*kein hochzeitlich Kleid anhaben.--*
Matth. 22, 21; Markus 12, 17; Luk. 20, 25 liest man:
(_So_) *gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gotte, was
Gottes ist.--*
Matth. 23, 3: "Alles nun, was sie (die Schriftgelehrten und Pharisäer)
euch sagen, das ihr halten sollt, das haltet und thut es; aber nach
ihren Werken sollt ihr nicht thun. Sie sagen es wohl, und thun es
nicht", ist die Quelle unseres
*Haltet Euch an meine Worte und nicht an meine Werke!*
Nach ~Livius~ 7, 32 sagte der Consul Valerius (343 v. Chr.) "facta
mea, non dicta vos, milites, sequi volo"--"Soldaten, ich will, dass
ihr meinen Thaten, nicht meinen Worten folget".--
Matth. 23, 15 lautet: "Wehe euch, Schriftgelehrten und Pharisäern,
ihr Heuchler, die ihr Land und Wasser umziehet, dass ihr ~Einen~
Judengenossen machet (ποιῆσαι ἕνα προσήλυτον); und wenn er
es geworden ist, macht ihr aus ihm ein Kind der Hölle, zwiefältig mehr,
denn ihr seyd". Mit Hinzuziehung des griechischen Textes bildete man
hieraus das verächtliche Wort:
*Proselytenmacherei.--*
Auf Matth. 23, 23 und Lukas 11, 42: "Dies sollte man thun und jenes
nicht lassen" beruht:
*Eines thun und das andere nicht lassen.--*
Von Leuten, die im Nichtigen gewissenhaft und im Wichtigen gewissenlos
sind, sagen wir, dass sie
*Mücken seigen* (_d.h. durch ein Sieb entfernen_) *und Kameele
verschlucken,*
wie Jesus nach Matth. 23, 24 zu den Schriftgelehrten und Pharisäern
sprach: "Ihr verblendete Leiter, die ihr Mücken seiget und Kameele
verschlucket".--
Matth. 23, 27 werden die Schriftgelehrten und Pharisäer Heuchler
genannt und
"*Übertünchte Gräber,*
welche auswendig hübsch scheinen, aber inwendig sind sie voller
Totenbeine und alles Unflats".--
Matth. 24, 2 (vrgl. Mark. 13, 2; Luk. 19, 44; 21, 6) spricht Jesus in
Jerusalem: "Es wird hier nicht ein Stein auf dem andern bleiben, der
nicht zerbrochen werde". Danach sagt man von Dingen und Verhältnissen,
die der völligen Zerstörung entgegengehen:
*Es wird kein Stein auf dem andern bleiben.--*