berief einen Kriegsrath zusammen, um zu erwägen, was zu thun sei. Sobald
aber der Kriegsrath versammelt war; wurde eine Vorfrage aufgeworfen. Wer
war dazu berechtigt, consultirt zu werden? Die Armee war fast
ausschließlich eine hochländische. Der neuerliche Sieg war
ausschließlich durch hochländische Krieger erfochten worden. Mächtige
Häuptlinge, welche sechs- bis siebenhundert kampffähige Männer ins Feld
gestellt hatten, hielten es nicht für recht und billig, daß sie durch
Gentlemen aus Irland und dem Niederlande überstimmt werden sollten,
welche zwar in König Jakob's Diensten standen und Obersten und
Hauptleute genannt wurden, aber Obersten ohne Regimenter und Hauptleute
ohne Compagnien waren. Lochiel sprach energisch im Interesse der Klasse,
der er angehörte; Cannon aber beschloß, daß die Stimmen der sächsischen
Offiziere mitgezählt werden sollten.[115]
Es wurde nun zunächst in Erwägung gezogen, welcher Feldzugsplan zu
befolgen sei. Lochiel war dafür, vorzurücken, Mackay entgegen zu
marschiren, wo er auch sein möge, und abermals eine Schlacht zu liefern.
Es ist kaum anzunehmen, daß das Glück dem klugen Häuptling der Camerons
den Kopf dergestalt verrückt haben sollte, daß er die Gefährlichkeit des
Verfahrens nicht erkannte, zu dem er gerathen. Aber er sah
wahrscheinlich ein, daß ihm nur die Wahl zwischen verschiedenen Gefahren
blieb. Er war der Meinung, daß energisches Handeln für das Bestehen
einer Hochländerarmee überhaupt nothwendig sei und daß die Coalition der
Clans nur so lange dauern werde, als sie hastig von Schlachtfeld zu
Schlachtfeld eilten. Er wurde abermals überstimmt. Alle seine
Siegeshoffnungen waren nun zertrümmert. Sein Stolz fühlte sich tief
gekränkt. Er hatte sich dem Uebergewicht eines großen Feldherrn gefügt,
aber an einem königlichen Patent lag ihm so wenig wie irgend einem Whig.
Er hatte sich bereit finden lassen, die rechte Hand Dundee's zu sein,
von einem Cannon aber wollte er sich nicht befehlen lassen. Er verließ
das Lager und zog sich nach Lochaber zurück. Seinem Clan befahl er zwar
zu bleiben, aber der Clan, des angebeteten Führers beraubt und wohl
wissend, daß er sich in unmuthiger Stimmung entfernt hatte, war nicht
mehr die furchtbare Colonne, welche das Gelübde, zu sterben oder zu
siegen, vor einigen Tagen so gut gehalten hatte. Macdonald von Sleat,
dessen Streitkräfte der Zahl nach die jedes andren der verbündeten
Häuptlinge übertrafen, folgte Lochiel's Beispiel und kehrte nach Sky
zurück.[116]
Mackay's Rath wird von den schottischen Ministern nicht beachtet.
