Langausgedehntes Dorf mit 4000 Einwohnern, 434 ~m~ hoch

gelegen. Früher war der Ort bekannt durch die Herstellung

von Schneeberger Schnupftabak, Viehpulver und andere

Apothekerwaren. Angelikawurzel wird jetzt noch angebaut. Der

volkstümliche Name »Wurzelbocke« hat sich noch erhalten.

Bekannt ist das Schindlersche Blaufarbenwerk (Ultramarinfabrik).

Wir wandern die Dorfstraße abwärts bis zur Muldenbrücke. Rechts

über diese zum Gasthaus _Rechenhaus_, wo der Floßgraben von der

Mulde abzweigt. Wir gehen nun den Fußweg an demselben hin. Mächtige

Granitfelsen, gewaltige Blöcke in wildem Durcheinander, prächtige

Baumriesen auf den Talhängen geben herrliche Landschaftsbilder.

Auf dem Floßgrabenfußweg zur Zschorlauer Straße. Auf dieser hinab nach

_Auerhammer_, Dorf mit 1340 Einwohnern; endlich hinab nach _Aue_.

Industriestadt mit gegen 20000 Einwohnern, 348 ~m~

hoch am Zusammenfluß von Schwarzwasser und Zwickauer

Mulde in einem, von zum Teil steilen Bergen umgebenen,

Talkessel gelegen. Aue hat eine ganz rapide Entwicklung

genommen, vor 30 Jahren zählte die Stadt noch 3600

Einwohner. Grund dafür ist die Vielseitigkeit der

Industrie, Blechbearbeitungsmaschinenfabriken, Blech- und

Metallwarenfabriken, Baumwollwebereien, Wäschefabriken usw.

Aue ist Station der Linie Chemnitz--Aue--Adorf.

Mit der Bahn nach Chemnitz zurück.

~c~) _Schwarzenberg_ -- _Morgenleite_ (1½ Std.) -- _Konradswiese_ (½

Std.) -- _Bockau_ (½ Std.) -- _Rechenhaus_ (¾ Std.) -- _Floßgraben_ --

_Aue_ (2 Std.).

Wanderzeit: 5¼ Std.

Ausgangspunkt: Bahnhof Schwarzenberg. Hierher über Aue.

Vom Bahnhof zum Markte. Die Eibenstocker Straße hinaus, am Friedhofe

vorbei. Der Weg ist rot-gelb bezeichnet. Bei Kilometerstein 0,0 teilt

sich der Weg. Dem Wegweiser links aufwärts folgen. Auf der Höhe,

beim Bleygut, biegt die Straße nach links, wir gehen jedoch rechts

in bisheriger Richtung den Fahrweg weiter. Nach ca. 20 Minuten zum

»Restaurant zur Morgenleite«. Geradeaus, das Restaurant bleibt rechts.

Nach 10 Minuten zu den Henneberghäusern. Am ersten Hause gehen wir

links. Hinter dem nächsten Gute (nach ca. 3 Minuten) den Hauptweg links

fort. Wegteilung vor dem Felde: links weiter. Durch Wald, immer den

Marken folgend. Nun zu Grenzstein 15. Hier rechts den Morgenleitenweg

weiter. Nach 5 Minuten ein querkommender Weg, diesen nach rechts zum

Turm auf der _Morgenleite_. Weiteres unter 29 ~a~.

Weiterwanderung bis Aue siehe 29 ~b~.

~d~) _Aue_ -- _Floßgraben_ -- _Bockau_ (2¼ Std.) -- _Jägerhaus am

Ochsenkopf_ (1 Std.) -- _Morgenleite_ (¾ Std.) -- _Konradswiese_ (¾

Std.) -- _Schwarzenberg_ (1¼ Std.).

Wanderzeit: 6 Std.

Ausgangspunkt: Bahnhof Aue. Linie Chemnitz--Aue. Über Aue

siehe Seite 241.

