ansteigend zum Gasthof Adelsberg, mehr bekannt unter dem volkstümlichen
Namen »Schere«. Etwa 5 Minuten hinter der Schere rechts den Fußweg, den
liegenden Kreuzen (gelb-weiß) nach. Zu den Adelsberghäusern und zum
Wald und durch diesen zum _Adelsberg_. (Siehe 25 ~o~).
Nun weiter den Zeichen nach auf Fußweg, mit schönen Ausblicken, zur
_Sternmühle_. Über den Bach und am rechten Ufer desselben den Fußweg
hin. Etwas bergan, dann links zur Wattefabrik Kunnersdorf. Nun knapp
2 Minuten wieder auf der Straße zurück und an der Fabrik auf einem
Fußweg rechts am Hang hinan. Schöner Blick auf die Augustusburg und
das Zschopautal. Dann abwärts und beim Beginn von Erdmannsdorf auf die
Kunnersdorfer Straße zur Spinnerei. Rechts über den Mühlgraben und
dem schönen schattigen Poetenweg folgend zum Bahnhof _Erdmannsdorf_.
(Anschluß an Wanderungen 21 ~a~, ~b~, ~c~, ~d~.)
Mit der Bahn nach Chemnitz zurück.
~q~) _Altchemnitz_ -- _Klaffenbach_ (¾ Std.) -- _Arnokreuz_ (20 Min.)
-- _Bergschenke_ (¼ Std.) -- _Geiersberg_ (½ Std.) -- _Einsiedel_ (¾
Std.).
Wanderzeit: 2½ Std.
Ausgangspunkt: Endstation der Straßenbahn in Altchemnitz.
Die Straße weiter nach Harthau; aber nicht links bergan, sondern
im Tale weiter. Links ein Teich, rechts Benzinfabrik. Nun über
das Bahngeleis und über die Würschnitzbrücke, links hinauf nach
_Klaffenbach_. Am Gasthaus St. Arno vorüber bis Haus Nr. 40 (links).
Kurz darnach dem Wegweiser: »_Nach St. Arnokreuz_« folgen.
Die Sage berichtet, daß Bischof Arno von Würzburg im Jahre 892
von den heidnischen Sorben beim Messelesen hier erschlagen
worden sei. Wahrscheinlicher ist, daß er, als Kriegsmann im
Gefolge des Thüringerherzogs Pezzo, am Ufer der Chemnitz im
Kampfe fiel.
Die Dorfstraße weiter aufwärts bis zu Haus 47, (links), nun den
Masten der elektrischen Leitung folgend, den Gutsweg hinauf auf die
Harthau-Burkhardtsdorfer Straße zur Klaffenbacher _Bergschenke_. Von
hier zum Aussichtsturm auf dem _Geiersberg_, den wir schon vor uns
sehen.
Vom Geiersberg nach Einsiedel über den Schieferwinkel siehe Wanderung
25 ~f~.
~r~) _Dittersdorf_ -- _Gelenauer Steig_ -- _Kalkofen_ (50 Min.) --
_Burgstein_ (20 Min.) -- _Oberer Hammerbergweg_ -- _Dittersdorf_ (¾
Std.).
Wanderzeit: 2 Std.
Ausgangspunkt: Bahnhof Dittersdorf. Linie Chemnitz--Aue.
