Wo's keinen Wein mehr giebt, giebt's keine Liebe.--

In des ~Terenz~ "Heautontimorumenos" (s. auch unter: Menander) 1, 1, 25

heisst es:

*Homo sum; humani nihil a me alienum puto,*

Mensch bin ich; nichts, was menschlich, acht' ich mir als fremd.

Es liegt hier wohl zweifellos die Übersetzung eines, schon im

Menanderschen Original befindlich gewesenen Wortes vor.--

Aus des ~Terenz~ "Adelphi" 4, 1, 21 citieren wir den erschreckten Ruf

des Syrus, als er Ctesiphos Vater plötzlich erblickt, über den er

gerade mit jenem spricht:

*Lupus in fabula!*

(~Cicero~ "ad. Attic." 13, 33 wendet das Wort an, das schon bei

~Plautus~ "Stich." 4, 1, 71 in der Form "ecce tibi lupum in sermone"

vorkommt.) Zu übersetzen wäre: "Wenn man vom Wolf spricht, ist er

nicht weit"; doch wollen andere Ausleger den Volksglauben der Alten

hineinziehen, dass man beim Anblick eines Wolfes verstummen müsse (s.

Voss z. Vergils Ecl. 9, 54 u. Meineke zu Theokrits Id. 14, 22), da ja

auch die plötzliche Ankunft dessen, von dem wir reden, uns verstummen

mache.--

"Adelphi" 4, 7, 21-23 heisst es:

"Ita vita est hominum, quasi, cum ludas tesseris;

Si illud, quod maxume opus est iactu, non cadit,

Illud quod cecidit forte, id arte ut corrigas".

"So gleicht des Menschen Leben einem Würfelspiel:

Wenn just der Wurf, den man am meisten braucht nicht fällt,

So korrigiert man, was der Zufall gab, durch Kunst".

Geflügelte Worte: Der Citatenschatz des deutschen Volkes · 第 249 / 438 题