Der Augenblick, da wunderbar
Ein Auserkorner im Gefühl
Der höchsten Kraft und Selbsterkenntnis
Erfaßt des Daseins höchstes Ziel,
Der sei gesegnet immerdar.
Nicht leerer Träume Schattenpracht
Und nicht des Ruhmes Flitterglanz
Stört ihn und lockt bei Tag und Nacht
Ihn in den lauten Wirbeltanz
Der Welt. Sein Sinn hat junge Kraft,
Ist Ansporn ihm und einz'ger Rat,
Reizt ihn und treibt die Leidenschaft
Zu Edlem ihn und großer Tat.
Für sie setzt er sein Leben ein;
Mag auch der Torenpöbel schrein,
Er wird lebend'ger Trümmer wegen
Nicht wankend, denn er hört allein
Der Enkelzeit rauschenden Segen.
* * * * *
Wenn aber Trug und Traumgestalten
Mit Sucht nach Glanz ein Herz beseelen,
Dem Willenskraft und Härte fehlen,
Im Wirrwarr standhaft sich zu halten,
Dann ist es besser, ohne Fülle
Das Feld des Lebens zu durchmessen,
In der Familie, in der Stille
Des Weltenlärmes zu vergessen. -- --