Meine Boys machen mir viel Ärger; sie stehlen wie die Raben, dazu
die angeborene Faulheit. Juma, der schon seit Jahren bei meinem Mann
ist, und von dem ich glaubte, ob seines Verwöhntseins nicht mit ihm
auszukommen, ist jetzt der Beste von allen; seine „Güte“ ist zwar
niemals aufregend, aber er bleibt sich wenigstens immer gleich und
zeigt vor allem niemals die ausgesprochen schlechten Eigenschaften
seiner schwarzen Kollegen.
Abends machen wir gewöhnlich einen Spazierritt. Die Natur ist hier
so herrlich, die Luft so klar und erfrischend, man fühlt bei jedem
Atemzug: hier ist Gesundheit, hier ist das Quisisana, dessen wir nach
all den Fiebergegenden, die wir durchzogen, so dringend benötigen.
Kleine Fieberanfälle stellen sich leider bei Tom immer noch zuweilen
ein, und selbst ich habe schon einige gehabt. Die vielen Reitwege
ringsum geben uns gute Gelegenheit, die Gegend genauer kennen zu
lernen; unsere Maultiere klimmen die steilsten Felsenpfade hinan, die
für ein Pferd wohl ganz unpassierbar sein würden.
Meine schwarzen Damen scheinen mich heute nicht zu besuchen. Kürzlich
zeigte ich ihnen einen an einem Gummiball mittels dünnen Schlauches
befestigten, recht naturgetreu aussehenden Frosch, der infolge des
Luftdruckes ganz natürlich forthüpfte: ganz wie in Europa fürchteten
sich meine schwarzen Damen auch hier vor dem kleinen Ungetüm. Schade,
daß ich bei den Weihnachtsbestellungen nicht an mehr dergleichen
Spielereien gedacht habe; Weihnachten wollen wir nämlich großartig
feiern. Hoffentlich treffen die bestellten Sendungen pünktlich ein.