Vom Bahnhof zum Markte. Nun durch die Wettiner Straße, über die

Muldenbrücke. Der Weg ist rot-weiß bezeichnet. Wir gelangen nach Dorf

Auerhammer bis zum Dorfplatz. Wegetafel. Hier rechts weiter bis zur

Wegteilung: links zum Gasthof hinauf. An diesem vorbei und hinauf zum

_Floßgraben_ (Seite 241). An diesem läuft ein Fußweg hin, diesen links,

dem Wasserlauf entgegen. Prächtige Wege, meist durch Wald, hübsche

Felsgruppen und schöne Ausblicke. Wir wandern bis zum Ende des Grabens

beim _Rechenhaus_. Nun in derselben Richtung die Straße weiter. Dann

durch den Hof des Blaufarbenwerkes links. Die Brücke überschreiten zur

Station _Bockau_. (Seite 241). Nun hinauf zum Dorf _Bockau_. Von hier

den blau-weißen Marken nach auf der Landstraße (Bockau--Breitenhof).

Durch prächtigen Wald zum _Jägerhaus am Ochsenkopf_. (Seite 239). Von

hier zur _Morgenleite_, siehe Wanderung 29 ~b~.

Vom Turm eine Minute zurück zur Wegteilung. Nun rechts abwärts, den

gelb-weißen Marken folgend. Immer auf dem Schneisenweg weiter. Er führt

auf einen querkommenden Fahrweg. Diesen nach links zur _Konradswiese_

(Seite 238). Nun den rot-blauen Marken nach. Das Gebäude hinter uns,

nach links. An zwei Teichen vorbei. Wegteilung: links hinab. Der Weg,

von Hecken eingerahmt, führt durch Wiesen. Wegteilung: Dem Wegweiser

scharf rechts nach. Nach einigen Minuten bei der Wegkreuzung geradeaus.

Der Weg führt durch Wiesen und Wald bis auf die Eibenstocker Straße.

Diese abwärts bis zum Markte von _Schwarzenberg_. Nach dem Bahnhof und

mit der Bahn über Aue nach Chemnitz zurück.

~e~) _Aue_ -- _Köhlerturm auf dem Gleesberg_ (1¼ Std.) -- _Schneeberg_

(½ Std.) -- _Floßgraben_ -- _Aue_ (2 Std.).

Wanderzeit: 3¾ Std.

Ausgangspunkt: Bahnhof Aue. Linie Chemnitz--Aue--Adorf.

Vom Bahnhof nach dem Markte. Die Wettiner Straße entlang; über die

Muldenbrücke. Wir gelangen nach _Auerhammer_ auf den Dorfplatz. Nun den

rot markierten Weg rechts weiter. Bei der Wegteilung folgen wir dem

Wegweiser. Rechts weiter, über die Brücke und die Stufen hinauf. Oben

nach links den Fußweg weiter; nach ca. zwei Minuten rechts zum Wald

hinauf. Den Floßgraben überschreiten; im Walde empor. Nach Verlassen

des Waldes an die Peuschelgüter. Hinter diesen teilt sich der Weg:

Links durch den Wald, den Marken nach. Wegteilung mit Wegtafel: rechts

weiter zum _Köhlerturm_ auf dem _Gleesberg_.

584 ~m~ hoch. Der Turm hat eine Höhe von 22 ~m~. Den Turm ziert

ein Bild ~Dr.~ E. Köhlers, dem einstigen Vorsitzenden des

Erzgebirgsvereins. Beim Turm Sommerwirtschaft. Die Aussicht ist

lohnend, besonders schöne Blicke ins Mulden- und Schlematal.

Vom Turme führt ein rot-blau bezeichneter Weg hinab nach _Schneeberg_.

Bergstadt mit 9100 Einwohnern, 470 ~m~ hoch auf dem Schneeberg

gelegen. Einst hochberühmter Silberbergbau, von dem die

zahlreichen Halden noch heute Zeugnis ablegen. Der Bergbau ist

bis auf die Gewinnung von Nickel, Kobalt und Wismut erloschen.

Die Industrie beschäftigt sich mit mechanischen Stickereien

und Klöppeleien. Auch Puppen, Tüll, Korsette, Buntpapier,

Holzwaren und Spielzeug werden hier erzeugt. Weltbekannt ist

die Herstellung chemischer Farben zur Porzellanmalerei in

Geitners Fabrik. Schneeberg ist besonders Schulstadt geworden.

