Leutnant Kuhlmann war ganz erstaunt über unsere große Stadt. An der
Küste hätte man keine Ahnung davon. Man könnte sich ein so schnelles
Wachsen einer Stadt nicht vorstellen. -- Nun, ich freue mich, wenn der
Gouverneur sich selbst von Toms Erfolgen überzeugen kann. Auch das
kann man als „echt afrikanisch“ bezeichnen, in Deutschland wenigstens
soll es nicht gerade üblich sein, daß die Offiziere sich nach den
Besichtigungen durch ihre Vorgesetzten sehnen. -- Übrigens hieß es
plötzlich, der Gouverneur sei nur noch einen Tagesmarsch von hier; ich
machte gleich Makronen, Schokoladenplätzchen, Räderkuchen, Waffeln,
alles gelang schön. Da ich gerade Honig bekam, setzte ich auch noch
Teig zu Honigkuchen an. -- Mein spezielles Departement, das des Innern
und der Haus- und Landwirtschaft, ist für den hohen Besuch ebenfalls in
bester Verfassung.
[Illustration: Das Stationshaus in Iringa.
(Zu S. 114.)]
[Illustration: Das Arbeitszimmer.
(Zu S. 115.)]
Von der Taktik der Wahehe, die Wege ungangbar zu machen, konnte auch
Leutnant Kuhlmann erzählen. Sie stecken giftige Bambusspitzen in
den Weg, verlegen denselben mit riesigen Hindernissen, die großen
Aufenthalt verursachen, oder legen kleinere Hemmnisse an, so daß
die Leute fallen oder mindestens stolpern; ferner machen sie in die
Urwälder und Pori große Sackstraßen, so daß man falsch geht; auch Graf
Fugger weiß davon ein Liedchen zu singen.