Vom Bahnhof über die Geleise zur Landstraße. Diese nach rechts bis zur
Wegteilung. Dem Wegweiser »Burkhardtsdorf-Kemtau« folgen. Am Fabrikzaun
hin. Nach ca. 10 Minuten zum »Loch«, einem Ortsteil von Dittersdorf mit
Gasthof »Zum grünen Tal«. Rechts die Zwönitzbrücke, nicht über diese,
sondern ein kleines Stück auf der Talstraße weiter. Dann links ab, den
_Gelenauer Steig_. Erst Stufen, dann Fußweg. Im Walde hinauf. Nach
5 Minuten auf einen von Lärchen eingefaßten Waldweg. Diesen etwa 1
Minute nach rechts, dann halblinks den Fußweg fort. Einen Waldweg und
eine Schneise überschreiten. Der Weg geht etwas bergab, überschreitet
ein Bächlein und geht wieder bergan. Gleich darnach über eine kleine
Brücke. Immer in gerader Richtung aufwärts. Einen schmalen Fahrweg
überschreiten, bis wir einen breiten Fahrweg erreichen. Diesen nach
rechts. Herrlicher Blick ins Zwönitztal. Vor uns im Tal die Häuser des
»Loches« und das Rittergut. Den Waldweg weiter. Wegteilung: links der
Flurstein »Forstrevier Dittersdorf«. Wir gehen den schmalen Weg rechts
weiter und gelangen in einigen Minuten zum _Kalkofen_. Waldwärterhaus
in idyllischer Lage. Früher wurde hier Kalk gebrannt. Wieder in den
Wald. Zu Grenzstein 27 (links). Kurz darnach biegt der Weg nach links.
Wegteilung: rechts den Rasenweg weiter. Er führt uns geradefort auf
einen Fahrweg. Diesen einige Schritte abwärts bis zu einer Wegsäule.
Nun in der Richtung nach Dittersdorf rechts weiter. Nach einigen
Schritten wieder Wegteilung: den schmalen Fahrweg links weiter. Nach
einigen Minuten teilt sich der Weg wiederum: wir bleiben auf unserem
Wege, rechts abwärts. Nun die Schritte zählen! Ungefähr 460 Schritte
auf dem steilen Weg hinab, dann rechts den Fußweg weiter und in 2
Minuten auf den _Burgstein_. Steil abfallende Felsen. In alten Zeiten
soll hier eine Kapelle gestanden haben, Reste davon waren noch vor 100
Jahren vorhanden. Der Blick ist entzückend schön.
Nun auf den Fahrweg zurück und diesen hinab zur Talstraße. Diese
überschreiten und weiter abwärts zum Bahnwärterhaus. Über die Schienen
und durch die _Kemtauer Fabrik_. Über den Weg. Dahinter an der Zwönitz
abwärts. Der Weg steigt langsam wieder an. Oben ist er von Birken
eingefaßt. Bei der 1. Brücke teilt sich der Weg: links den breiten
Fahrweg aufwärts auf einen Rasenplatz im Walde. Wegteilung: den 2. Weg
von links in der bisherigen Richtung weiter, den sogenannten »Oberen
Hammerweg«. Bei Abteilung 70 eine Schneise kreuzen. Nach einigen
Minuten einen Schneisenweg und wiederum nach einigen Minuten Schneise
69/70 überschreiten. Gleich darnach Wegteilung: rechts abwärts, ebenso
bei der nächsten Wegteilung. Weiterhin durch eine Anpflanzung. Buche
mit Bank. Nach 1 Minute teilt sich der Weg: rechts hinab auf die
Talstraße und diese nach rechts zum Bahnhof _Dittersdorf_.
Rückfahrt nach Chemnitz.
26. Ins Gebiet der Greifensteine.
Ein von den Chemnitzern gern aufgesuchtes Gebiet. Es
bildet einen angenehmen Übergang vom unteren zum oberen
Erzgebirge. Die Wanderungen sind nicht mit anstrengenden
Steigungen verknüpft. Der Geolog beschaut mit Interesse die
Granitmassen des Greifensteins, die ihn an die Teufelsmühlen
und Teufelsmauern des Fichtelgebirges, der Rhön und des
Vogelberges erinnern. Reich an historischen Erinnerungen ist
das Gebiet um Ehrenfriedersdorf und Geyer und auch Frau Sage
hat hier ihre bunte Mären gesponnen. Die Chemnitzer Freunde des
Klettersportes stählen hier ihre Kraft für schwerere Aufgaben
des Alpengebietes. Jede unserer Wanderungen füllt einen
Tagesausflug aus und stellt nicht übermäßige Anforderungen an
die Kräfte der Naturfreunde.
