jegliches Geschehen,

kennte ich mich nur selber, und hätte ich nur ein wenig Gewalt über

mein Herz“, das weiß ich mit einemmal klar.

Und ein zweiter, ungerufener Gedanke spricht in die Rede des ersten

hinein und sagt:

„Erinnerst du dich an die gewisse Stelle in einem Buch, das du vor

Jahren im Findelhaus gelesen hast? Stand nicht darin: ‚Oft, wenn jemand

stirbt, bleiben die Uhren stehen‘? Das ist so: Der Sterbende

verwechselt unter dem Albdruck des Todes die Schläge seines langsam

werdenden Herzens mit denen einer Uhr; die Angst seines Körpers, den

die Seele verlassen will, flüstert: ‚wenn die Uhr dort aufhört zu

ticken, bin ich tot‘, und wie unter einem magischen Befehl bleibt auch

die Uhr stehen, wenn das Herz seinen letzten Schlag tut. Hängt eine Uhr

im Zimmer eines Menschen, an den der Sterbende denkt, so ist sie es,

die blind dem der Todesangst entsprungenen Worte folgt, denn wohin

jemand in der Todesminute denkt, dort ist er selber wie ein

ausgesandter Doppelgänger.“

So ist es also die Furcht, der mein Herz gehorcht! Sie ist mächtiger

noch als das Herz! Wenn es mir gelänge, sie zu bannen, so hätte ich die

Gewalt über all die Dinge, die vom Herzen ausgehen, über Schicksal und

Zeit!

Und ich wehre mich mit angehaltenem Atem gegen eine plötzlich über mich

hereinbrechende Angst, die mich erwürgen will, weil ich hineintastete

in ihre Schlupfwinkel.

Ich bin zu schwach, ihrer Herr zu werden, denn ich weiß nicht, wo und

wie ich sie packen soll; sie tut statt meiner dem Herzen Gewalt an,

preßt es zusammen, um es zu zwingen, daß es mein Schicksal nach ihrem

Willen und nicht nach dem meinigen formt.

Ich suche mich zu beruhigen, indem ich mir vorsage: Solange ich nicht

mit Ophelia zusammen bin, droht ihr keine Gefahr — aber ich bin zu

schwach, dem Ratschlusse meines Verstandes zu folgen: heute nicht

hinunter in den Garten zu gehen.

Ich verwerfe ihn im selben Augenblick, wo ich ihn gefaßt habe.

Ich durchschaue die Fallstricke, die mir mein Herz legt, und dennoch

tappe ich mitten hinein; meine Sehnsucht nach Ophelia ist stärker als

jegliche Vernunft.

Ich trete ans Fenster und schaue hinunter auf den Fluß, um mich zu

sammeln und Mut zu fassen, — um gewappnet zu sein, der Gefahr, die ich

jetzt unabwendbar kommen fühle, weil ich Angst vor ihr habe, ins Auge

sehen zu können, aber der Anblick des stummen, gefühllosen,

unaufhaltsam dahinströmenden Wassers wirkt so furchtbar auf mich, daß

ich das Dröhnen der Turmuhr eine Weile lang gar nicht bemerke.

Das dumpfe Gefühl: „Der Fluß trägt es herbei, das Schicksal, dem du

nicht mehr entrinnen kannst“, hat mich fast betäubt.

Dann weckt mich der vibrierende, metallische Klang, und Furcht und

Beklemmung sind wie weggewischt.

Ophelia!

Ich sehe ihr helles Kleid im Garten schimmern.

„Mein Bub, mein lieber, lieber Bub, ich habe solche Angst um dich

gehabt den ganzen Tag!“

„Und ich um dich, Ophelia!“ will ich sagen, aber sie umarmt mich und

ihre Lippen schließen die meinen.

„Weißt du, daß ich glaube, wir sehen uns heute zum letztenmal, mein

lieber, armer Bub?!“

„Um Gottes willen! Ist etwas geschehen, Ophelia? Komm, komm rasch in

das Boot, dort sind wir sicher.“

„Ja. Gehen wir. Dort sind wir vielleicht sicher — vor ihm.“

Vor ihm! Es ist das erstemal, daß sie „ihn“ erwähnt! Ich fühle am

Zittern ihrer Hand, wie grenzenlos ihre Furcht vor „ihm“ sein muß!

Ich will sie fortziehen zum Kahn, aber sie bleibt einen Augenblick

widerstrebend stehen, als könne sie sich von dem Ort nicht losreißen.

„Komm, komm, Ophelia,“ dränge ich, „ängstige dich nicht. Gleich werden

wir drüben am andern Ufer sein. Die Nebelschleier —“

„Ich ängstige mich nicht, mein Bub. Ich will nur“ — sie stockt.