Der Gesamtvorstand des Erzgebirgsvereins hat hier seinen Sitz.

Am Markte sind bemerkenswert das Stammhaus der Familie Schnorr

v. Carolsfeld, sowie das Simonsche Haus mit der Figur eines

Mannes, der unter jedem Arme ein Brot trägt. Das Gebäude

soll 1771--73 während der großen Teuerung um zwei Brote

verkauft worden sein. Gegenüber der Apotheke erzählt eine

Tafel, daß hier -- im ehemaligen Gasthof zum Ring -- Goethe

das letzte Mal mit Frau v. Stein zusammentraf. Sehenswert

ist die _St. Wolfgangskirche_, einst aus den Erträgnissen

des Silberreichtums errichtet. 1516 ward der Grundstein von

katholischen Priestern geweiht, 1540 vollendeten evangelische

Geistliche den Bau. Altarbilder stammen von Lukas Cranach dem

Älteren.

An Schneeberg grenzt die Stadt _Neustädtel_, 5200 Einwohner

zählend. Neustädtel nahm eine ähnliche Entwickelung wie seine

Schwesterstadt Schneeberg.

Wir gehen nun an der Post in Schneeberg die Auer Straße hinab. Unten

über die Bahn nach _Oberschlema_.

Dorf am Schlemabach mit 2500 Einwohnern. Hier befindet sich

das staatliche Blaufarbenwerk und große Buntpapierfabrik. Das

Wasser der Gruben ist stark radioaktiv, am stärksten im Markus

Semmler-Stollen. Das Wasser wird zu Kurzwecken verwendet.

Nun die Fahrstraße weiter zur Wegteilung. Rechts geht die direkte

Fahrstraße nach Aue, die wir _nicht_ benutzen! Wir gehen links. Nach

einigen Minuten kreuzt man bei Haus Nr. 39 den Floßgraben. Hier geht

rechts ein Weg mit der Bezeichnung »Privatweg« ab. Diesem folgen

wir. Er führt uns am Floßgraben hin, am Restaurant Panorama und am

Genesungsheim vorbei. Wir gehen ungefähr noch 10 Minuten bis zu einem

links abgehenden Fußweg. Diesen hinab nach _Aue_. (Siehe Seite 241).

Mit der Bahn nach Chemnitz zurück.

~f~) _Aue_ -- _Konradswiese_ (1½ Std.) -- _Morgenleite_ (¾ Std.) --

_Jägerhaus am Ochsenkopf_ (¾ Std.) -- _Sosa_ (1¼ Std.) -- _Eibenstock_

(1¼ Std.).

Wanderzeit: 5½ Std.

Ausgangspunkt: Bahnhof Aue. Linie Chemnitz--Aue--Adorf.

Vom Bahnhof zum Markt. Dann durch die Schwarzenberger Straße hinauf zum

Bechergut. (Restaurant mit Garten). Nun den gelb-weißen Marken nach

zur _Konradswiese_. (Siehe Seite 238). Weiter über die _Morgenleite_

zum _Jägerhaus_ siehe Wanderung 29 ~a~. Wir schlagen nun an der

Straßenkreuzung die Richtung »Eibenstock« ein. Die Fahrstraße bringt

uns durch schönen Wald am Fritzschhaus vorüber nach _Sosa_.

Dorf mit 2200 Einwohnern, 600 ~m~ hoch gelegen.

Wir gehen nun hinter dem Gasthaus zur _Forelle_ hinauf zur

Eibenstock-Wolfsgrüner Straße. Diese führt uns nach _Eibenstock_.

