Zum Zerreißen der Streifen bedient man sich verschiedener
Zerreißmaschinen, von denen hier die vier wichtigsten, die von
+Schopper+, +Wendler+, +Hartig-Reusch+ und +Leuner+ beschrieben werden
sollen.[8]
[1] Vergl. S. 28.
[2] +Hoyer+ hat schon in seinem 1882 erschienenen Werk „Das Papier“
hierauf hingewiesen.
[3] Siehe Anhang.
[4] Da die Ungleichmäßigkeiten des Papierblattes an sich Abweichungen
in den Werten für Reißlänge und Bruchdehnung bedingen, so
sind die Fälle, in denen der Unterschied zwischen den beiden
Richtungen 10% und weniger beträgt, in Klammer gesetzt, weil
Unterschiede, die kleiner als 10% sind, sehr wohl Zufall sein
können.
[5] Solche Schneidevorrichtungen, sowie alle übrigen Apparate,
Instrumente, Fasern, Lösungen u. s. w. für die Zwecke der
Papierprüfung können von der Firma +Louis Schopper+ in Leipzig,
Arndtstr. 27, bezogen werden.
[6] Dr. +R. von Lenz+ prüft bei beliebiger Luftfeuchtigkeit, bestimmt
den Feuchtigkeitsgehalt des Papiers und berechnet nach einer
von ihm ermittelten Formel die Festigkeitswerte auf trockenes
Papier. (Papier-Zeitung 1891, No. 35.)
[7] Der Einfluß der Luftfeuchtigkeit auf die Festigkeitseigenschaften
des Papiers. (Mitteilungen aus den technischen Versuchsanstalten
1900, S. 133.)
[8] Auf das +Horack+sche Dasymeter, das früher vielfach benutzt
wurde und stellenweise auch heute noch zu Festigkeitsversuchen
verwendet wird, soll nicht näher eingegangen werden, wegen der
völlig unzuverlässigen Ergebnisse, welche es liefert. Eine
Beschreibung und Abbildung dieses Apparates findet man in:
„+Hoyer.+ Das Papier, seine Beschaffenheit und deren Prüfung,“
München 1882.
Schoppers Festigkeitsprüfer.
Die Kraftmessung erfolgt bei dem +Schopper+schen Festigkeitsprüfer
durch eine Neigungswage. Die Wirkungsweise des Apparates ist aus Fig. 7
ersichtlich.
Der Belastungshebel _A_ bewegt sich zwischen zwei Kreissegmenten, von
denen das vordere _B_ mit einer Teilung versehen ist, deren Bezifferung
die Kraftleistung in kg angibt. Das hintere Segment ist gezahnt und
dient zur Aufnahme der Sperrklinken, die nach dem Bruch des Streifens
das Zurückfallen des Hebels _A_ verhindern.
Statt des zweiten Armes des Krafthebels ist ein Bogensegment _C_
angebracht, über welches eine Kette _D_ läuft, die am unteren Ende die
eine Einspannklemme _E__{1} trägt. Um die Einspannung des Streifens zu
erleichtern, kann diese Klemme während des Einspannens durch einen
Haken _F_ (oder einen Stift) an dem Segment _C_ festgelegt werden.
Durch die Kette _D_ wird erreicht, daß sich die obere Klemme immer
senkrecht über der unteren _E__{2} befindet und so eine zwanglose
Beweglichkeit während des Versuches behält.
[Illustration: Fig. 7.