M. _Kupfererz im Allgemeinen_.

_zandasa-sa_ im Tibetanischen;--_lapis aerosus_, auch _cadmia aeraria_ der

Römer;--_mwn cfydd_ im Wälschen;--_mine de cuivre_, auch _airin_ im

Französischen;--_quixo de cobre_ im Spanischen;--_copper ore_ im

Englischen;--_kobbererts_ im Dänischen;--_kopper malm_ im Schwedischen,

auch _wask_ (aus dem Finnischen);--_ruda miedzianna, -gornikow_ im

Polnischen;--_medienka, medina ruda, rudomedek_ im Czechischen.

N. _Rothkupfererz, Ziegelerz_.

Das Rothkupfererz ist ein, meist krystallinisches, schön rothes Kupferoxyd,

von nicht häufigem Vorkommen; in erdigem, unreinem Zustande heisst es

Ziegelerz.

_red copper ore_, auch _glass-copper ore_ im Englischen; _cuivre oxydulée_

im Französischen;--_redercz veres_ im Magyarischen, auch

_rezvirag_;--_kransnaja mednaja ruda_ im Russischen, _rjawtschina_ ist

Ziegelerz.

O. _Fahlerz, Kupferfahlerz_.

Ein sehr häufiges Erz, Schwefelkupfer mit Arsenik und Eisen, von grauer

Farbe, oft silberhaltig, dann _Grau-_ oder _Weissgiltig_ genannt.

_cadmia aeraria_ der Römer, war vorzugsweise unser Fahlerz;--_gray copper

ore_ im Englischen;--_cuivre gris_ im Französischen;--_grä kuppermalm_ im

Schwedischen;--_nigrillo_ im Spanischen;--_plachmahl, plachmann_ beym

ungarischen Bergmann;--_szürke ercz, osz czüstercz_ im

Magyarischen;--_panabus_ im Polnischen;--_burokrusec_ im

Czechischen;--_seraja mednaja ruda_ im Russischen;--_ruda scricbra

ocelnasta_ im Serbischen.

P. _Kupferglanz, Kupferglas_.

Ein häufiges Schwefelkupfer, von grauer Farbe, weich, milde, selten

krystallisirt.

_kopper glas_ im Schwedischen;--_vitreous copperore, black copper ore_ im

Englischen;--_cuivre vitreuse, galéne de cuivre_ im Französischen;--_cobre

vidrioso, cobre en pasta, azul plomillosa_ im Spanischen;--_rame sulfureo_

im Italienischen;--_gelff_ beym ungarischen Bergmanne;--_üvegrezercz,

rezercz ueveg_ im Magyarischen;--_steklowalaja mednaja ruda_ im

Russischen;--_siarezyn miedzi_ im Polnischen;--_rezek, sjricnjk mednaty_ im

Czechischen.

Q. _Kupferkies_.

Ein häufiges Erz, kupferhaltiges Schwefeleisen, von goldgelber Farbe,

häufig krystallisirt, dem Eisenkies (Schwefeleisen) ähnlich, weniger hart.

Wird theils auf Kupfer, theils auf Vitriol benutzt. Auf den Lagern von

Kupferkies kommt häufig auch Vitriol von Schwefelkupfer, Schwefeleisen und

verwandte Mineralien begreift der Bergmann unter den gemeinschaftlichen

Namen _Kies_ und _Markassit_.

_makshika_ im Sanscrit und im Bengalischen, hier auch _swarna

makshika_;--_margasita_ im Arabischen;--_markassit_ im Persischen, ist der

krystalliuische abrendsche wird mit Goldmarkasit übersetzt, von dem man

einen Kupfermarkasit unterscheidet, der alrusenai gehört wahrscheinlich zum

Schwefelkies;--_markeschüho_ im Syrischen, wird auch hierher gehören (soll

eigentlich Zinnkies seyn), auch _kanston, kanseton_, vielleicht auch

_surlo_ (mit chalcitis übersetzt), _pieritos_ ist wohl mehr

Schwefelkies;--_byritaes_ im Türkischen ist Kies im Allgemeinen;--_[Greek:

pyritês]_ (aber nur der goldfarbige) der Griechen;--_pyrites_ (aber nur der

goldfarbige) der Römer, chalcitis aeraria der Römer und Griechen, war wohl

ein gemengtes kiesliges Kupfererz;--_pyrite cuivreuse, markassite, mine

jaune de cuivre_ im Französischen;--_pirita cobriza_ im Spanischen, auch

_magistral, bronce dorado_; chino beym spanischen Bergmanne, worunter man

auch den Magnetkies begreift;--_rame piritoso_ im Italienischen;--_pyrites,

yellow copper ore_ im Englischen, podar beym englischen Bergmann.

_kyss, goldkyss, gelber kyss_ beym teutschen Bergmann;--_kies, gelf,

gelfärtzt, lecherz_ beym teutschen Bergmann in Ungarn;--_koppar kies,

lefverslag, gul kopparmulm_ im Schwedischen;--_kuoppar kjes_ im

Lappländischen.

_mesec, med kys_ im Czechischen;--_zolto krusz, siarezyk miedzi i zelaza_

im Polnischen;--_mednoi kultschedan_ [?*], _ruda surkowna medi, ieltaya

mednaga ruda_ im Russischen;--_rez könkeves, sarga rez-ercz_ im

Magyarischen.

R. _Kupferlasur_.

Ein schön lasurblaues kohlensaures Kupferoxyd (chemisch, auch mineralogisch

dem grünen, bey den Gemmen erwähnten Malachit sehr verwandt), theils fest,

oft krystallisirt, theils erdig, wo es _Bergblau_ heisst. Dient als Erz,

zum Verschmelzen, auch fein gemahlen und präparirt, als Farbe (Bergblau im

Handel).

_pien tsing_ im Chinesischen;--_lasurd_ im Persischen;--_hagiar armeni_ im

Arabischen.

_[Greek: kyanos lithos]_, auch _[Greek: lithos armenios]_ der

Griechen;--_cyanos_ der Römer, auch _caeruleum nativum; armenium_ war

theils erdige Kupferlasur, theils eine daraus bereitete Farbe;--_cuprum

caeruleum_ im neuern Latein.

_azul, azul de montana, cenizas_ im Spanischen;--_rame azurri_ im

Italienischen;--_azur de cuivre, bleu de montagne_ im

Französischen;--_azure, capper lasur_ im Englischen;--_berglazur,

schieferblau_ im Altteutschen;--_koppar lazur, bergblätt_ im

Schwedischen;--_berglauw_ im Holländischen;--_lasura_ im

Windischen;--_lazurok-rusz_ [or: _lazurokrusz_], _miedz lazurawa_ im

Polnischen;--_mednaya lasuri, hornaya_ im Russischen;--_holubec, ogr

modry_ im Czechischen.

S. _Künstliche Kupferlasur, die aus Kupfer bereitete blaue Farbe der

Alten_.

Das Alterthum, besonders Aegypter und Römer, verstand die Kunst, das Glas

durch Kupfer blau zu färben, und durch weitere Präparation eine köstliche

blaue Farbe zu bereiten, die nie verbleichte, viel in der Malerei verwendet

wurde, in hohem Ansehn stand, die neben unserm Ultramarin (s. Lasurstein)

und unserer Schmalte (s. Kobaltglas) häufig zur Verzierung der öffentlichen

Gebäude diente. Die Kunst, das Glas durch Kupfer blau zu färben, war

gänzlich verloren gegangen, man kannte nur Kobaltglas (Schmalte), erst in

den letzten Jahren haben einige Porzellanfabriken diese Kunst wieder

erfunden und wenden das blaue Kupferglas in der Porzellanmalerei an.

_caeruleum factitivum_ der Römer war diese Farbe. Das mit Kupfer

zusammengeschmolzene und dadurch blau gefärbte Glas (die Fritte), hiess

_coelon_, diese wurde gemahlen, hiess dann _lomentum_, woraus dann die

verschiedenen Farben durch Schlemmen u.s.w. (wie bey unserer Schmalte)

bereitet wurden, als das _vestorianum, pulcolanum_ u.s.w.