~a~) _Dittersdorf_ -- _Kemtauer Felsen_ (1½ Std.) -- _Auerbach_
(1 Std.) -- _Jahnsbach_ -- _Greifensteine_ (1¾ Std.) --
_Ehrenfriedersdorf_ (¾ Std.).
Wanderzeit: 5 Std.
Ausgangspunkt: Bahnhof Dittersdorf. Linie Chemnitz--Aue.
Bis zum Kemtauer Felsen wie unter 25 ~m~.
Nun der Wegbezeichnung des Höhenweges III, gelbes liegendes Kreuz,
weiter folgen. Einige Minuten auf der westlichen Schneise, dann den
breiten Waldweg links an den Waldrand. In der bisherigen Richtung
weiter, eine Anzahl Feldwege überschreiten, dann durch Wald zur
Annaberger Straße. Die Straße überschreiten und den breiten blau-rot
bezeichneten Weg im Abtwald weiter. Wir gelangen zum sogenannten
Tischel, Buche mit Bänken. Auf den Wegweiser achten. Wir folgen den
weißen Zeichen durch den Wald, dann durch Wiesen hinab, links haltend
nach _Auerbach_.
Industriereiches Dorf mit 2800 Einwohnern.
Nun links die Dorfstraße hinauf bis zum Dorfende, dann rechts ab an
der Wiese entlang zur Thumer Straße. Diese überschreiten. Dann, den
rot-gelben Marken folgend, auf Fahrweg zur Hormersdorf-Jahnsbacher
Straße. Endlich nach Jahnsbach bis zur Straßenteilung.
_Jahnsbach_, Dorf mit 2400 Einwohnern, hängt mit Thum zusammen.
Bei der Straßenkreuzung rechts die Bahn überschreiten und hinauf zum
Wald. Den gelben Kreuzen nach zu den _Greifensteinen_.
Auch »Der Greifenstein« genannt. 751 ~m~ hoch. Sieben
geologisch interessante Granitfelsen vulkanischen Ursprungs.
Der höchste der Felsen (751 ~m~) kann mittels einer Treppe
bestiegen werden. Er bietet hervorragend schöne Aussicht auf
das obere Erzgebirge. Orientierungstafeln an den Brüstungen
geben die einzelnen Punkte an. Auf dem Gamsfelsen eine Gemse
von Chemnitzer Alpinisten aufgerichtet. Sie benutzen den
Greifenstein zu Kletterübungen. Auch Edelweiß gedeiht hier. Auf
den Felsen kommt die Veilchenflechte vor, die nach Anfeuchten
Veilchengeruch ausströmt. Auf einem Felsen ein eisernes
Kreuz, von einem Arbeiter der Solbrigschen Kammgarnspinnerei
in Harthau zum Gedenken an den im Kriege gefallenen Sohn des
Besitzers aufgestellt. Neben den Felsen ein gutes Berggasthaus,
der Stadt Ehrenfriedersdorf gehörig.
Rot-gelbe Marken zeigen uns den Weg nach Ehrenfriedersdorf. Wir suchen
zunächst die Stülpnerhöhle auf, 8 ~m~ tief gelegen, wo der Wildschütz
Karl Stülpner gehaust haben soll. Unweit davon liegt die Ritterhöhle,
ein angebrochener Stollen. Weiterhin führen uns blaue Marken vom Wege
ab zur Harfenfichte, einem merkwürdig gewachsenen Baume. Wir kehren zu
unserem Wege zurück und gelangen zur Stadt _Ehrenfriedersdorf_.
Freundliche alte Bergstadt mit gegen 6000 Einwohnern, 533 ~m~
hoch gelegen. Früher hochentwickelter Bergbau auf Zinn,
Arsenkies und Silber. Während des Krieges wieder im Betrieb.
Die Schächte sind gegenwärtig wieder geschlossen. Die großen
Halden des Sauberges zeugen noch jetzt von vergangener
Bergherrlichkeit. Die Industrie befaßt sich mit Schuhwaren,
Posamenten, Gorl und Strümpfen. Vor dem Rathause das Standbild
Friedrichs des Streitbaren, dem die Gründung der Stadt
zugeschrieben wird. Sage von der langen Schicht: 1568 wurde
die unversehrte Leiche eines Bergmannes aufgefunden, der 1507
verschüttet worden war.