Stadt mit 9500 Einwohnern. Die Höhenlage reicht von

518--643 ~m~. Industrie: Tamburier-, Maschinen-,

Schiffchenmaschinen-, Perlstickerei-, Handschuh- und

Tüllgardinenfabrikation. Wertvolle Vorbildersammlung in

der Industrie- und Handelsschule. Besuch nach Anmeldung in

der Ratskanzlei gestattet. 1150 stand Eibenstock unter der

Herrschaft Friedrich Barbarossas. Sein Nachfolger schenkte das

Gebiet an Böhmen, wo die Stadt an 200 Jahre verblieb. Seit

1430 besaßen es die Herren v. Tettau als Lehen. 1459 kam es

durch Heirat an die sächsische Krone. 1534 ward Eibenstock zur

Kurfürstlich Sächsischen freien Bergstadt erhoben. Der blühende

Erzbergbau ging zurück. Das Tamburieren wurde 1775 durch Klara

Stollwin, geb. Angermann eingeführt. Die Erzeugnisse dieser

Industrie genießen Weltruf. Ein hübscher Ausflugspunkt ist das

_Bielhaus_ in der Nähe des oberen Bahnhofes. Es ist behaglich

in altertümlicher Weise eingerichtet und bietet schöne

Aussicht. Es wird von Sommerfrischlern und Touristen gern

aufgesucht.

Vom untern Bahnhof fahren wir über Aue nach Chemnitz zurück.

~g~) _Johanngeorgenstadt_ -- _Kleiner Kranichsee_ (1 Std.) --

_Auersberg_ (1½ Std.) -- _Wildenthal_ (½ Std.) -- _Bockautal_ --

_Eibenstock_ (1½ Std.).

Wanderzeit: 4½ Std.

Ausgangspunkt: Johanngeorgenstadt. Hierher über

Aue--Schwarzenberg.

Vom Markt die Eibenstocker Straße hinaus. Nach ¼stündiger Wanderung

links ab den Henneberger Fahrweg. Der Weg ist blau-gelb bezeichnet.

Immer geradeaus, nicht rechts und links abgehen! Kurz vor Henneberg

treffen wir auf die von Steinbach nach Oberjugel führende Waldstraße.

Diese nach links. Bald darauf erreicht man die 2 Häuser von Henneberg

und den _Kleinen Kranichsee_.

Hochmoor, das allerdings durch den Abbau des Torfes etwas

verloren hat. Es ist 3 ~m~ tief und 20 ~ha~ groß, mit

Zwergkiefern bewachsen. Ein Aussichtsgerüst gibt einen guten

Überblick. Bei trüben Tagen besonders eine ganz eigenartige

Stimmung.

Nun zurück nach den Henneberghäusern, auf die von Jugel nach Steinbach

führende Straße. Diese nach links und immer durch prächtigen Hochwald

nach _Steinbach_.

Dorf mit 200 Einwohnern, 830 ~m~ hoch, rings von Waldungen

umgeben.

Nach Durchwandern des Dorfes, den |_|_|_| Zeichen nach, bei

Kilometerstein 28,4 den rechtsgehenden Weg ab. Wir kommen durch die

_Sauschwemme_ (einzelne Häuser). Den querkommenden Fahrweg gehen wir

nach links. Hinter dem letzten Hause führt uns rechts ein breiter

Schneisenweg hinauf auf den Gipfel des _Auersberges_.

1019 ~m~ hoch, mit Berggasthaus und Aussichtsturm des

Erzgebirgsvereins. Die Aussicht ist großartig, sie übertrifft

die aller anderen Erzgebirgsberge. Man erwerbe sich im

Unterkunftshaus ein Panorama zum Preise von 25 Pfennigen. Ein

Zeißfernrohr ist vorhanden, Benutzung 10 Pfennige.

Vom Turm wandern wir durch eine Schneise nach Süden 2 Minuten lang

bis zum Wegweiser. Hier rechts hinab, den rot-blauen Marken nach. Sie

führen uns nach _Wildenthal_.

Dorf mit 400 Einwohnern, 750 ~m~ hoch. Es liegt zwischen dem

Auers- und dem Brückenberge im Tale der Bockau. Eine der

ältesten Sommerfrischen des Gebirges.

Vom Gasthof »Zum Auersberg« wandern wir die Straße nach rechts

weiter. Vor der Brücke rechts ab. Am Waldrande Wegteilung: links.