* * * * *

#§. 8. Nickel.#

Das Nickelmetall lernten wir erst in neuerer Zeit, 1751 durch Klaproth

kennen, es hatte aber gar keine Anwendung, bis man es ganz neuerlich (etwa

1820) mit Kupfer legieren und hierdurch das Weisskupfer oder Neusilber

machen lernte (s. oben beym Kupfer), welches jetzo viel Anwendung findet,

von den Chinesen aber schon seit alten Zeiten unter dem Namen pak-fong

fabricirt wurde, die daher auch von jeher das Nickelerz gekannt haben, wir

wissen aber nicht unter welchem Namen.

Die Nickelerze, die sich in vielen Gegenden finden, waren dem Bergmanne und

Mineralogen lange bekannt. Sparsam, nur als mineralogische Seltenheit

findet sich in zarten Nadeln der gediegene Nickel (Haarkies, nickel natif),

ferner das Nickel-Spiesglanzerz (nickel antimonian, antimoine nickellifère)

und einige andere Nickelverbindungen.

Häufig und verbreitet, besonders in Sachsen, ist der _Kupfernickel_, der

stets bekannt war, aber als unnütz weggeworfen wurde. Er bricht mit Kupfer

und Silbererzen, hat eine kupferrothe Farbe, enthält weder Kupfer noch

Silber, sondern nur Nickel, etwas Spiesglänz und Arsenik, er war dem

Bergmanne ein unnützes, unerfreuliches Erz.

In der gemeinen teutschen Sprache bedeutet Nickel ein schlechtes Ding, ein

schlechtes Pferd, ein schlechter Mensch, daher mag es auch ein schlechtes

Erz bedeutet haben. Woher das Wort eigentlich stamme, ist sehr zweifelhaft.

Im Keltischen finde ich kein ähnliches Wort, im Schwedischen ist Nyckel der

Nagel, im Arabischen ist nykl ein zerrissener Schuh, im Persischen ist nikl

ein starker Mann, alles dieses hat auf seine Bedeutung im Teutschen keinen

Bezug.

_kupfernickel_ im Teutschen, daher: _kopparnikel_ im

Schwedischen;--_coppernikell_ im Englischen;--_kupfernickel_, oder _nickel

arsenical_ im Französischen;--_nicel_ im Italienischen;--_nikiel_ im

Polnischen;--_nikkelj_ im Russischen.

_mamilec_ im Czechischen;--_fattyurezercz_ im Magyarischen.

* * * * *

#§. 9. Eisen#.

A. _Das metallische Eisen_.

Das Eisen, wie es aus den Erzen kommt, ist theils _Gusseisen_ (was meist

gleich seine Form erhält), theils _Roheisen_, welches auf den Eisenhämmern

(Frischheerden) wieder geschmolzen oder erweicht, und durch den Hammer in

geschmeidiges _Schmiede-_ oder _Stabeisen_ verwandelt wird. Man

unterscheidet viele Sorten, wie zähes und weiches (Osmundseisen), zähes und

hartes (das gewöhnliche Stabeisen), rothbrüchiges (das sich nur beym

Weissglühen schmieden lasst), kaltbrüchiges (das sich leicht schmieden

lässt, aber kalt leicht bricht). Aus dem weichsten und zähesten Eisen wird

Draht gezogen und Blech geschlagen.

Die Eisenerze sind überall verbreitet, liegen zum Theil ganz zu Tage, wie

das Morast- und Sumpferz, das sich sehr leicht verschmelzen lässt, während

das Kupfererz stets einem schwierigen Hüttenprozesse unterliegt, daher auch

sehr rohe Völker Eisen producieren. Das metallische Eisen ist wohl allen,

nicht ganz rohen Völkern bekannt gewesen, und es dürfte ein Irrthum seyn,

zu glauben, dass viele alte Völker Kupfer und Bronce, aber kein Eisen

gekannt hätten. Die Völker des Alterthums, welche die edle Bronce zu machen

und zu bereiten verstanden, wendeten allerdings diese häufig statt unsers

Stahls, an, was wir auch thun würden, wenn wir jene Kunst verstünden.

