*Dulce est desipere in loco,*
Lieblich ist's, zu seiner Zeit den Thoren spielen,
was ~Seneca~ ("De tranquill. anim." 15, g. End.) in der Form "aliquando
et insanire iucundum est" auf einen griechischen Dichter zurückführt.
Vielleicht meint er ~Menanders~ "καὶ συμμανῆναι δ' ἔνια δεῖ",
"man muss mit Andern auch mal thöricht sein" (bei Clemens Alexandrinus
"Stromat." VI, p. 204; Bentley: συμμανῆναι für συμβῆναι).--
Aus den "Epoden" (um 30 v. Chr.) des ~Horaz~ ist bekannt 2, 1:
*Beatus ille, qui procul negotiis*
(_Ut prisca gens mortalium_)
*Paterna rura bobus exercet suis*
(_Solutus omni fenore;_)
Glückselig, wer dem Treiben der Geschäfte fern
Gleichwie die Menschheit alter Zeit
Mit eignen Rindern sein ererbtes Gut bepflügt
Von allen Wucherplagen frei.--
Den "Satiren" des Horaz entnehmen wir I (ersch. 35 v. Chr.) 1, 24:
(_Quamquam_) *ridentem dicere verum*
(_Quid vetat?_)
(_Doch_) *lächelnd die Wahrheit sagen* (_was hindert daran?_),
welche Stelle meistens umgeändert wird in:
*Ridendo dicere verum.*
I, 1, 69 und 70:
*Mutato nomine de te fabula narratur;*
Die Geschichte handelt von dir, nur der Name ist geändert;