Immer am Talhang hin, nicht die sogenannte neue Straße. Köstliche

Hochwaldwanderung. Links unter uns die brausende Bockau. Nach ca.

halbstündiger Wanderung geht unser Weg aufs linke Ufer hinüber. Nach

ca. 10 Minuten links mächtige Felsklippen; 5 Minuten weiter geht

links ein Fahrweg ab, der sogenannte Poetenweg. Diesen schlagen wir

ein. Hübsche Talgrundwanderung. Bald über einen Steg rechts ab und

am andern Talhang hinauf. Der Weg wendet sich nach links. Sobald man

an die Wiesen kommt, nicht am Waldrande weiter, sondern den Fußweg

rechts ab und den Promenadenweg hin. Er bringt uns auf einen breiten

Fahrweg. Diesen nach links. Prächtige Aussicht! Der Auersberg erhebt

sich imposant inmitten der ungeheuren Waldflächen. Wir stoßen auf die

Wildenthal-Eibenstocker Straße. Diese bringt uns auf den Markt von

_Eibenstock_.

Von Eibenstock mit der Bahn über Aue nach Chemnitz zurück.

~h~) _Blauenthal_ -- _Zimmersacher_ (20 Min.) -- _Wildenthal_ (1¾ Std.)

-- _Auersberg_ (35 Min.) -- _Sauschwemme_ (20 Min.) -- _Steinbach_ (20

Min.) -- _Johanngeorgenstadt_ (1 Std.).

Wanderzeit: 4¼--4½ Std.

Ausgangspunkt: Bahnhof Blauenthal. Linie

Chemnitz--Aue--Adorf.

Vom Bahnhof über die Muldenbrücke. Am Gasthaus zur Forelle vorbei. Nun

im Tale der Großen Bockau hinauf nach _Zimmersacher_.

Holzschleiferei, Gasthaus und Garten. Bekannt und beliebt als

Sommerfrische.

Wir wandern ungefähr 5 Minuten weiter. Das Waldtal teilt sich. Wir

gehen, den gelb-weißen Marken nach, auf der Talstraße im schönen

Bockautal aufwärts. Eine ganz herrliche Wanderung. Die Straße führt

zunächst am linken, später am rechten Ufer nach _Wildenthal_ (siehe

Seite 248).

Unser Weiterweg ist rot-blau × bezeichnet. Beim Gasthof zum Auersberg

führt der Weg zur ~S~-Schneise. Unser Weg macht verschiedene Windungen,

die wir durch Fußwege abschneiden können. Auf der Schneise gelangen wir

hinauf zum Auersberg. (Siehe Wanderung 29 ~g~).

Vom Turme gehen wir durch die ~S~-Schneise, wie wir gekommen sind,

hinab. Nach knapp 20 Minuten gelangen wir zu einer Wegetafel und

einem Wegweiser. Nun links ab, der rot-weißen × Markierung folgend.

Zur _Sauschwemme_, einem Ortsteil von Steinbach. Kurz nach dem ersten

Hause teilt sich der Weg. Wir folgen dem Wegweiser rechts ab. Der

Weg führt uns auf die Landstraße Wildenthal--Johanngeorgenstadt. Auf

dieser links nach _Steinbach_. (Seite 248). An der Brücke befindet sich

eine Postsäule aus dem Jahre 1725. Wir wandern die Straße weiter nach

_Johanngeorgenstadt_. Siehe Wanderung 24 ~g~.

Über Schwarzenberg--Aue nach Chemnitz zurück.

~i~) _Blauenthal_ -- _Zimmersacher_ (20 Min.) -- _Wildenthal_ (1¾

Std.) -- _Auersberg_ (35 Min.) -- _Oberwildenthal_ (1 Std.) --

_Weitersglashütte_ (¾ Std.) -- _Kranichsee_ (¾ Std.) -- _Sachsengrund_

-- _Morgenröte_ -- _Rautenkranz_ (2¾ Std.)

Wanderzeit: ca. 8 Std.

Ausgangspunkt: Bahnhof Blauenthal. Linie

Chemnitz--Aue--Adorf.

Für rüstige Wanderer eine äußerst lohnende Tour. Bahnfahrt bis

Blauenthal am Tage vorher unternehmen! Zeitig aufbrechen!

