Seit drei Menschenaltern schöpft ihr
Aus dem Meere dieser Weisheit;
Habt ihr keinen Tropfen, laßt mich
Wissen trinken, denn mich dürstet.
=Scherenberg= (Der letzte Maurenkönig)
Es dämmerte und die ersten Sterne zogen blaß herauf, als wir unsern
Heimweg antraten. Unser Spezialführer auf dem Alt-Geltower Kirchhof
blieb zurück. Welche Gegensätze hatten eben zu uns gesprochen! Ein
gelehrter, bienenfleißiger Sammler; ein Lebemann, „der die Bibliothek
seines Vaters in den _Keller_ trug“, und als Dritter ein Parkhüter, der
in den Bäumen seines Wildparks so gut Bescheid wußte, wie sein Nachbar
in seinen Büchern. Ein schlichtes Dasein, diese Parkhüter-Existenz,
und doch war der blutige Ernst des Lebens erschütternder an sie
herangetreten, als an das Leben dessen, der im Granatregen von Giurgewo
spazieren gegangen war und dreizehn Duelle als Gesandter in Rio auf
einmal kontrahiert hatte.
So plauderten mein Gefährte und ich, bis die wechselnde Szenerie
unserm Gespräch eine andere Richtung gab. Wir hielten immer noch die
Dorfstraße inne; aber das Dorf selbst schien ein anderes geworden, und
in der Tat waren wir aus _Alt_-Geltow in _Neu_-Geltow hineingeraten.
Der Unterschied war so groß, daß er sich uns aufdrängen mußte. Der
dörfische Charakter hatte aufgehört, Sommerhäuser waren an seine Stelle
getreten; klein, einstöckig, aber von großer Sauberkeit, und überall
da, wo ein Vorgarten war oder wo sich Caprifolium- und Rosenbüsche
um Tür und Fenster zogen, voll Anmut und malerischem Reiz. In Front
der Häuschen standen gedeckte Tische: Kabaretts, Fruchtschalen mit
Erd- und Himbeeren gefüllt, Milchsatten und geriebenes Schwarzbrot,
während in der Mitte der dichtbesetzten Tafel ein Tee-Apparat und eine
Milchglas-Lampe aufragte, deren Flamme ohne jegliches Flackern brannte.
Denn kein Luftzug ging. Dies Bild wiederholte sich von Haus zu Haus,
und ihre Gesamtheit erinnerte mich lebhaft an kleine Ostsee-Badeörter,
wo an Juli-Abenden die Binnenländischen von Spree und Havel in Front
der Schiffer- und Lotsen-Häuser sitzen und sich an Blaubeeren mit Milch
erlaben, während irgend eine Flagge oder ein roter Wimpel von dem
Frontgiebel des Hauses niederhängt.
Die Szenerie dieselbe, aber nicht die Menschen. Während in jenen
Badeörtern das _Weibliche_ prävaliert und die scharf akzentuierten
Laute, die jetzt Agathen und Elisen, jetzt Helenen und Klementinen zur
Ordnung rufen, schon auf dreißig Schritt keinen Zweifel darüber lassen,
daß hier eine Residenzmutter sich niedergelassen hat, -- wir sagen,
während das _Weibliche_, die Glucke mit den Küchlein, die Signatur
jener baltischen Badeplätze ist, herrscht hier das _Männliche_ bis zu
einem Grade vor, daß man Neu-Geltow als ein ausgebautes Mönchskloster
bezeichnen könnte, als eine Benediktiner-Genossenschaft, deren Zellen
in Gestalt kleiner Häuschen neben einander gestellt worden sind.
Ich habe diese Auswahl unter den Mönchsorden mit gutem Vorsatz
getroffen, denn die Benediktiner sind die Studier-Mönche und was hier
in diesen Neu-Geltower Zellen haust und wohnt, das sind in der Tat
Wissenschafts-Beflissene, das sind junge Männer, die sich an dieser
stillen, abgelegenen Stelle „Studierens halber“ aufhalten.
