Die Bildhauerin Alexandra Pseleuditi stand, in ihren grauen
Arbeitsmantel gehüllt, an die Wand ihres großen kahlen Ateliers gelehnt,
auf den Stufen, die zu dem hohen Fenster führten.
Sie hielt die Hände über der Brust ineinandergeschlossen, und ihre
Gestalt wirkte seltsam fremdartig, weil die Arme in einer Parallele mit
den Schultern liefen, und auch die Züge ihres Gesichtes in den gleichen
starren Ausdruck geschlossen waren.
„Ich habe gewußt, daß Sie kommen werden,“ sagte sie.
Durch die feine, kleine Gestalt, die vor ihr wie schutzsuchend vergraben
in einem Lehnstuhl saß – dem einzigen, den es in diesem Raume gab – lief
ein Zittern.
„Es war nur so ein Einfall, das heißt ...“ sie sprach den Satz nicht zu
Ende und sah gequält umher.
Die Bildhauerin rührte sich nicht.
„Es ist auch wegen Nowotnys,“ sagte das kleine Fräulein, dessen Augen in
dem grellen Atelierlicht blinzeln mußten. „Alle Menschen um mich herum
werden plötzlich anders. Oder habe ich es früher nur nicht so gesehen?“
Ratlos bewegte die Lehrerin ihren dünnen Vogelhals hin und her.
Die Bildhauerin sah über sie hinweg, als wolle sie ihr Zeit lassen. Erst
als sie bemerkte, daß die Lehrerin nicht zu sprechen beginnen wollte,
sagte sie vorsichtig: „Ich beneide Sie um Ihren Beruf.“ Das kleine
Fräulein erschrak, wie tief und voll diese Stimme durch den großen Raum
drang. Ihre eigene, die doch sonst so sicher das große Klassenzimmer in
der Schule beherrschte, schien ihr in diesem Raume plötzlich dünn und
körperlos zu klingen, und das verstärkte ihre Unsicherheit.
„Ich arbeite in Stein, – er ist spröde und besitzt geheimnisvolles,
eigenes Leben. Sie aber, Sie dürfen im Lebenden formen und schaffen, –
das muß wunderbar sein!“
„Ja, aber man muß daran glauben können!“
„Und das können Sie plötzlich nicht mehr?“ Immer noch stand Alexandra in
der gleichen Stellung an die Wand gelehnt, und nur ihr dunkler Blick
suchte die Lehrerin.
„Es weiß ja niemand etwas von uns,“ sagte Fräulein Dr. Südekum
plötzlich. In ihr stand die Erinnerung an eine wilde Nacht auf, an eine
einsame Nacht voll Tränen. Und sie, die noch nie von sich selbst
gesprochen hatte, weil sie es so gewohnt war, zu anderen Herzen horchend
sich hinabzubeugen, empfand jäh, wie wunderbar es sein müsse, sich
einmal loslassen zu dürfen, den dumpfen Bann des Schweigens von sich
abzutun wie einen zu schweren Panzer und Worte von sich zu schleudern
wie Tränen. „Niemand weiß etwas von uns,“ sagte sie noch einmal, „und am
wenigsten wissen es die Glücklichen, denen wir dienen.“
„Sie meinen Ihre Schülerinnen?“ fragte Alexandra, ein wenig befremdet
über den heiseren Klang der anderen Stimme.
„Nein, ich meine sie, die Kinder haben, ich meine die Mütter. Niemand
denkt daran, daß ein ganzes Heer von Enterbten nur für sie lebt.“
Die Bildhauerin stand noch immer aufrecht und starr und sah auf das
blasse Menschenkind herab, in dessen Antlitz sie die Bereitschaft zu
plötzlicher und wilder Preisgabe erkannte. Wie eine kleine, weiße Motte
ist sie, dachte sie plötzlich: so ängstlich nach irgendeinem Lichte
flatternd, – so gefährdet.
