D. +Zellstoffe und Holzschliff.+

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Lfd. | Art des Materials | Aschengehalt

Nr. | | %

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1 | Sulfitzellstoff, ungebl., 1 | 0,48

2 | Sulfitzellstoff, ungebl., 2 | 0,51

3 | Sulfitzellstoff, gebleicht | 0,42

4 | Mitscherlich-Zellstoff, ungebleicht | 1,25

5 | Natronzellstoff, ungebleicht | 1,40

6 | Natronzellstoff, gebleicht | 1,34

7 | Strohzellstoff, ungebleicht | 2,30

8 | Strohzellstoff, gebleicht | 0,86-1,22

9 | Birkenzellstoff, ungebleicht | 0,65

10 | Birkenzellstoff, gebleicht | 1,57

11 | Fichten-Holzschliff | 0,43

12 | Kiefern-Holzschliff | 0,70

13 | Espen-Holzschliff | 0,36-0,44

14 | Linden-Holzschliff | 0,40

Mittlerer Aschengehalt = 0,94%.

Wie aus den Tabellen B-D weiter ersichtlich ist, nähert sich der

mittlere Aschengehalt der reinen Rohstoffe, Halbzeuge, Zellstoffe und

des Holzschliffes dem Werte 1,0.

Man sieht hieraus, daß die unverbrennlichen Rückstände der

Rohmaterialien einen verschwindend geringen Bruchteil ausmachen, und

wenn man für sie rund 1% in Anrechnung bringt, so wird dieses in allen

Fällen genügen.

Ganz anders verhalten sich beispielsweise einige ausländische

Fasersorten, welche zur Herstellung von Papier benutzt werden. So

weisen die gebleichte +Adansoniafaser+ (die Bastfasern der in Afrika

heimischen +Adansonia digitata+, Affenbrotbaum) einen Aschengehalt von

5,70-7,19%, die Fasern, welche in Japan zur Herstellung von Papier

dienen, im Durchschnitt einen solchen von 2,5% auf.

Da diese Rohstoffe aber bis jetzt für die deutsche Papierfabrikation

von geringer Bedeutung sind, so können sie hier außer acht gelassen

werden.

Die zweite der oben angeführten Quellen für die Asche, der der

Papiermasse zugesetzte +Leim+, liefert bisweilen schon einen größeren

Prozentsatz an unverbrennlichen Bestandteilen. Bekanntlich wird der

größte Teil der bei uns erzeugten Papiere nicht wie früher durch

tierischen Leim, sondern durch den billigeren +Harzleim+ beschreibbar

gemacht.

Ohne hier auf die Frage einzugehen, was der leimende Faktor im Harzleim

ist, sei nur bemerkt, daß bei dem Leimen des Papiers stets mit einem

Überschuß von Alaun gearbeitet wird und auf diese Weise eine gewisse

Menge überschüssiger Tonerdeverbindungen in das Papier gelangt.

Dieselben bleiben in der Asche als Tonerde (Al_{2}O_{3}) zurück und

können unter Umständen wohl bis 2% des Papiers ausmachen. Ein geleimtes

Papier kann demnach, ohne daß ihm Füllstoffe beigemengt sind, sehr wohl

einen Aschengehalt von 3,0% aufweisen.

Endlich werden dem Papier auch aus verschiedenen Gründen, deren

Erörterung hier zu weit führen wurde, mineralische Füllstoffe direkt

zugesetzt.

Hauptsächlich verwendet werden:

+Kaolin+, Ton, Bleichererde, China Clay (Aluminiumsilikate),

+Schwerspat+ (Baryumsulfat),

+Permanentweiß+ (Blanc-fix, Blanc-Perle, künstlich hergestelltes

Baryumsulfat),

+Gips+ (Calciumsulfat),

+Asbestine+, +Talcum+ (vorzugsweise Magnesiumsilikat)

und andere.

Die Bestimmung der Aschenmenge in der Weise vorzunehmen, daß man einen

Bogen des zu prüfenden Papiers von bekanntem Gewicht verbrennt und

den übrig bleibenden schwarzen Rückstand dem Gewicht nach bestimmt,

eine Methode, wie sie wohl hin und wieder noch angewendet wird, ist

natürlich für die Erlangung einigermaßen genauer Werte unzulänglich, da

das Gewicht der noch nicht verbrannten Kohle mit zur Asche gerechnet

wird.

Wenn es auch für die Zwecke der technischen Papierprüfung als

überflüssig erscheinen muß, eine Aschenbestimmung beispielsweise

bis auf 0,001 g genau auszuführen, denn ein so genaues Arbeiten

ist im Hinblick auf die Ungleichartigkeit des Rohmaterials und die

ungleichmäßige Verteilung der etwa vorhandenen Füllstoffe durch die

Papiermasse[25] sowie den Zweck der Prüfung nicht angebracht, so muß

man doch Bedacht darauf nehmen, Verfahren und Apparate anzuwenden bei

denen der Fehler 0,25% nicht übersteigt.

Zwei Wagen sind es, welche zu diesem Zwecke vorzugsweise angewendet

werden und welche die geforderte Genauigkeit besitzen, nämlich die

+Post+sche und die +Reimann+sche Aschenwage.

[24] Die Bestimmungen wurden im Platintiegel mit absolut trockenem

Material ausgeführt.

[25] Ein Kupferdruckpapier ergab an verschiedenen Stellen ein und

desselben Bogens Aschenmengen von 13,65-14,71%.

Die Postsche Aschenwage.

[Illustration: Fig. 24.

Papierprüfung: Eine Anleitung zum Untersuchen von Papier · 第 36 / 90 题