„Ich bin ganz verwirrt,“ sagte nun Miguel, beinahe zusammenklappend,
„der Brand ist natürlich ein Kreuz und ein Ring herum um das Kreuz.“
„Ist das richtig?“ fragte der Onkel.
„Nein,“ sagten die Männer, „das ist falsch.“
„Ihr habt mir doch erzählt,“ sagte nun der Onkel ruhig, „daß dies eure
Esel seien.“
„Sind sie auch“, platzte Ignacio dreist heraus.
„Aber keiner von euch weiß den Brand, das ist merkwürdig.“
„Da haben wir nicht darauf geachtet“, sagte Miguel und versuchte, eine
wegwerfende Miene aufzusetzen.
„Habt ihr“, wandte sich nun der Onkel zu allen Männern, die anwesend
waren, „jemals einen Menschen gesehen, der Esel oder sonst irgendwelches
Vieh besaß und nicht jeden einzelnen Brand wußte, selbst wenn die Brände
verschieden waren und das Vieh aus verschiedenen Zuchten kam?“
Die Männer lachten alle und sagten nichts.
„Ich weiß,“ sagte der Onkel, „wo die Esel her sind.“
Miguel sah sich um nach seinen Kumpanen, und die blickten nach allen
Seiten, um zu sehen, ob sich nicht ein Loch fände, wo sie entwischen
könnten, sobald der nächste Satz kam.
„Die Esel sind von der Senjora Rafaela Motilina in Avino, der Witwe des
Senjor Pedro Leon. Ich kenne seinen Brand. Es ist ein L und ein P
rückwärts am Strich des L. Ist das richtig, Hombres?“ rief der Onkel.
Und die Männer, die bei den Eseln standen, riefen: „Das ist richtig. Das
ist der Brand.“