Es hat damit folgende Bewandtnis.
In Preußen (wie in China) ist nichts ohne Examen! Alle Examina sind
Klippengrund, besonders die juristischen. Aber wenn schon das Examen
des _Gerichts_-Assessors den gefürchteten „Needles“ entspricht, in
deren Umkreis die Schiffe zu Hunderten liegen, so entspricht das Examen
des _Regierungs_-Assessors den Goodwin-Sands, wo die Mastspitzen
der Verlorengegangenen so dicht aufragen, wie die Kreuze auf einem
großstädtischen Kirchhof.
Solche und ähnliche Betrachtungen mochten es sein, die vor etwa zwanzig
Jahren einen ~Dr.~ Förstermann anspornten, der bedrängten Menschheit zu
Hilfe zu eilen. Dem Plan folgte die Ausführung. In das schöne, beinah
schloßartig gelegene Haus des alten Meusebach zog der junge Doktor ein;
die Bibliothekzimmer wurden zu Klassen und Auditorien, und ein Institut
entstand, das sich, „einem tiefgefühlten Bedürfnis entsprechend,“ rasch
emporarbeitete und die Zahlen und Tabellen der Schiffbruch-Statistik
erheblich reduzierte, während Neu-Geltow mehr und mehr jenen
Klostercharakter annahm, den wir vorstehend bezeichnet haben. Auch ein
Gelübde hatten die Eintretenden zu leisten; keins der drei großen, am
wenigsten das der Armut, wohl aber das _eine_: jede der beim Examen an
sie gerichteten Fragen gewissenhaft zu notieren und mitzuteilen. Diese
Fragen, nunmehr Eigentum des Instituts, wurden in das goldene Buch des
Hauses eingetragen und was in Upsala der ~Codex argenteus~, oder in
London die Tischendorfsche Bibel ist, das wurde im Förstermannschen
Institut ~Codex aureus~. An ihm hing alles; er wog alles andere auf.
Es war der Koran des Omar. „Wenn in anderen Büchern dasselbe steht, so
sind sie überflüssig; wenn in ihnen etwas anderes steht, so sind sie
unbrauchbar, _gefährlich_.“ Wie die Welt auf der Schildkröte ruht, so
ruhte das Institut auf diesem Buch. Und doch kam es anders, als ~Dr.~
Förstermann gedacht hatte.
Die Zeit schritt vorwärts, Preußen mit, und mit ihm -- seine
Steuern. Ruhm war nie billig. An ~Dr.~ Förstermanns Tür klopfte die
„Einschätzungskommission“, klopfte häufiger und immer stärker, und
müde der drohenden Schraube ohne Ende, schloß er das Institut. Die
Studiermönche von Neu-Geltow waren haupt- und führerlos. Der Orden
schien seiner Auflösung nahe.
Aber er schien es nur. Ein junger begnadeter Referendarius, der noch
nicht lange genug da war, um den Wald vor Bäumen nicht zu sehen, trat
in den Kreis der bemoosten Häupter und sprach wie folgt: „Brüder! Ein
Blitz aus heiterm Himmel hat unsern Orden getroffen. Wir sind wie
gelähmt. Aber verloren ist nur, was sich selber verloren gibt. Ich
schlage vor: geben wir uns _nicht_ verloren. (Beifall. Ironisches
Lächeln.) Ich wiederhole: geben wir uns _nicht_ verloren. Kommilitonen,
wir haben das goldene Buch. (Nein, nein! ja, ja!) Wir _haben_ das
goldene Buch. Wir haben nicht den toten Einband, (gut, gut!) aber
wir haben alles, was lebendig an diesem Buche ist, wir haben -- die
_Fragen_. Wir kennen sie, sie sind uns gegenwärtig. Was soll uns die
Aufzeichnung? Was soll uns das Geschriebene? Wir haben die _Tradition_.