_tie, tit, tschiae, tek, pati_ im Chinesischen, ting ist Roheisen;

ty-tie-tsiang ist der Schmidt;--_tizi_ auf den Linnkin- und den Japanischen

Inseln;--_lchagasa, schddjags_ (nach Klaproth) im Tibetanischen,

pho-lcha-gasa ist eine schlechtere Sorte.

_loha_ im Hindu und Bengalischen;--_loha_ im Sanscrit, meist aber _ghana,_

auch _ayas_ (d.i. Erz, wie in vielen Sprachen), ferner kapiloha, ajasa,

kalajasa, kalauha (Schwarzmetall), khadga, çastra, atrisara, asmasara,

krischamischa, krischnajasch (schwarze Masse);--_parriar_ in Madras und

Manawanlu, in der Telinga-Sprache ist das Product, wie es durch Schmelzen

aus dem dortigen schwarzen Eisensande gewonnen wird, woraus man dann den

trefflichsten Stahl bereitet;--_than_ in der indischen Provinz Tenassarim.

_ganah_, auch _kani_ auf Kamtschatka und den Kurilen;--_kurre-gane_

(Schwarzmetall) im Japanischen;--_suy, soy_ auf Korea;--_sat_ in

Tunkin;--_lek, irek_ in Siam, sam auf Awa;--_savi_ im

Grönländischen;--polgonton im Korjäkischen;--_ospana_ im

Afghanischen;--_chima_ in der Kaffernsprache von Afghanistan.

_besi, bezel_ im Malaiischen;--_bese, bezer, boase, lesce, kuos, ur_ in den

samojedischen Sprachen;--_affeinach, awsainak_ im Ossetischen;--_karti,

kardui_ im Ostiakischen;--_kort_ im Wortjäkischen (Finnischen);--_ker_ im

Wogulischen;--_keere_ im Altfinnischen;--_route_ im

Lappländischen;--_routa_ im Finnländischen;--_raut_ im

Esthnischen;--_rauda, rouonde_ im russisch Kardelischen (rut in

benachbarten Dialecten, daher wohl ryta im Slavonischen und raudi im

Isländischen);--_vas, vaserez_ im Magyarischen; rudvas ist Stabeisen.

_ger_ in den kaukasischen Sprachen, auch maach, aik, _icha,

atschik_;--_hgutsch_ im Tscherkessischen, _kina, berensch_ im Georgischen;

_erkina_ im Leskischen und Lasischen.

_tümir, temur, tomor, dach_ im Mongolischen;--_tamir, timur_ im

Tartarischen;--_temir, tumir_ im Kalmückischen;--_temir, ahan_ im

Bucharischen;--_timir_ im Jakutischen;--_timer_ im Tschuwaschischen an der

Wolga;--_demir, timir, temür_ im Türkischen, demirti ist eisern, demirgi

der Schmidt, teneke das Blech;--_demyr, demrs_ im Arabischen, weniger,

gebräuchlich ist _haddit, haelit_; saburcam oder seneburicam wird Roheisen,

licremehem Stabeisen seyn;--_hhadit_ im Maltesischen; hhadyt ist der

Schmidt.

_benipi, benipe, pepipe_ im Koptischen; _benibe_ in der ägyptischen

Hieroglyphensprache;--_barsel_ im Hebräischen;--_barsla, barsel, parsel_ im

Chaldäischen;--_parselo_ im Syrischen, sethmaluth ist eine mehr alchemische

Benennung;--_baratti_ im Tygrisischen (Nordafrika), auch harrar, hurrar,

atchim, hattim (aus dem Arabischen);--_tonda_ im Szauakischen

(desgl.);--_trisseja, ouzzal, wazal_ im Berberischen (desgl.);--_külluch,

tschartig_ im Dongola (desgl.);--_daura_ in Darfur (desgl.);--_le_ in Burnu

(desgl.)

