Im Jahre 1827 schenkte uns ~Goethe~ das Wort

*Weltliteratur.*

Zu dieser Zeit entstand sein also betiteltes Gedicht (in

"Epigrammatisch"); in seinen "Sprüchen in Prosa ..." heisst es gegen

Ende der 6. Abteilung: "Jetzt da sich eine Weltliteratur einleitet,

hat, genau besehen, der Deutsche am meisten zu verlieren; er wird wohl

thun, dieser Warnung zu gedenken". Auch findet sich bei Goethe (Cotta

1840. XXXII, 433-8) unter "Ferneres über Weltliteratur" ein Wink, wie

sich der Einzelne dieser Erscheinung gegenüber gedeihlich zu verhalten

habe. Endlich sprach er zu Eckermann 31. Jan. 1827: "Nationalliteratur

will jetzt nicht viel sagen, die Epoche der Weltliteratur ist an der

Zeit, und jeder muss jetzt dazu wirken, diese Epoche zu beschleunigen";

und (15. July 1827): "Es ist sehr artig, dass wir jetzt, bei dem engen

Verkehr zwischen Franzosen, Engländern und Deutschen, in den Fall

kommen, uns einander zu corrigieren. Das ist der grosse Nutzen, der bei

einer Weltliteratur herauskommt und der sich immer mehr zeigen wird".--

* * * * *

Aus ~Goethes~ 1831 vollendetem, 1833 bei Cotta in Stuttgart

erschienenen 2. Teil des "Faust" wird citiert:

Geflügelte Worte: Der Citatenschatz des deutschen Volkes · 第 151 / 438 题