»Stoff und Darstellung sind in eine unauflösliche Verbindung getreten,«
sagst du. Ich möchte lieber sagen: Stoff und Künstler. Aber was ist der
Stoff? Wann wird der Stoff »daseinsnotwendig«? Wann erhält er die
Unleugbarkeit eines von der Natur selbst Geschaffenen? Wahrscheinlich
muß der eine ihn erleben, der zweite erfinden, der dritte aus der
Geschichte nehmen. Dieser braucht eine regelrechte Fabel, jener webt
seine Gebilde wie aus einem Traum heraus, der die Bewegung und Stimmung
des Lebens und doch die Gesammeltheit der Dichtung hat. Das Wichtige ist
demnach nicht die Art des Stoffes selbst, sondern die Intensität der
Vision, die er erzeugt und die nicht auf einem Bild zu beruhen braucht,
sondern oft, dem Nebelball der Urwelten gleich, Feuer und Vegetation
noch in sich verborgen tragen kann.