Station der Linie Schönfeld--Meinersdorf--Chemnitz. Mit der Bahn nach
Chemnitz zurück.
~b~) _Burkhardtsdorf_ -- _Besenschenke_ -- _Thum_ (1¾ Std.) --
_Greifenstein_ (¾ Std.) -- _Ehrenfriedersdorf_ (¾ Std.) -- _Saubachtal_
-- _Kalter Muff_ (1½ Std.) -- _Bahnhof Wolkenstein_ (½ Std.).
Wanderzeit: 5¼ Std.
Ausgangspunkt: Burkhardtsdorf. Linie Chemnitz--Aue.
Burkhardtsdorf ist Industrieort mit gegen 4700 Einwohnern,
403 ~m~ hoch gelegen. Fabrikation von Strumpfwaren.
Vom Bahnhof links über die Geleise, die Landstraße nach Thum hinauf.
Sie führt durch den _Abtwald_ (gehörte in alter Zeit dem Chemnitzer
Benediktinerkloster). Zur _Besenschenke_. (1846 von einem Besenbinder
gebaut.) Die Landstraße fort. Nach Verlassen des Waldes hübsche
Blicke auf das obere Erzgebirge. Wir kommen nach _Obergelenau_.
Rechts das Genesungsheim der Chemnitzer Ortskrankenkasse. Links das
König-Albert-Heim, Erholungsstätte für sächsische Staatsbeamte.
Am Gasthaus Zur Linde und am Forsthaus Thum vorüber. Von der Höhe
(603 ~m~) prächtiger Ausblick. Die Straße führt nun hinab nach _Thum_.
Stadt mit 4500 Einwohnern. Die herrschende Industrie ist die
Strumpferzeugung. In der Nähe der Stadt fand am 25. Januar
1648 das letzte Gefecht des 30jährigen Krieges auf sächsischem
Gebiet statt.
Durch die Stadt, die Stollberger Straße entlang. Am Hause 84 (rechts)
links dem Wegweiser »Greifenstein« folgen. Der Weg ist rot-weiß
bezeichnet. Durch den Wald. Über eine Fahrstraße, die »Giftmehlbahn«
genannt, weil früher hier Arsenik von der nahe gelegenen »Gifthütte«
(jetzt Dynamitfabrik) befördert wurde. Gleich darauf zu einer zweiten
Fahrstraße, diese nach rechts zu den _Greifensteinen_. (Siehe 26 ~a~.)
Nach Ehrenfriedersdorf siehe 26 ~a~.
Von der unteren Seite des Marktes aus rechts, den rot-gelben
Marken nach durch das waldige Saubachtal zum _Kalten Muff_, auch
_Franzenshöhe_ genannt. Einfaches Gasthaus an der Straße von Geyer
nach Wolkenstein gelegen, zum Dorfe Neundorf gehörig. Prächtiger Blick
auf den Erzgebirgskamm. Die Straße links weiter über _Falkenbach_ und
Schönbrunn zum Bahnhof _Wolkenstein_.
Mit der Bahn nach Chemnitz zurück.
~c~) _Jahnsbach_ -- _Greifenstein_ (50 Min.) -- _Greifenbachtal_ --
_Walthershöhe_ (50 Min.) -- _Geyer_ (½ Std.) -- _Ehrenfriedersdorf_ (1
Std.) -- _Thum_ (1 Std.) -- _Burkhardtsdorf_ (1½ Std.).
Wanderzeit: 5¾ Std.
Ausgangspunkt: Bahnhof Jahnsbach, Linie Chemnitz--Aue. In
Meinersdorf umsteigen!
Vom Bahnhof auf rot-gelb bezeichnetem Wege nach den _Greifensteinen_.
(Siehe 26 ~a~.)