Die Lehrerin, die schon einmal in den letzten Tagen den Schritt aus
ihrer Einsamkeit hinaus zum großen Mitteilen getan hatte, wenn sie sich
dann auch wieder unter den kühlen Augen des Arztes vorsichtig
zurückgenommen hatte in Masken und Lügen, gab sich, einmal ihrer
engumzäunten Sicherheit entrissen, immer hemmungsloser an die brennende
Süße des Beichtens.
Sie sah Alexandra nicht an, als sie sprach: „Da gibt es Hebammen, Frau
Alexandra, – sie sind immer wieder Zeugen der einen ersehnten und
gefürchteten Stunde, nach der sie ein Lebendes in die Arme der erwachten
Mutter legen dürfen, mit Händen, die immer wieder leer werden. Oder
wissen Sie nicht von den Kinderfrauen mit breiten, blauen Schürzen, die
ihre mütterlichen Hüften verdecken? Sie alle haben vielleicht Kinder
gehabt und verloren, sie haben vielleicht niemals gebären dürfen. Sie
singen weiche Schlummerlieder für fremde Kinder – immer wieder für
fremde Kinder.“
Betroffen sah Alexandra in das erblaßte, zuckende Gesicht des alternden
Fräuleins. Die Gewalt eines elementaren Gefühls ging plötzlich von
diesem kleinen, zarten Wesen aus, und Frau Alexandra erschrak, als sie
die Male großer Leidenschaft in den Zügen der Lehrerin erkannte.
„Denken Sie an die Kindermädchen mit ihren roten Händen,“ sagte die
Lehrerin leise. „Sehr weich und zart können diese Hände sein, wenn sie
winzige Kinderfäuste zum ersten Gebet falten, Händchen, die, groß
geworden, nicht einmal mehr grüßend zum Hute finden, wenn die Trösterin
ihrer ersten Schmerzen an ihnen vorübergeht.“
Die Lehrerin verbarg ihr blasses Gesicht zwischen den Händen, und ihre
Stimme sank in ein Flüstern: „Sie sagen, daß Sie mich um meinen Beruf
beneiden. Aber haben Sie und all die anderen Menschen schon einmal über
uns Lehrerinnen nachgedacht? Für die Großen sind wir verachtete,
belächelte Geschöpfe. Wir erinnern an die komische Schulangst, an
Aufgaben, die bittere Stunden bereiteten, vor allem aber an die lustigen
Streiche, die man uns spielte, und die uns noch in der Erinnerung so
lächerlich erscheinen lassen. Nicht wahr, so ist es doch, Frau
Alexandra? Alles andere ist in der Erinnerung an uns ausgelöscht.“ –
„Sie schweigen so stark,“ sagte plötzlich die Lehrerin, schamvoll
erwachend. „Verstehen Sie, was ich sagte?“
„Ich verstehe es, – aber ich beneide Sie um Ihre Sehnsucht. Ich beneide
Sie, weil sie einem Ziele aus Fleisch und Blut gilt, – weil sie aus
Fleisch und Blut stammt.“
„So kennen Sie das gar nicht?“ fragte die Lehrerin und sah scheu
forschend in das Gesicht der Bildhauerin. „Und Sie sind doch eine Frau?“
„Nein, ich kenne das nicht,“ antwortete Frau Alexandra ruhig, und ein
harter Zug lag plötzlich in ihrem Gesichte. „Meine Sehnsucht meint immer
nur den Stein, immer nur ihn. Sie können mir alle Namen sagen, die die
Menschen für jede Art der Sehnsucht fanden. Für mich hat jede nur eine
Richtung, nur ein Ziel: den Stein und das Leben, das ich aus ihm zwingen
will.“
Fröstelnd sah die Lehrerin auf die fremde Frau, angeweht von einer
harten Kühle.