_sele, szele_ im tartarischen Mandschu;--_schele, schelle, schella_ im

Tungusischen;--_dsesse_ im Lettischen;--_gellezis_ im

Litthauischen;--_scheljasa, scheleso_ im Russischen; ieleso tschugun, auch

cuchyn ist Roheisen, kuznec der Schmidt, kuzne die Schmiede;--_zelazo_ im

im Polnischen [im Polnischen], surowier, zelazo surowe ist Roheisen, zelazo

kute Stabeisen, kowal, kuzman der Schmidt;--_zelezo_ im Czechischen, zelezo

surowe ist Roheisen, = nowane Stabeisen, _cany_ ist Zaineisen; kowars der

Schmidt;--_zelezo_ im Slowakischen und Sorbischen, zelezo walasske ist

Roheisen;--_schelazo_ in Illyrien, kovacs ist Schmidt.

_se'eso, schelesu_ in Krain (im Windischen), wallosch, heisst in Krain und

Kärnthen das Roheisen, welches in den Walloss- oder Wallabshämmern (d.i.

Frischhämmern) weiter verarbeitet wird; _zagel, jackal_ ist

Zaineisen;--_xegliezo_, auch _grozdie_ im Ragusanischen;--_sgegljezo,

sgeglizo_ in Bosnien;--_gvozdje_ im Dalmatischen und Illyrischen, gvozdovit

ist eisern.

[Greek: sidêros, sidaros] im Griechischen, im Altgriechischen auch [Greek:

arês], das Roheisen scheint [Greek: stagôma] genannt zu seyn. Das Wort

[Greek: sidêros] stehet ganz isolirt, ob vielleicht aus dem Phönizischen?

das [Greek: arês] scheint mit dem keltischen aern vielleicht im

Zusammenhange stehen zu können;--[Greek: sidêron] im Neugriechischen.

_ergard, ergath, uarn_ im Armenischen.

_ahen_ im Persischen (heisst auch Erz wie ayas im Sanscrit), auch _ehren_

(wie im Teutschen und jern im Schwedischen); aheni ist eisern (erinnert

an aheneus im Lateinischen); aheni nerm ist weiches Eisen;--_ahan_ im

Bucharischen;--_asen, assin, hasin_ im Kurdischen; _hazim, hadada, basal_

im Aethiopischen;--hatzine im Amharischen.

_feru_ im Walachischen, ferariu der Schmidt;--_chekure_ im Albanischen,

chekurte ist eisern, kobatz der Schmidt;--_hecure_ im

Epirotischen;--_hajarn_ im Wälschen, hajamaidd ist eisern, gof ist

Schmidt;--fferis (von ffer hart), ist hartes Metall, Stahl (kommt mit

ferrum im Lateinischen überein); _hoarn_ im Cornischen;--_houarn, hoarn_,

auch _ferr_ im Bretonischen, farga ist der Eisenhammer, calouez ist der

Eisenarbeiter;--_iarunn, cabhron_ im Gälschen, iarruin, iarnach ist eisern,

gobha, ceard ist Schmidt;--_jara_ im Cimbrischen;--_jarrun, cabradh_ im

Irischen;--_airn, yrn, irne_ im Schottischen;--_yiarn_ im Manxischen.

_ferrum_ im Lateinischen, spongia, nucleus ferri Roheisen, strictura

gestricktes, gehämmertes Eisen, faber ist Schmidt, ferraria die

Sehmiede;--_ferrum_ im Mittelalter; man unterschied ferrum deandelum oder

delandelum das weiche Eisen, aldeva oder alidena das Roheisen, acerium,

aciarium das harte, indicum, indanicum, endanicum das stahlartige;--_fer_

im Französischen; mazerie, fonte cru ist Roheisen, fer en barers ist

Stabeisen, fer forgé geschmiedetes Eisen, fer aigre sprödes Eisen; forgeùr

der Schmidt, forge die Schmiede;--_ferro_ im Italienischen und

Portugiesischen;--_hierro, fierro_ im Spanischen, hierro colada ist

Roheisen--labrado Stabeisen, herrero, forjador der Schmidt, forjado, fragua

die Schmiede.