„Was ist dir, Ophelia?“ Ich umschlinge sie mit meinen Armen. „Hast du

mich nicht mehr lieb, Ophelia?“

„Du weißt, wie lieb ich dich habe, mein Christl!“ sagt sie einfach und

schweigt lange.

„Wollen wir nicht in den Kahn gehen?“ dränge ich sie wieder flüsternd.

„Ich sehne mich so nach dir!“

Behutsam macht sie sich von mir los, geht einen Schritt zu der Bank

zurück, wo wir immer zu sitzen pflegen, und streichelt sie, in Gedanken

verloren.

„Was ist dir, Ophelia? Was tust du? Hast du einen Schmerz? Hab’ ich dir

weh getan?“

„Ich will nur — ich will nur Abschied nehmen von der lieben Bank! Weißt

du noch, mein Bub, hier haben wir uns doch zum erstenmal geküßt!“

„Du willst von mir gehen?“ schreie ich fast hinaus. „Ophelia, Gott im

Himmel, das darf ja nicht sein! Es ist etwas geschehen, und du sagst es

mir nicht! Glaubst du denn, ich könnte leben ohne dich?“

„Nein, sei ruhig, mein Bub, es ist nichts geschehen!“ tröstet sie mich

leise und versucht zu lächeln, aber wie das Mondlicht ihr hell ins

Gesicht scheint, sehe ich, daß ihre Augen voll Tränen stehen. „Komm,

mein lieber Bub, komm, du hast recht, gehen wir in den Kahn!“

Bei jedem Ruderschlag, den ich tue, wird mir leichter ums Herz; je

breiter der Wasserweg wird, der sich zwischen uns und die dunkeln

Häuser mit ihren glühenden, spähenden Augen legt, desto sicherer sind

wir vor Gefahr.

Endlich tauchen die Weidenbüsche aus dem Nebel, die das ersehnte

jenseitige Ufer umsäumen; das Wasser wird still und seicht und wir

treiben kaum merklich unter hängenden Zweigen dahin.

Ich habe die Ruder eingezogen und sitze neben Ophelia auf der

Steuerbank. Wir halten uns zärtlich umschlungen.

„Warum warst du vorhin so traurig, mein Lieb; warum hast du gesagt, du

wollest Abschied nehmen von der Bank? — Nicht wahr, du wirst doch nie

von mir gehen?“

„Einmal muß es ja doch sein, mein Bub! — Und die Stunde kommt immer

näher. — Nein, nein, sei jetzt nicht traurig. — Es ist vielleicht noch

lange bis dahin. Denken wir nicht daran.“

„Ich weiß, was du sagen willst, Ophelia.“ Die Tränen steigen mir auf

und verbrennen mir fast die Kehle. „Du meinst, wenn du in die

Hauptstadt gehst und Schauspielerin wirst, daß wir uns dann nie mehr

sehen werden! — Glaubst du, ich dächte nicht Tag und Nacht voll

Entsetzen daran, wie dann alles sein wird! — Ich weiß bestimmt, daß ich

diese Trennung nicht aushalten könnte. — Aber du hast doch selbst

gesagt, vor einem Jahre ist es nicht möglich, daß du fort mußt?“

„Nein, vor einem Jahr — kaum.“

„Und bis dahin habe ich mir bestimmt etwas ausgedacht, daß ich zusammen

mit dir in der Hauptstadt sein kann. — Ich werde meinen Vater so lange

bitten und nicht aufhören, ihn anzuflehen, bis er mir erlaubt, dort zu

studieren. — Wenn ich dann selbständig bin und einen Beruf habe,

heiraten wir uns und gehen nie mehr voneinander! — Hast du mich denn

nicht mehr lieb, Ophelia, daß du so gar kein Wort sprichst?!“ — frage

ich geängstigt.

Aus ihrem Schweigen erfühle ich ihre Gedanken und es gibt mir einen

Stich ins Herz.

Sie denkt daran, daß ich doch so viel jünger bin als sie und all das

nur Luftschlösser sind.

Ich fühle es auch, aber ich will nicht, ich will — ich will nicht

denken, daß wir uns je trennen müßten! Ich will mich berauschen, indem

ich sie und mich an die Möglichkeit eines Wunders glauben mache.

„Ophelia, hör mich an! ...“

„Bitte, bitte, sprich jetzt nicht!“ fleht sie. „Laß mich träumen!“

So sitzen wir dicht aneinander geschmiegt und schweigen lange.

Es ist, als läge der Kahn still und die weißen steilen Sandbrüche vom

Mondlicht grell beschienen glitten an uns vorüber.

Plötzlich zuckt sie leise zusammen, als erwache sie aus dem Schlafe.

Ich fasse beruhigend ihre Hand, denn ich glaube, irgend ein Geräusch

habe sie erschreckt.

Der weiße Dominikaner · 第 11 / 32 题