„Aber die Liebe!“ – sagte sie plötzlich, und das Wort hing schwer und
rund in dem Schweigen des Raumes.
„Die Liebe!“ Ein spöttisches Lächeln flog über das Gesicht Alexandras.
„Das ist ein großes Wort.“
„Sagen Sie das nicht!“ flehte das kleine Fräulein. „Ich kenne soviel
Häßliches und Unwertes – aber man muß an die Liebe glauben!“
„So haben Sie einmal die Liebe erlebt?“
„Ich?“ – Ein großes Erstaunen stand plötzlich in den Zügen der Lehrerin.
Seltsam! über das Vergangene hatte sie schon so lange nicht mehr
nachgedacht.
„Ich hatte immer Angst vor den Menschen,“ bekannte sie leise. „Besonders
damals, als ich jung war und manche zu mir drängten. Es war so
unverständlich, so häßlich. Weil ich nicht gleich bereit war zu dem, was
sie alle forderten, wandten sie sich böse ab und hatten mich rasch
vergessen. Sie wollten wohl gar nicht mich selbst.“
Die Bildhauerin sah aufmerksam zu dem kleinen Fräulein hinüber. – „Und
später dann?“
„Ich weiß nicht,“ Fräulein Dr. Südekum wurde ganz verlegen. „Ich glaube,
ich vergaß ganz darauf, daß es das gibt. Ich lebte in dem Hause mit dem
großen Garten. Nein, ich dachte wirklich nie daran. Ich hatte die
Klasse, die Schülerinnen.“
„Und später und jetzt? – Es ist doch nicht möglich, daß kein Mann ...“
„Jetzt, – Frau Alexandra! Ich bin doch alt. Diese Dinge sind vorüber, –
nein ich bin froh, daß dies gar nicht mehr sein kann. Ich habe doch
meinen Beruf, ich lebe nur ihm.“ Fräulein Dr. Südekum hatte plötzlich so
laut gesprochen, als wollte sie diese Worte nicht nur ihrer Zuhörerin,
sondern der ganzen Welt ins Gesicht schreien.
„Erzählen Sie doch von Ihrem Beruf!“ bat Alexandra.
Ängstlich sah das kleine Fräulein plötzlich umher. „Ich möchte ja so
gerne – aber – haben Sie denn so viel Zeit für mich?“
„Noch eine volle Stunde,“ lächelte Alexandra. „Dann kommt Robert mich
abholen.“
„Oh, – verzeihen Sie,“ stammelte die Lehrerin. „Aber er bedeutet Ihnen
wohl sehr viel? – Sie sprachen vorhin so spöttisch von der Liebe.“
„Ich weiß die Liebe,“ sagte Alexandra. „Aber ich weiche ihr aus. Sie
fordert den ganzen Menschen, wenn sie die Liebe ist. Und das darf ich
nicht!“
„Und Robert, – ich meine Robert Nowotny?“ fragte Fräulein Dr. Südekum
hartnäckig.
„Sie großes Kind!“ Alexandra stieg die Stufen herab und stand nun vor
dem Fauteuil des kleinen Fräuleins. „Sie großes Kind,“ sagte sie
nochmals. „Ich arbeite viel, und da brauche ich ein wenig Entspannung,“
fuhr sie fort und setzte rasch hinzu: „Sie hatten neulich ein wenig
Angst um Ihre Freunde. Ich merkte es wohl. Aber fürchten Sie sich nicht!
Diesem guten braunen Jungen wird nichts geschehen. Es wird ihn und seine
kleine Frau ein wenig steigern, ein wenig auch verwirren, wenn Sie
wollen – aber glauben Sie mir: solche Menschen bekommen bald wieder
Boden unter den Füßen und kehren reuig in ihre Welt zurück. Nein, beide
gehören nicht zu jenen, die sich grenzenlos verlieren können.“
„Und es gibt solche Menschen?“ fragte Fräulein Dr. Südekum leise.
