Du redest lieb. Und da ich von

Stand und Geburt bin (worauf ich

nicht stolz bin), nimm den Ring von mir

und geh'. Du kannst nichts weiter für

mich tun, als gehn. Verlaß den Ort. --

Anderswo

_Tobold_

Ganz wie ein blauer Baldachin

ist hier der Himmel ausgespannt.

Welch eine Freiheit duftet hier,

welch ein Gefühl geht durch die Luft.

Die Luft ist frisch, man atmet sie

in köstlich gierigen Zügen ein.

Wenn man nur nicht verdrossen ist,

so ist der Tag wie ein Kristall.

Wie schön ist's hier. Dort fällt ein Blatt.

Man möchte gehen und es an

die Lippen drücken. Nebel streicht

durch das Revier. Es blitzt. Es ist

alles ganz feucht. Es schimmert, es

ist Wonne für die Augen, und

wie warm, wie gut die Bäume stehn,

ganz voll noch von dem gelben Laub.

Hier ist ein Stückchen grün noch vom

versunknen üppigen Sommer her.

Dort sieht man Tannen. Feierlich

stehn sie an Teiches Rand, sich in

dem Wasser spiegelnd. Horch. Ein Schrei.

Das ist der Vogel in der Luft.

Und schön und schön und schöner wird's.

Man faßt es nicht. Das Gelb ist wie

der Ruhm, das Blau, das zärtliche,

wie Liebe, und das Braun dort gleicht

der Ehre. Wege schlängeln sich

durch das Gebüsch, und alles dies

hängt wie ein süßes Farbenwerk

zusammen. Glücklich ist's. Nicht ich

bin glücklich. Es, das All, ist es.

Doch ganz gewiß auch ich. Wenn das

Gesamte, das Verbund'ne, das

Zerfloss'ne und Umwobene

so schön ist, bin auch ich so schön,

schön durch Genuß. Denn das

Umfassende faßt ja auch mich ein. So

gehör' ich dir, Natur. So bin

ich Ton im Chor, und im Gesang

bin eine dünne Stimme ich.

_Der Gebieter_

Du Lümmel, sag', was tust du hier?

Du schaffst wohl g'rad' am Tagwerk? Was?

Natur begaffen, fauler Strick!

Wart'. Mit der Peitsche will ich dich

das All erfassen lehren. So. Und jetzt

marsch an die Arbeit. Fort.

Helblings Geschichte

Kleine Dichtungen · 第 3 / 12 段