D. _Feuerstein_.

Ein meist schwarzer, sehr scharfkantig brechender Quarz, der zum

Feueranschlagen dient, wozu man auch Eisenkies brauchen kann.

_arani_ im Sanscrit;--_agniprastara_, auch _tschakmakipathara_ im

Bengalischen;--_ma-rdo_, auch _skrina-sklada_ im Tibetanischen;--_hirha_ im

Tartarisch-Mandschu;--_zak-man-tash_ [or: _zakman-tash_] im Tartarischen.

_sengi atesi, sengiates_ im Persischen;--_zend, ciakyttasi, ciakmaktasi_ im

Arabischen, auch _moespuhet, myzaerret, chalnabus_;--_hhagra tazznyd_ im

Maltesischen;--_chaltamisch, calec_ im Hebräischen;--_tanicha, tinichouen_

im Berberischen;--_essan_ im Türkischen, eigentlich tschakmak-taschy (d.i.

feuerschlagender Stein):--_kowa, tüzko_ im Magyarischen.

_ber, bersta_ im Kurdischen;--_bakir_ im Afghanischen;--_tali, kami, kach_

im Georgischen;--_modjo, tschomu, atu, makatz_ in den kaukasischen

Sprachen;--_laiwask_ im Lappländischen (eigentlich Kiesel);--_ingnektaut_

im Grönländischen;--_fokischtah_ im Tscherkessischen;--_jahkesnero parr_ in

der Zigeunersprache.

_gailachas_ im Armenischen;--_chalitz_ im Albanischen;--_[Greek: chalikas]_

im Neugriechischen;--_[Greek: pyritês, pyrimachos]_ im Griechischen, aber

nur zum Theil, eigentlich war diess unser harter Eisenkies, mit dem man

Feuer schlagen kann; dies heisst puritos im Syrischen (byritaes im

Türkischen), woher der Name stammen könnte, wenn er nicht mit [Greek: pyr],

das Feuer, zusammenhängt;--_pyrites vivus_ und _vulgaris_ im Lateinischen

(aus dem Griechischen), der eigentliche Feuerstein war _petra focaris_ (von

fo im Bretonischen, das Feuer, focale der Feuerstein).

_maen cellt_ im Walischen;--_meinn delin_ im Bretonischen, auch

_flynt_;--_breo-chlach_ (von breo, das Feuer) im Gälischen, auch

_clach-theine, airtein, ailbhinn, callestr, spor_ im Gälischen,

_cloch-theineedh_ im Irischen;--_flint, firestone_ im Englischen;--_flinta,

bössflinth, brynston, fyrsten_ im Schwedischen;--_flintesten, fyrsteen_ im

Dänischen;--_flenstien, flanstien_ im Friesischen;--_ullins_ im

Altteutschen (hängt wohl mit flynt zusammen);--_fyrstan_ im

Angelsächsischen;--_vuursten_ im Holländischen.

_pedernal_ im Spanischen;--_pedreneira_ im Portugiesischen;--_pierre a feu_

im Französischen.

_kreminea_ im Walachischen;--_kremenj_ im Russischen;--_krzemien, iskrzyc_

im Polnischen;--_kremince, pazaurek_ im Czechischen;--_kremer_ im

Illyrischen;--_kresaunik, ogjik_ im Windischen;--_krams_ im Lettischen.

E. _Probierstein_.

Ein feiner schwarzer Thon- oder Kieselschiefer, der zum Probieren des

Goldes und Silbers dient, indem man die Farbe des Striches, den das Metall

auf dem Steine hinterlässt, mit dem Striche einer bekannten Composition

vergleicht. Er findet sich häufig in Aegypten, Kleinasien und Europa.

_akascha, kascha_ im Sanscrit;--_kascha, raschana_ im

Bengalischen;--_phortsakhar, pportssagan_ im Armenischen;--_akno_ im

Syrischen;--_moehhoek, mehenktasch_ im Arabischen;--_[Greek: lythia,

chrysou lithos]_ im Griechischen, auch _[Greek: chrysakonion, lithos

basanos]_ (die Griechen erhielten ihre Probiersteine meist vom Gebirge

Tmolus in Lydien);--_lapis lydius_, auch _coticula_ im Lateinischen (nicht

heracleia).

