*Bubenstück*
über mich beschlossen: wenn er liegt, soll er nicht wieder aufstehen".--
Aus Psalm 42, 2 citieren Dürstende:
*Wie der Hirsch schreiet nach frischem Wasser.--*
Den Ausdruck:
*Falsche Zunge* _und_ *falsche Zungen*
lesen wir Psalm 52, 6; 120, 2; Sprüche 6, 17; 12, 19; 26, 28; Micha 6,
12.--
Psalm 73, 19 (s. Gefl. Worte aus der Geschichte: Schill) heisst es:
*Ein Ende mit Schrecken nehmen.--*
Aus Psalm 75, 9 ist der Scherz entwickelt:
*Die Gottlosen kriegen die Neige,*
oder:
*Der Rest ist für die Gottlosen;*
denn der Herr wird dort als ein Schenk dargestellt, der uns aus einem
Becher starken Weines tränkt; aber "die Gottlosen" heisst es weiter,
"müssen alle trinken und die Hefen aussaufen". Jeremias 25, 15-28
reicht der Herr dem Propheten einen "Becher Weins voll Zorn" zum
Ausschenken.--
*Jammerthal,*
(Psalm 84, 7; nach der Vulgata Ps. 83, 7: "vallis lacrymarum") ist
längst vor Luther aus dieser Bibelstelle gebildet worden.
~Hugo von Trimberg~ (1260-1309) wendet es in "Dem Renner", Vers 235
und 896 an. (Nach der Erlanger Handschrift, herausg. in Bamberg
1834-36.) In Grimms Wörterbuch sind eine Menge Stellen angegeben, wo
es citiert wird.--
Psalm 90, 10 steht:
*Unser Leben währet siebenzig Jahr, und wenn's hoch kommt, so sinds
achtzig Jahr, und wenn's köstlich gewesen ist, so ist's Mühe und
Arbeit gewesen.*