Hiob 8, 9 heisst es:
(_Denn_) *wir sind von gestern* (_her und wissen nichts_).--
Aus Hiob 10, 22: "(Ehe denn ich hingehe) in das Land, da es stockdick
finster ist ..." schöpfen wir das Wort:
*stockfinster.--*
Aus Hiob 15, 32: "und sein Zweig wird nicht grünen" ist die Redensart:
*auf keinen grünen Zweig kommen*
wahrscheinlich entstanden.--
*Ein leidiger Trost*
sagen wir nach Hiob 16, 2: "Ihr seid allzumal leidige Tröster".--
*Den Weg gehen, den man nicht wiederkommt*
stammt aus Hiob 16, 22: "Aber die bestimmten Jahre sind gekommen und
ich gehe hin des Weges, den ich nicht wiederkommen werde". S. oben:
"Den Weg alles Fleisches gehen".--
Nach Hiob 12, 18: "Sie (die Gottlosen) werden sein ... wie Spreu, die
der Sturmwind wegführet," sagen wir von etwas Haltlosem, Vergänglichem,
es sei
*wie Spreu im Winde.*
Vrgl. Psalm 1, 4 "wie Spreu, die der Wind zerstreuet", Psalm 35, 5
"wie Spreu vor dem Winde", sowie Hosea 13, 3 und Zephanja 2, 2.--
Hiob 21, 23; Tobias 5, 28 (vrgl. 8, 15; 14, 15); Sir. 30, 14 und 2.
Macc. 9, 20 lesen wir:
*frisch und gesund.--*
Auf Hiob 25, 3; Psalm 97, 11; 112, 4; Matth. 4, 16 beruht:
*Es geht mir ein Licht auf.--*
Hiob 27, 2 steht:
*So wahr Gott leb*(_e_)*t.--*
Aus Hiob 27, 6: "... mein Gewissen beisst mich nicht" kam uns das Wort:
*Gewissensbisse.--*
Hiob 29, 10 heisst es: "Da die Stimme der Fürstin sich verkroch und
ihre Zunge an ihrem Gaumen klebte"; Ps. 22, 16: "Meine Kräfte sind
vertrocknet wie ein Scherben und meine Zunge klebet an meinem Gaumen";
Ps. 137, 6: "Meine Zunge müsse an meinem Gaumen kleben, wo ich deiner
(Jerusalem) nicht gedenke"; Klagelieder 4, 4; "Dem Säuglinge klebt
seine Zunge am Gaumen vor Durst" und Hesekiel 3, 26: "Ich will die
Zunge an deinem Gaumen kleben lassen, dass du verstummen sollst".
Danach sagen wir:
*Es klebt einem die Zunge am Gaumen*
vor Durst, Schreck, Schwäche oder Angst.--