Der gebrannte Kalk, im Wasser sehr verdünnt, bildet die Tünche, das
Kalkwasser, zum Weissen oder Tünchen; mit dem nöthigen Wasser und Sande in
einen breiartigen Zustand gebracht, den Mörtel zum Bauen; hat dieser die
Eigenschaft, dass er unter Wasser schnell erhärtet, heisst er Cement. Der
Mörtel ist:
_zaharudsch, sarug_ im Arabischen;--_melel_ im Hebräischen;--_schaghach,
taghach_ im Armenischen;--_messelo_ im Magyarischen;--_kelkere_ im
Albanischen;--_[Greek: konia, ammokonia]_ im Griechischen;--_malta, [Greek:
chalyx]_ im Mittelalter.
_aol-phasel, -plasta, doib_ im Gälischen, auch _moirteal_ (vielleicht aus
dem Englischen).
_mortarium_ im Lateinischen;--_maltha_ war ein Mörtel oder Kalk, der am
meisten erhärtete; zum Cementkalk brauchte man den pulvis puteolanus, die
Puzzolane. Um den Mörtel ganz weiss zu machen und ihn glätten zu können,
wie er zur encaustischen Malerei nothwendig war, setzte man gepulverten
Marmor zu; er war dann marmoratum, da der gewöhnliche Mörtel arenatum
hiess;--_mortal parget, plaster_ im Englisclien;--_mortier, beton, bleton_
im Französischen;--_mortero, mezcla, argamasa_ im Spanischen (argamasar ist
Mörtel bereiten);--_morter_ in Altteutschen;--_morter, moertel_ im
Holländischen;--_mort, murt_ im Windischen.
_Tünche, tünchen_ wird aus dem Slawischen stammen. _tynk_ im Polnischen,
_tynkowak_ ist tünchen;--_dynchowani_ im Czechischen. Die Tünche ist:
_polmaska_ im Russischen, _mauz, lika_ im Wendischen, _mauz, frajh_ im
Krainschen.