Mackay hatte inzwischen seine Anordnungen vollendet und er hegte wenig
Zweifel, daß, wenn die Rebellen ihn angreifen sollten, die reguläre
Armee ihre bei Killiecrankie verlorne Ehre wiedergewinnen würde. Seine
Hauptschwierigkeiten entsprangen aus der unklugen Einmischung der
Minister der Krone zu Edinburg in Dinge, welche seiner alleinigen
Leitung hätten überlassen bleiben sollen. Die Sache war die, daß sie
nach der gewöhnlichen Art solcher Leute, welche ohne militärische
Erfahrung über militärische Operationen urtheilen, den Erfolg als
einzigen Prüfstein für die Tüchtigkeit eines Oberbefehlshabers
betrachteten. Wer eine Schlacht gewinnt, ist in den Augen dieser Leute
ein großer General, wer geschlagen wird, ist ein schlechter General, und
nie war ein General vollständiger geschlagen worden als Mackay. Wilhelm
dagegen schenkte seinem unglücklichen Leutnant nach wie vor das
vollkommenste Vertrauen. Auf die Verunglimpfungen der Kritiker, welche
nie ein Gefecht gesehen hatten, erwiederte Portland auf Befehl seines
Gebieters, daß Mackay volles Vertrauen verdiene, daß er tapfer sei, daß
er den Krieg besser verstehe als irgend ein andrer Offizier in
Schottland und daß es sehr zu bedauern sei, wenn man gegen einen so
guten Menschen und einen so guten Soldaten ein Vorurtheil hege.[117]
Die Camerons werden nach Dunkeld verlegt.
Die ungerechte Geringschätzung, mit der die schottischen Staatsräthe
Mackay betrachteten, verleitete sie zu einem großen Fehler, der leicht
ein großes Unglück hätte nach sich ziehen können. Das Cameron'sche
Regiment wurde nach Dunkeld in Garnison gelegt. Diese Maßregel
mißbilligte Mackay entschieden. Er wußte, daß diese Truppen in Dunkeld
dem Feinde nahe, daß sie von jedem Beistande entfernt, daß sie in einer
offenen Stadt und von einer feindlichen Bevölkerung umgeben sein würden,
daß sie, obgleich unzweifelhaft tapfer und voll Eifers, doch sehr
unvollkommen disciplinirt waren, daß sie von der ganzen jakobitischen
Partei in Schottland mit besonderem Mißfallen betrachtet wurden und daß
aller Wahrscheinlichkeit nach große Anstrengungen gemacht werden würden,
sie zu beschimpfen und zu vernichten.[118]
Die Ansicht des Generals wurde nicht beachtet und die Camerons besetzten
den ihnen angewiesenen Posten. Es zeigte sich bald, daß seine Ahnungen
gegründet waren. Die Bewohner der Umgegend von Dunkeld versahen Cannon
mit Kundschaft und drangen in ihn einen kühnen Schlag zu versuchen. Das
beutelustige Landvolk von Athol schloß sich in großer Anzahl seiner
Armee an. Das Regiment erwartete stündlich angegriffen zu werden, und
wurde mißmuthig und unruhig. Die Mannschaften, welche von Natur sowohl
wie aus Enthusiasmus unerschrocken, aber noch nicht an militärische
Subordination gewöhnt waren, beschwerten sich über Cleland, der sie
befehligte. Sie glaubten rücksichtslos, wenn nicht arglistigerweise
einem sicheren Untergange entgegengeschickt worden zu sein. Sie seien,
meinten sie, durch keine Wälle geschützt, hätten nur geringen
Munitionsvorrath und seien von Feinden umgeben. Ein Offizier könne
aufsitzen und in einer Stunde außer dem Bereiche der Gefahr sein; der
gemeine Soldat aber müsse bleiben und sich niedermachen lassen. »Weder
ich,« sagte Cleland, »noch irgend ein andrer meiner Offiziere wird Euch
verlassen, was auch geschehen möge. Führt mein Pferd vor, führt alle
unsere Pferde vor, sie sollen todtgeschossen werden.« Diese Worte
bewirkten eine vollständige Sinnesänderung. Die Mannschaften erwiederten
darauf, daß die Pferde nicht todtgeschossen werden sollten, daß das Wort
ihres tapferen Obersten die beste Bürgschaft für sie sei und daß sie mit
ihm das Aeußerste wagen würden. Sie hielten ihr Versprechen treulich.
Das puritanische Blut war jetzt gründlich aufgeregt, und was dieses Blut
vermochte, wenn es aufgeregt war, hatte es auf vielen Schlachtfeldern
bewiesen.
Die Hochländer greifen das Regiment Cameron an.
