Ein grünes, erdiges Kupferoxyd, oft auch thonig, findet sich in Gängen,
Lagern als Absatz von Gewässern, wird auch künstlich gemacht, dient als
Farbe der Maler (Schiefergrün, Berggrün), auch zum Löthen des Goldes, ist
dem Grünspan, der Grünerde, dem Kupferoxyd und Malachit verwandt (s.
diese).
_lou-tsing-chi_ im Chinesischen;--_zadasa-gayaha_ im
Tibetanischen;--_zenegar, sindschar_, auch _lezach oldeb_ im Arabischen,
zilchu 'lzaghati, wird mit chrysocolla, vulgo borax übersetzt, gehört wohl
auch hierher.
[Greek: chrysokolla] (d.i. Goldloth) der Griechen, das theils
natürlich--[Greek: akedon]--theils künstlich war, auch verstand man
darunter ein leichtflüssiges Metallgemisch, das im Mittelalter [Greek:
molibdochalkos] hiess;--_chrysocolla nativa_ der Römer, das daraus
bereitete Goldloth hiess _santerra_.
_hornaya zelene_ (Berggrün) im Russischen, auch _mednaya seleni_ (wie die
Kupferlasur);--_zielonokrusz_ (Grünerz) im Polnischen;--_medanka_ im
Czechischen;--_kotlouno selen_ im Windischen;--_rezmesz zöld_ im
Magyarischen.
_aur dyivod_ (?) im Wälschen;--_verdemontana_ im Spanischen; atincar ist
löthen, atincatura die Löthung mit Berggrün;--_verdemontanha_ im
Portugiesischen;--_verde di montagna_ im Italienischen;--_verd di montagne,
cuivre verd_ im Französischen;--_mountain green_ im
Englischen;--_bergkgrün, steingrün_ im Altteutschen;--_bierggrönt,
köbbergrönt_ im Dänischen;--_koppargrönt_ im Schwedischen.