Wir sind führerlos, führen wir uns selbst. Der Staat, _unser_ Staat
über alles. ‚~L'état c'est nous!~‘“
Eine außerordentliche Bewegung hatte sich aller bemächtigt. „Das Ei des
Kolumbus!“ riefen einige der Bemoosten. Man schüttelte sich die Hände,
es war eine Szene wie auf der Rütli-Wiese; alte Gelübde wurden erneuert
und was mehr ist, man hielt sie. Neu-Geltow blieb. Die villenartigen
Häuschen, die, wenn der ~Exodus Referendariorum~ eine Wirklichkeit
geworden wäre, längst ihr zierliches Blütengerank mit Kürbis und
Stangenbohnen vertauscht haben würden, verblieben in ihrem Rosen- und
Geisblattschmuck, und nichts war geschehen als -- die Verfassung war
geändert. Die monarchische Spitze war abgebrochen, errungen war eine
freie Schweiz.
Während wir über Dies und Ähnliches sprachen, hatten wir die letzten
Häuser von Neu-Geltow erreicht, und müde vom Marschieren, dazu trocken
in der Kehle, setzten wir uns auf eine am Ackerland liegende Walze, um
hier aus freier Hand ein etwas verspätetes Vesperbrot einzunehmen. Ich
richtete dabei allerhand Fragen an meinen Gefährten, der, wie sich der
Leser aus früheren Kapiteln freundlich erinnern wird, diese Territorien
zwischen Havel und Schwielow-See wie seine zweite Heimat kannte, und
ließ mir unter immer wachsendem Interesse von den sozialen Zuständen
dieser Kolonie erzählen, von Parteien und Gegensätzen, von Krieg
und Frieden, von Reunions und Festlichkeiten und von den delikaten
Beziehungen zwischen Wirten und Mietern.
„Diese Beziehungen,“ so nahm der Gefährte eingehender das Wort, „sind
sehr gut, wie Sie sich denken können; es wird hier studiert, aber
es wird doch auch _gelebt_, und überraschlich ist mir immer nur das
_Eine_ erschienen, daß, bei aller persönlichen Hinneigung zu der unter
ihnen weilenden jungen Rechts- und Regierungs-Welt, die Hauswirte und
Villenbesitzer, die Autochthonen von Neu-Geltow, eine entschiedene
Vorliebe für höchst unjuristische Aushilfen an den Tag legen. Ob die
in den Zimmern ihrer Mieter aufgehäuften Wälzer und Pandektenstöße
die Frage in ihnen angeregt haben: ‚wer soll da Recht finden?‘ --
gleichviel, es ist eine Tatsache, daß sie eine Art Passion für das
~aide toi même~ und für ein ‚abgekürztes Gerichtsverfahren‘ haben.“
„Sehen Sie hier drüben das Haus neben dem Eiskeller?“ fuhr mein
Reisegefährte fort. Ich nickte. „Nun gut; in dem zweiten Hause
dahinter, mit den Jalousien und der kleinen Veranda, wohnen zwei
Brüder, Kaufleute ihres Zeichens, die sich aus den Geschäften wohl
oder übel zurückgezogen haben und als Zimmervermieter und Hoteliers
kleineren Stils in der frischen Luft von Neu-Geltow das Nützliche mit
dem Angenehmen zu verbinden trachten. Sie heißen Robertson, erzählen
von einem rätselhaften Urgroßvater, der aus Schottland hierher
verschlagen wurde, und ihre Sofas mit Tartan in den Clan-Farben der
Robertsons überzogen. Ihre Vornamen sind Wilhelm und Robert, wobei
jener, wenn es sich darum handelt ‚~to do the honors for all Scotland~‘
im Vorteil ist, indem er sich beliebig aus einem Wilhelm in einen
William umwandeln kann, während der jüngere durch eine Art Sprachtücke
unter allen Umständen ein Robert bleibt. Er hat dafür den Vorzug der
Alliteration und eines gewissen Skandinavismus: Robert Robertson.
Sie müssen diese Abschweifung meiner Erzählung verzeihen. Aber die
beiden Brüder sind eben die Helden meiner Geschichte, und wenn es auch
eine bekannte Sache ist, daß man seine Lieblingsfiguren am besten durch
Tatsachen schildert, so werden Sie doch eine kurze Charakterisierung
gelten lassen.
Robert, zu der Zeit, wo meine Geschichte spielt, hatte die linke,
Wilhelm die rechte Seite des Hauses inne. Sie können deutlich
die Giebelfenster des Letzteren sehen. Es war an einem frischen
Oktobermorgen, die Sonne war noch nicht heraus, als Robert an die
Jalousien von seines Bruders Schlafzimmer pochte. Dieser ließ nicht
lange auf sich warten und öffnete: ‚Wilhelm, sie sind bei Dir
eingebrochen.‘ Das war ein Donnerwort.
Aber über Wilhelm kam jetzt der alte Geist seiner Heimat; die Schotten
sind scharf in Mein- und Dein-Fragen; er sprang in die Kleider, dann
in den Hof. Wer ihn gesehen hätte, hätte ausrufen müssen: jeder Zoll
ein William. Der Einbruch war rasch konstatiert: der Dieb war mit
Hilfe einer Feuerleiter in das oberste Giebelfenster, da wo Sie jetzt
das Licht sehen, eingestiegen, hatte dem nachbarlichen Rauchfang drei
Schinken und sieben Würste, einer auf dem Boden stehenden Truhe ein
Bettenbündel entführt und war dann auf demselben Wege verschwunden, auf
dem er gekommen war. Die Feuerleiter wieder an ihren Platz zu bringen,
hatte er nicht für nötig befunden.
Einen Augenblick schien guter Rat teuer, als Robert, ohne eine Ahnung
von der Wichtigkeit seiner Bemerkung zu haben, vor sich hinmurmelte:
‚und der _Kinderwagen_ ist auch weg.‘
Der ältere Bruder richtete sein Auge nach der Schuppen-Ecke, wo sonst
der Wagen zu stehen pflegte; die Stelle war leer; er stieß die linke
Faust triumphierend in die Höh und schrie: ‚Jetzt kriegen wir ihn.‘
Es war ersichtlich, daß der Dieb sich des Wagens bemächtigt hatte,
um seine Beute rascher und bequemer fortschaffen zu können; dem
Bestohlenen aber stand es auf einem Schlag vor der Seele, daß er an der
_Apartheit der Räderspur eines Kinderwagens_, die Spur des Feindes und
endlich ihn selber finden würde.
‚Sollen wir Anzeige machen?‘ unterbrach Robert.
‚Ei, was, Anzeige. Das wissen wir in Neu-Geltow besser.‘ Damit sprang
er ins Haus zurück, stülpte sich eine Filzkappe auf und stand im
nächsten Moment mit zwei Dornstöcken wieder auf dem Hof. ‚Da nimm.‘
‚Willst Du nicht lieber die Pistolen ...‘
‚Nein, ein Knüttel geht immer los.‘ Damit trat er auf die nach Potsdam
führende Chaussee. Der Bruder folgte.
Nun begann ein Suchen, wie es seit den Tagen des ‚letzten Mohikaners‘
nicht mehr erlebt worden ist. Alle Künste, die Falkenauge in seinen
besten Momenten geübt, alle Instinkte, die den Unkas und Chingachgook
jemals siegreich geleitet, wenn sie aus einem abgebrochenen Tannenzweig
oder aus dem Tritt des Mokassins die Spur zu entdecken und die schon
verlorene wieder aufzufinden wußten, alle diese Künste und Instinkte
sie wurden überboten von dem, was jetzt William Robertson in dieser
frühen Oktoberstunde leistete. Das Terrain war das schwierigste von der
Welt. Es hatte in der Nacht geregnet, und der Staub, der sonst auf der
Chaussee liegt, war weggespült worden. Aber wenn die harte Steinstraße
keine Spur herausgab, so zeigte sie sich dafür allemal da, wo der
Kinderwagen momentan in den sogenannten Sommerweg eingebogen war, wie
in eine Form gegossen. Die Brüder sprachen kein Wort, aber in solchem
Augenblick begrüßten sich ihre Blicke.