_clach-dhearbhaidh, dearbhadh, deuchainn_ im Gälschen;--deuchainn ist

probieren;--_touchus_ im mittelalterlichen Latein;--_pierre de touche_ im

Französischen; touchan ist die Probiernadel, touche der Strich auf dem

Probiersteine, toucher, streichen, probieren, welches mit deuchainn (Gl.)

oder dem entsprechenden Worte im Bretonischen zusammenhängen wird.

_touch stone_ im Englischen; touch ist die Probe auf dem

Probiersteine;--_piedra de toque_ im Spanischen;--_piedra de tocar_ im

Portugiesischen;--_toczio_ im Dalmatischen und Bosnischen, eigentlich

Schleifstein;--_tocetsteen_ im Holländischen.

_verdello, paragone_ im Italienischen.

_profsteiern_ im Isländischen;--_probiersteen_ im Dänischen.

_osselon_ im Russischen;--_oselka_ im Polnischen;--_zkaussjcy kamen_ im

Czechischen;--_skusni kamen_ im Windischen;--_pahrbauditjs akmins_ im

Lettischen.

F. _Wetzstein, Wetzschiefer, Schleifstein_.

Feine Thonschiefer, theils auch feine Sandsteine, dienen zum Schärfen der

stählernen Werkzeuge; die gröberen werden auf Schleifsteinen (aus

Sandstein), die feinern auf Wetzsteinen, theils mit Wasser, auch mit Oehl

geschliffen und abgezogen. Man findet sie in vielen Gegenden; der nördliche

Fuss der Alpen, besonders im Salzburgischen, liefert Wetzsteine, die schon

zur Römerzeit berühmt waren, auch jetzo durch ganz Italien und Teutschland

verführt werden.

_tsing-chy-py_ im Chinesischen, auch _tchi-chy_ und

_piluti_;--_hadsena-hadsana-rdo_ im Tibetanischen;--_kanacila, sanasila_ im

Bengalischen;--_gorinda, batu menchani_ im Malaiischen;--_sisan_ im

Persischen, auch _ewsan, bete, senk fesan, hyesan_ im

Armenischen;--_sillit_ im Grönländischen;--_saijem, tablja_ im

Lappländischen.

_bilu_ im Mongolischen, Kalmückischen, Tartarischen;--_bilegi taschy_ im

Türkischen (von billemek schleifen), auch asyane, und dejirmen tasch (was

auch Mühlstein ist); _hagiar almesin, haegrül-men_ im Arabischen, auch

_samiz, michaez, tsamajil_;--_meschno_ im Syrischen;--_musches, masch

cheseth_ im Chaldäischen;--_jamaschale danegaja_ im Amharischen.

_eztera_ im Baskischen.

_clach-gheurachaidh, clach-fhaobhair, clach-liobharain_ im

Gälischen;--_clach-shaobhair_ ist ein feiner Wetzstein;--_airtnewib_ im

Irländischen;--_careg hogi_ (von hogi schleifen), _hogal, hogalen, agalen,

galen, calen_ im Wälschen;--_hogalen, higolen, higuiolenn, igolen_ im

Bretonischen;--_clach-gheuraiche_ im Wälschen, auch _clach-fhaobhair_ der

Abziehstein.

_kuti_ im Walachischen;--_[Greek: akonê, akoê]_ im Griechischen, von

[Greek: akê] die Spitze, auch (W.), [Greek: akonaein] schärfen, auchlym

(Gl.); _[Greek: akoni]_ im Neugriechischen;--_[Greek: akôn], cos_ im

Mittelalter;--_cos_ im Lateinischen, die Römer zogen ihre Wetzsteine aus

verschiedenen Gegenden; die noch jetzo berühmten aus den salzburgischen

Alpen hiessen passerines; das naxium war nicht Smirgel, sondern

feingeschlemmter Wetzschiefer, der in Naxia auf Creta (nicht auf der Insel

Naxos) fabricirt wurde, das Material kam aus Cypern.

_acerium_ (von acer, Stahl) im mittelalterlichen Latein;--_pierre a

aiguiser_ im Französischen, auch _schiste novaculaire_;--_pietra da aguzar_

im Italienischen;--_piedra de amolar_ im Spanischen, auch _asperon_ und

_piedra aguzadera_ (was, wie die ähnlichen erwähnten Wörter aus dem

Baskischen stammen wird).