„Ja, es gibt solche, und Sie gehören zu ihnen,“ antwortete Alexandra.
Das kleine Fräulein machte eine erschreckte Bewegung: „Aber nein, aber
nein, das kann ja gar nicht sein!“
„Ich weiß,“ lächelte die Bildhauerin beruhigend. „Aber Sie wollten mir
von Ihren Schülerinnen erzählen.“
Das kleine Fräulein bog sich tief in die Dämmerung, die langsam von dem
ganzen Raum Besitz ergriff. Wie gut das war! Man konnte sich in das
blaue Dunkel bergen und nur die Stimme aussenden zu dem anderen
lauschenden Menschen.
Fräulein Dr. Südekum erzählte. Von dem Feinde sprach sie, der ihr immer
wieder die jungen Herzen entriß. Schon zum drittenmal geschah ihr dies,
denn zum drittenmal stieg sie mit einer Mädchenschar von der ersten
Klasse, in der sie die Schülerinnen als Kinder übernommen hatte, bis in
die sechste zu den Schlußprüfungen auf, nach denen die Mädchen in das
Leben entlassen wurden.
Alexandra saß auf den Stufen am Fenster. Das letzte Licht des Tages
zwang rote Funken aus ihrem dunklen Haar. Gebannt sah das kleine
Fräulein in dieses ernst lauschende Antlitz. So unwirklich schien es ihr
nun in seiner Strenge, daß jede Scheu von ihr abfiel. Immer weiter
sprach sie. Sie merkte gar nicht, wie sie aus der allgemeinen
Schilderung in das Besondere eines letzten, allerletzten Erlebnisses
kam, das sich so sehr von allen anderen unterschied, – nicht nur, weil
es in feinen und unwägbaren Dingen anders war, nein, auch weil sie
selbst in ihm eine andere geworden war. Aber dieses wußte sie selbst
erst jetzt in ihrer großen Beichte.
Eine wilde Freude frohlockte in dem kleinen, alternden Fräulein, da sie
immer mehr und mehr von Gertrud erzählte. Dinge sagte sie, die sie sich
nicht nur niemals selbst gestanden hatte, nein, die sie bis zu dieser
Stunde überhaupt nicht gewußt hatte. Die wollüstige Freude der
Selbstpreisgabe stieß sie immer weiter.
„Vielleicht war alles sinnlos bis zu dem Tage, da die kleine Gertrud zu
mir kam,“ sagte das alte Fräulein in den nun ganz dunkel gewordenen
Raum. „Denn bis dahin war alles Beruf gewesen, war ich nur die Lehrerin,
verstand ich nur zu gut, daß ich jeden meiner Lieblinge an das Leben
verlieren mußte. Es tat auch damals weh, aber ich wußte, daß es nicht
anders sein könne. Aber diesmal – aber Gertrud – das ist ganz anders.
Nein, ich kann es nicht ertragen, sie zu verlieren. Ich kann es nicht!“
„Und Sie wissen wirklich nicht, daß dies die Liebe ist, sie, der Sie ein
Leben lang entflohen sind?“
„Die Liebe?“ Fräulein Dr. Südekum sah betroffen zu Alexandra auf. „Ich
spreche doch von einer kleinen Schülerin und mir. Ich – nein, – Sie
haben gescherzt, nicht wahr?“
„Sie wissen wirklich nicht, daß dies, was Sie nun erleben, die Liebe
ist?“ fragte Alexandra nochmals. „Sie wissen nicht, daß dies die
Opferung ist, die Sie niemals erlebt haben bisher, und daß alles in
Ihnen, Herz, Seele und Sinne, nach diesem Menschen dürstet?“
Alexandra sah ruhig auf das kleine Fräulein. Kopfschüttelnd fuhr sie
fort: „Gibt es das, daß man sich selbst so wenig kennt, daß man vor sich
selbst so entsetzlich lügt und mit verwirrenden Namen die große Flamme
ersticken will?“
„Ich bin doch – um Gottes willen!“ Das Blut hämmerte so stark in den
Schläfen des kleinen Fräuleins, daß es seine eigene Stimme nur wie aus
Fernen vernahm. „Ich bin doch eine Frau, – ich meine, ein Mädchen, ja,
ein altes Mädchen, – und Gertrud! Sie reden ja Wahnwitziges, Frau
Alexandra – das, das ist ein schlechter Witz!“
„Sie großes Kind,“ lächelte Alexandra, „Sie großes Kind.“
Das kleine Fräulein mühte sich um ein krampfhaftes Lächeln. „Ja, – ich
verstehe Sie jetzt. Verzeihen Sie, es schien mir augenblicklich so wirr.