Von Wegtafel 186 folgen wir den blau-weißen Marken durch den
Pochwald hinab in das _Greifenbachtal_. Links die Ruinen eines
verfallenen Pochwerkes. Vor uns die eiserne Bahnbrücke der Bahn
Ehrenfriedersdorf--Geyer. Auf einer kleinen Brücke den Greifenbach
überschreiten. Rechts hinauf zum Schlegelberg. Aus dem Walde heraus,
bald aber wieder hinein. Links ein Denkstein an zwei vom Blitze
erschlagene Personen. Nun zur _Walthershöhe_.
Berggasthaus, 697 ~m~ hoch gelegen, Aussichtsturm.
Die Aussicht ist ganz prächtig! Nun auf bezeichnetem Wege nach _Geyer_.
Stadt mit 5400 Einwohnern, 605 ~m~ hoch gelegen. Früher
Zinnbergbau, jetzt hauptsächlich Posamentenindustrie. Am Markte
eine Postsäule aus dem Jahre 1730. Der Kirchturm birgt die
große Prinzenglocke, die durch das Sturmläuten beim Prinzenraub
gesprungen sein soll, sie wurde 1539 umgegossen. In der Kirche
das Grabmal Hieronymus Lotters, des Erbauers des Leipziger
Rathauses und der Augustusburg, er starb hier 1580 als Besitzer
des Lotterhofes, des ehemaligen Rittergutes. Auf dem Friedhof
liegt Evan Evans begraben, der 1844 verstorbene Begründer der
Maschinenspinnerei in Sachsen, seine Fabrik befand sich im
nahen Siebenhöfen. Sehenswert ist die große Binge, 10 Minuten
vom Markte, durch Zusammenbrüche des Zinnbergwerks 1704 und
1803 entstanden. Sie ist 70 ~m~ tief, 200 ~m~ lang und 160 ~m~
breit. Es sind noch die Spuren früherer Strecken, Abbau- und
Fördergänge zu erkennen. Seit 1906 hat man den Abbau von Zinn
und Wolfram wieder aufgenommen.
Vom Markte geht man nun aufwärts auf der Straße nach Schönfeld. Hinter
dem Roten Vorwerk biegt die Straße nach rechts. Bald zeigt links ein
Wegweiser einen Weg nach _Ehrenfriedersdorf_. (Siehe 26 ~a~.)
Die Straße gerade durch die Stadt. An den Gifthütten vorüber in das
Mühlholz. Die Straße teilt sich: links aufwärts. Am Waldschlößchen
vorbei. Es folgt rechts an der Straße ein eisernes Denkmal, das an das
letzte Gefecht des 30jährigen Krieges auf sächsischem Boden, 25. Januar
1648, erinnert. Der Grund führt noch heute den Namen »Elendswiesen«.
Etwas aufwärts nach _Thum_. (Siehe 26 ~b~.)
Wir durchwandern die Stadt in gerader Richtung. Beim Stadtteil Oberdorf
schneiden wir durch einen abschneidenden Weg nach rechts einen
großen Straßenbogen ab. Hinauf zur Straßenhöhe. Es folgen Forsthaus
(links) und Gasthaus Linde, sowie das Genesungsheim der Chemnitzer
Ortskrankenkasse, in Obergelenau. Wir gelangen nun in den Abtwald, zur
Besenschenke und die Straße abwärts wandernd nach _Burkhardtsdorf_ zum
Bahnhof.
Rückfahrt nach Chemnitz.
~d~) _Zwönitz_ -- _Niederzwönitzer Wald_ -- _Gifthütte_ --
_Greifenstein_ (1¾ Std.) -- _Walthers Höhe_ (50 Min.) -- _Geyer_ (½
Std.) -- _Ehrenfriedersdorf_ (1 Std.).
Wanderzeit: Reichlich 4 Stunden.
Ausgangspunkt: Bahnhof _Zwönitz_. Linie Chemnitz--Aue.
Stadt mit gegen 3700 Einwohnern, 549 ~m~ hoch gelegen.
