Wieder achtzehn Jahre später. Im Herrenhause zu Wust ist es still
geblieben wie vordem, die Zimmer sind leer und nur die Gruft hat sich
gefüllt. Die Mutter Hans Hermanns und er selber sind längst nicht mehr
die einzigen Bewohner darin. Die ganze Familie des Feldmarschalls
ist in den weißgetünchten Raum eingezogen: er selber, seine zweite
Frau, seine zwei Söhne zweiter Ehe. Die Wuster Linie war mit ihnen
ausgestorben und die Linie des anderen Bruders, des Kammer-Präsidenten,
war jetzt Besitzer von Wust geworden.
Aber auch dieser ältere Bruder hielt sich fern. Es schien, als ob Wust
nur noch dazu dienen sollte, Begräbnisplatz der Familie zu sein.