21. September 1898.

In unserem Garten liegen große Stapel von Holzstämmen; die Wahehe

verdienen sich das erste Geld, was sie je in Händen gehabt, mit

Baumfällen; sie sind so eifrig dabei, daß sie mehr anbringen, wie für

die Dachbauten voraussichtlich nötig sein wird. Je nach der Güte der

Stämme erhalten sie ihre Pesas, die sie vergnügt in der Stadt beim

Händler schleunigst wieder ausgeben.

Diese Förstertätigkeit macht viel Arbeit, jeder Stamm muß besichtigt

werden, und dann zahlt Tom auch den Leuten selbst aus. Am meisten

beschäftigt ihn jetzt die Steuerfrage! Die Wahehe haben ihre Steuern

reichlich durch Kriegsdienst und Straßenbau abgeleistet, ebenso die

meisten Einwohner unseres Bezirkes. Nur die Leute am Ruaha, die

Wapawegas und andere, die für körperliche Anstrengungen zu schlaff

sind und denen der Chakula sozusagen in den Mund wächst, sollen eine

Naturaliensteuer entrichten. Von den Stadtleuten wird eine Hüttensteuer

erhoben.

Eine deutsche Frau im Innern Deutsch-Ostafrikas Elf Jahre nach Tagebuchblättern erzählt · 第 125 / 132 题