PREISSELBEEREN.

3-1/2 kg (7 Pfd) Preisselbeeren

1/2 l weiches, kaltes Wasser

1-3/4 kg (3-1/2 Pfd) Zucker

Weisses Papier, 1 Essl. Rum

_Vorbereitung_: Die Beeren werden wie zu Kompott vorbereitet.

_Zubereitung_: Die zu Boden fallenden Beeren kocht man auf und tut sie in

einen Beutel, den man mit in den Kessel schuettet (der Saft befoerdert das

Gelieren). Die oben schwimmenden Beeren laesst man gut abtropfen und

schuettet sie in den inzwischen mit dem Wasser und Saft bis zum ersten

Grade gekochten Zucker. Sobald sie klar gekocht und geschaeumt sind, d. h.

eine durchsichtige, hellrote Farbe haben, hebt man sie mit dem

Schaumloeffel heraus und laesst den Saft noch 15-20 Minuten einkochen,

schuettet ihn ueber die Beeren und ruehrt mit dem Loeffel 1/4 Stunde, damit

sie sich mit Saft fuellen. Man fuellt die Beeren in Glaeser oder Toepfe,

deckt, nachdem sie erkaltet, ein Rumpapier darauf und bindet mit

Pergamentpapier zu.

_Bemerkung_: Gewuerfelte Kuerbis, Aepfel oder Birnen koennen sehr zum Vorteil

der Preisselbeeren mit ihnen zusammen klar gekocht werden; auch

Mohrruebenwuerfelchen verwendet man zur Vermehrung; diese muessen aber erst

besonders in Wasser abgekocht werden, abgetropft schuettet man sie dann

zu den rohen Beeren.

ROTE RUeBEN.

2-1/2 kg (5 Pfd) rote Rueben

8 g Kuemmel

3 Essl. Merrettichwuerfel

1/2 l Essig

10 g Zucker

5 g Salz

_Vorbereitung_: Die roten Rueben werden mit einer Buerste gereinigt, aber

vorsichtig, damit nicht die Haut reisst oder das Wurzelende abgebrochen

wird, sonst werden die Rueben im Kochwaffer hell.

_Zubereitung_: Man legt sie vorsichtig in kochendes Wasser und kocht sie

weich, was je nach der Staerke der Rueben verschiedene Zeit beansprucht.

Darauf legt man sie einen Augenblick in kaltes Wasser und streift die

Ruebenhaut glatt von allen Rueben herunter. Ehe man die vorbereiteten Rueben

schneidet, waescht man sich die Haende, damit nichts vom Aeusseren der Ruebe

an die Ruebenscheiben kommt. Dann schneidet man die Rueben ueber dem Topfe,

in dem sie bleiben sollen, in Scheiben von der Staerke eines Markstueckes

und streut gesaeuberten Kuemmel und kleine Meerrettichwuerfel duenn zwischen

die Lagen. Der Essig, der nicht zu scharf sein darf, wird mit Zucker und

Salz aufgekocht und nach dem Erkalten ueber die Rueben gegossen, die

obenauf beschwert werden, damit sie unter dem Saft bleiben. Man bindet

den Topf mit Pergamentpapier zu. Die kleinen Herzblaettchen eignen sich zu

Salat.

Volks-Kochbuch für Schule, Fortbildungsschule und Haus · 第 172 / 201 题