Das Regiment blieb diese Nacht unter den Waffen, und am Morgen des
folgenden Tages, des 21. August, wimmelte es auf allen Anhöhen um
Dunkeld von schottischen Mützen und Plaids. Cannon's Armee war viel
stärker als die, welche Dundee befehligt hatte. Mehr als tausend
Bagagepferde begleiteten ihn auf dem Marsche. Die Pferde sowohl, wie das
Gepäck, welches sie trugen, waren wahrscheinlich ein Theil der
Kriegsbeute von Killiecrankie. Die Gesammtmacht der Hochländer wurde von
Augenzeugen auf vier bis fünftausend Mann geschätzt. Sie kamen wüthend
herangestürmt, warfen die Vorposten des Cameron'schen Regiments zurück
und drangen von allen Seiten in die Straßen. Die Kirche hielt sich
jedoch hartnäckig. Der größere Theil des Regiments aber stand hinter
einer Mauer, welche ein dem Marquis von Athol gehörendes Haus umgab.
Diese Mauer, welche einige Tage zuvor mit Holz und losen Steinen eiligst
ausgebessert worden war, vertheidigten die Soldaten tapfer mit Muskete,
Pike und Hellebarde. Ihr Kugelvorrath war bald erschöpft, aber einige
von der Mannschaft mußten das Blei vom Dache des Hauses des Marquis
losschneiden und es zu Geschossen formen. Mittlerweile wurden alle
benachbarten Häuser von oben bis unten mit Hochländern besetzt, welche
aus den Fenstern ein wirksames Feuer unterhielten. Cleland wurde
getödtet, während er seine Leute anfeuerte, und Major Henderson übernahm
das Commando. In der nächsten Minute fiel auch Henderson, von drei
Kugeln getroffen. Hauptmann Munro trat an seine Stelle und der Kampf
ward mit unverminderter Wuth fortgesetzt. Eine Abtheilung des
Cameron'schen Regiments machte einen Ausfall, steckte die Häuser, aus
denen die verderblichen Schüsse kamen, in Brand und verschloß die
Thüren. In einem einzigen Hause verbrannten sechzehn Mann lebendig.
Theilnehmer an dem Gefecht schilderten es als eine furchtbare Feuertaufe
für Rekruten. Die halbe Stadt stand in Flammen und mit dem
unaufhörlichen Knattern der Schüsse vermischte sich das durchdringende
Geschrei der Unglücklichen, welche im Feuer umkamen. Der Kampf dauerte
vier Stunden. Das Cameron'sche Regiment war jetzt fast bis auf das
letzte Pulverhorn reducirt, aber der Muth der Leute wankte nicht. »Der
Feind wird bald die Mauer erstürmen. Es sei. Wir werden uns dann in das
Haus zurückziehen, es bis aufs Aeußerste vertheidigen und, wenn sie
hereindringen sollten, es über ihren und unseren Köpfen anzünden.«
Während sie jedoch mit diesen verzweifelten Plänen umgingen, bemerkten
sie, daß die Heftigkeit des Angriffs nachließ. Die Hochländer begannen
bald zurückzuweichen, es verbreitete sich sichtbare Unordnung unter
ihnen und ganze Schaaren marschirten dem Gebirge zu. Umsonst befahl
ihnen ihr General zum Angriff zurückzukehren; Beharrlichkeit gehörte
nicht zu ihren militärischen Tugenden. Die Camerons luden inzwischen
Amalek und Moab mit herausforderndem Geschrei ein zurückzukommen und
noch einmal gegen das auserwählte Volk ihr Heil zu versuchen. Aber diese
Aufforderungen hatten ebenso wenig Erfolg wie die Cannon's. In kurzer
Zeit war die ganze gälische Armee in vollem Rückzuge gegen Blair. Jetzt
wirbelten die Trommeln, die siegreichen Puritaner warfen ihre Mützen in
die Luft, stimmten aus einem Munde einen Psalm des Triumphes und des
Dankes an und schwenkten ihre Fahnen, welche an diesem Tage zum ersten
Male angesichts eines Feindes entrollt wurden, die aber seitdem stolz
nach allen Welttheilen getragen worden und die jetzt mit einer Sphinx
und einem Drachen, den Emblemen der in Egypten und China vollbrachten
Heldenthaten, geschmückt sind.[119]
Auflösung der hochländischen Armee.