Früher Bergbau, gegenwärtig Schuh- und Wirkwarenfabrikation,
Gorlnäherei und Weberei. Auf dem Markte eine Postsäule vom
Jahre 1727 mit kursächsischem und polnischem Wappen.
Vom Markte aus in östlicher Richtung die Annaberger und Geyersche
Straße entlang. Vor der Schüllerschen Dampfsägemühle links ab,
den gelben liegenden Kreuzen nach. Die schöne Wanderung durch den
Niederzwönitzer Wald bringt uns an der Dynamitfabrik, volkstümlich
Gifthütte genannt, vorüber zu den _Greifensteinen_. Weiteres siehe
26 ~a~.
Von Ehrenfriedersdorf nach Chemnitz benutzt man die Eisenbahn.
27. Stadtparkgänge.
Im Süden der Stadt ziehen sich am Chemnitzfluß die Anlagen
des Stadtparkes hin. Hohe Eichen und Erlen beschatten die
Promenadenwege. Zur Zeit der Rosenblüte erfreut man sich an
Duft und Blütenpracht des köstlichen Rosariums. Die Chemnitzer
Stadtgärtnerei hat mit großem Verständnis das Vermächtnis des
Fabrikanten E. O. Clauß erweitert und ausgebaut, sodaß sich der
Stadtpark neben viel besprochenen Promenaden anderer Städte
wohl sehen lassen kann. An den Besuch des Parkes schließen sich
kurze Spaziergänge an.
~a~) _Treffurthbrücke_ -- _Stadtpark_ (½ Std.) -- _Wind_ (10 Min.) --
_Eichhörnchen_ (¾ Std.) -- _Markersdorf_ (¼ Std.) -- _Altchemnitz_ (½
Std.) -- _Stadtpark_ (½ Std.).
Wanderzeit: 2 Std. 40 Min.
Ausgangspunkt: Haltepunkt der Straßenbahn ~A~ oder ~L~ an
der Treffurthbrücke. (Annaberger Straße).
Rechts über die Brücke bis zu Sachsens Ruhe. (Gartenwirtschaft). Nun
rechts auf der Straße über den Mühlgraben. Noch ca. 2 Minuten weiter,
dann links auf einem Fußweg in den Stadtpark. Unser Weg führt uns zum
Claußdenkmal, einer Granitsäule mit Medaillon und der Inschrift: Dem
Schöpfer dieser Anlagen, E. O. Clauß. Die dankbare Stadt Chemnitz. Wir
gehen den Weg bis zur Brücke über die Chemnitz. Hier schließt sich ein
neuer Teil an mit Weiher, schönen Eichen und dem Rosarium. Dann folgt
ein Staudengarten mit Zierbeeten. Die Anlagen sollen nach und nach bis
nach Markersdorf ausgebaut werden.
Wir gehen durch den Park bis an das Ende des Weihers. Dann rechts
hinauf zur Parkstraße. Auf dieser nach links wandernd, genießen wir
prächtige Blicke auf das Chemnitztal sowie auf die Höhen des Zwönitz-
und Würschnitztales. Der Geiersberg tritt besonders hervor. Durch die
Haydnstraße dann auf die Stollberger Straße. Rechts sehen wir das
Gasthaus _Wind_.
Garten und eiserner Aussichtsturm, 328 ~m~ hoch gelegen.
Nun die Landstraße links weiter. Rechts das Bassin der Kappler
Wasserleitung. Am Horizonte werden links der Adelsbergturm, geradeaus
der Geiersbergturm sichtbar. Weiter am Helbersdorfer Friedhof vorüber.
Die Straße bietet hübsche Aussicht. Sie führt schließlich zur _Kolonie
Markersdorf_, einem Ortsteil von Markersdorf. Nun ca. 10 Minuten weiter
zum _Eichhörnchen_. Bekannter Gasthof mit Garten.
