*Dulcinea;*
wir lassen verblendete Draufgänger, die Windmühlen für Riesen halten,
wie Don Quijote (I, 8),
*mit Windmühlen kämpfen,*
(molinos de viento acometer)
und nennen einen Kopfhänger, wie Sancho Pansa (I, 19) seinen von
Schlägen zerbläuten Herrn, einen
*Ritter von der traurigen Gestalt*
(El Caballero de la Triste Figura).--
* * * * *
Der Titel eines Lustspiels von Don Pedro *Calderon* (1600-81) ist:
"El secreto á voces",
wonach Carlo ~Gozzi~ (Venezia. Colombani 1772, Tom. 4) sein in Modena
bereits 1769 gegebenes Stück
"Il pubblico secreto"
verfasste, das zuerst (1781) F. W. ~Gotter~ für uns bearbeitete, unter
dem Titel:
"_Das_ *öffentliche Geheimnis*",
und später Karl ~Blum~ (1786-1844) unter dem Titel:
"_Das_ *laute Geheimnis*".
~Schiller~ citiert schon in einem Brief an Koerner (4. Sept. 1794):
"Was man in einer Zeitung und auf dem Katheder sagt, ist immer ein
öffentliches Geheimnis".--
Auch citieren wir deutsch ~Calderons~ Lustspieltitel "La vida es sueño":
*Das Leben ein Traum.--*
Von ~Calderon~ stammt auch (aus dem vor 1644 erschienenen Stück "In
diesem Leben ist Alles wahr und Alles Lüge") der Ausspruch her:
Ultima razon de Reyes ...
"Das letzte Wort der Könige
(im Kriege sind Pulver und Kugeln").--Ludwig XIV. wählte hiernach für
die französischen Geschütze (wohl um 1650, da sie sich nicht früher
findet) die schlecht-lateinische Inschrift:
Ultima ratio regum,
welche durch Beschluss der Assemblée vom 17. Aug. 1796 verpönt
wurde.--In Preussen tritt nach Preuss ("Oeuvres de Frédéric-le-Grand"
XI, p. 118)
*Ultima ratio regis*
seit 1742 als Kanonen-Inschrift auf. Alle Bronzegeschütze Friedrichs
des Grossen trugen sie, die eisernen aus Haltbarkeitsrücksichten
nicht; weshalb sie bei den meistens eisernen Festungsgeschützen ganz
fortblieb. Daher rührt es, dass heut die Inschrift nur bei preussischen
Feldgeschützen vorkommt und nicht bei Festungsgeschützen, gleichviel ob
sie aus Bronze, Eisen oder Stahl sind.--