Das Cameron'sche Regiment hatte guten Grund, erfreut und dankbar zu
sein, denn es hatte dem Kriege ein Ende gemacht. Im Lager der Rebellen
herrschte nichts als Uneinigkeit und Entmuthigung. Die Hochländer
tadelten Cannon, Cannon tadelte die Hochländer, und das Heer, welches
der Schrecken Schottland's gewesen war, ging rasch seiner Auflösung
entgegen. Die verbündeten Häuptlinge unterzeichneten einen
gemeinschaftlichen Vertrag, durch den sie sich für treue Unterthanen
König Jakob's erklärten und sich verpflichteten, später wieder
zusammenzutreten. Nachdem sie diese Formalität -- denn weiter war es
nichts -- beobachtet hatten, begab sich jeder in seine Heimath. Cannon
kehrte mit seinen Irländern auf die Insel Mull zurück, und die
Niederländer,[120] welche Dundee ins Gebirge begleitet hatten, sorgten
für sich so gut sie konnten. Am 24. August, gerade vier Wochen nachdem
die gälische Armee die Schlacht von Killiecrankie gewonnen, hatte diese
Armee aufgehört zu existiren. Sie hatte aufgehört zu existiren wie die
Armee Montrose's über vierzig Jahre früher aufhörte zu existiren, nicht
in Folge eines vernichtenden Schlages von Außen, sondern durch eine
natürliche Auflösung, das Resultat innerer Mißbildung. Die Besiegten
ernteten alle Früchte des Sieges. Das Schloß Blair, welches das
unmittelbare Streitobject gewesen war, öffnete Mackay seine Thore, und
eine Kette von Militärposten, die sich nördlich bis Inverneß erstreckte,
schützte die Landleute in der Ebene gegen die räuberischen Einfälle der
Gebirgsbewohner.
Intriguen des Clubs, Zustand des Niederlandes.
Während des Herbstes machten die Whigs des Niederlandes der Regierung
viel mehr zu schaffen, als die Jakobiten des Hochlandes. Der Club, der
zur Zeit der letzten Parlamentssession das Land in eine oligarchische
Republik zu verwandeln versucht und die Stände dazu vermocht hatte,
Geldzuschüsse zu verweigern und die Justizverwaltung zu sistiren, hielt
auch während der Suspension des Parlaments nach wie vor seine Sitzungen
und peinigte die Minister der Krone durch systematische Agitation. So
verächtlich die Organisation dieses Vereins der Generation erscheinen
mag, welche die römischkatholische Association und die Ligue gegen die
Korngesetze gesehen hat, damals galt sie für ausgezeichnet und
furchtbar. Die Häupter der Verbindung rühmten sich laut, daß sie den
König zwingen würden, ihnen gerecht zu werden. Sie brachten Petitionen
und Adressen zu Stande, suchten mit Hülfe der Presse und der Kanzel die
Waffen aufzuregen, bearbeiteten die Soldaten durch Emissäre und sprachen
davon, ein starkes Heer Covenanters aus dem Westen herbeizuziehen, um
den Geheimen Rath einzuschüchtern. Trotz aller Kunstgriffe aber legte
sich die Gährung des Volks allmälig. Nach kurzem Zaudern wagte es die
Regierung, die von den Ständen geschlossenen Gerichtshöfe wieder zu
öffnen, die vom König ernannten Sessionslords nahmen ihre Plätze ein,
und Sir Jakob Dalrymple präsidirte. Der Club bemühte sich nun, die
Advokaten von der Barre zurückzuhalten und hegte einige Hoffnung, daß
