Philipp *von Zesen* (1619-89), wendete

*lustwandeln*

in "Der Adriatischen Rosemund" (1645) zum ersten Male für "spazieren

gehen" an. Mit seinen anderen, S. 366 daselbst zusammengestellten

Verdeutschungen drang er nicht durch; aber "lustwandeln" erhielt sich,

weil es den Spott ganz besonders hervorrief. Christian ~Weise~ macht

sich in dem satirischen Romane (1672) "Die drei ärgsten Erznarren in

der ganzen Welt", Kap. 11 darüber lustig, sowie ~Grimmelshausen~

in "Des weltberühmten Simplicissimi Pralerey und Gepräng mit seinem

Teutschen Michel u.s.w." (o. O. u. J. Kap. 5 g. E.). Im obengenannten

Verzeichnisse bildete Zesen das Wort

*Gottestisch* (_für Altar_)

wohl mit Anlehnung an 1. Kor. 10, 21 "Teilhaftig sein des Herrn

Tisches".--

* * * * *

Samuel *Rodigast* (1649-1708) dichtete das evangelische Gesangbuchlied:

*Was Gott thut, das ist wohlgethan.--*

* * * * *

Geflügelte Worte: Der Citatenschatz des deutschen Volkes · 第 137 / 438 题