Von Blauenthal nach dem Auersberg wie unter 29 ~h~.

Nun die ~S~-Schneise wieder hinab zur Wildenthal-Johanngeorgenstädter

Straße. Diese nach rechts abwärts nach _Oberwildenthal_. Hier teilt

sich die Straße. Bei Wegetafel 108 ~a~ scharf links ab in Richtung auf

Hirschenstand-Neudeck. Nach einigen Minuten zu Kilometerstein 22,9.

Hier rechts an der Straße ab. Der aufwärtsführende Waldweg ist blau-rot

bezeichnet. Nach wenigen Minuten Wegteilung: den mittelsten Weg weiter.

Der Weg führt aufwärts, nicht rechts am Wege ab! Unser Weg macht eine

Biegung nach links, dann rechts. Durch die Schneise über die Höhe in

das Waldtal hinab. Wir kommen zu einer Fabrik. Um diese gehen wir

links herum. Den Weg einige Minuten aufwärts und nun den 1. folgenden

Weg rechts empor nach _Weitersglashütte_. Hier wurde 1625 die erste

Glashütte errichtet. Die jetzige ist nicht im Betrieb. Hübsche Waldlage

auf Hochmoorgelände. Nun geradefort in den Wald. Vor Kilometerstein 4,3

den Waldweg rechts ab nach _Weiterswiese_. Einsam gelegene Ansiedelung.

Nun bei Wegetafel 109 ~a~ links den blau-weiß bezeichneten Weg zum

_Kranichsee_.

920 ~m~ hoch gelegen. Der Name stammt aus dem Slavischen,

~Granice~ = Grenze. Großes Hochmoor, im Volksmunde die »tiefe

Säuer« genannt. Vom Holzgerüst hat man einen guten Überblick

über die mit Knieholz und Sumpfkiefern bedeckte Fläche.

Quellengebiet der Wilzsch, Pyra und Rohlau. Der Boden schwankt

unter den Füßen. Eine etwas unheimliche Stimmung lagert über

dem Ganzen. Reiche Ausbeute für den Botaniker.

Nun zurück zum Fahrweg. Diesen in derselben Richtung noch knapp 20

Minuten weiter bis zur Wegetafel 110 ~a~. Nun rechts ab, den Pyraweg.

An einer Hütte vorüber. Immer den Weg weiter. An einen Meiler. Dann

der Wettinplatz. Von hier in wenigen Minuten nach _Sachsengrund_.

Einsame Waldsiedelung mit einfachem Gasthaus. Nun den Pyraweg weiter

nach _Morgenröte_.

Ortsteil von Rautenkranz. Eisenhüttenweg. Herrliche Lage in

einem Talkessel. 670 ~m~ hoch gelegen.

Nun den gelb-weißen Marken nach bis zu _Rautenkranz_.

Prächtig gelegenes Dorf mit 1400 Einwohnern, 614 ~m~ hoch

gelegen. Stark besuchte Sommerfrische. Station der Linie

Chemnitz--Aue--Adorf.

Mit der Bahn nach Chemnitz zurück.

~k~) _Eibenstock_ -- _Karlsfeld_ (1¾ Std.) -- _Kranichsee_ (1 Std.) --

_Sachsengrund_ -- _Morgenröte_ -- _Rautenkranz_ (2¾ Std.).

Wanderzeit: 5½ Std.

Ausgangspunkt: Markt Eibenstock.

Mit der Bahn über Aue nach Eibenstock. Dann nach dem Oberen Bahnhof.

Vom Markte den weiß-blau-weißen Marken nach durch den Dönitzbachgrund.

Links der Adlerfels, rechts der Zeisiggesang. Unser Weg führt auf

den Karlsfelder Steig. Dieser bringt uns am Brückenberg vorbei zum

Forsthaus in _Karlsfeld_ und weiter zur Kirche.