der Pöbel die Richter von der Bank verjagen werde. Allein es zeigte sich
sehr bald deutlich, daß eher Mangel an Gebühren als an Anwälten, um
dieselben einzustreichen, zu erwarten stand; das Volk sah sehr gern
wieder ein Tribunal fungiren, das in seinen Augen ein nothwendiges
Attribut des Ansehens und Gedeihens seiner Stadt war, und aus vielen
Anzeichen ließ sich erkennen, daß die falsche und habgierige Partei,
welche die Majorität der Legislatur beherrscht hatte, nicht auch die
Majorität der Nation beherrschte.[121]
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[Fußnote 1: ^Act. Parl. Scot., Aug. 31. 1689.^]
[Fußnote 2: ^Balcarras's Memoirs; Short History of the Revolution in
Scotland in a letter from a Scotch gentleman in Amsterdam to his friend
in London, 1712.^]
[Fußnote 3: ^Balcarras's Memoirs; Life of James, II. 341.^]
[Fußnote 4: ^A Memorial for His Highness the Prince of Orange in
relation to the Affairs of Scotland, by two Persons of Quality, 1689.^]
[Fußnote 5: ^Rabbled^ sagte man in der Landessprache, ein aus ^rabble^,
Pöbel, gebildetes Zeitwort, daß sich im Deutschen nicht erschöpfend
wiedergeben läßt. -- D. Uebers.]
[Fußnote 6: Siehe Calvin's Brief an Haller, ^IV. Non. Jan. 1551.^
»^Priusquam urbem unquam ingrederer, nullae prorsus erant feriae.^«]
[Fußnote 7: In ^The Act, Declamation and Testimony of the Seceders,
dated in December 1736^, heißt es, daß »unter Autorität des Parlaments
der Beobachtung der Feiertage in Schottland durch Suspension der
Thätigkeit unserer angesehensten Gerichtshöfe Vorschub geleistet wird.«
Dies wird für eine Nationalsünde und für einen Grund des Unwillens
Gottes erklärt. Im März 1758 richtete die Vereinigte Synode eine
»Feierliche Warnung« an die Nation, worin die nämliche Klage wiederholt
wird. Ein einfältiger Mensch, dessen Unsinn sogar in unseren Tagen für
werth gehalten worden ist, neu gedruckt zu werden, sagt: »Ich
hinterlasse mein Zeugniß gegen die abscheuliche Acte der Königin Anna
und ihres angeblichen britischen, in Wirklichkeit aber viehischen
(^brutish^) Parlaments, welche die Beobachtung der sogenannten
Yul-Ferien (^Yule Vacancy^) vorschreibt.« ^The Dying Testimony of
William Wilson, sometime Schoolmaster in Park in the Parish of Douglas,
aged 68, who died in 1757.^]
[Fußnote 8: ^An Account of the Present Persecution of the Church in
Scotland, in several Letters, 1690; The Case of the afflicted Clergy in
Scotland truly represented, 1690; Faithful Contendings Displayed; Burnet
I. 805.^]
[Fußnote 9: Die Formel dieser Benachrichtigung findet man in dem Buche:
^Faithful Contendings Displayed.^]
[Fußnote 10: ^Account of the Present Persecution, 1690; Case of the
afflicted Clergy, 1690; A true Account of that Interruption that was
made of the Service of God on Sunday last, being the 17th of February
1689, signed by James Gibson, acting for the Lord Provost of Glasgow.^]
[Fußnote 11: ^Balcarras's Memoirs; Mackay's Memoirs.^]
[Fußnote 12: ^Burnet II. 21.^]
[Fußnote 13: Scobell 1654, Kap. 9 und Olivers Verordnung vom 12. April
des nämlichen Jahres.]