394 ~m~ hoch gelegen. Herrliche Aussicht auf den ganzen Chemnitzer
Talkessel. Einige Schritte vor dem Gasthaus zeigt ein Wegweiser links
»Nach Markersdorf«. Diesem folgen wir und gelangen nach ¼stündiger
Wanderung nach Markersdorf. Wir schneiden unterwegs einen Bogen ab,
indem wir bei der Rechtsbiegung des Weges, den Rasenweg geradeaus
wählen.
_Markersdorf_, Vorort von Chemnitz. Wir gehen die Dorfstraße hinab
bis zur Markersdorfer Schmiede, bekanntes Gasthaus. Nach einigen
Minuten teilt sich der Weg. Wir gehen nach rechts über den Mühlgraben
und die Geleise der Chemnitz-Stollberger Bahn. Dahinter nach links.
An der Haltestelle _Ober-Altchemnitz_ vorbei. Nach Aufhören des
Geländers gehen wir links den Fußweg weiter. Unterhalb der Schule, beim
Altchemnitzer Gasthof, gehen wir links von dem Wege ab. Er führt über
die Bahn, weiterhin durch Wiesen. Auf einer Brücke über ein Wehr. Nun
am andern Ufer rechts auf diesem Uferweg zum Stadtpark zurück. Von
diesem nach dem Ausgangspunkt Treffurthbrücke. Bequeme Wanderer können
in Altchemnitz die Wanderung abbrechen und mit der Straßenbahn nach dem
Stadtinnern zurückkehren.
~b~) _Treffurthbrücke_ -- _Stadtpark_ (½ Std.) -- _Helbersdorf_ (5
Min.) -- _Markersdorfer Schmiede_ (½ Std.) -- _Harthau_ (40 Min.) --
_Altchemnitz_ -- _Neue Welt_ (20 Min.).
Wanderzeit: 2 Std. 5 Min.
Ausgangspunkt: Haltepunkt der Straßenbahn ~A~ oder ~L~ an
der Treffurthbrücke.
In den Stadtpark siehe 27 ~a~. Im hinteren Teile des Parkes die
Scheffelstraße rechts ab nach Helbersdorf. Die Dorfstraße links weiter.
Die Straße senkt sich etwas bis zu einem Teiche. Hier rechts ein Weg in
5 Minuten zur Markersdorfer Schmiede.
Von der Schmiede aus etwa 30 Schritte abwärts gehen. Dann rechts den
Berg hinan auf ein Gut mit Schieferdach zu. An der Zaunecke rechts
weiter, am Zaune hin. Dann den Feldweg hinauf. An einer Sandgrube
vorüber. Bei der Wegkreuzung bleiben wir auf unserem Wege. Er biegt
links, geht über ein Bächlein und führt zum _Harthwald_. In diesem
aufwärts. Rechts der Flurstein »Markersdorf-Harthau«. Ein Weg geht
rechts ab, den wir nicht benutzen. Nach wenigen Minuten teilt sich
der Weg: links den Rasenweg weiter. Der prächtige Waldweg dauert
leider nur 8 Minuten, dann an Feld. Nun am Waldrande rechts hin. Bei
schönen Ausblicken gelangen wir zur Talstraße und zu Dorf _Harthau_.
Industriedorf mit 6500 Einwohnern. Große Kammgarnspinnerei.
Über die Würschnitzbrücke auf die Annaberger Straße. Diese nach links
bis zu Großers Restaurant. Hier Wegetafel.
Nun die Talstraße weiter. Große Fabrikanlagen. Bei Stein 5,388 gelangen
wir nach Altchemnitz. Endlich zum Endpunkt der Straßenbahn ~A~ bei
_Reichels Neuer Welt_. Mit der Straßenbahn nach dem Stadtinnern zurück.
28. Ins Zwönitz- und Würschnitztal.
Die beiden Stammflüsse des Chemnitzflusses führen in
reizvollster Weise den Wanderer vom niederen zum höheren
Gebirge. Wald, Fluß und Höhe vereinigen sich, um ihm Schönes
in reicher Abwechselung zu bieten. Spiegelwald, Fürstenbrunn,
Schatzenstein und Prinzenhöhle sind die Glanzpunkte dieses
Gebiets.
