Hier sehen wir die bergmännische Jugend versammelt, Jungen vom 14. Jahre
an. Sie scheiden mit der Hand die reicheren Erze vom tauben Gestein,
mit dem es in der Grube auf den Erzgängen bricht. Der Scheidesteiger
belehrt und beaufsichtigt sie, doch benutzen sie dennoch jeden
unbeobachteten Augenblick zu muthwilligen Ausbrüchen, welche sie dann
mit den sogenannten Vogelpolzen, eine vieltheilige Peitsche, deren Enden
mit Knoten versehen sind, durch einige Schläge büssen müssen. Es ist
ein eigenthümlich lebendiger Anblick, vielleicht fünfzig solche Jungen
in emsiger Arbeit begriffen zu sehen, wobei es, wenn sie nicht Takt im
Schlagen halten, einen betäubenden Lärm giebt.