Sie meinen, weil ich so allein bin, – weil – ich habe niemanden – kein
Kind – und Gertrud – sie war wie mein eigenes ...“
„Ich weiß den Weg nicht, der Sie zu dieser Liebe führte,“ entgegnete
Alexandra ruhig. „Nein, dazu kenne ich Sie zu wenig. Aber ich weiß, daß
das die Liebe ist, und weiß, daß Sie dieses Mädchen begehren.“
„Begehren!“ Das kleine Fräulein sprang totenblaß auf. „Nein, ich hätte
nicht sprechen sollen. Sie verstehen mich nicht. Sie denken abscheuliche
Dinge! Sie sind wahnsinnig! Ich habe es ja gleich gewußt, als ich Sie
sah, daß Sie ein schlechter und wahnsinniger Mensch sind!“ Das kleine
Fräulein schlug entsetzt die Hände vor das brennende Gesicht.
Nach einem Schweigen, das nur ihr keuchender Atem erfüllte, fragte
Fräulein Dr. Südekum leise mit abgewandtem Gesicht: „Und Sie glauben,
daß es das gibt: Liebe zwischen Frau und Frau?“
„Gibt es sie nicht zwischen Prophet und Jünger, Mensch und Stern, Mensch
und Tier, Mensch und Blume? Ist es nicht ein Strom, der alle verbindet?“
Alexandra trat ganz nahe an das kleine Fräulein heran und beugte sich
über sie, daß diese plötzlich nur die großen klaren Augen im Dunkel über
sich sah: „Lieben wir Menschen einander nicht, weil wir sterben müssen,
weil wir alle, Mensch, Tier und Kristall, zu gleichem Schicksal verdammt
sind? Und da sollten wir grübeln, warum wir lieben? Und da sollten wir
es uns verbieten?“
Das kleine Fräulein richtete sich auf, und in einer ungeheuren tapferen
Anstrengung, die ihr fast den Atem zerbrach, fragte sie so, als hinge
alles von dieser Antwort ab: „Ja, Mensch und – aber ich meine diese
Liebe, von der Sie jetzt sprachen, von dem Begehren – Liebe zwischen
Frau und Frau – das – das ist doch ekelhaft!“
Alexandra sah ein wenig irritiert auf das kleine fiebernde Wesen vor
sich. Arme, kleine Motte, dachte sie wieder. Wie angstvoll sie mit den
zarten Flügeln um sich schlägt!
„Wie krank Sie denken!“ sagte sie dann ruhig. „In einem anderen Sinne
hätten Sie vielleicht recht. Denn es gibt das Laster. Das ist, wenn
ermüdete Lust immer neuen Stachel sucht, wenn das Gehirn zum Diener der
Begierden wird und immer neue spitzfindige Variationen findet. Das mag
ekelhaft sein, das kenne ich nicht. Ich will auch nicht wissen, wie
Aussatz ist und Delirium der Süchtigen, die irgendeinem Traum
schenkenden Gifte verfallen sind – aber wir sprechen von der Liebe!
Welcher Weg sollte ihr verboten sein, wenn sie die Liebe ist?“