[Fußnote 14: Burnet und Fletcher von Saltoun sprechen von dem
Aufschwunge Schottland's unter dem Protector, schreiben es aber einer
Ursache zu, welche eine solche Wirkung keineswegs hervorzubringen
vermochte. »Es wurde,« sagte Burnet, »eine ansehnliche Truppenmacht von
etwa sieben- bis achttausend Mann in Schottland unterhalten. Der Sold
dieser Armee brachte soviel Geld ins Land, daß es während dieser ganzen
Zeit in einem, sehr blühenden Zustande blieb ... Wir werden diese acht
Jahre der Usurpation stets als eine Zeit großen Friedens und Gedeihens
betrachten.« »Zur Zeit des Usurpators Cromwell,« sagt Fletcher,
»glaubten wir uns bezüglich des letzteren Punktes (Handel und Geld) in
einer erträglichen Lage zu befinden in Folge des Aufwandes, den die
Truppen machten, welche uns in Unterwürfigkeit erhielten.« Die richtige
Erklärung der Erscheinung, über welche Burnet und Fletcher in so großem
Irrthum waren, findet man in einer Flugschrift betitelt: »^Some
reasonable and modest Thoughts partly occasioned by and partly
concerning the Scotch East India Company, Edinburgh, 1696.^« Siehe auch
die Verhandlungen des Mittwochsclubs in Friday Street über eine Union
mit Schottland vom December 1705. Siehe ferner das 7. Kapitel von
Burton's vortrefflicher Geschichte Schottland's.]
[Fußnote 15: Siehe die Schrift, in welcher die Forderungen der
schottischen Commissare aufgestellt sind. Man findet sie im Anhange zu
De Foe's ^History of de Union^, Nr. 13.]
[Fußnote 16: ^Act. Parl. Scot.^, 30. Juli 1670.]
[Fußnote 17: ^Burnet II. 23.^]
[Fußnote 18: Man sehe zum Beispiel eine Flugschrift betitelt: »^Some
questions resolved concerning episcopal and presbyterian Government in
Scotland, 1690.^« Eine der »Fragen« ist die, ob das schottische
Presbyterium den allgemeinen Neigungen dieses Volks entspreche. Der
Verfasser verneint diese Frage, weil die höheren und mittleren Stände
sich schon vor der Revolution größtentheils der bischöflichen Kirche
conformirt hätten.]
[Fußnote 19: Die Instructionen befinden sich in den ^Leven and Melville
Papers^ und sind vom 7. März 1688/89 datirt. Bei der ersten Gelegenheit,
wo ich diese werthvolle Sammlung aufführe, kann ich nicht umhin es
anzuerkennen, zu wie großem Danke ich und Alle, die sich für die
Geschichte unsrer Insel interessiren, dem Herrn verpflichtet sind, der
daß Amt eines Herausgebers so vortrefflich erfüllt hat.]
[Fußnote 20: Ueber die Dalrymple sehe man des Lord Präsidenten eigene
Schriften und darunter seine ^Vindication of the Divine Perfections;^
ferner ^Wodrow's Analecta; Douglas's Peerage; Lockhardt's Memoirs;
Satyre on the Family of Stairs; Satyric Lines upon the long wished for
and timely Death of the Right Honorable Lady Stairs; Law's Memorials^
und die ^Hyndford Papers,^ geschrieben 1704/5 und zugleich mit den
Briefen von Carstairs gedruckt. Lockhardt, obgleich ein Todfeind Johann
Dalrymple's, sagt: »Es war Keiner im Parlament, der es mit ihm aufnehmen
konnte.«]
[Fußnote 21: Ueber Melville sehe man die ^Leven and Melville Papers^ an
verschiedenen Stellen, und die Vorrede; die ^Act. Parl. Scot.^ vom 16.
Juni 1685 und den Anhang unterm 13. Juni; ^Burnet II. 24^, und das
^Burnet M. S. Harl. 6584^.]