Marktflecken mit 1800 Einwohnern, 820 ~m~ hoch gelegen. Der Ort

wurde von Veit v. Schnorr, einem Schneeberger Bergherrn, der

ein Eisenwerk hier besaß, gegründet. 1688 ließ er im Stile der

Peterskirche in Rom die Kirche erbauen, die als Meisterstück

des Zimmerergewerbes gilt. Die Familie erhielt später den

Adel unter dem Namen Schnorr v. Carolsfeld. Der aus diesem

Geschlechte stammende Maler Julius Schnorr von Carolsfeld

schmückte im Verein mit seinem Sohne die Kirche mit wertvollen

Gemälden. Die Eisenwerke gingen ein, der Staat kaufte die

Forsten an (1823). Die Bewohner arbeiten in der Glasfabrik,

Konzertinafabrik und beschäftigen sich mit Tamburieren, Näherei

und Stickerei. Karlsfeld wird gern als Sommerfrische und

Wintersportplatz aufgesucht.

Beim Gasthaus »Grüner Baum« folgen wir den blau-weiß bezeichnetem Wege.

(Wegweiser Sachsenberg). Die Straße bringt uns hinauf zum Wald und

nach _Weiterswiese_. Unsere Wanderung setzt sich weiter fort wie unter

29 ~i~ beschrieben.

~l~) _Erlabrunn_ -- _Steinbach_ (1½ Std.) -- _Auersberg_ (1 Std.).

Wanderzeit: 2½ Std.

Ausgangspunkt: Erlabrunn, Station der Linie

Schwarzenberg--Johanngeorgenstadt. Hierher über

Aue--Schwarzenberg.

Erlabrunn ist Ortsteil von Breitenbrunn. Die Häuser liegen im

Walde versteckt.

Von der Station führt ein weiß-gelb-weiß bezeichneter Weg durch das

wunderschöne Steinbachtal nach Steinbach. Unterwegs sehen wir, links

von der Straße, den Teufelsstein, eine massige Granitfelsengruppe.

In Steinbach wandern wir rechts die Straße weiter zum Gasthaus

Waldfrieden. Hier den rot-blau bezeichneten Weg rechts weiter über die

Sauschwemme zum Auersberg. (Seite 248.)

Weiterwanderung vom Auersberg nach Vorschlägen unter 29 ~g~, ~h~, ~i~.

~m~) _Eibenstock_ -- _Burkhardtsgrün_ (1¼ Std.) -- _Filzteich_ (1 Std.)

-- _Schneeberg_ (¾ Std.) -- _Floßgraben_ -- _Aue_ (2 Std.).

Wanderzeit: 5 Std.

Ausgangspunkt: Eibenstock. Linie Chemnitz--Aue--Adorf.

Vom Postplatz die Schneeberger Straße hinauswandernd, gelangen wir nach

zwei Minuten zu einer Straßenteilung. Links ab. Der Biel ist rechts.

Hinab ins Muldental. In diesem die Straße abwärts nach _Muldenhammer_

(Gasthof mit Garten), Neuwerk und Neidhardtsthal (Gasthaus zum

Eisenhammer.) Die Muldentalstraße weiter bis nach _Wolfsgrün_. Über die

Bahn. Die Straße führt uns rechts am Hange hinauf und gewährt hübsche

Ausblicke. Sie ist weiß-blau-weiß bezeichnet. Straßenteilung: links

weiter. Bei Kilometerstein 10,1 rechts den Waldweg hinauf. Bei Stein

9,2 wieder auf die Straße, der man weiterfolgt bis _Burkhardtsgrün_.

Am Gasthaus vorüber. Rechts das ehemalige Freigut mit Turm. Rechts

zweigt die Straße nach Albernau ab, die wir nicht benutzen. Der

Kirchturm von Schneeberg ist zu sehen. Bei Kilometerstein 6,8 links

den Fahrweg ab, dem Wegweiser »Lindenau« folgend. Wir überschreiten

einen breiten Fahrweg und weiterhin die Straße Hundshübel--Zschorlau.

