*Lovelace,*
einer Figur seines Romans "Clarissa Harlowe" (1749), und ist für uns
der Urheber des Wortes
*sentimental,*
denn "sentimental" wird in seinem Romane "Sir Charles Grandison" (1753.
Bd. 6, Brief 52) durch liegende Schrift als neu und ungewöhnlich
bezeichnet und im Index angeführt. Zwölf Jahre später erschien
~Sternes~ Buch "Yorick's sentimental journey", dessen Verdeutscher
J. J. Ch. ~Bode~ (1768) den Titel auf ~Lessings~ Rat mit "Yoricks
empfindsame Reise" wiedergab. In der Vorrede führt Bode Lessings eigene
Worte also an:
"Es kommt darauf an, Wort durch Wort zu übersetzen, nicht eines durch
mehrere zu umschreiben. Bemerken Sie sodann, dass "sentimental"
ein neues Wort ist. War es Sterne erlaubt, sich ein neues Wort zu
bilden, so muss es eben darum auch seinem Übersetzer erlaubt sein.
Die Engländer hatten gar kein Adjectivum von 'sentiment', wir
haben von 'Empfindung' mehr als eines: 'empfindlich, empfindbar,
empfindungsreich', aber diese sagen alle etwas anderes. Wagen Sie
'empfindsam'! wenn eine mühsame Reise heisst, bei der viel Mühe
ist, so kann ja auch eine empfindsame Reise heissen, bei der viel
Empfindung war; ich will nicht sagen, dass Sie die Analogie ganz auf
Ihrer Seite haben dürften. Aber was sich die Leser vor's erste bei
dem Worte noch nicht denken, mögen sie sich nach und nach dabei zu
denken gewöhnen".
Lessing bildete also das Wort:
*empfindsam*
nach "sentimental", das er irrtümlich für eine Erfindung Sternes
hielt. Noch 1769 braucht ~Herder~ in seinen "Kritischen Wäldern" stets
"Empfindbarkeit".--
* * * * *
Aus ~Benjamin~ *Franklin*s (1706-90) "Weg zum Reichtum" ist:
*Three removes are as bad as a fire.*
Dreimal umziehen ist so gut, wie einmal abbrennen,
ebendaher ist:
*Early to bed and early to rise,
Makes a man healthy, wealthy and wise,*
Früh zu Bett, früh auf der Reise,
Macht gesund und reich und weise.--
* * * * *
Das gelegentlich einmal von Samuel *Johnson* (1709-84) gebrauchte
und von seinem Biographen ~Boswell~ (im 66. Lebensjahre Johnsons)
mitgeteilte
*Hell is paved with good intentions,*
Die Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert,
führt ~Walter Scott~ in seinem Werke "Die Braut von Lammermoor" (1819),
B. 1, Kap. 7 auf einen englischen Theologen zurück. Wahrscheinlich
meint er Georg ~Herbert~ († 1632), der in "Iacula prudentum" (S. 11,
Ausg. von 1651) denselben Gedanken in der Form: