*Auge um Auge, Zahn um Zahn.--*
Die Verehrung des Reichtums und die Sucht nach Metallbesitz bezeichnen
wir fälschlich nach 2. Mos. 32 (wo wörtlich 'gegossenes Kalb' steht)
mit
*Anbetung des goldenen Kalbes; Tanz ums goldene Kalb;*
denn in der betreffenden Stelle handelt es sich um ein Götzenbild,
welches die Israeliten allerdings anbeteten und umtanzten, zu dessen
Herstellung sie sich aber ihres goldenen Geschmeides entäussert hatten;
auch liefert Ch. ~Beke~ (in "The Idol of Horeb: Evidence that the
Golden Image was a Cone and not a Calf", 1871) den Beweis, dass die
eigentliche Bedeutung des hebräischen Wortes nicht "Kalb", sondern
"Kegel" ist.--
Aus 2. Mos. 23, 6; 5. Mos. 16, 19; 24, 17; 27, 19; 1. Sam. 3, 3; Hiob
34, 12 (vrgl. auch Sprichw. 17, 23; 18, 5; Jes. 10, 2) entnehmen wir:
*das Recht beugen,*
nach Luther, der so übersetzt, gleichviel ob in der Vulgata
"declinare", "opprimere", "subvertere" oder "pervertere" steht. Aber es
entstand unabhängig von ihm aus den Vulgataworten (5. Mos. 27, 19 vrgl.
dazu 24, 17 und Hiob 34, 12): "maledictus, qui pervertit iudicium ..."
die Wendung:
*das Recht verdrehen*
Und daraus:
*Rechtsverdreher*
Und:
*Rechtsverdrehung.--*
Nach 2. Mos. 32, 27: "... Gürte ein jeglicher sein Schwert auf seine
Lenden ..." sagen wir für "sich kampfbereit machen":
*Seine Lenden mit dem Schwert gürten.--*