_wetzstein_ im Hochteutschen;--_hwetstan_ im Angelsächsischen;--_wetsteen,

slypsteen_ im Holländischen;--_whetstone_ im Englischen;--_hvättjesten,

hvatu, slipsten_ im Schwedischen;--_hvaensesteen, hvaedsteen, slibesteen_

im Dänischen.

_fenkö, atzel, atzelka_ im Magyarischen.

_pustykle_ im Litthauischen;--_gallods, trohts_ im

Lettischen;--_gatutuwelis_ im Schamaitischen.

_britwennoi kamen, totiljnoi kamenj, totschilnoi kamen_ im Russischen.

_brus, bruni kamen_ im Windischen und Wendischen;--_brus, osla_ (d.i.

Schiefer), _oselka_ im Polnischen;--_brus, brausek, osla, oselka_ im

Czechischen;--_brus_ im Kärntschen, Ragusanischen, Slowakischen,

Bosnischen;--_bruus, ostrillo, toczio_ im Dalmatischen und

Illyrischen;--_brussz_ im Croatischen.

G. _Schiefer, Dachschiefer, Thonschiefer_.

Der Schiefer oder Thonschiefer, von geringer Härte, der eine Hauptmasse der

Gebirge bildet, zeichnet sich durch seinen schiefrigen Bruch aus, d.h.

spaltet sich leicht in feinere oder gröbere Blätter, manche Massen spalten

sich in so gerade und feine Blätter, dass diese zum Decken der Dächer

benutzt werden; diess ist der Dachschiefer, ähnlich ist der Tafel- und der

Griefelschiefer. Auch andere Steine werden zum Decken der Dächer in manchen

Gegenden angewendet, wie der Kalkschiefer (Jurakalk) von Solenhofer,

Kellheim u.s.w. in Bayern.

_loh pato_ im Malaiischen;--_kajaghan, gara tasch_ im Türkischen;--_sisto_

im Syrischen;--_fodelpala_ im Magyarischen; der Schiefer heisst übrigens:

_pallagkö_ und _fisleng_;--_lespedea_ im Walachischen;--_[Greek: schistos]_

kann das Gestein bey den Griechen geheissen haben, doch kommt der Name

nicht vor; aber [Greek: schistos] ist schiefrig, gespalten; von [Greek:

schizein] spalten, ysglifu (W.), sgoill (Gl.);--_[Greek: ardôsia, tsapela]_

im Neugriechischen.

_lapis schistus_ und _ligusticus_ der Römer, der letztere ist der lavagna

moderna, ein Thonschiefer (der Flischformation) von Genua;--_artesia_ und

_tegula_ im Latein des Mittelalters.

_artesia, lavagna_ im Italienischen;--_ardoise, schiste_ im

Französischen;--_escailles_ im Alt-Französischen;--_ardesia, pizarra_ im

Baskischen;--_pizarra_, auch _hoja de libro_ im Spanischen; pizzarral ist

Schiefergrube;--_pisarra, ardosia_ im Portugiesischen;--_llech, llechen_ im

Wälschen;--_mein glasen_ im Bretonischen, auch _sclent, skeltr_;--_sgliat_,

auch _leachd_ im Gälschen;--_sklait_ im Schottischen;--_slein_ im

Irischen;--_slate, hellin stone, flatstone_ im Englischen, auch _clay

slate, roof slate_; der grobe ist killas;--_schnilgen_ im

Belgischen;--_skifver_ im Schwedischen;--_schilfer, leysteen_ im

Holländischen;--_skifer_ im Dänischen.

_slanez, slanzi_ im Russischen, auch _aspidnoi kamen, glinistoi schimpher;_

der eigentliche Dachschiefer ist kroesljnoi schipher;--_lupek_ im

Polnischen, auch _tupny kamien_;--_bridlice, sskridla_ im Czechischen, auch

_lupek; zher_ in Krain;--_platizh, shibra_ im Windischen.

H. _Sand, Grus, Grand, Schotter_.

Feinere oder gröbere Körner, meist von Quarz.

