*der feine Griff und der rechte Ton*
fehle, den man nur in des Feldherrn Nähe lernen könne. Der Jäger
erwidert darauf:
*Wie er räuspert und wie er spuckt,
Das habt ihr ihm glücklich abgeguckt.*
was aus ~Molières~ "Femmes savantes" 1, 1 entlehnt ist, wo Armande sagt:
Wer sich nach andern bilden will und achten.
Hat ihren guten Sitten nachzutrachten.
Das heisst gewiss sein Vorbild nicht erreichen,
Im Räuspern nur und Spucken (tousser et cracher) ihm zu gleichen.
~Moland~ sagt in seiner Molière-Ausgabe, VII, Paris 1864: "Molière
bringt hier nur eine sprichwörtliche Redensart, die zu seiner Zeit
gebräuchlich war, in Verse", und führt zum Beleg "Francien" von
~Sorel~, Buch XI an: "ce n'est pas imiter un homme que peter et
tousser comme lui".
Der Anfang der Kapuzinerpredigt[45] in "Wallensteins Lager" lautet:
*Heisa, juchheia! Dudeldumdei!
Das geht ja hoch her. Bin auch dabei!*
[Fußnote 45: Manche meinen, das Wort "Kapuzinade" sei nach dieser
Schwankpredigt gebildet, aber es ist älter als Schillers "Wallensteins
Lager", und wer es zuerst brauchte, ist noch unentschieden.]
Es treten im Lager zwei Arquebusiere auf, philisterhafte Gesellen, die
sich zweimalige Kritiken zuziehen, im 10. Auftritt:
(_Lass sie gehen, sind_) *Tiefenbacher,
Gevatter Schneider und Handschuhmacher,*
und im 11. Auftritt:
(_Schad' um die Leut; sind sonst wackre Brüder_)
*Aber das denkt wie ein Seifensieder.*
Aus dem Schlussworte des letzten von Körner, Zahn, Zelter und Zumsteeg
komponierten Chorgesanges in "Wallensteins Lager" wird citiert:
*Und setzet ihr nicht das Leben ein,
Nie wird euch das Leben gewonnen sein.--*
* * * * *
Dem Musen-Almanach für das Jahr 1799 entnehmen wir folgende Citate: aus
~Schillers~ Ballade "Der Kampf mit dem Drachen" (S. 151):
*Was rennt das Volk, was wälzt sich dort
Die langen Gassen brausend fort?
Mut zeiget auch der Mameluck,
Gehorsam ist des Christen Schmuck;*
aus seiner "Bürgschaft" (S. 176);
*Möros, den Dolch im Gewande;
Das sollst du am Kreuze bereuen;