So hatten sie die Spur bis zum Tore verfolgt; hier mußte
sich's entscheiden. War er ein Potsdamer und hier in die Stadt
_hinein_gefahren, so waren alle Mühen umsonst gewesen; war er aber ein
_Berliner_ (und allerhand Zeichen hatten schon dafür gesprochen), war
er statt _in_ die Stadt, um diese _herum_ und auf die Berliner Chaussee
gebogen, so mußte er eingeholt werden. Richtig; da war die Spur. Der
Sieg gestaltete sich mutmaßlich nur noch zu einer Frage der Zeit.
Also weiter. Es war jetzt schon um die neunte Stunde. Als sie eben
die große Glienicker Brücke passiert hatten, sahen sie eine Schwadron
Garde-Husaren des Weges kommen. ‚Habt ihr nicht einen Mann und einen
Kinderwagen gesehen?‘ ‚Ja wohl; er muß jetzt hinter Drei-Linden sein,
auf Neu-Zehlendorf zu.‘
Die Hoffnung sank wieder. Der Vorsprung war zu groß. Die Kräfte
ließen nach. In diesem kritischen Moment indessen kam von einem der
Etablissements her eine Morgendroschke gefahren, die nach Potsdam
zurück wollte. ‚Halt! Zwanzig Silbergroschen bis Neu-Zehlendorf.‘
Der Kutscher rührte sich nicht. ‚Einen Taler.‘ Er nickte. ‚Noch ein
Trinkgeld, Kutscher, aber nun laßt euren Wettrenner laufen.‘
Was soll ich die Katastrophe länger hinausschieben! Sie erraten
ohnehin den Ausgang. In einem Chausseegraben zwischen Drei-Linden
und Zehlendorf, hart zur Linken des Weges, saß der Gegenstand dieser
energischen Suche und frühstückte, eine der geraubten Speckseiten
neben sich, mit der ganzen Ruhe eines guten Gewissens, während der
Kinderwagen mit seinem Bettenbündel wie das Junge eines Frachtwagens
mitten auf der Chaussee stand. Dieser letztere Umstand sollte dem
arglosen Frühstücker besonders verhängnisvoll werden, denn die gestörte
Straßen-Kommunikation ließ nunmehr ein Ausbiegen nach links hin oder
das ‚Gewinnen der inneren Linie‘, wie die Strategen sagen würden,
völlig unverfänglich erscheinen. So gelang ein totaler Überfall. Im
Moment des Vorbeifahrens stürzten sich die beiden Brüder aus der schon
vorher leise geöffneten Droschkentür auf ihr Opfer, entrissen ihm,
unter Geltendmachung ihrer ‚immer los gehenden Waffe‘, das Klappmesser,
das der Überraschte einen Augenblick Miene machte ~à deux mains~ zu
gebrauchen, und luden ihn dann ein, den Mittelplatz in ihrer Droschke
einzunehmen. ‚Er werde wohl müde sein.‘ Der Kinderwagen wurde angehakt
und so ging es im Triumph rückwärts, über die Glienicker Brücke.
‚_Jetzt_ wollen wir Anzeige machen‘, rief William seinem Bruder zu.
‚_Wer die Doktors kennt_, kuriert sich erst selber.‘
Da haben Sie meine Geschichte. Sie mag Ihnen den Satz illustrieren,
womit ich anfing, die Neigung zum ‚abgekürzten Verfahren.‘“
Unser Vesperbrot war längst beendet; wir erhoben uns von unsrer Walze
und schritten munter in den Forst hinein. Es dunkelte stark, trotzdem
die Sterne jetzt heller schienen. Wo eine Lichtung war und ein mäßig
heller Schein auf den Weg fiel, musterte ich unwillkürlich die Gleise,
ob nicht eine Kinderwagen-Spur sie durchschnitt oder begleitete.