_iron_ (sprich _airen_) im Englischen, iron bak und -in bars ist Stabeisen,

forger ist Schmidt, forge die Schmiede;--_iren, iron, isarn, ison, cren_ im

Angelsächsischen;--_jarn_ im Isländischen (woher Harnisch), auch _isarn_

und _raudi_ (aus dem Finnischen);--_joarn_ im Friesischen;--_järn, jarn_ im

Schwedischen (doch von jarunn im Gälischen), takjärn ist Roheisen,

stangjärn Stangeneisen;--_jern_, auch _ese, yse_ im Dänischen, jerngös ist

die Eisengans, Roheisen; _yrsa, yrsen, ysen_ im Altfriesischen;--_isera,

isen_ im Altsächsischen;--_isarn, eisarn, isan_ im Altfränkischen und

Althochteutschen;--_isen_ im Platteutschen;--_ijzer, yzer, yser_ im

Holländischen;--_eisarn, iern_ im Gothischen; _yrsa, yrsen, ysen, yser_ im

Altfinnischen.

_burdina, burnia_ im Baskischen;--_sarfar, sarca, sayrsa, sarta_ der

Alchemiker;--_saster, tzaster, saltra_ in der Zigeanersprache.

B. _Der Stahl_.

Der Stahl ist ein Eisen, das mit Beybehaltung seiner Geschmeidigkeit viel

härter, auch schmelzbarer und luftbeständiger als das gewöhnliche Eisen

geworden ist, welche Eigenschaften durch Beymengung von Kohle erhalten

werden. Gewisse Erze (z.B. manche Spatheisensteine) liefern gleich beym

ersten Schmelzen ein stahlartiges Eisen (Rohstahl, _acier naturel,--de

fonte)_ dessen Stäbe meist ein- oder mehrmals zusammengeschweisst oder

gegerbt werden; sonst glühet man das Eisen mit Kohle, erzeugt hiermit den

Cementstahl, _l'acier de cementation_, oder Blasenstahl, _l'acier à

boursouffle_, der ausgeschmiedet auch Blätterstahl (_l'acier à poule_)

heisst. Beide Arten von Stahl wieder geschmolzen geben den Gussstahl

(_l'acier fondu_). Besonders berühmt ist seit ältester Zeit der _wootz_,

der von Bombay in Indien kommt, aus einem schwarzen Eisensand gewonnen

wird, reich an magnetischem Eisenstein. Der schöne damascirte Stahl,

vorzüglich zu Säbeln geschätzt, ist figurirt durch das Zusammenschweissen

verschiedener Stücke, ausserordentlich zähe und hart. In Europa liefert

seit ältester Zeit den meisten und trefflichsten Stahl Krain (wo man

_azzalon_ und _brescian stahl_ unterscheidet) und Steiermark (wo der grobe

_muck_ [?*], der feinste Stahl _scharsachstahl_ heisst).

_kang, leou, chu-kan, touan-kan_ im Chinesischen;--_kan_ im tartarischen

Mandschu;--_djiagh, mo-lcha-gasa_ im Tibetanischen;--_baja, beji, malella,

khersani, kaluli_ im Malaiischen;--_maach, mech_ im Leskischen.

_andun_ im Ossetischen;--_andan_ im Wotjäkischen (Finnischen);--_andun

djan_ im Tscherkessischen. (Im Mittelalter hiess ein aus dem Oriente

eingeführter Stahl, der sich schmelzen und giessen liess, _andena,

andenon_, welche Worte vielleicht aus dem Finnischen stammen).

_sara_ im Sanscrit, auch _tikshnajasa, aiassa_ und _nila loha_ (d.i. blaues

Eisen);--_kantalauha_ im Bengalischen;--_wutz, wootz, wuce, vuc_ im

Hindostanischen, auch _phulaat_.