_cha_ im Chinesischen, auch _lou, ting_ der grobe Sand;--_djie-ma, bye-ma_

im Tibetanischen;--_gasega-ma_ der grobe Sand;--_schiga, schega_ im

Afghanischen;--_batuka, sikata_ im Sanscrit;--_balu, balhud_ im

Bengalischen;--_balu_ in der Zigeunersprache;--_karsik, pasir_ im

Malaiischen;--_suna_ im Japanischen;--_elesu, ilisu, elehun_ im

Mongolischen;--_jara, kora, hura_ im Samojedischen;--_kora_ im

Ostiakischen;--_keru, kair, kum_ in den kaukasischen Sprachen;--_kwina_ im

Georgischen;--_pschachua, scapa_ im Tscherkessischen;--_siorarak_ im

Grönländischen.

_rieg_ im Persischen;--_rik_ im Bucharischen;--_chun, kis_ im

Kurdischen;--_chum, kum, gum_ im Türkischen;--_ekum_ im

Tartarischen;--_awas_ im Armenischen;--_smis, ajmiesa_ im

Ossetischen;--_smiltis_ im Lettischen;--_güda, lyn, lifwa_ im

Finnischen;--_oschma_ im Tscheremissischen;--_jema_ im Wogulischen.

_ramel, reml, clakyl_ im Arabischen;--_remel_ im Maltesischen;--_rmel_ im

Berberischen und Cabylischen, auch _sziwega, sziughe_;--_rot_ in der alten

ägyptischen Hieroglyphen-Sprache nach Champollion;--_mo_ im

Koptischen;--_chool_ im Hebräischen;--_cholo_ im Syrischen;--_chala_ im

Chaldäischen.

_homok, humok_ im Magyarischen;--_legara, ondarra, arrichoa, arcoscosa_

(von ar Stein, co klein) im Baskischen;--_casca_ ist Grand.

_rerre, siour_ im Albanischen;--_nasip, arena_ im Walachischen; _puraseu_

ist Streusand; _prod_ ist Grus.

_gaineamb, geinmbeach_ im Gälischen, auch _artene_ (von art, ar

Stein);--_grinneal, graian, gro_ im Irischen;--_grain, gaincar,

gro_;--_gro, graion_ im Wälschen; caregos ist Kies (von careg der

Stein);--_sablên, sable_, auch _gron, gru, grovanen_ im Bretonischen (von

diesem gro, gru mag herstammen: unser Wort grus und das schweizerische

grien für groben Sand).

_[Greek: ammos]_ im Griechischen, auch _[Greek: psammos]_ (woher in der

neueren Geognosie der Name Psammit für einen groben Sandstein), _[Greek:

ammogê, amathos, konis, koniê]_; im Mittelalter auch _[Greek: arêna,

arinion]_;--_[Greek: ammos]_ im Neugriechischen.

_arena_ im Lateinischen (wohl aus dem Gälischen von ar, Stein, aren,

artene kleiner Stein, Sand), auch _sabulum_ (aus dem Bretonischen); arena

fossitia war sandiger, vulkanischer Tüff, pulvis puteolanus, unsere

Puzzolane;--_gravella, gravera_ im Mittelalter.

_sabbia, arena, renajo_ im Italienischen;--_sable, arene_ im Französischen,

auch _gravois, gravier_;--_sablon, arena, arenilla_ im Spanischen;

gravella, cascajo (aus dem Baskischen) ist Kiessand; cascajal

Sandgrube;--_saibro, area_ im Portugiesischen; calcalho ist Grus;--_sand,

savel_ im Englischen, auch _gravel, grit_;--_sand, sandur_ im Isländischen,

auch _malm_ (was gothisch seynwird), _mola_;--_sand_ im Angelsächsischen,

auch _myl_;--_sand_ im Dänischen, auch _gruus_;--_sand_ im Schwedischen,

auch _mo_ (Flugsand), grus (grober Sand); kis;--_malm_ im Gothischen.

_pecobs_ im Russischen;--_piaseczed_ im Polnischen, zwir ist

Grus;--_pisecek_ im Böhmischen, sut ist Schutt, prak ist Staub (woher

vielleicht unser Wort prack);--_pisek_ im Slowakischen;--_picsk_ im

Sorbischen;--_peszek_ im Croatischen; auch _salpum, parshina_;--_pesak_ im

Dalmatischen;--_pjesak, prrisgina_ im Bosnischen und Ragusanischen, auch

_xala_.

Mineralogia Polyglotta · 第 22 / 84 题