Unser Weg übersteigt einen Hügel. Hübsche Aussicht. (Rechts Zschorlau,

dahinter Oberpfannenstiel am Berge und der König-Albert-Turm auf dem

Spiegelwald.) Der Weg dreht sich. Wir sehen den Filzteich. Rechts die

Grube »Wolfgangsmaßen«, weiter rechts der Lerchenberg im Vordergrund

und dahinter der Gleesberg mit dem Köhlerturm. Man schneidet nun

die Neustädtler Straße. Rechts ein Gut. Gleich darnach Wegkreuzung:

Geradeaus. Nach wenigen Minuten erneut Wegteilung: rechts. Weiterhin

ein Wasser überschreiten. Den zuvorkommenden Fahrweg nach rechts und

zum Teichhaus. Die Stufen empor auf den Damm des _Filzteiches_. Rechts

weiter zur Wohnung des Teichwartes, der eine einfache Gastwirtschaft

unterhält.

_Filzteich_, 23 ~ha~ groß, kann als Ersatz für die dem

Erzgebirge fehlenden Seen gelten. Mit seinem breiten,

blitzenden Spiegel, in welchem sich herrlicher Nadelwald

spiegelt, erinnert er an die stillen Bergseen des

Schwarzwaldes. Er wurde 1483 angelegt, um dem Bergwerksbetrieb

zu dienen. Am 4. Februar 1783 brach das durch Schneeschmelze

hoch angeschwollene Wasser den Damm durch und richtete in

Zschorlau und Unterhammer große Verwüstungen an. In der Nähe

befinden sich Torfstiche. Zwei Berge sind sichtbar, rechts der

Kuhberg und links der Lichtenauer Steinberg.

Nun den Fußweg und dann den Fahrweg in derselben Richtung weiter

nach Grube »Daniel«. Rechts und links Halden. Weiter zwischen den

beiden Gruben »Daniel« (links) und »Schlehe« (rechts) hindurch.

Marschrichtung: Schneeberg. Die Stadt gewährt einen malerischen

Anblick. Links folgt ein Würfel mit bronzenem Kelch und Kranz, ein

Erinnerungsmal des 300jährigen Bestehens der Augsburger Konfession.

Die Straße macht eine Rechtsschleife. Hier den alten Fahrweg links

auf die Stadt zu. Wir gelangen zunächst nach Neustädtel und dann nach

Schneeberg.

Siehe Wanderung 29 ~e~.

Weiterwanderung am Floßgraben nach Aue unter 29 ~e~.

~n~) _Stollberg_ -- _Oberdorf_ -- _Beutha_ (1¼ Std.) -- _Raum_ (20

Min.) -- _Meisterei_ (¼ Std.) -- _Prinzenhöhle_ (¾ Std.) -- _Wildbach_

-- _Keilberg mit Bismarckturm_ (1½ Std.) -- _Schneeberg_ (¾ Std.) --

_Floßgraben_ -- _Aue_ (2 Std.).

Wanderzeit: ca. 7 Std.

Ausgangspunkt: Stollberg Linie Chemnitz--Stollberg.

Hierher mit der Bahn. Bis zur Prinzenhöhle wandert man wie unter 28 ~h~

beschrieben.

Vom Forsthaus den weiß-blau-weißen Marken nach. Der Weg führt ins

Muldental hinab. Über die Eisenbahnbrücke, dann rechts. Weiterhin über

die Graben- und die eiserne Muldenbrücke. Hier führt rechts ein Fußweg

zur Ruine Isenburg (siehe Seite 234).

Nun im Walde hinauf zum Bismarckstein. Wegetafel 165 ~b~. Hier teilt

sich der Weg. Links käme man nach Niederschlema. Wir gehen aber

rechts weiter bis _Wildbach_. Durch das langausgedehnte Dorf auf der

Dorfstraße aufwärts. Beim Verlassen des Dorfes überschreiten wir die

Höhe. Bis Telephonpfahl 52. Nun rechts ab. Der Feldweg ist gelb-weiß

markiert. Wir durchschneiden ein Wiesental, dann durch den Wald auf die

Fahrstraße. Dieser links folgen zum Gasthaus zum Marienhof. Am Zaunende

rechts hinauf auf den _Keilberg_ mit _Bismarckturm_.

Erzgebirgisches Wanderbuch 148 Ausflüge und Wanderungen in die Umgebung von Chemnitz und das Erzgebirge · 第 17 / 20 段