_pulad_ im Tartarischen, auch _churtsch_;--_poghpat, poghowatik_ im

Armenischen;--_bolot_ im Mongolischen;--_bolat, burtik, tscheran,

tschandan_ in den kaukasischen Sprachen;--_pola, pila_, auch _asen_ im

Kurdischen;--_pulad_, auch _setti_ im Persischen, _ruhen_ ist der indische

Stahl, _giohar, gauherdar_ ist der blumige, damascirte Stahl der

Säbelklingen;--_pulad, fulads, faluds_ im Arabischen, auch _jeleb, celik_

(womit vielleicht _chalybs_ im Griechischen zusammenhängen könnte), _setti_

(wie im Persischen), _haedidi efreng_, der indische Stahl ist _ruhen_ wie

im Persischen;--_bolat_ im Türkischen, auch _aheni gerb, aheni ner,

tscheluk, tschelik_;--_bülat_ im Buriätischen;--_bulad_ im Tygrischen und

Darfur (Nordafrica); _züllub bülad_ im Szauakischen (desgl.);--_lelmesarik_

in Burnu (desgl.);--_dkir_ im Berberischen (desgl.);--_bulade_ im

Amharischen;--_bylad_, auch _stalj_ im Russischen;--_bulat, stal_ im

Polnischen, _masat, musatek_ ist der Wetzstahl, _demesz_ der damascirte

Stahl;--_pold_, auch _scheburkan_ im Syrischen;--_palda_ im Hebräischen.

_istem, istema_ im Chaldäischen;--[Greek: stomôna] im Griechischen (von

[Greek: stomoein] schärfen, härten), auch [Greek: sidêron stomôna, akê]

(wie acer im Bretonischen und Lateinischen) [Greek: chalyps] (vielleicht

zusammenhängend mit celik im Persischen), [Greek: sidêron ioenta] (das

blaue), in alter Zeit auch [Greek: adamas sidêros, adamas] (welches Wort

schwerlich mit Diamant zusammenhängt, vielleicht in--damascirtem

Stahl--nachklingt);--[Greek: treliki] im Neugriechischen, aus [Greek:

astali];--_[Greek: atzalon, atzalin]_ im Mittelalter (von azzalon in

Krain);--_chalybs_ im Lateinischen, chalybaeus ist stählern.

_atzel, aczel_ im Magyarischen;--_ozel, wozel_ im Polnischen;--_oczel,

oczely_, auch _nado, naddo stala_ in Croatien;--_ocal, gvozdje izbrano_ im

Illyrischen;--_osigl_, auch _naddlo, bliznisa_ in Bosnien;--_jeklu, heklu,

sheteklu_, auch _jequo, kresalu azzalon_ im Windischen oder Krainischen,

jeklen ist stählern, jeklati stählen;--_tehrauds_ im Lettischen.

_crita, amnaria_ im Walachischen.

_stailinn_ im Gälschen, auch _cruaidh_ (was auch hart heisst), stailinneach

ist stählern;--_dur, hajarnddur_ (Harteisen), _fferis_ im Wälschen, (fferis

dan ist der Feuerstahl, von ffer hart), auch wohl _malan, balaen_; duraid

ist stählern, duraw stählen, härten; _dir, diren_ im Bretonischen, auch

_acer, aceir, altzairua_; altzairuguillea sind Stahlarbeiten,

altzairuquintza eine Arbeit von Stahl, aceries ist eine Art Beil.

_acarium, acerium, aczarium_ im Mittelalter, auch _caliba, calibs, stalum_;

acuarius ist der Schmidt; _acier_ im Französischen;--_aço_ im

Portugiesischen;--_aciajo_ im Italienischen;--_steel_ im

Englischen;--_stahl_ im Isländischen;--_stähl, steel_ im

Friesischen;--_stahel, stehel_ im Altteutschen;--_staal_ im Platteutschen,

Dänischen, Norwegischen;--_stäl, estal_ im Schwedischen;--_stal_ im

Sorbischen;--_stali_ im Koptischen.

_faulex_ bey den Alchemikern;--_abein_ in der Zigeunersprache (erinnert an

au beji, baja im Malaiischen).

Mineralogia Polyglotta · 第 61 / 84 题