~a~) _Stollberg_ -- _Tabakstanne_ -- _Thalheim_.
Wanderzeit: 1½ Std.
Ausgangspunkt: Bahnhof Stollberg. Hierher mit der Bahn.
Linie Chemnitz--Stollberg.
Stollberg. Stadt mit 7900 Einwohnern, 447 ~m~ hoch gelegen.
Die Industrie erzeugt Textilwaren. Sitz zahlreicher Behörden
und Schulen. In der Nähe das Schloß Hoheneck, in dem ein
Landesgefängnis für Männer untergebracht ist.
Vom Bahnhof durch die Bahnhofsstraße zum Markt. Oberhalb der Kirche,
am Kunzeschen Hause eine Wegmarkierungstafel. Unser Weg ist rot-blau
bezeichnet. Den Kirchsteig hinab, am Ende links in die Kirchstraße und
Innere Chemnitzer Straße und so auf den Postplatz. Beim Hotel »Goldner
Adler« nach rechts auf der nach Hoheneck führenden Schwarzenberger
Straße. Die Johannisgasse bringt uns aus der Stadt heraus. Auf bequemem
Wege empor zum Bellevue, Bauernwirtschaft und Schankbetrieb. Hübsche
Ausblicke. Wir gehen weiter; rechts geht ein Feldweg ab, den wir nicht
benutzen. Bald zu einer Wegteilung. Dem Wegweiser und den senkrechten
gelben Marken folgend rechts ab. Zur Höhe hinauf. Wir sehen schon die
auf der gegenüberliegenden Höhe stehende _Tabakstanne_.
Diese altehrwürdige Tanne, nach der auch das 6 Minuten davon
an der von Stollberg nach Thalheim führenden Straße gelegene
Gasthaus benannt ist, soll bereits der dritte Baum sein, der
den gleichen Namen trägt. Ihre Vorgängerin wurde 1879 durch
einen Sturm entwurzelt. Sie soll 400 Jahre alt gewesen sein.
Der jetzige Baum wurde 1910 von einem Blitzstrahl getroffen und
sehr beschädigt. Er trägt die Inschrift:
Sieh hier, mein lieber Wandersmann
Verjüngt die alte Tabakstann,
Und nimm davon die weise Lehr:
Das Neue prüf, das Alte ehr.
Für diesen im Absterben begriffenen Baum ist schon Ersatz vorgesehen.
Bald erblicken wir auch auf einer Waldblöße das Gasthaus »Zur
Tabakstanne«, zu Thalheim gehörend. Im ländlichen Stile gebaut mit
Garten und Veranden.
Wir gehen den von Stollberg kommenden Fahrweg weiter und erreichen nach
halbstündiger Wanderung _Thalheim_.
Dorf, mehr einer Stadt ähnelnd, mit gegen 7800 Einwohnern,
an der Zwönitz gelegen. Mittelpunkt der erzgebirgischen
Strumpfindustrie. Station der Linie Chemnitz--Aue.
Mit der Bahn nach Chemnitz zurück.
~b~) _Pfaffenhain_ -- _Goldbach_ -- _Tabakstanne_ (1½ Std.) --
_Thalheim_ (½ Std.).
Wanderzeit: 2 Std.
Ausgangspunkt: Station Pfaffenhain. Linie
Chemnitz--Stollberg.
Rot-weiße Marken führen uns auf der Straße nach Jahnsdorf zum
_Goldbach_. An diesem auf Fußweg rechts entlang zum Wald. Weiter auf
dem Waldfahrweg, der sich bis zur Höhe des Gasthauses _Tabakstanne_
schlängelt. Weiteres unter 28 ~a~.
~c~) _Stollberg_ -- _Heiliges Holz_ -- _Großer Stein_ -- _Brettmühle_
-- _Guter Brunnen_ -- _Zwönitz_.
Wanderzeit: 2½ Std.
Ausgangspunkt: Bahnhof Stollberg. Linie Chemnitz--Stollberg.