[Fußnote 22: ^Creichton's Memoirs.^]
[Fußnote 23: ^Mackay's Memoirs.^]
[Fußnote 24: ^Memoirs of the Lindsays.^]
[Fußnote 25: Ueber das frühere Verhältniß zwischen Wilhelm und Dundee
haben einige Jakobiten viele Jahre nach dem Tode Beider eine Geschichte
erfunden, welche durch successive Ausschmückungen zu einem Roman wurde,
bei dessen Lesung man sich wundern muß, wie nur ein Kind ihn für wahr
halten konnte. Die letzte Ausgabe lautet wie folgt. Bei Seneff wurde
Wilhelm das Pferd unter dem Leibe getödtet und sein Leben war in der
größten Gefahr. Dundee, damals Kapitain Graham, gab Seiner Hoheit ein
andres Pferd. Wilhelm versprach, diesen Dienst durch Beförderung zu
belohnen, brach aber sein Wort und gab einem andren das Patent, auf
welches er Graham Hoffnung gemacht hatte. Der beleidigte Held ging nach
Loo. Dort traf er seinen glücklichen Rivalen und gab ihm eine Ohrfeige.
Die auf Thätlichkeiten innerhalb des Palastes gesetzte Strafe war der
Verlust der schuldigen rechten Hand; aber der Prinz von Oranien erließ
diese Strafe in ungroßmüthiger Weise. »Sie haben mir,« sagte er, »das
Leben gerettet, ich lasse Ihnen Ihre rechte Hand, so sind wir quitt.«
Diejenigen, welche bis auf unsre Zeit diesen Unsinn wiederholt haben,
müssen erstens in dem Wahne gewesen sein, daß die Acte Heinrich's VIII.
»zur Bestrafung von Mord und böswilligem Blutvergießen innerhalb des
königlichen Hoflagers« (^Stat. 33 Hen. VIII. c. 2.^) in Geldern Gesetz
war, und zweitens daß Wilhelm 1674 König und sein Haus ein königliches
Hoflager war. Ebenso müssen sie nicht gewußt haben, daß er Loo erst
lange nachdem Dundee die Niederlande verlassen hatte, kaufte. Siehe
Harris' ^Description of Loo, 1699.^
Diese Fabel, von der ich in der umfangreichen jakobitischen Literatur
aus Wilhelm's Regierungszeit nicht die geringste Spur habe entdecken
können, scheint etwa ein Vierteljahrhundert nach Dundee's Tode
entstanden zu sein und im Laufe eines weiteren Vierteljahrhunderts sich
zu ihrer vollen Absurdität ausgebildet zu haben.]
[Fußnote 26: ^Memoirs of the Lindsays.^]
[Fußnote 27: ^Memoirs of the Lindsays.^]
[Fußnote 28: ^Balcarras's Memoirs.^]
[Fußnote 29: ^Burnet II. 22; Memoirs of the Lindsays.^]
[Fußnote 30: ^Act. Parl. Scot. March 14. 1689; History of the late
Revolution in Scotland, 1690; An Account of the Proceedings of die
Estates of Scotland, fol. London 1689.^]
[Fußnote 31: Balcarras' Erzählung stellt sowohl Hamilton als Athol in
einem sehr ungünstigen Lichte dar. Siehe auch ^Life of James, II. 338,
339.^]
[Fußnote 32: ^Act. Parl. Scot. March 14. 1688/89; Balcarras's Memoirs;
History of the late Revolution in Scotland; Life of James, II. 342.^]
[Fußnote 33: ^Balcarras's Memoirs; History of the late Revolution in
Scotland, 1690.^]
[Fußnote 34: ^Act. Parl. Scot. March 14, 15. 1689; Balcarras's Memoirs;
London Gazette, March 25; History of the late Revolution in Scotland
1690; Account of the Proceedings of the Estates of Scotland, 1689.^]